 | | Verfasst am: 14.09.2009, 13:07 |
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| hawepe hat Folgendes geschrieben: |
Oder hat Siegfried mit seiner Kritik vielleicht doch die wunden Punkte getroffen?
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Ich glaube nicht, dass ich einen wunden Punkt im Text gefunden habe. Ich glaube auch nicht, dass es in dieser Diskussion um das Thema "Jung-Autorin vernichten oder nicht" geht.
Mein ganz persönlicher Eindruck ist dieser (ganz allgemein und losgelöst vom aktuellen Fall):
Jemand stellt einen Text vor, und einige Leser bewerten ihn über die Maßen positiv. Dann, nach einem halben Dutzend positiver Bewertungen - und entsprechender Danksagung durch den Autor, was zu entsprechendem Wohlgefühl bei den Positiv-Kritikern führt -, kommt der Spielverderber.
Da setzt sich doch tatsächlich jemand hin und pflückt den Text Satz für Satz auseinander. Nicht alles, was da kritisiert wird, mag Hand und Fuß haben, nicht alles, was in Zweifel gezogen wird, muss in Zweifel gezogen werden. Aber die Positiv-Kritiker haben plötzlich ein Problem: "Mann, das hätte ich eigentlich auch sehen müssen!"
Was macht ein Positiv-Kritiker, dessen Urteil plötzlich in Frage gestellt wird, und das noch durch eine Kritik, die sehr detailliert ist?
Richtig! Die Detail-Kritik wird mit allen Mitteln bekämpft. So wird der Tonfall bemängelt, böse Absicht unterstellt, der kleinste Fehler in der Kritik zur Retourkutsche benutzt. Es geht ja auch nicht anders. Wenn man selbst den Text in den Himmel gelobt hat, dann muss man seine positive Stellungnahme verteidigen. Und glücklicherweise ist man da ja nicht alleine, weil ein paar Andere sich ja ebenfalls kurz und pauschal positiv zum Text geäußert haben.
Eine unsinnige Argumentation? Nun, wie oft haben wir es im Forum bisher erlebt, dass ein Kritiker seine durchweg positive - maximal zwei- bis dreizeilige - Kritik revidiert und in eine detaillierte Textanalyse umgewandelt hat? Ich kann mich an keine erinnern.
Wo sind die ausführlichen Textanalysen anderer Forums-Mitglieder?
Sicher, eine detaillierte Textanalyse mit einer kritischen Betrachtung jedes einzelnen Absatzes, jedes einzelnen Satzes, jedes einzelnen Ausdruckes macht Arbeit. Und im Thread zum Thema "Treffen in Hannover - Marketingstrategien erarbeiten+umsetzen" macht sich ja auch die Erkenntnis breit: Was Arbeit macht, wird äußerst ungern getan!
Wie gesagt: Mein ganz persönlicher Eindruck, auch und gerade über den hier diskutierten Fall hinaus.
Grüße
Siegfried |
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 | Re: Auferstehung | Verfasst am: 14.09.2009, 13:10 |
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| WalterJoergLangbein hat Folgendes geschrieben: |
Und Dein Text war ein totaler Verriss!
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Ein Verriss sieht bei mir anders aus.
Bei einem Verriss würde ich mir nicht die Mühe machen, die einzelnen Sätze abzuklopfen und mit Vorschlägen zu versehen, wie man es meiner Meinung nach besser machen kann.
Ein Verriss sieht bei mir so aus:
Unlesbar. Bin nach fünf Zeilen ausgestiegen. Das ist Tonne, aber ganz unten!
Und genau das habe ich nicht gemacht.
Grüße
Siegfried |
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 | keine Antwort | Verfasst am: 14.09.2009, 13:24 |
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Lieber Siegfried!
Leider gehst Du nicht auf Kritik an Deiner Kritik ein.
Nochmals: Deine Fassung von Angelas Text beschreibt ein Wesen mit mindestnes drei Händen/ Armen. Deine Version ist in diesem Punkt schlechter als die von Angela.
Nochmals habe ich verdeutlicht, dass Deine - von Dir wieder hervorgeholte - Kritik in Sachen kühle Wand meiner Meinung nach nicht berechtigt, sondern falsch ist.
Du fragst, was unter konstruktiver Kritik zu verstehen ist. Ich verstehe unter positiver Kritik eine Kritik, die aufbaut.
Das ist in meinen Augen konstruktiv: Der vorliegende Text weist folgende positive Merkmale auf: a, b, c, d, e. Folgende Verbesserungen sind möglich: f, g, h, i, j, k....
Deine konstruktive Kritik sieht so aus: a ist falsch, b ist falsch, c ist schlecht, d ist schlecht, e ist schlecht, f ist schlecht, g ist schlecht.
Deine konstruktive Kritik erweckt den Eindruck, dass der kritisierte Text nichts, aber auch gar nichts Positives enthält. Wie auch immer Du den Text gemeint haben magst... wichtig ist, wie er von der kritisierten Person empfunden wird. Ich hätte Deine Kritik, wäre ich kritisiert worden, als vernichtend empfunden.
Du hast Dich nun wiederholt wieder zu Deiner Kritik geäußert. Du hast nicht ein einziges Mal auch nur andeutungsweise etwas Positives über die Autorin zum Ausdruck gebracht.
Für Dich gilt nur Deine Meinung. Recht hast nur Du.
Walter |
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 | Hauch von Selbstkritik | Verfasst am: 14.09.2009, 13:37 |
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Lieber Siegfried!
Du hast eben geschrieben: »Da setzt sich doch tatsächlich jemand hin und pflückt den Text Satz für Satz auseinander. Nicht alles, was da kritisiert wird, mag Hand und Fuß haben, nicht alles, was in Zweifel gezogen wird, muss in Zweifel gezogen werden.«
Ist das ein Hauch von Selbstkritik?
Du drückst Dich allerdings recht allgemein aus... was kritisiert wird.. mag Hand un Fuß haben...
Zu einem »Nicht alles, was ich kritisiert habe, mag Hand und Fuß haben, nicht alles, was ich in Zweifel gezogen habe, muss in Zweifel gezogen werden.« konntest Du Dich nicht herablassen.
Vielsagend ist Deine Einleitung: »Da setzt sich doch tatsächlich jemand hin und pflückt den Text Satz für Satz auseinander.« Genau so ist es. Du pflückst den Text Satz für Satz auseinander: und das nenne ich destruktiv.
Walter |
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 | | Verfasst am: 14.09.2009, 13:40 |
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| g.c.roth (Moderator) hat Folgendes geschrieben: |
| Zitat: |
| Ach, wie wünsche ich mir den Stammtisch in unserer bayerischen Stammkneipe wieder. Dort war das Niveau doch erheblich höher als hier. |
@hawepe:
Deine sich ständig wiederholenden, verallgemeinernden Beschimpfungen sämtlicher User, zeichnen ein eindeutiges Bild des Niveaus, das du vorziehst. Das ist in der Tat an Stammtischen üblich.
Ironie und Sarkasmus haben noch nie irgendjemandem geholfen. Sie sind einfach Ausdruck purer Arroganz und Selbstdarstellung.
Wo sind deine Vorschläge zur Verbesserung des Textes? |
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Wie unendlich dankbar bin ich für die unmissverständlichen Worte, die hawepe sich hinter die Ohren schreiben sollte. |
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Detlef Schumacher |
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| Anmeldedatum | 01.09.2008 | | Beiträge | 1200 | |
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 | | Verfasst am: 14.09.2009, 13:42 |
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| hawepe hat Folgendes geschrieben: |
Hallo Nitram,
| Nitram hat Folgendes geschrieben: |
| Es haben in diesem Thread bereits mehrere Poster - darunter auch meine Wenigkeit - deutlich darauf hingewiesen, dass konstruktive Kritik sehr wohl hilfreich und erwünscht ist! |
Sorry, solange solche Forderungen nur für negative Kritiken erhoben wird, aber nicht ebenso für positive, nehme ich sie nicht mehr ernst.
|
Hallo Heinz,
jetzt dringen wir langsam zum Kern der Sache vor.
Zum einen gebe ich dir recht:
Auch für positive Kritiken sollten bestimmte Kriterien gelten.
Wenn ich dich recht verstehe, wünscht du dir eine höhere Detailliertheit der entsprechenden Aussage, etwa folgendermassen:
Falsch:
"Du hast bewiesen, dass du sehr gut schreiben kannst."
Richtig:
"Deine Formulierung: ............. hat mir gut gefallen, du beschreibst damit die Gefühle der handelnden Person sehr treffend"
Das wäre eine wichtige Anregung, die wir eigentlich aufnehmen sollten!
Allerdings geht es ja ursprünglich um die Frage, wie ich - nicht positive - Kritik bestmöglich "anbringe".
Stell dir mal vor, du liest ein Werk oder eine Textpassage und du findest dieses oder jenes verbesserungswürdig.
Jetzt stellt sich die Frage:
Wie sag ich es meinem Kinde?
Und hier hat sich eben das "Sandwich-Prinzip" bewährt (ich wiederhole jetzt mein Posting, sorry)
Zuerst Lob:
"ich finde gut, was du machst...."
Dann die Kritik (um die es eigentlich geht):
"...aber in diesem einen Punkt würde ich vorschlagen, dass du...."
Zum Schluss noch mal Anerkennung:
"Ich denke, dass du auf einem guten Weg bist...."
Wichtig:
Das "Lob" verliert hier seine ursprüngliche Bedeutung als "Belobigung" und dient lediglich als "Trägerinformation" für die Kritik!
Es geht darum, dass die Kritik richtig ankommt und vom Empfänger auch angenommen und umgesetzt wird.
Genauso, wie auch ein Radiosender auf der richtigen Frequenz senden muss, wenn er empfangen werden will...
| hawepe hat Folgendes geschrieben: |
Ich bin fast seit Beginn des Forums dabei. In der Zeit habe ich noch keine wirklichen Kritiken erlebt, die hier auch nur ansatzweise akzeptiert wurden. Was über einzelne Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler hinausging, stieß immer auf heftige Ablehnung.
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Das glaube ich gerne.
Die Gründe dafür sollten sich aus diesem Posting ergeben.
| hawepe hat Folgendes geschrieben: |
Was ich nicht verstehe ist, warum ihr euch eigentlich über ein oder zwei kritiken aufregt?
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Weil sie von langgedienten, erfahrenen Forumsmitgliedern stammen, von denen man - neben ihrem unbestreitbaren Fachwissen - wohl auch etwas Feingefühl erwarten kann....
Gruß
Nitram |
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Nitram |
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 | Re: keine Antwort | Verfasst am: 14.09.2009, 13:46 |
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| WalterJoergLangbein hat Folgendes geschrieben: |
Leider gehst Du nicht auf Kritik an Deiner Kritik ein.
Nochmals: Deine Fassung von Angelas Text beschreibt ein Wesen mit mindestnes drei Händen/ Armen. Deine Version ist in diesem Punkt schlechter als die von Angela.
|
Woher nimmst du die Erkenntnis, dass das Wesen keine drei Arme hat? Du automatisierst gedanklich in Richtung menschliches Wesen - vielleicht ist mein "Wesen" ein Wesen aus der Parallelwelt (für Kenner: siehe Half-Life), das drei Arme und sechs Beine hat und sich vom Kleinhirn seiner Opfer ernährt (im Horrorgenre ist so ziemlich alles möglich).
| WalterJoergLangbein hat Folgendes geschrieben: |
Nochmals habe ich verdeutlicht, dass Deine - von Dir wieder hervorgeholte - Kritik in Sachen kühle Wand meiner Meinung nach nicht berechtigt, sondern falsch ist.
|
Eben - es ist deine Meinung, und die muss ich als Autor meiner Textversion so hinnehmen. Eine kühle Wand kommt bei dir als Leser anders an als bei mir. Es macht daher keinen Sinn, Meinungen in Kritiken zu diskutieren. Ich als Autor muss nur entscheiden: "Ja, der Leser hat recht" oder "Nein, der Leser hat unrecht". Und ich muss mir Gedanken darüber machen, warum der Leser zu diesem Eindruck gekommen ist.
| WalterJoergLangbein hat Folgendes geschrieben: |
Du fragst, was unter konstruktiver Kritik zu verstehen ist. Ich verstehe unter positiver Kritik eine Kritik, die aufbaut.
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Schöner Satz! Ich frage nach der Definition von "konstruktiver Kritik", und du lieferst mir die Definition von "positiver Kritik". Was deiner Meinung nach konstruktive Kritik ist, weiß ich damit noch nicht.
| WalterJoergLangbein hat Folgendes geschrieben: |
Deine konstruktive Kritik sieht so aus: a ist falsch, b ist falsch, c ist schlecht, d ist schlecht, e ist schlecht, f ist schlecht, g ist schlecht.
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Abgesehen davon, dass meine Kritik so nicht strukturiert war, ist das, was du da zeigst, destruktive Kritik. Meine Kritik sah so aus:
a ist meiner Meinung nach falsch, weil ...
b ist meiner Meinung nach schlecht, weil ...
Das "weil" ist der entscheidende Unterschied!
Grüße
Siegfried |
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 | | Verfasst am: 14.09.2009, 14:00 |
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Hallo Siegfried,
wieso fühlst du dich eigentlich ständig angegriffen?
Ich habe dich in keinem meiner Postings namentlich erwähnt.
Nimm es mir bitte nicht übel, aber irgendwie ist das nicht mehr jener Siegfried, den ich aus früheren Zeiten kennen und schätzen gelernt habe...
| Siegfried hat Folgendes geschrieben: |
Nochmals meine Frage: Was ist konstruktive Kritik?
Kritik, die bei jedem Punkt immer positiv beginnt und dann mit einem "... aber ... " fortgesetzt wird? Ich als Autor würde mir da ziemlich veralbert vorkommen.
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Nein, nicht bei jedem Punkt.
Eine allgemeine Einleitung aus der eine grundsätzliche Wertschätzung dem Autor/der Autorin gegenüber hervorgeht, genügt vollkommen.
| Siegfried hat Folgendes geschrieben: |
Und, Nitram, wo ist deine konstruktive Kritik am vorgestellten Text? Vielleicht kann ich ja von deiner Textrezension lernen.
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Dieser Thread hat sich - schon seit geraumer Zeit - in zwei Teile gespalten und jeder Teil hat seine Anhänger.
Den einen geht es um die literarische Beurteilung von Angelas Text.
Da haben sich bereits so viele zu Wort gemeldet, dass ich mich nicht auch noch einmischen möchte.
Den anderen geht es um die grundsätzliche Form, wie Kritik formuliert werden kann/soll.
Zu dieser Fraktion zähle ich mich.
Alles klar?
Gruss
Nitram |
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 | Konstruktive Kritik | Verfasst am: 14.09.2009, 14:03 |
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Lieber Siegfried!
Vorab: die Sache mit den drei Händen/ Armen... ist schon witzig, wie Du Dich windest. Du kannst eben nicht zugeben, dass Du auch mal Bockmist schreibst. Deine Version - Mann mit mindestens drei Armen/ Händen - ist schlicht und einfach schlechter als die Vorlage. Oder sagen wir: unfreiwillig komisch.
Etwas ernsthafter: Als Vorlage diente Dir Angelas Text. In Angelas Text findet sich kein Hinweis darauf, dass der Angreifer mehr als zwei Hände/ Arme hat.
Du kannst nur nicht zugeben, dass Deine ungeschickte Formulierung schlechter ist als die ursprüngliche... dass Dein Verbesserungsvorschlag schlicht und einfach schlechter ist.
Konstruktive Kritik ist für mich aufbauende Kritik... konstruktiv im Gegensatz von destruktiv. Deine Kritik war desruktiv.
Und wieder bringst Du es nicht fertig, auch nur ein positives Wort über Angelas Text zu verlieren.
Mein Fazit, und damit schließe ich: Zu Selbstkritik bist Du in keiner Weise fähig.
Ich bin sicher, Du wirst uns auch weiterhin mit Deiner selbstgefälligen Selbstherrlichkeit erfreuen. Deine Ankündigung, in Zukunft keine Verrisse, pardon: Kritiken, zu schreiben, wirst Du wohl selbst nicht so ernst nehmen.
Walter |
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 | | Verfasst am: 14.09.2009, 14:11 |
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| Nitram hat Folgendes geschrieben: |
Den anderen geht es um die grundsätzliche Form, wie Kritik formuliert werden kann/soll. |
Und genau dieses Thema ist für die Technokraten tabu. Kannst du 1000 mal ansprehen, sie ignorieren es, wie Roboter die Frage nach ihrer Befindlichkeit igorieren.
Und demensprechend können sie sich wahrscheinlich weder in die Empfindung dieser bei anderen Personen versetzen, noch über die Sinnhaftigkeit dieser Frage in unserem Kontext hier reflektieren. |
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 | Re: Hauch von Selbstkritik | Verfasst am: 14.09.2009, 14:16 |
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| WalterJoergLangbein hat Folgendes geschrieben: |
Du hast eben geschrieben: »Da setzt sich doch tatsächlich jemand hin und pflückt den Text Satz für Satz auseinander. Nicht alles, was da kritisiert wird, mag Hand und Fuß haben, nicht alles, was in Zweifel gezogen wird, muss in Zweifel gezogen werden.«
Ist das ein Hauch von Selbstkritik?
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Ich ziehe meine Texte - belletristische wie kritische - immer in Zweifel. Das ist für mich als Schreiber eine Selbstverständlichkeit. Treffe ich mit den Worten genau den Sachverhalt, den ich darstellen kann? Ist der Satz (miss-)verständlich? Ist dieses Wort besser als jenes?
Wenn ich das nicht täte, dieses In-Zweifel-Ziehen des Geschriebenen, was für ein Autor wäre ich denn dann? Ich sitze doch nicht auf der Spitze der Flaggenstange und sage mir: Ab hier geht's nicht mehr besser!
Natürlich geht es besser. Es geht immer besser. Deshalb bin ich auch immer unzufrieden mit meinen Texten und versuche, sie irgendwie besser hinzubekommen. Dafür brauche ich die Reaktionen von Lesern. Wenn mir ein Leser schreibt: Die Gestalt muss drei Arme haben, weil sie die Helen an beiden Armen und am Hals packt ... dann denke ich mir: "Oh Shit, da habe ich wohl voll in den Hundehaufen gegriffen, muss ich wohl ändern". Oder ich denke mir: "Super! Hat geklappt, der Leser hat rausgefunden, dass dieses Wesen kein Mensch, sondern ein Monster aus einer anderen Welt ist. Ich kann mir das Beschreiben der drei Arme und der sechs Beine offenbar schenken."
Ganz ehrlich: Wenn mir jemand auf einen Text schreiben würde: "Dein Text ist supergut!", dann hänge ich mir so eine Kritik aufs Klo - weil sie absolut unbrauchbar ist. Solche Einzeiler zeigen mir nur: Da hat sich jemand überhaupt nicht mit dem Text befasst! Durchgelesen, Pflichtkritik abgeliefert und fertig.
In einer Leserkritik möchte ich zumindest wissen, wie dieser Teil beim Leser angekommen ist und wie jener. Wo was unverständlich war. Wo was gestelzt klingt. Wo falsche Bilder entstanden sind. Wo Metaphern neben der Spur liegen. Wenn ich besser werden will, brauche ich die Fehlermeldungen, nicht eine Zusammenfassung dessen, was gut ist.
Es ist wie ein Mantra:
Schreiben ist Arbeit - harte Arbeit. Schreiben ist Korrektur. Schreiben ist wieder und wieder neu schreiben. Schreiben ist ständig schreiben. Schreiben ist Kritik ertragen.
Und genau so betrachte ich meine Textarbeit an fremden Texten. Was hilft einem Autor auf dem Weg der Verbesserung eine Aussage "Sauber getippt - keine Rechtschreibfehler" oder "ja, du kannst schreiben"? Wenn Autoren hier derart gestreichelt werden müssen, habe ich ernsthafte Bedenken, ob sie nicht suizidgefährdet sind, wenn ihr Werk in die Öffentlichkeit geht und dann auf der Lokalseite ihrer Tageszeitung in der Luft zerfetzt wird. Was macht ein Autor, der hier schon mit Kritik Probleme hat, wenn sich dann ein ganzes Stadtviertel wegen des Verrisses in der Tageszeitung das Maul über ihn zerreißt? Da setzt sich der Autor einer breitgetretenen Öffentlichkeit aus! Springt er dann vom Balkon in der sechsten Etage?
Kritik ist persönliche Meinung (so lange es nicht um das Regelwerk der deutschen Sprache geht). Eine persönliche Meinung sollte begründet sein. Eine persönliche Meinung, die begründet ist, muss nicht diskutiert werden - was anderes als die Begründung kann der kritiker nicht hervorbringen, und das sollte eigentlich auch ausreichen. Ein Autor sollte sich nur fragen, wieso diese Meinung durch den Text zustande gekommen ist und ob diese Meinung ausreichend begründet wurde. Und daraus dann seine Schlüsse ziehen.
Grüße
Siegfried |
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Siegfried |
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 | 100. Antwort | Verfasst am: 14.09.2009, 14:16 |
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100. Antwort: Ich sag' garantiert nichts mehr zum Thema!
Walter |
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 | | Verfasst am: 14.09.2009, 14:28 |
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Mir persönlich ist eine ehrliche Kritik lieber als ein "Ach-wie-fein". Das muss jeder für sich selbst wissen.
Wenn ich um Kritik bitte, muss ich damit rechnen, dass jemand den Text genau liest, Satz für Satz auseinandernimmt, nicht nur drüberschaut und mit der rosaroten Sympathiebrille auf der Nase alles wunderschön und spannend und lesenswert findet.
Wo ist der Unterschied bei Kritik für Jungautoren (also hier im Forum die bis 18 Jahre) und Jungautoren, die zwar schon über achtzig sind, aber sich gerade erst in diesem Feld zu betätigen beginnen. Einen jungen Menschen darf ich natürlich in seinem Tatendrang nicht stoppen ...
Ich habe Siegfrieds Kritik und Walters Antwort darauf nicht gelesen, da ich in Urlaub war. Aber ich kann mir denken, worum es Siegfried beispielsweise ging. Nehmen wir das (aus dem Nichts kommende) Blut. Es rinnt vom Kinn auf die Hose. Bei mir kommt dazwischen noch eine Bluse oder ein Pullover. Hat der Autor das übersehen oder das falsche Wort benutzt? Das Blut kann ja auch vom Kinn tropfen, allerdings dann auf die Brust oder den Boden, vielleicht die Fußspitzen, wenn man eng an die Wand gepresst dasteht.
Angela hat keinen Text eingestellt, der schnell vergessen wird, sondern einen Abschnitt ihres Romans. Sollte man ihr da nicht ehrlich sagen dürfen, wo man Schwachstellen sieht? Wenn es sein muss, auch Satz für Satz?
Ich bremse mich seit Jahren, Anregungen zu geben, da sie immer mit einem negativen Beigeschmack aufgenommen werden können. Aber helfen diese (die Anregungen) einem Autoren nicht mehr als höchstes Lob? |
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Zuletzt bearbeitet von Bärentante am 14.09.2009, 14:31, insgesamt einmal bearbeitet _________________ Liebe Grüße
Christel
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Bärentante |
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 | Re: Konstruktive Kritik | Verfasst am: 14.09.2009, 14:30 |
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| WalterJoergLangbein hat Folgendes geschrieben: |
Vorab: die Sache mit den drei Händen/ Armen... ist schon witzig, wie Du Dich windest. Du kannst eben nicht zugeben, dass Du auch mal Bockmist schreibst. Deine Version - Mann mit mindestens drei Armen/ Händen - ist schlicht und einfach schlechter als die Vorlage. Oder sagen wir: unfreiwillig komisch.
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Ja, die Stelle ist unklar. Gretes Kommentar war der erste Hinweis darauf. Da habe ich auch sofort gedacht: Verdammt, das stimmt. Müsste ich ändern.
Dann habe ich mich gefragt, ob das Greifen an den Armen und am Hals eine zeitliche Abfolge darstellt. Erst die Arme, dann wechselt eine Hand vom Arm zum Hals. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Und wenn, dann müsste es beschrieben werden.
Mein nächster Gedanke war dann aber, dass es eine Zeile in meinem text gibt, wo sich die Gestalt zu voller Größe aufrichtet. Das mag zwar ein Klischee aus dem Horrorgenre sein, aber wenn so etwas beschrieben wird, dann handelt es sich nicht um einen Menschen (genrespezifisch). Also ist das mit den drei Händen doch nicht so daneben.
Aber egal. Wenn du das mit den drei Händen als Schwachpunkt ansiehst - akzeptiert. Du bist der Leser und hast damit letztlich das entscheidende Wort (Kommunikationstheorie Sender-Empfänger-Verhältnis). Ich muss (müsste) jetzt die Entscheidung fällen,
- ob ich die Gestalt anders beschreibe, damit der Leser das Wesen wirklich als ein Wesen aus einer anderen Welt akzeptiert,
- ob ich aus dem Zupacken von drei Händen eines mit zwei Händen mache
- ob ich die Szene so lasse, wie sie ist.
Aber das ist das, was ich weiter oben schon schrieb: Der Leser gibt seine Meinung bekannt - und das möglichst mit Grund -, und der Autor zieht seine Schlüsse daraus.
Und auch wenn du kein gutes Haar an meiner Version lässt und mir weiterhin Fehlverhalten unterstellst, ich kann damit prima weiterleben!
Grüße
Siegfried |
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 | | Verfasst am: 14.09.2009, 14:37 |
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na klar doch, wer wachsweiches Geschwurbel ablehnt, ist ein Technokrat ...
na klar doch, lauwarm wie Pfützenwasser hat eine Kritik zu sein ... |
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_________________ Trinkt ein Vampir Bier? Die Antwort findest Du in meinem Vampir-Lexikon.
Suche Verlag für mehrere Vampir-Projekte. Wenn die Konditionen stimmen, gern Diogenes. |
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chnuppesaager |
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