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» VDG-Weimar

BeitragVerfasst am: 06.03.2009, 09:47
Hallo,

dass es den DKZV gelingt, so viele "Autoren" zu angeln, überrascht mich schon lange nicht mehr. Zu den Gründen gehören jedenfalls auch die vielfach geringen Rechenfähigkeiten cheezy grin

Im letzten Jahr sind alleine in Deutschland an die 100.000 deutschsprachige Titel erschienen. Welche Buchhandlung wird sich wohl so viele Titel hinlegen und wird sie vor allem auch auslegen?

Wenn ich mal sehr willkürlich von einem etwas größeren Softcoverformat ausgehe, komme ich auf eine notwendige Tischfläche von rund 2500 m², also gut einem Viertel Fußballfeld.

Selbst renommierte Verlage schaffen es in der Regel nur mit einigen ausgewählten Titeln in die Auslage. Man braucht nur einmal in eine Buchhandlung zu gehen und sollte selbst ohne größere Rechnerei erkennen können, dass von den fast 100.000 neuen Titeln nur eine Minderheit vorrätig oder gar ausgelegt ist.

Und die Neuerscheinungen bilden nur einen kleinen Teil der lieferbaren Bücher. Insgesamt verzeichnet das VlB annähernd eine Millionen Titel. Das wären rund zweieinhalb Fußballfelder.

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 06.03.2009, 13:13
PvO hat Folgendes geschrieben:
Hier ist immer die Rede von 30% für den Buchhandel. Teilweise werden 40% gefordert und auch gezahlt. Wer auf der Strecke bleibt, ist der Autor, da sind eben nur noch lausige 5% drin.


Also, ich kann diese Diskussion um 5% für den Autor und 30 % (oder mehr) für den Buchhändler nicht nachvollziehen.

Nehmen wir an, das Buch wird mit einer Auflage von 2.000 Stück hergestellt und zum Preis von 10 Euro angeboten.
Die 2.000 Stück verteilen sich auf 200 Buchläden. Jeder Buchladen verkauft also 10 Exemplare. Macht für den einzelnen Buchhändler eine Einnahme von 30 Euro.
Der Autor bekommt 5% - aber von jedem verkauften Buch. Macht 1.000 Euro.
Da steht sich der Autor im Vergleich zum Buchhändler doch gar nicht schlecht.

Jeder einzelne Buchhändler muss eine enorme Anzahl an Büchern verkaufen, um finanziell über die Runden zu kommen. Eine Umkehrung der Verhältnisse auf 5% für den Buchhandel und 30% für den Autor würde die Buchhändler rasend schnell ruinieren.

Da der Autor von den Buchverkäufen aller Buchhändler profitiert und nicht von einem einzigen allein, halte ich die Aufteilung von 5% (oder höher) für den Autor und 30% (oder höher) für den einzelnen Buchhändler für durchaus angemessen. Denn hier profitiert ein Einzelner von der Arbeit Vieler. Da muss man die Vielen nicht noch bestrafen, indem man ihren Anteil schmälert, vor allem, wenn der absolute Ertrag ohnehin gering ist.

LG
Siegfried

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Siegfried

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BeitragVerfasst am: 06.03.2009, 15:51
Hut ab, Siegfried, (wie sooft). Auch eine Betrachtungsweise. Ich habe eben nur die blanken Prozente gesehen.

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BeitragVerfasst am: 09.03.2009, 16:04
Ich muß Siegfried da auch 100% beipflichten. Es sind nur Nichtkaufleute, die meinen, der Handel verdiene zu viel.
Man muß mal die Kostenseite sehen. Ladenmiete, allg. Betriebskosten inkl Versicherungen, Werbung, Personal usw. Dann noch das Lagerrisiko, dass die Ware beschädigt oder gestohlen wird.

Alleine das Anlegen einer neuen EDV-Nummer im Warenwirtschaftssystem inkl Verknüpfung mit Lieferanten und Festlegung der automatischen Bestellmengen ist ein bezifferbarer Aufwand. Diesen wird man nicht haben wollen, wenn es sich um einen Kleinverlag handelt.

Ich finde es viel sinnvoller, sich die Gegebenheiten anzuschauen und darauf sein Konzept aufzubauen. D.h. in meinem Fall, endlich ein Sachbuch schreiben und auf BoD und Amazon und andere Großabnehmer zu setzen.
 
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