 | Zitat | Verfasst am: 15.05.2009, 01:06 |
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Hallo Zusammen
Für mein neues Buch würde ich gerne ein Zitat eines anderen Autors verwenden. Meine Frage nun: Darf man wenn man die Quelle angibt (Autor und Titel des Buches) das Zitat verwenden? Oder braucht man die ausdrückliche Erlaubnis des Autors? Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.
Grüsse aus der Schweiz
Marco |
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Rigolo |
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 | | Verfasst am: 15.05.2009, 05:46 |
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Ein kurzes Zitat aus einem Prosawerk oder einem längeren Gedicht darf ungestraft zu dem von Dir genannten Zweck verwendet werden.
Gruß Hans |
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hwg |
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 | | Verfasst am: 15.05.2009, 07:14 |
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hawepe |
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 | | Verfasst am: 15.05.2009, 07:36 |
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Hallo Marco,
Ist der Verfasser über 70 Jahre nicht mehr unter den Lebenden darfst du es nutzen, ansonsten gilt Anfragen, aber trotzdem Name des Verfassers und Quellenangabe nicht vergessen.
Literarischen Gruß
Jens |
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 | | Verfasst am: 15.05.2009, 08:14 |
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| hwg (Moderator) hat Folgendes geschrieben: |
| Ein kurzes Zitat aus einem Prosawerk oder einem längeren Gedicht darf ungestraft zu dem von Dir genannten Zweck verwendet werden. |
In Österreich? In der Schweiz? In Deutschland? Ist das Zitatrecht in allen Ländern, in denen ein BOD-Buch zwangsläufig verfügbar ist, gleich?
Rigolo, halte dich lieber an Heinz und Jens. Ich nehme nicht an, dass du eine wissenschaftliche Abhandlung über Texte anderer Autoren schreibst. Oder nur Goethe und Schiller zitierst... |
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_________________ LG, Valerie
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Valerie J. Long |
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 | | Verfasst am: 15.05.2009, 08:25 |
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| Zitat: |
[quote="Valerie J. Long"]
| hwg (Moderator) hat Folgendes geschrieben: |
| Ein kurzes Zitat aus einem Prosawerk oder einem längeren Gedicht darf ungestraft zu dem von Dir genannten Zweck verwendet werden. |
In Österreich? In der Schweiz? In Deutschland? Ist das Zitatrecht in allen Ländern, in denen ein BOD-Buch zwangsläufig verfügbar ist, gleich? |
Hallo Valerie
In der Schweiz ist es möglicherweise erlaubt. Um ein Beispiel zu nennen: Im Jahr 2001 hat Roger Schawinski sein Buch "Das Ego-Projekt" bei mvg publiziert. Die Zitate aus Büchern und Zeitungen aus aller Welt sind hinten im Quellennachweis aufgeführt. Sie beanspruchen alleine fast vier Seiten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er bei jedem Autor die Bewilligung eingeholt hatte. Unter vielen anderen sind da Lance Armstrong, Joschka Fischer und Moshè Feldenkreis erwähnt. |
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_________________ Herzliche Grüsse
Hanna
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Hanna |
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 | Unterschiede? | Verfasst am: 15.05.2009, 08:50 |
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Gibt es Unterschiede zwischen belletristischer Literatur und non-fiction? Ist das "Zitierrecht" bei einem Sachbuch anders als bei einem "feingeistigen Werk"?
Walter |
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 | | Verfasst am: 15.05.2009, 08:51 |
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Das Thema "Zitieren mit Quellenangabe" ist hier tatsächlich schon öfter behandelt worden.
Laut Auskunft des Juristen der Interessengesellschaft österreichischer Autoren ist die Anbringung von kurzen Zitaten aus Werken zeitgenössischer Schriftsteller, Songwriter und dergleichen bei Quellenangabe erlaubt.
"Die Zitate müssen in einem (poertischen) Zusammenhang mit dem vom Autor veröffentlichten Text stehen und dürfen nicht dazu dienen, den zitierten Schritsteller oder Songwriter oder dessen Werk zu diskreditieren."
Jedenfalls ist mir dieser Auszug aus einem einen solchen Fall betreffenden Rechtskommentar bekannt.
Ein eventuelles Gerichtsverfahren düfte somit für den Kläger, sollte es überhaupt einen geben, wohl kaum erfolgreich ausgehen. |
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hwg |
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 | | Verfasst am: 15.05.2009, 09:26 |
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| hwg (Moderator) hat Folgendes geschrieben: |
| Ein eventuelles Gerichtsverfahren düfte somit für den Kläger, sollte es überhaupt einen geben, wohl kaum erfolgreich ausgehen. |
... in Österreich.
Auch in Deutschland sind kurze Zitate zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Werk möglich. Bei Belletristik dürfte das Charakteristikum "wissenschaftliche Auseinandersetzung" aber schwer zu begründen sein.
Und was gilt in der Schweiz?
Dagegen kann dem Autor die Rechtslage relativ egal sein, wenn er für jedes Zitat eine Erlaubnis des Rechteinhabers hat.  |
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_________________ LG, Valerie
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Valerie J. Long |
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 | | Verfasst am: 15.05.2009, 12:12 |
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| hwg (Moderator) hat Folgendes geschrieben: |
| "Die Zitate müssen in einem (poertischen) Zusammenhang mit dem vom Autor veröffentlichten Text stehen und dürfen nicht dazu dienen, den zitierten Schritsteller oder Songwriter oder dessen Werk zu diskreditieren." |
Meines Wissens ist es so auch in Deutschland. Wenn der Protagonist vor seiner Angebeteten rumhüpft und singt "I love you, yeah, yeah, yeah", dann ist das doch auch in Deutschland erlaubt.
Entsprechend müsste es dann vielleicht so sein, dass der Protagonist seiner angebeteten aus seinem Lieblingsbuch x von Autor y einen Satz vorliest o.ä.
Grüßle,
Judith |
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Judith |
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 | | Verfasst am: 15.05.2009, 13:20 |
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Hallo Hanna,
| Hanna hat Folgendes geschrieben: |
| Die Zitate aus Büchern und Zeitungen aus aller Welt sind hinten im Quellennachweis aufgeführt. Sie beanspruchen alleine fast vier Seiten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er bei jedem Autor die Bewilligung eingeholt hatte. |
Und warum kannst du dir das nicht vorstellen? Wobei das mit Sicherheit der Verlag übernommen hat und auch nicht die Autoren, sondern deren Verlage gefragt wurden.
Im übrigen kenne ich das Buch nicht, weiß also nicht, ob eine kritische Auseinandersetzung mit den zitierten Autoren stattfand. Dann ist das Fragen ohnehin überflüssig.
Beste Grüße,
Heinz. |
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hawepe |
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 | | Verfasst am: 15.05.2009, 13:30 |
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Mit Ausnahme wissenschaftlicher (!!!) Arbeit ist in Deutschland die Einholung der expliziten Erlaubnis des Autors zwingend erforderlich. Der Autor oder sein Verlag können dafür auch Geld verlangen. Nur wenn der Autor nachweislich seit mehr als 70 Jahren tot ist UND seine Rechte nicht auf andere übergegangen sind, darf man zitieren. In jedem Fall muss die Quellenangabe eindeutig dabei stehen.
Es ist dabei völlig belanglos, ob die Veröffentlichung über bod oder über anderes erfolgt.
Gruß
Haifischfrau |
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Haifischfrau |
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 | | Verfasst am: 15.05.2009, 13:32 |
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Hallo Valerie,
| Valerie J. Long hat Folgendes geschrieben: |
| Bei Belletristik dürfte das Charakteristikum "wissenschaftliche Auseinandersetzung" aber schwer zu begründen sein. |
Wissenschaftlich muss die Auseinandersetzung nicht erfolgen. Von daher sind Zitate auch in der Belletristik möglich. Generell unzulässig ist es, zu zitieren, weil der Autoren es besonders gelungen formuliert hat und man es selbst nicht so gut sagen kann oder von dessen Bekanntheit profitieren will.
Ansonsten noch als kleiner Tip: Google kann auch aus AT und CH aufgerufen werden. Es ist also nicht sehr schwer, mal selbst in das jeweilige Urheberrechtsgesetz zu schauen
Beste Grüße,
Heinz. |
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hawepe |
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 | | Verfasst am: 15.05.2009, 19:01 |
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Ich weise wiedereinmal auf die Einträge "Zitat", "Kleinzitat" und "Großzitat" bei Wikipedia hin, die sehr ausführlich sind und m.E. wirklich empfehlenswert.
Man schauen z.B. hinten in "Tintenherz" hinein, da folgen 3-4 Seiten mit Erlaubnissen der jeweiligen Verlage für die Zitate.
Aber wie überall gilt: "wo kein Kläger, da kein Richter". Ich denke, kein Verlag wird klagen, wenn einer Figur nur 1-3 bekannte Worte oder ein Halbsatz in den Mund gelegt wird: " ... 'Mütter zeugen ihren Töchtern nicht, wenn Krüge oder anderes zerbrochen werden' wie ja schon Kleist weiß" - oder so ähnlich.
Sigrid |
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 | | Verfasst am: 15.05.2009, 19:11 |
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Sigrid deine Anregung halte ich für gewagt. Es gilt das Urheberrecht! Meist bekommt man ja die Erlaubnis und man bezahlt nicht sonderlich viel.
Ich würde jedenfalls sofort klagen, wenn ich irgendwo ein ungenehmigtes Zitat von mir finden würde. Und jeder "richtige" Verlag passt da auch auf.
Guß
Haifischfrau |
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Haifischfrau |
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