 | Was tun wegen Copyright? | Verfasst am: 31.07.2009, 15:13 |
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Also ich schreibe ein Buch und möchte darin Bibelstellen wiedergeben (einige!). Die Bibelübersetzer, bzw. die herausgebenden Verlage haben ja jeweils Copyright darauf. Was muss ich machen? Eine schriftliche Genehmigung einholen? Nur die Quelle angeben? Danke.  |
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bettina4223 |
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 | | Verfasst am: 31.07.2009, 15:27 |
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Es gibt ein Copyright auf die Bibel?
An wen müsste man da zahlen? An Gott?
(Kleiner Scherz)
Kann ich mir aber kaum vorstellen, dass man vorher fragen müsste, um aus der Bibel zu zitieren.
Gruß
Hakket |
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M-F Hakket |
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 | | Verfasst am: 31.07.2009, 15:53 |
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| Hakket (Moderator) hat Folgendes geschrieben: |
Kann ich mir aber kaum vorstellen, dass man vorher fragen müsste, um aus der Bibel zu zitieren.
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Wenn man den Bibeltext im Original zitiert, mag das stimmen. Aber wer versteht heute noch Alt-Hebräisch oder Aramäisch?
Nun gibt es aber die Bibel in neuer Elberfelder Übersetzung (1991) oder in feministischer Übersetzung (2006). Da dürfte es durchaus zu Streitigkeiten um die Urheberrechte kommen.
So lächerlich ist die Frage nach dem Urheberrechtsschutz der Bibel nicht.
Kollegiale Grüße
Hubert |
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HuWes |
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 | | Verfasst am: 31.07.2009, 16:02 |
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Nein, lächerlich finde ich sie auch nicht.
Ich wäre wirklich davon ausgegengen, dass sie zum Allgemeingut zählt.
Würde nicht ggf. ein Blick ins Impressum der jeweiligen Bibel etwas mehr Aufschluss über das Zitierrecht geben?
Sorry, ich hab keine Bibel.
Gruß
Hakket |
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M-F Hakket |
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 | | Verfasst am: 31.07.2009, 16:28 |
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Der sicherste Weg wäre vermutlich, sich eine sehr alte Ausgabe zu besorgen, an der die Rechte schon erloschen sind. Google Books hätte da zum Beispiel eine Ausgabe von 1840 im Angebot.
Wenn du daraus zitierst, dürfte eigentlich niemand etwas dagegen einzuwenden haben. Diese alte Augabe ist auch nicht - wie sonst bei der Google Buchsuche üblich - mit dem Vermerk "urheberrechtlich geschützes Material" versehen, sondern lediglich mit dem Vermerk: "Digitalisiert von Google". |
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lyd |
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 | Ich sehe da keine Probleme... | Verfasst am: 31.07.2009, 17:44 |
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Ich sehe keine Probleme, was das Zitieren von Bibelstellen angeht. Ich habe selbst in mehreren Büchern mal seltener, mal häufiger die Bibel zitiert. In meinen beiden Lexika über die Irrtümer der Bibel habe ich häufig die Bibel zitiert. Nie gab es Probleme. Dabei sind besagte Lexika alles andere als kirchenfreundlich. Trotzdem gab es nicht einen einzigen Einspruch.
Auch in meinem neuesten Buch gib es eine ganze Reihe von Bibelzitaten. In einer Fußnote habe ich angemerkt: »Alle Zitate aus der Bibel sind, soweit nicht anders angegeben, zitiert nach: Bibel, Die: Lutherbibel, revidierte Fassung von 1984, Stuttgart 1994«
Dies ist nicht die Antwort eines Juristen. Ich sehe keinerlei Problem, die Bibel zu zitieren. Das Copyright wird nicht verletzt, wenn zitiert wird... schon gar nicht, wenn es sich um einzelne Verse, kürzere Passagen handelt.
Letztlich würde der Verweis einer Bibelgesellschaft/ eines Verlags auf das Copyright.. würde der Protest eines solchen Verlags gegen das Zitieren aus der Bibel für erheblichen Wirbel sorgen... ideale Reklame für ein Buch!
Langer Rede kurzer Sinn: Meiner Meinung nach sind Zitate aus der Bibel erlaubt.
Walter
Edit: Ein kirchlicher Protest gegen meine Lexika - zum Beispiel - mit Hinweis auf angebliche Copyrightverletzung durch Zitieren wäre ideale Werbung (gewesen). |
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 | | Verfasst am: 31.07.2009, 19:56 |
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Hallo Bettina,
die Frage lässt sich so pauschal nicht beantworten.
Wenn der Verfasser der von dir zitierten Version seit mehr als 70 Jahren tot ist, darf uneingeschränkt zitiert oder sogar nachgedruckt werden.
Bei jüngeren Versionen gilt selbstverständlich das Urheberrecht, auch wenn manche das gerne ignorieren möchten.
Handelt es sich um ein Sachbuch, darf lt. Urheberrecht im notwendigen Umfang zitiert werden. Seitenweise abschreiben darf man also in der Regel nicht, aber im Rahmen der eigenen Auseinandersetzung mit dem Thema darf man zitieren.
In der Belletristik wird es mit Zitaten sehr viel schwieriger, weil belletristische Werke sich selten mit anderen Büchern auseinandersetzen.
Ansonsten gilt natürlich immer, dass kein Richter, wo kein Kläger. Ob man darauf bauen möchte, muss jeder selbst entscheiden.
Beste Grüße,
Heinz. |
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 | | Verfasst am: 31.07.2009, 20:02 |
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Im Prinzip braucht man nur zusehen, dass man entweder die geläufige ökumenische Version oder die Luther-Bibel vorliegen hat. Auch Bibeln neueren Datums sind nicht zwangsläufig neu übersetzt, sondern bauen oft auf den klassischen Versionen auf.
Also nicht nur drauf linsen, wann die Ausgabe erschienen ist, sondern wie alt die Fassung ist, die ihr zugrunde liegt. |
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 | | Verfasst am: 31.07.2009, 20:09 |
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 | | Verfasst am: 31.07.2009, 20:17 |
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Dann sollte man aber auch wissen, wie die genaue Übersetzung des Originaltextes eigentlich lauten müsste. Bei den vielen Übersetzungen haben sich ja bekanntlich schon Fehler eingeschlichen durch die verschiedenen Interpretationen, und das führt bei mehrfachem "Neuauflegen" auch ganz schnell mal zum "Stille-Post-Effekt"  |
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