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 | Wie es anfängt... (die Lichtringe, erstes Kapitel) | Verfasst am: 24.11.2008, 18:16 |
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El Golfo
Auf der Vulkaninsel Lanzarote endete ein schwüler Tag, Die Sonne berührte bereits den Horizont. Eine starke Brise aus Norden fegte über die schwarze hügelige Landschaft. Die Weinpflanzen, die in dieser Gegend angebaut wurden, wogen leicht im Wind, geschützt von Mauern aus Lavastein. Ein herrenloser zottiger Hund streifte durch die Landschaft, ging zielstrebig in Richtung Südwest. Das einzige, das ihn nicht normal erscheinen ließ, waren seine Augen, sie leuchteten in einem eigenartigem Silber und erhellten sogar den Boden vor ihm, der wegen einem großen Felsen in Schatten getaucht war. Nach einer besonders starken Nordwindböe stoppte der Hund und hielt die Nase in den Wind. Aufmerksam suchten seine glühenden Augen die Umgebung ab. Plötzlich begann der Hund zu knurren, sein Nackenfell sträubte sich. Es lag etwas in der Luft...und dann verwandelte der Hund sich in ein Mädchen, nein, eine junge Frau! Ihr schlanker, gut durchtrainierter Körper wurde von einer dünnen, aber stabilen Rüstung aus Sûrûd geschützt, ohne dass sie dafür an Beweglichkeit einbüßen musste. Selbst in dem schwachen Licht leuchtete die Rüstung, die sich an sie schmiegte wie eine zweite Haut, in einem satten Grün. Ihr Gesicht wurde von braunen Locken umhüllt, durchdringende braune Augen suchten weiterhin die Umgebung ab. »Stell dich!«, stieß das Mädchen gereizt hervor und ging in Kampfstellung. Stille. »Stell dich, feiger Dämon, ich bin bereit zu kämpfen!«, rief sie wütend. »Ich möchte nicht mit dir kämpfen!«, kam die Antwort aus dem nichts. Es schien die Braunhaarige nicht weiter zu wundern. »Acima?«, fragte die Kämpferin misstrauisch. »Ogê Acima tse! Ut Acima tse!«, antwortete die Stimme sanft. Die Luft ungefähr zwei Meter vor dem Mädchen begann Schlieren zu ziehen, als würden kalte und warme Luftfronten aufeinandertreffen. Einige Momente später stand ein weiteres Mädchen vor dem ersten, ein paar Jahre jünger, aber ebenfalls kein Kind mehr. Das lange, glatte, blonde Haar wurde von einem Haarband aus ihrem Gesicht gehalten, eisblaue Augen stachen aus ins Gesicht hängenden Strähnen hervor. Im Gegensatz zur Braunhaarigen war sie etwas schmächtiger. Sie trug eine ähnliche Rüstung, die türkisfarben leuchtete. Die Blonde hob die rechte Hand und zeigte einen türkisfarbenen Ring. Das braunhaarige Mädchen hob ebenfalls die Hand. An ihrem Finger steckte ein ähnlicher in grün. »Ich heiße Lucy.«, sagte die jüngere und verbeugte sich elegant und mit einem Lächeln. Die Braunhaarige verbeugte sich ebenfalls und sagte:»Mein Name ist Elina.«, und in stiller Übereinkunft gingen sie zusammen weiter. Sie sagten nichts, denn sie wussten beide, dass sie immer noch die Augen offen halten mussten. Selbst zu zweit konnten sie den Feinden, die ihnen auf der Spur waren, nicht lange standhalten, denn diese waren in der Überzahl. »Wir sollten uns beeilen, heute ist Neumond.«, meinte Elina nach einer Weile, als die Sonne zu einem Viertel untergegangen war. »Du hast Recht.«, stimmte Lucy zu. Während Lucy als türkisfarbener Falke durch den Himmel schoss, hob Elina durch eine geschickte Handbewegung den Boden um sich herum hinauf zu einem ebenen Plateau, das auf einen Wink von ihr nach vorne zischte wie eine Rakete. Nach wenigen Minuten waren die zwei Mädchen an der Küste. Man konnte an ihrer Nervösität bemerken, dass sie ihrem Ziel sehr Nahe waren. Die letzte Strecke gingen sie zu Fuß. »Hoffentlich müssen wir nicht lange warten...heute Nacht wird es garantiert kein Spaziergang, lange an einem Ort zu bleiben. Und schon gar nicht für uns.«, meinte Elina. Lucy nickte knapp. So lange hatten sie auf diesen Moment gewartet. Ihr Ziel kam ihnen nun zum Greifen nah. Sie sah es bereits in einiger Ferne auf sie warten: ein halb vom Meer verschluckter Vulkankrater, in dem eine kleine Bucht aus grünem Wasser lag. Die Menschen hier nannten den Ort El Golfo. Langsam gingen sie den für Touristen geschaffenen Weg hinunter und setzten sich in eine geschützte Felsspalte, die sich gut verteidigen ließ. Nach einer Weile hörten sie knirschende Steine. Vorsichtig lugten sie hinter dem Fels hervor. Nichts rührte sich. Es war wieder vollkommen still. Die Mädchen warfen sich einen kurzen Blick zu. Elina schloss die Augen. Wenn hier wirklich jemand war, müsste sie die Irritationen des Bodens spüren. Doch da hier viel Kies und Sand war, konnte sie sich kein vollkommenes Bild der Landschaft machen. Verärgert blickte sie erneut zu Lucy. Sie konzentrierte sich ebenfalls, wahrscheinlich versuchte sie auch herauszufinden, ob jemand hier war. Nach ein paar Sekunden öffnete auch sie die Augen und schüttelte den Kopf. Was ging hier vor? Und wo waren die anderen zwei Mädchen, die hier sein müssten? Wieder knirschte es, dieses Mal aus einer anderen Richtung. Dann zischte ein gigantischer Feuerball auf Elina und Lucy zu. Elina nutze eine ihrer mächtigen Fähigkeiten und verschloss die Felsspalte mit einem Wink. Beide Mädchen blieben unversehrt. Sofort öffnete Elina die Spalte wieder um einen Gegenangriff starten zu können. Doch dies war nicht nötig, denn als Flavia, die einen weiteren Ballen aus Flammen in den Händen hielt, erkannte, wen sie angriff, blieb sie geschockt stehen. »Acima?«, fragte sie verdutzt. » Ogê Acima tse! Ut Acima tse!«, antworteten Lucy und Elina im Chor. Verlegen ließ Flavia das Geschoss verschwinden. Dunkelrotes kurzes Haar umrahmte ihr kantiges Gesicht, grüne Augen musterten die zwei Mädchen, ihre rote Rüstung passte sehr gut zu ihrer kriegerischen Aura. »Mein Name ist Felicitas, aber nennt mich Flavia. Tut mir Leid, dass ich spät dran bin, aber ein paar lästige Dämonen waren hinter mir her und dachten, sie könnten mich davon abhalten, hierher zu kommen.« Elina wirkte besorgt. »Sicher, dass dir keiner gefolgt ist? Terrana hat mir zwar versichert, dass nur wir zwölf von dem Treffpunkt wissen, aber wir können es nicht lange geheim halten, wenn die verdammten Spürer auf uns angesetzt sind. Bis jetzt scheint es aber keiner herausgefunden zu haben.«, um sicher zu gehen, dass sie Recht hatte, blickte sie um sich. »Wir sollten unsere Gespräche auf nachher verschieben und lieber nach der Trägerin des Wasserrings Ausschau halten.«, meinte Lucy und blickte zum Meer. »Ich denke, sie wird direkt aus dem Wasser hierher kommen.« - »Schlau kombiniert!«, meinte die rund zehn Jahre ältere Flavia gereizt. Gerade als Lucy eine schnippische Bemerkung zurückgeben wollte, griff Elina ein: »Hey, reißt euch zusammen! Wir sind hier nicht sicher, und Streit ist das letzte, was wir gebrauchen können.«. Lucy und Flavia schienen das einzusehen. Und während Elina und Lucy nach dem vierten Mädchen Ausschau hielten, gab Flavia ihnen ein wenig beleidigt Rückendeckung. Lucy konnte spüren, wo sich Luftmoleküle bewegten, doch weil es hier windig war, konnte sie nichts erkennen, Elina fühlte Irritationen im Boden, doch weil der Untergrund aus groben Lavasand bestand, konnte sie ebenfalls keine Feinde ausfindig machen. Klar, sie konnten diese Faktoren ausschalten, aber wenn es ein starker Dämon war, würde es sowieso nicht viel nützen. Doch Flavia dagegen konnte Dämonen sehen, weil sie ihre Umwelt durch Temperaturen wahrnahm, wenn sie dies wollte. Und solange die Feinde keine Wechselblütler waren, waren sie keinesfalls sicher vor ihr. Flavia schloss die Augen und konzentrierte sich. Vor ihr tauchte ihre Umgebung auf, in Farben, welche die Temperatur bezeichneten. Doch sie konnte nichts Ungewöhnliches sehen. Anscheinend hatte der Täuschungsplan doch geklappt und die Dämonen jagten mühevoll den erschaffenen Doppelgängern der Ringträgerinnen hinterher. Ein überraschter Ruf von Lucy ließ Flavia herumfahren. Im letzten Augenblick konnte sie einen Blick auf eine dunkle Schwanzflosse erhaschen, die Nahe einem aus dem Meer ragendem Felsen aus den Wellen blitzte. Anscheinend war das vierte Mädchen nun endlich da. Kaum einen Atemzug später tauchte ein schwarzer Haarschopf aus dem Wasser auf. Das vierte Mädchen atmete einmal tief ein und aus und ließ sich von den starken Wellen an des Strand treiben. Durch das klare Wasser konnte man im dämmrigen Abendlicht eine Flosse erkennen, die sich in Füße verwandelte. Dann glitt Verena elegant auf die anderen Mädchen zu. Ihr geschmeidiges Gesicht und ihre dunkelblauen Augen und die gleichfarbige Rüstung ließen sie noch geheimnisvoller aussehen als die drei anderen. Anscheinend hatten die drei Mädchen am Land keine Zweifel daran, dass dies die vierte Ringträgerin war. Denn bekanntlich konnte sich kein Wasserdämon in eine menschliche Gestalt verwandeln, und die Dämonen, die am Land lebten, waren alle total wasserscheu. »Acima?«, fragte Verena.
»Ogê Acima tse! Ut Acima tse!«, antworteten die drei anderen. Kaum war der Spruch beendet, verschwand die Sonne endgültig hinter dem Horizont...
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Fantasy-Ratte |
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 | | Verfasst am: 26.11.2008, 17:02 |
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Hi Fantasy-Ratte,
also Fantasie hast du wirklich *g*.
Was ich an deiner Stelle etwas ausbauen würde, die Stelle wo sich das Mädchen in den Hund verwandelt. Du schreibst nur sehr knapp:
Plötzlich begann der Hund zu knurren, sein Nackenfell sträubte sich. Es lag etwas in der Luft...und dann verwandelte der Hund sich in ein Mädchen, nein, eine junge Frau!
Plötzlich war der Hund eine junge Frau, wie sah der Hund-Mensch aus, also während der Verwandlung?!
Ich hab es noch nicht ganz gelesen, aber das zum ersten zur Verbesserung.
Liebe Grüße
Anja |
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anja1989 |
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 | | Verfasst am: 27.11.2008, 19:11 |
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Ich wusste, dass irgendetwas nicht stimmt...das wird´s gewesen sein!
Ich habe es übrigens (zusammen mit ein paar anderen Kleinigkeiten) korrigiert. |
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Fantasy-Ratte |
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