Ich habe
immer alles brav getan,
was man mir sagte.
Staub gewischt, abgewaschen,
Wäsche aufgehängt, gebügelt.
Gewischt, auf Knien und unter Tränen.
Ich legte das wenige Spielzeug an die Seite,
und tat, was er mir sagte.
In meinem Bett, seine Hand, im Bad,
in der Toilette, im Keller...
Ich habe getan, was er sagte. auf Knien habe ich ihn angefleht,
mich zu lassen, er war taub!
Ich habe geweint, wenn er mich berührte, er grinste mich mich an.
Meinen nackten Bauch, unter mein geblümtes Nachthemd,
ich zitterte.
Wenn die Nacht schwarz ist, meine Angst.
Sein Schweiß auf meiner Haut,
Seine Stimme
Tränen in meinen Augen, nach Luft ringend...
Er sah es nicht. Ich tat, was er mir sagte.
Als ich aufwachte, war der Frühling und der Sommer vorbei.
Kalter Wind blies mir ins Gesicht.
Susann
Gedicht aus dem Buch " Wildrose Überlebende"
Dieses Buch hat eigentlich keinen großen literarischen Anspruch, es zeigt die Gefühle und Gedanken von Betroffenen und Opfern von Missbrauch. Lieben Dank. |
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