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Re: Wer liest schon BoD-Bücher?

BeitragVerfasst am: 18.06.2010, 17:48
hawepe hat Folgendes geschrieben:

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Bilanz ist ernüchtern. Nur ein knappes Dutzend Bücher sind nachweislich über diese Website gekauft worden. Zwei Drittel waren Erotikbücher.


Genau das wird an den BoD Bestsellern immer deutlich, dass dort hauptsächlich Erotik verkauft wird.

Gruß
Ereschkigal
 
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BeitragVerfasst am: 18.06.2010, 19:30
Ich glaub, BoD ist halt eher so für Nischen-Autoren, die nicht auf die großen Verkäufe schielen; Motto: Dabei sein ist alles.

Für alle anderen Autoren, die verkaufen wollen, sieht's schlecht aus. Wenn der Kunde die Wahl hat, ob er ein bekanntes Produkt aus großem Verlag oder ein unbekanntes BoD-Buch kaufen soll, dann wird er in 99,99% immer auf Nummer sicher gehen. Er kauft das bekanntere Produkt. Außerdem: dem Kunden dürfte absolut nicht einleuchten, warum ein unbekanntes BoD-Buch qualitativ besser sein sollte, als eines aus einem richtigen Verlag ... und meist ist das ja auch nicht so.

Ich meine, vielleicht sollte man BoD einfach als Übergangslösung sehen.

Verkaufen geht nur mit richtigem Verlag.

Ja ich weiß, es gibt auch Gegenbeispiele, aber die sind selten.

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BeitragVerfasst am: 18.06.2010, 20:13
Ein richtiger Verlag (was soll dies sein?) würde manche Bücher einfach wegen der Themenwahl und Intention nicht drucken. Man soll BoD nicht überbewerten auch vor BoD gab es genügend Bücher im Eigenverlag.

Ich sehe für mich BoD nicht als Übergang cheezy grin den habe ich schon lange kategorisch abgelehnt und ich bin mir 100 Prozent sicher, es gibt auch andere hier auf die dies zutrifft.
Warum sich selber zum Opfer machen? Von was? Von verkanntem Genie? Schreiben ist Handwerk und nicht "Buchverlag sucht den Superstar" cheezy grin

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BeitragVerfasst am: 18.06.2010, 20:21
SandraR hat Folgendes geschrieben:
Ich sehe für mich BoD nicht als Übergang cheezy grin den habe ich schon lange kategorisch abgelehnt und ich bin mir 100 Prozent sicher, es gibt auch andere hier auf die dies zutrifft.



Nichts dagegen einzuwenden. Aber offensichtlich sind manche mit ihren Verkaufszahlen ganz und gar nicht zufrieden. Deswegen ja auch diese Diskussionen, die in verschiedenen Varianten jede Woche neu entflammen. Wenn man also so richtig fett verkaufen will, dann braucht man wohl doch einen "richtigen" Verlag ... so mit der ganzen Marketing-Maschinerie und dem ganzen Brimborium drum herum ...

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BeitragVerfasst am: 18.06.2010, 20:31
Um richtig zu verkaufen braucht man keinen richtigen Verlag sondern genügend Energie um z.B. 600 oder 700 Pressemitteilungen zu verschicken und genügend Energie um seine Zielgruppe zu fassen z.B. im Internet.

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BeitragVerfasst am: 18.06.2010, 20:37
SandraR hat Folgendes geschrieben:
Um richtig zu verkaufen braucht man keinen richtigen Verlag sondern genügend Energie um z.B. 600 oder 700 Pressemitteilungen zu verschicken und genügend Energie um seine Zielgruppe zu fassen z.B. im Internet.


Ja, theoretisch ... allerdings habe ich nicht so viel Energie übrig, um mich selbst semi-professionell zu vermarkten. Ich will ja vor allem schreiben, und nicht ständig meine Energien in Nebensächlichkeiten verbraten.

Allerdings bin ich ja nicht das Maß aller Dinge, andere haben wahrscheinlich mehr Dampf, bekommen das besser hin.

Viele Grüße

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BeitragVerfasst am: 18.06.2010, 20:39
Was ist eigentlich richtig verkaufen?

Wieviel Bücher wären das für Euch im Jahr von einem Titel?

LG Ereschkigal
 
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BeitragVerfasst am: 18.06.2010, 20:46
"Richtig verkaufen" hieße für mich, so in etwa 1000€ im Monat durch Bücher verdienen ... dafür muss man ja schon irre viele Bücher verkaufen, dabei reicht das noch nicht mal zum Leben ... schon verrückt ...

cheezy grin

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BeitragVerfasst am: 18.06.2010, 20:57
"Nur" über den Buchverkauf schaffen das übrigens auch die wenigsten "bekannten" Autoren ...
Lesungen, etc. sind oft eine wichtige Einnahmequelle. Und: Schaut mal, wieviele "nebenbei" z.B. als Übersetzer o.ä. arbeiten ...

Aber schön wär's schon ... Laughing

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BeitragVerfasst am: 18.06.2010, 21:21
Ich kann zwar nicht einschätzen, wie viele Leute ihre Bücher über amazon & Co. bestellen, aber was ich sicher weiß, ist dass viele Leute in Buchläden durch eine gute Präsentation der Bücher - d.h. sie liegen als Blickfang aus -überhaupt erst auf Bücher, die sie interessieren könnten, aufmerksam werden - und sie dort auch oft gleich mitnehmen. Die wenigsten Bücher schaffen es allerdings, in den Genuss dieser guten Präsentation zu kommen. BoD-Bücher finden leider sehr sehr selten diesen Weg. D.h. dass wir als BoD-Autoren unglaublich viel Energie in Werbung investieren müssen, um überhaupt bekannt zu werden bzw. unsere Bücher bekannt zu machen.Dies mag bei interessanten Nischenthemen, wie sie z. B. Sandra anbietet (mit excellenten Werbemethoden) noch zu relativ guten Verkäufen führen - allerdings über das Internet und nicht über den lokalen Buchhandel. Wegen 1 - 2 Bestellungen wird sich keine Buchhandlung Bücher auf Lager nehmen. Dies dürfte aber auch bei einem Großteil bekannterer Autoren, die über Verlage veröffentlichen, nicht viel anders sein.

Und: 1000 € (brutto) monatlich wäre nicht das, wovon ein hauptberuflicher Autor leben könnte. Insofern ist Skipteuse zuzustimmen: die meisten Autoren, die bei "richtigen" Verlagen veröffentlichen, müssen auch andere Geldquellen erschließen, indem sie z.B. Auftragsarbeiten für Zeitungen und Zeitschriften übernehmen.

Haifischfrau

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BeitragVerfasst am: 18.06.2010, 21:32
@ Haifischfrau und skipteuse


skipteuse hat Folgendes geschrieben:
"Nur" über den Buchverkauf schaffen das übrigens auch die wenigsten "bekannten" Autoren ...
Lesungen, etc. sind oft eine wichtige Einnahmequelle. Und: Schaut mal, wieviele "nebenbei" z.B. als Übersetzer o.ä. arbeiten ...

Aber schön wär's schon ... Laughing


Ja, irgendwie frustrierend - ich meine, wenn nicht einmal die oberen 10.000 wirklich davon leben können ... aber was soll's, es geht ja um's Schreiben an sich ... aber ach herrjeh ... schön wär's halt doch ...
Wink

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BeitragVerfasst am: 18.06.2010, 21:36
Ach, es geht doch nicht nur ums Geld. Das Gefühl, sagen zu können, ich habe ein Buch verkauft, ist doch unbeschreiblich.

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BeitragVerfasst am: 18.06.2010, 21:42
Ich klau das Zitat hier einfach mal dem Flo, der hat das in seinen Literarius-Werbeprospekt aufgenommen (ich hoffe, er nimmt mir das nicht übel):

"Schreiben ist der einzige Beruf, mit dem man, ohne lächerlich zu wirken, kein Geld verdienen kann." (Jules Renard)

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BeitragVerfasst am: 18.06.2010, 21:56
Hallo,

da ich diesen Thread nicht zuposten will, fasse ich mal einige Antworten zusammen:

fasanthiola hat Folgendes geschrieben:
ich habe einfach nicht die zeit, überall mal hineinzusehen. von daher habe ich den eindruck, 2500 leute in 3 monaten und 12 verkaufte bücher sind keine schlechte bilanz,


Mit den 2500 Besuchern bin ich für den Anfang auch zufrieden, aber nicht mit den verkauften Büchern.

Bei den meisten Besuchern dürfte es sich um keine Zufallsbesucher handeln. Jedenfalls steigt die Besucherzahl jedesmal steil in die Höhe, wenn ich hier oder bei Twitter auf neu aufgenommene Titel hinweise. Danach geht sie ebenso schnell wieder zurück. Dass diese doch eher überdurchschnittlich interessierten Besucher so wenig kaufen, überrascht mich allerdings doch. Wenn nicht sie, wer dann?

SandraR hat Folgendes geschrieben:
Je einfacher man die Zielgruppe bestimmen kann um so einfacher schafft man einen vernünftigen Buchumsatz und Webseitenbetreiber einen Umsatz der wenigstens die Serverkosten deckt.


Genau. Das ist ein ganz gravierendes Problem einer Website wie www.buchentdeckungen.de. Und es ist auch das Problem aller Buchläden, die den Kunden wenig bekannte Autoren näherbringen wollen.

Potentielle Kunden in einen Laden oder auf eine Website zu locken, ist das eine, sie zu tatsächlichen Kunden zu machen, das andere. Meiner Meinung greift deshalb auch das Klagen über Buchhandlungen zu kurz, die BoD-Bücher nicht vorrätig halten.

Manu hat Folgendes geschrieben:
Sex sells Twisted Evil


Ja, aber vor allem Quickies cheezy grin Gefragt sind vor allem die SMS-Sprüche von Amber Stuart.

Haifischfrau hat Folgendes geschrieben:
aber was ich sicher weiß, ist dass viele Leute in Buchläden durch eine gute Präsentation der Bücher - d.h. sie liegen als Blickfang aus -überhaupt erst auf Bücher, die sie interessieren könnten, aufmerksam werden - und sie dort auch oft gleich mitnehmen.


Wenn man es auf einen dieser Plätze geschafft hat, kann man wirklich jubeln. Leider lassen sich zumindest die Filialketten diese Plätze teuer bezahlen.

Auf die Startseite der Buchentdeckungen will ich jetzt nicht weiter eingehen. Der Text ist nicht alleine auf meinem Mist gewachsen, sondern gemeinsam entwickelt worden. Wie jeder Text ist natürlich auch er verbesserungsfähig. Wichtiger erscheint mir aber eine optisch bessere Präsentation. Allerdings steigen die wenigsten Besucher über die Startseite ein, sondern kommen die meisten über verschiedene Unterseiten.

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 18.06.2010, 23:14
Siegfried hat Folgendes geschrieben:

Weniger - und vor allem weniger laut - ist manchmal mehr.


Dann aber, wie beklagt, erfolglos.

Da du aber genau zu wissen scheinst, wie es nicht sein darf, interessiert mich dein Vorschlag, wie es besser sein könnte.

Erwartungsvolle Grüße
Artus

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