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Zeit für Veränderungen

BeitragVerfasst am: 29.08.2009, 11:14
Titel: Zeit für Veränderungen
Autor: Sven Bonitz

Verlag: Books on Demand, Norderstedt
ISBN: 978-3-839-12034-7
Seiten: 176
Preis: 10,90 Euro

Klappentext:

Raphael ist ein 29 Jahre alter, kulturinteressierter Lebenskünstler und auf der Suche nach der großen Liebe. Seine Suche bleibt zunächst erfolglos, bis er eines Tages die Musikwissenschaftlerin Jane trifft und sich Hals über Kopf in sie verliebt. Beide verbringen fortan viel Zeit miteinander und besuchen kulturelle Veranstaltungen. Alles scheint perfekt zu sein, doch dann kommt es plötzlich zum Eklat.

Inhalt:

[...]

Diese Umarmung ließ mein Herz beben. Eine heftige Reaktion, wie ich sie schon sehr lange nicht mehr erlebt hatte. Niemals hätte ich in meinen Träumen gewagt zu glauben, dass dieses tiefe Gefühl jemals wieder Einzug in mein Leben erhalten könnte. Mein Verlangen nach ihr war grenzenlos.

Dieses Verlangen, das eine Spannung in mir auslöste, benötigte eine Öffnung, an dem ich diese entladen konnte. Ihr Mund schien dafür perfekt zu sein. Ich küsste sie gefühlvoll, wobei mein Kuss, den sie mit gleicher Intensität erwiderte, in unseren beiden Körpern eine Sinfonie aus Leidenschaftlichkeit und Wohlgeschmack auslöste.

Kurz hielten wir unseren tanzenden Atem an. Dann küssten wir uns ein zweites Mal. Dieser Kuss war von so starker Intensität, dass ich mich innerlich beruhigte und alle negativen Gedanken verbannte, die meine Seele bis jetzt belastet hatten.

Lange wirkte dieser Kuss nach. Noch den ganzen weiteren Abend, den sie nicht mehr bei mir sein konnte. Dennoch fühlte ich eine tiefe Verbindung zwischen mir und meiner neuen Lebensflamme, die stark genug war um jegliche Todsünden zu überdauern, weil ich wusste, dass unsere beiden Herzen füreinander bestimmt waren.

Mit diesen Gedanken ließ ich sie ruhigen Gewissens in ihren schwarzen Lupo steigen und schaute ihr noch eine Weile hinterher. Sie entfernte sich mehr und mehr von mir, bis nur noch ein glühwürmchenkleiner Leuchtpunkt übrig geblieben war, der mehr und mehr im Dunkel der Nacht verschwand, bis ich mich mit meiner Umgebung in völligem Einklang befand. Ich schaute zu den Sternen empor, die in dieser lauen Sommernacht in zufriedener, glücklicher und harmonischer Formation tanzten.

Doch im Laufe der Zeit wurde meine Anfangseuphorie, die die Grundlage für die Gestaltung einer glücklichen und harmonischen Beziehung hätte bilden können, aufs Bitterste enttäuscht, folgten ständige Höhen und Tiefen, sinuskurvenartige Plus- und Minus-Amplituden.

Diese emotionalen Wechselhaftigkeiten drückten auf meine Stimmung, die durch die kontinuierlich auftretenden, übermäßig wechsellaunischen Eskapaden meiner Freundin auf ihren Nullpunkt angelangt war.

Um nicht in einem endlosen Gefühlschaos zu versinken, musste ich etwas dagegen unternehmen, einen Interventionsplan schmieden. Wie könnte dieser aussehen? Nach kurzer Überlegungszeit hatte ich mich für den einzig vernünftigen Weg für die Erreichung meines Ziels entschieden: Das Ziehen der Reißleine und auf die Suche nach einer neuen zwischenmenschlichen Begegnung gehen, die sich in ihrem Grundcharakter durch Harmonie und gegenseitig gestaltbare Dynamik auszeichnet.

Ich war wieder Single, hatte wieder einmal danebengegriffen. Wann würde ich endlich einmal die richtige Frau für mich finden? Aber diese Stadt war groß. Und es gab noch genug andere Schönheiten, die bestimmt wie ich jetzt gerade allein auf ihrem Balkon saßen und sich nach Zweisamkeit sehnten – nach einem Menschen, der sie auf Händen trug.

Ich wollte jedoch nicht länger daran denken, weil ich meinen Kopf freibekommen musste. Und morgen war ja auch noch ein Tag.

Die Grillen zirpten. Schöne laue Sommernacht. Ich blickte gen Himmel und erkannte, dass die Sterne keine Lust mehr auf Tanzen hatten, sich unwohl fühlten, traurig aussahen, so als wollten sie mir beistehen und – um mich zu beruhigen – mitteilen: Momentan haben wir ausgetanzt, lieber Raphael, aber gib die Hoffnung nicht auf, denn du wirst dein persönliches Glück finden, irgendwann auf jeden Fall, da sind wir uns sicher.

Dieser Gedanke hatte etwas Schönes an sich und erfüllte mich mit Freude. Ich lächelte ihnen kurz zu und bedankte mich für die aufmunternden Worte. Dann saß ich noch eine ganze Weile einfach nur da und schaute auf die Straße hinab, wo das tosende Leben zur Ruhe gekommen war.

[...]

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Internetpräsenz: http://sbonitz.jimdo.com/
 
  magnusson 
 
Anmeldedatum 27.08.2009
Beiträge 17
Wohnort Berlin
 
 
   
   
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