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was mich inspiriert

BeitragVerfasst am: 22.04.2011, 21:39
Ich habe in meinem Leben viele Reisebücher, Reiseberichte und Romane gelesen, die fremde Welten beschreiben, mich träumen ließen von der Ferne, dem exotischen, Berichte bei denen ich förmlich den Duft einer reifen, tropischen Frucht riechen konnte. Doch es gibt nur ein Buch, das alle anderen in Schatten stellt, die Essenz des Reisens beschreibt wie kein anderes. Nicolas Bouviers „Die Erfahrung der Welt“.
Jedes Mal, wenn ich das abgegriffene Buch an einer willkürlichen Stelle aufschlage, einen Absatz lesen, voller Poesie, Gefühlen, Kraft und Farben, sinke ich auf die Knie. Ich nehme das Buch nicht oft in die Hand, denn es führt immer dazu, dass ich meine Versuche in Worten mitzuteilen, was ich empfinde, sofort aufgebe. Zum einen, weil Bouvier bereits alles gesagt hat, zum anderen, weil ich nie, nie und nimmer dieses Format erreichen kann.
Mein Leben lang habe ich nach den Sternen gegriffen, mir unerreichbare Ziele gesetzt und einige habe ich am Ende doch erreicht. Ich schreibe weiterhin.
Es gibt viele Reiseschriftsteller, die mich inspiriert haben zu reisen UND zu schreiben; Kerouac, Chatwin und Bouvier, doch würde ich mich nie mit einem dieser wirklich talentierten Menschen messen wollen. Die Berichte von Kerouac und Bouvier sind inzwischen viele Jahrzehnte alt. Sie haben nichts von ihrer Frische verloren, sind zeitlos, doch die Welt befindet sich im ständigen Wandel. Selbst Chatwins Bücher beschreiben eine Welt, die nicht mehr existiert. Das Leben unterwegs, auf der Straße jedoch ist immer noch das Gleiche. Hindernisse des Reisens mögen heute andere sein; das Gefühl, die Erfahrungen und die daraus resultierenden Erkenntnisse sind die Selben; vor fünfzig Jahren, vor hundert Jahren, vor zweitausend Jahren. Hesse beschriebt in seinem Buch Siddharta nichts anderes als Lao Tzu es in seinen Dichtungen tat, als Bouvier es in seiner Poetischen Weise schaffte auszudrücken. Es ist ein ewig wiederkehrendes Thema, das Menschen seit jeher fasziniert hat, sei es als Lebensweg oder als Lektüre und Philosophie.
In dem Buch „Die Shangri-La Erfahrung“ habe ich nicht versucht etwas Neues zu erfinden sondern den Versuch gewagt ein uraltes, immer dagewesenes Thema in die globale Neuzeit zu setzten und gleichzeitig aufzuzeigen, wie Zeitlos die Existenz des Reisenden und nach spiritueller Erkenntnis Strebende ist. Dabei habe ich mich von selbst erfahrenen Reisen ebenso inspirieren lassen, wie von Begegnungen mit anderen Reisenden und deren Geschichten und den Meistern der Reiseliteratur.
 
  Tim Reher 
 
Anmeldedatum 21.04.2011
Beiträge 2
Wohnort guatemala
 
 
   
   
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