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Platz 1

8
Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?
Jogschies, Rainer B.
Paperback
232 Seiten
ISBN 978-3-937550-19-0
Verlag: Nachttischbuch-Verlag
€ 19,80
inkl. MwSt. zzgl. Versand
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Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?

Wohin, wenn der Krieg ausbricht, wenn Bomben fallen oder Atomraketen kommen? Der Hamburger Journalist Rainer B. Jogschies machte sich mit der Frage auf die Suche: "Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?"

"So gründlich und geduldig wie Rainer B. Jogschies hat wohl noch keiner nachgefragt bei allen zuständigen Dezernenten, Amtsleitern, Partei beauftragten, Abgeordneten bis Ministern. Ergebnis: ein Stück makaberer Satire, die den Autor, hätte er das Ganze erfunden, als böswilligen Panikmacher bezichtigen ließe", urteilte der Psychoanalytiker Professor Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter in einem Nachwort, als die Reportage 1985 erstmals erschien. Die Pressestimmen waren verblüfft wie beispielsweise im STERN und in den Kulturpolitischen Mitteilungen, die einen jungen Kafka am Werk wähnten.

In einer sorgfältig dokumentierten, atemberaubenden Reportage wird hier ein Bereich offengelegt, über den die Zuständigen offenbar gern schweigen: Ein aktueller Report über den bundesdeutschen Zivilschutz, schrieb der Ullstein-Verlag bei der Taschenbuchausgabe 1988.

Seither ist die Friedensbewegung erlahmt, wohl nicht zuletzt auch, weil sich die „Blöcke“ auflösten, die einander nötigenfalls mit Atomwaffen hatten bekriegen wollen. Der Frieden blieb allerdings aus. Deutschland ist seit Ende der Neunzigerjahre wieder im Krieg, auch wenn in der Öffentlichkeit eher beschämend als schamvoll darüber geschwiegen wird, schreibt die Nachttischbuch-Verlegerin Antje Hadler 2010 in einem Nachwort zur Wiederveröffentlichung der immer noch brand-aktuellen Reportage. Die Entscheidung, das Buch einer größeren Öffentlichkeit wieder bequem zugänglich zu machen, sei schnell gefallen. Angesichts der Zeitumstände sei es für den Nachttischbuch-Verlag keine Frage, ob es nach einem Vierteljahrhundert nicht „zu spät“ für dieses Buch sei ...

Es gelte nach wie vor, was der STERN 1985 aus einem Interview mit dem Autor Rainer B. Jogschies zitierte: "Zu spät ist es nur, wenn ich akzeptiere, dass mir bereits in der augenblicklichen Verteidigungspolitik die Rolle eines Toten zufällt."

Rainer B. Jogschies: Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?
ISBN-10: 3-937550-19-4
ISBN-13: 978-3-937550-19-0




Antje Hadler (Hrsg.)

Antje Hadler
- Verlegerin des Nachttischbuch-Verlags und Herausgeberin der Reihe "Reprints".

Sie ist Diplom-Psychologin, promovierte in Wirtschafts- und Organisationswissenschaften und lehrt in Berlin an der Fachhochschule des Bundes Sozialpsychologie sowie Arbeits- & Organisationspsychologie.
Als Wissenschaftlerin veröffentlichte sie zu Themen des Personalmanagements, ein Schwerpunkt waren dabei ‚Frauen in Führungspositionen’.

Rainer B. Jogschies

Rainer B. Jogschies ist Politologe und Publizist. Er hat immer wieder Harburger Leben liebevoll geschildert, sowohl in vielen seiner hier ausschnittweise nachgedruckten Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträge als auch in seinen Büchern, beispielsweise in "Wo, bitte geht‘s zu meinem Bunker?" (Hamburg 1985, Berlin 1988), einer Reportage über Zivilschutz in der Bundesrepublik, oder in "Make love, not war" (Berlin 1992), einem Feature über die sexuelle Notstandsrepublik Deutschland in den Siebzigern, sowie in "Ist das noch mein Land?" (Hamburg 1994), einem "deutschen Tagebuch" zum ersten Jahrfünft nach der "Wende".
Der Autor arbeitet zudem als Dozent und Medienberater in Hamburg. Vor kurzem erschien sein Essay "Blitzkrieg gegen sich selbst – Die Non-Stop-Gesellschaft" (Nachttischbuch-Verlag, Berlin 2004). Er ist für Vorträge und Lesungen direkt zu buchen unter: Nachttischbuch_Jogschies@web.de.

Auch nach der Arbeit an diesem Buch fragt er sich "Was ist in Harburg nach dem 11. September 2001 nicht mehr so, wie es war? Wie war es zuvor?" Diese kleine Ortskunde dringt kaum in die große Welt. Die unscheinbaren Schicksale versanden.
In japanischen Kalligraphien ist das "Große Nichts" immer wieder ein Thema. Es bedeutet im fern-östlichen Raum "Freiheit", sowohl die große als auch die kleine; dargestellt mit oft nur leichten, wie hingehauchten Tuschestrichen.

Nur wie gestaltet sich solche "Freiheit" in einer "Mediengesellschaft"? Zumal einer westlichen, die sie mit schweren Waffen zu verteidigen vorgibt? Innerhalb der Medien wird eine Antwort, so das Fazit dieses Buches, kaum zu finden sein, selbst wenn sich diese als Verteidiger der Freiheit gerieren.

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