 | Wer nutzt DRM für seine ebooks? | Verfasst am: 06.07.2011, 22:49 |
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Die Meinungen hierzu sind ja gespalten. Einige Käufer lehnen ebooks, die mit DRM kommen komplett ab und boykottieren sie ( und besorgen sie sich dann wahrscheinlich irgendwo illegal)
Die Möglichkeiten, wie man heutzutage illegal an Raubkopien von Lady Gaga oder dem neusten Harry Potter Film kommt, sind ja wohl den meisten in Zeiten von kino.to und emule bekannt.
Ich möchte in den nächsten Tagen mein erstes Kindle ebook veröffentlichen. Nun stellt sich die Frage, wie geht ihr mit dem Häkchen DRM um?
Bislang war ich der Auffassung Amazon würde nur DRM Material verkaufen.
Oder gibt es Kriterien, wie Genre etc. die für oder gegen eine veröffentlich mit oder ohne DRM sprechen?
Marcel |
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 | | Verfasst am: 07.07.2011, 06:32 |
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Es gibt den gesunden Menschenverstand. Wenn Du ein Buch kaufst darfst du es überall hin mit nehmen und deinen Freunden weiter geben. Warum sollte dies mit eBooks anders sein? Hartes DRM bedeutet, Du als Käufer kannst es nicht auf allen deinen Endgeräten mitnehmen. Du als Käufer kannst es deinem Freund nicht ausleihen!
Bei Büchern wärst Du empört, warum solltest du es bei eBooks nicht sein? Würde jemand ein eBook mit weichem DRM illegal ins Netz stellen, kannst du ihn erwischen, den er macht den Fehler das Buch nicht zu knacken. So findet man dann auch leicht den Text. Mit hartem DRM knackt er den Quellkode zwangsläufig und ist viel schwerer zu erwischen.
Wenn jemand dein Buch so gut findet, dass er es illegal kopiert dürften andere Leser nachfolgende Titel wegen deiner unglaublichen Genialität kaufen.
VG Wort ist eine Institution die den Verlust der Autoren durch Bibliotheken und ausleihen von Büchern letztlich ausgleichen soll. Wer also eine ISBN hat und gut verkauft, kommt zum Ausgleich. |
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 | Re: Wer nutzt DRM für seine ebooks? | Verfasst am: 07.07.2011, 08:49 |
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Hallo Marcel,
| Adrenaline hat Folgendes geschrieben: |
| Ich möchte in den nächsten Tagen mein erstes Kindle ebook veröffentlichen. Nun stellt sich die Frage, wie geht ihr mit dem Häkchen DRM um? |
Grundsätzlich bin ich gegen DRM, weil es kundenunfreundlich ist. DRM-geschützte Ebooks lassen sich immer nur auf Readern lesen, die beim Anbieter registriert sind. Theoretisch kann man zwar jederzeit Geräte nachtragen, praktisch steht man aber trotzdem schnell mit Ebooks da, die man nicht mehr lesen kann.
Ich habe hier mehrere Ebooks, auf die ich keinen Zugriff mehr habe. Da es zwar DRM-geschützte, aber trotzdem kostenlose Ebooks waren, ist es egal. Hätte ich dafür bezahlt, wäre ich garantiert verärgert.
Um sie wieder freischalten zu können, müsste ich wissen, von welchem Anbieter ich sie habe. Aber ich weiß nur noch, dass es ein recht kleiner Anbieter war. Möglicherweise existiert er auch gar nicht mehr.
Trotzdem steht natürlich das Problem mit illegalen Kopien. Nun verhindert DRM das illegale Kopieren nicht, sondern erschwert es nur, aber je geringer die Nachfrage nach einem Ebook, desto geringer auch die Gefahr illegaler Kopien.
Eine Alternative wäre das sogenannte weiche DRM, bei dem der Name des Käufers in die Datei eingefügt wird. Von den großen Ebook-Distributoren bietet das aber noch keiner an. Damit würde das Kopieren nicht verhindert, aber nicht jeder möchte, dass sein Name auf diese Weise weltweit verbreitet wird. Ob es tatsächlich etwas bringt, weiß ich allerdings nicht.
Beste Grüße
Heinz |
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 | | Verfasst am: 07.07.2011, 09:31 |
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Mein Verleger nutzt kein DRM. DRM kommt bei Lesern nicht gut an.
Gelegentlich gibt es Probleme mit Raubkopien, aber die Hoster reagieren meist schnell, wenn man sie freundlich, aber bestimmt auffordert, diese zu entfernen. Zudem trifft dies hauptsächlich die Bestseller.
Als Selbstverleger sehe ich es so - ich habe es schwer genug, als unbekannter Autor an die Leser heranzukommen. Da werde ich den Teufel tun, die wenigen Interessenten mit DRM vor den Kopf zu stoßen.
Im Gegenteil: wenn ich es schaffe, raubkopiert zu werden und sich auf diese Weise tatsächlich viele Menschen für meine Geschichten interessieren, dann sind diese vielleicht später auch bereit, meine Fortsetzungen zu kaufen. Dafür steht vorn im Buch drin, wie und wo man den Titel legal erwerben kann - und ein Appell an den Anstand der ehrlich interessierten Leser.
(Nebenbei: Raubkopien von Sammlern, die partout alles zusammenklauben, was irgendwie zu kriegen ist, und die dann gar nicht dazu kommen, es zu lesen, betrachte ich nicht als verlorene Verkäufe.)
Sollte ich mit dieser Betrachtung falsch liege, kann ich für nachfolgende Bände immer noch "aufrüsten". |
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_________________ LG, Valerie
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 | Verleihen? | Verfasst am: 22.07.2011, 14:00 |
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Das Argument mit dem Verleihen zieht bei mir nicht besonders. Wie hoch ist prozentual schon der Anteil von privat verliehenen Büchern? Allein aufgrund der Erfahrung, dass man verliehene Bücher seltener zurückbekommt als verliehenes Geld ... kaum von Bedeutung. Außerdem kann man als Verleger was dagegenhalten - wesentlich günstigere ebook-Preise. Das macht diesen Nachteil wett. |
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