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Wind des Schicksals Neu: Leseprobe

BeitragVerfasst am: 22.04.2009, 17:09
Titel: Wind des Schicksals
Autor: Maren Küchmann

Verlag: Wagner Verlag
ISBN: 3-86683-021-1 + 978-3-86683-021-1
Seiten: 528


Der Autor über das Buch:

"Wind des Schicksals" ist mein erstes veröffentlichtes Buch, erschienen 2006. Bevor ich bequatscht wurde, ich sollte es mal einem Verlag schicken, dümpelten die Geschichten bei mir in einer Mappe fröhlich herum.

Klappentext:

Wind des Schicksals

Die 10-jährige Josephine lässt eine Luftballonpost fliegen - und ahnt nicht, dass das ihr ganzes Leben verändern wird. Denn der Ballon führt zu Kieran, dessen Leben mit ihrem verknüpft wird. Die Jahre vergehen, und aus der anfänglichen Brieffreundschaft wird durch einen Schicksalsschlag allmählich mehr. Doch beste Freunde liebt man nicht...

Wolken am Horizont

... oder doch? Endlich sind Josephine und Kieran zusammen. Und schon fangen die Probleme an. Denn die Vergangenheit hat sie wieder eingeholt...

Licht und Schatten

Der Neuanfang in einer anderen Stadt fällt Josephine und Kieran nicht leicht. Trotzdem erleben sie auch schöne Momente - doch die werden bald überschattet von einem Verbrechen...

Inhalt:

"Wind des Schicksals" begleitet Josephine und ihre Freunde über 20 Jahre lang. Angefangen in Kindertagen, über Jugend bis hin ins Erwachsenenalter - mit allen Höhen und Tiefen, die es in einem Leben geben kann.

Leseprobe:
Wind des Schicksals

Die Zugfahrt nach Neudesselstadt kam Josephine vor wie eine Ewigkeit. Zweimal mußte sie umsteigen. Die Menschen im Zug schauten sie alle so seltsam an, als wüssten sie, dass sie abgehauen ist. Als wüssten sie alles über sie. Josephine hielt ihre Tasche eng an sich gepresst. Sie schaute aus dem Fenster. Sah Bäume vorbeiziehen. Wiesen, Felder, Häuser - alles kam und ging. Diese Bewegung war beruhigend und tröstlich. Sie musste hinaussehen. Alles war wie im Film. War es wirklich geschehen? Oder wachte sie gleich auf, und alles wäre wieder gut? So wie in der Nacht vor dem Unfall. Es war nur ein Traum. Alles war gut, als sie das Licht anknipste. Hätte sie vielleicht was sagen sollen? Hätte sie ihren Papa anrufen sollen?
Dann würde er jetzt noch leben. Aber sie wusste doch nichts Genaues. Sie wusste doch nicht, dass es um ihren Vater ging. Sie wusste nur, dass etwas Schlimmes passiert war. Mehr nicht. Hätte sie sich nicht besser dran erinnern sollen, als sie aufwachte? Hätte ihr ihre Mutter geglaubt? Was hätte sie tun sollen? Was sollte sie JETZT tun - ohne ihren Vater? Er wollte sie bei der nächsten Grabung in der Nähe wieder mitnehmen. Er wollte sie wieder mit zur Uni nehmen. Er wollte ... Sie wollten doch noch so viel zusammen unternehmen. Alle drei. So viel...

Wolken am Horizont

Kieran stand mitten im Raum, unfähig sich zu bewegen. Josephine sah ihn voller Wut und Eifersucht an.
"Sie lügt!", sagte er.
"Woher soll ich wissen, dass du nicht lügst?"
"Weil ich dir treu bin!"
"Warum sollte sie dann so was erzählen?"
"Sie ist verrückt. Sie hat mich eben geküsst,weil sie mich noch immer liebt. Aber ich habe sie abgewiesen. Ich habe gesagt, dass ich dich liebe."
"Und von wem ist sie dann schwanger?"
"Das hat sie doch nur so gesagt, aus Rache."
"Nein. Sie ist wirklich schwanger. Hast du´s nicht gesehen?"
"Nein."
"Sie ist immer im Kinderheim. Sie kommt nur da raus, wenn sie uns oder Jana besucht."
"Du glaubst ihr doch wohl nicht..."
"Ich habe dir gesagt, dass sie eine falsche Schlange ist. Ich habe dich gewarnt. Du bist ihr verfallen - gib´s zu!"
"Ich gebe gar nichts zu! Vertraust du mir denn nicht?"
"Nicht, wenn´s um Louisa geht!"
"Da war aber wirklich nichts!"
"Ach ja?"
"Du bist verrückt - weißt du das? Erst sagst du, sie sei eine falsche Schlange - und dann glaubst du ihr jedes Wort. Das passt doch nicht zusammen!"
"Sie ist aber schwanger!"
"Aber nicht von mir!"
"Von wem denn sonst?"
"Hör auf damit!"
"Geh mir aus den Augen!"

Licht und Schatten

"Hey Valeska!", rief Josephine.
"Hallo Josy!" Valeska freute sich.
"Wollen wir wieder ins Café?"
"Viel Zeit habe ich nicht. Ich muss gleich wieder zur Arbeit."
Sie gingen in das Café und setzten sich.
"Und? Hast du immer noch Heimweh?", fragte Valeska.
"Ja. Aber ich finde etwas Trost im Archäologischen Museum."
"Wieso denn das?"
"Das erinnert mich an meine Kindheit."
"Aha. Bei Sorgen denkt man immer an früher. Hätte ich eigentlich wissen müssen."
"Seine Eltern weigern sich, zu unserer Hochzeit zu kommen."
"Was?"
"Ja. Ich bin nicht gut genug für sie."
"Gibt´s sowas immer noch?"
"Du siehst es ja."
"Aber du möchtest sie dabei haben?"
"Natürlich. Auch wenn sie gemein zu mir sind. Aber sie sind immerhin Kierans Eltern. Sie gehören dazu."
"Wenn sie gemein zu dir sind, dann sei doch froh, wenn sie nicht kommen."

DAS BLEIBT UNSER GEHEIMNIS! VERSTANDEN?

Der Lehrer erklärte gerade eine Textaufgabe. An der Tafel malte er den Rechnungsweg auf. Zwischendurch schaute er immer wieder zu den Schülern, ob sie auch verstanden. Dabei bemerkte er, dass Tamara ununterbrochen in eine Richtung starrte. Sie war offensichtlich mit ihren Gedanken an einem fernen Ort.
"Tamara - kannst du das nochmal erklären?", sagte er.
Doch Tamara reagierte nicht. Er ging zu ihr und winkte mit der Hand vor ihren Augen. "Tamara!"
Das Mädchen erschrak und schaute ihren Lehrer ängstlich an. "Ich...", sagte sie leise.
"Hast du eben gesehen, wie die Aufgabe gerechnet wird?"
Tamara schüttelte langsam den Kopf. "Nein."
"Ich habe dich beobachtet. Du warst ganz weit weg."
"Entschuldigung!" Tamara traten die Tränen in die Augen.
"Ist alles in Ordnung mit dir?", fragte der Lehrer daraufhin besorgt.
"Ja. Ich bin nur müde."


Zuletzt bearbeitet von MaKü am 26.05.2009, 17:06, insgesamt einmal bearbeitet
 
  MaKü 
 
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BeitragVerfasst am: 22.04.2009, 17:31
hallo maren,

noch der link zum bestellen
http://www.wagner-verlag.de/buch.php?prd=204

thumb up
 
  holz 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 22.04.2009, 17:32
Uups! Vielen dank!!!
 
  MaKü 
 
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BeitragVerfasst am: 22.04.2009, 17:44
Wow, da hast du ja einen richtigen Wälzer geschrieben - Glückwunsch!

Besten Gruß von Barbara

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BeitragVerfasst am: 27.05.2009, 10:08
Oben gibt es eine neue Leseprobe!
Viel Spaß!
LG
Maren

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Tut ein Schilf sich doch hervor
Welten zu versüßen
Möge meinem Schreiberohr
Liebliches entfließen
(Goethe)

Wind des Schicksals ISBN 3-86683-021-1 + 978-3-86683-021-9
Im Kreis des Lebens ISBN 978-3-86683-222-0
www.wagner-verlag.de
 
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