Buchmarketing aus der Vorab-Perspektive

Buchmarketing aus der Vorab-Perspektive

Der Journalist Boris Langendorf ist nicht nur Finanzexperte, er kennt auch den Buchhandel wie kein Zweiter. Sein erstes Buch, einen Finanzratgeber, hat er als Self-Publisher veröffentlicht. Die Vermarktung steht noch am Anfang, seine Ziele sind jedoch konkret und vielversprechend.

Üblicherweise haben die BoD Spotlight-Autoren schon jede Menge bezüglich ihrer Buchvermarktung zu berichten. Boris Langendorf ist Wirtschaftsjournalist und hat gerade als Self-Publisher sein erstes Buch „Nullzins? Nein, danke!”, einen Finanzratgeber, veröffentlicht. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit in der Buchbranche ist Boris Langendorf auch Experte auf dem Gebiet des Buchhandels.

Mit seiner Buchvermarktung steht der Autor noch ganz am Anfang und wir möchten ihn auf seinem Weg vom Marketingansatz bis zum Bucherfolg begleiten. Lesen Sie, welche interessanten Pläne Boris Langendorf bei seiner Buchvermarktung umsetzen möchte. Wir bleiben mit dem Autor in Kontakt und werden in einigen Wochen berichten, welche Maßnahmen zum Bucherfolg geführt haben und ob neue Pläne und Ziele entstanden sein werden.

Erzählen Sie uns, wie es zu Ihrem Buchprojekt gekommen ist. Als Journalist ist  die Leidenschaft zum Schreiben  vorhanden, haben Sie sich sozusagen  den Traum vom eigenen Buch erfüllt?

 

Nein, meine Freuden und Eitelkeiten stehen dabei völlig im Hintergrund. In meinem ganzen Berufsleben war ich bestrebt, nicht einfach einen Job zu machen, der Geld einbringt, sondern eine Aufgabe zu erfüllen, die andere dringend gelöst bekommen müssen. Und wenn die Aufgabe stimmt, dann kommt das Geld ganz von allein.

Langendorf, Boris

Geht das etwas konkreter?

 

Nach meiner Tätigkeit als angestellter Journalist einer Buchhandels-Fachzeitschrift habe ich mich mit “Langendorfs Dienst” selbstständig gemacht, einem Informationsdienst, der unabhängigen Buchhandlungen hilft, im härter werdenden Wettbewerb besser zu bestehen. Die Buchhändler waren dankbar, und die Abos kamen ganz von selbst.

Und auf Ihr neues Buch bezogen gilt das gleiche Prinzip?

 

Exakt. In einem zweiten Leben neben dem Journalismus bin ich seit 1987 Kleinanleger, habe den 87er Crash, die Dotcom-Blase, die Finanzkrise und jetzt die Staatsschuldenkrise hautnah erlebt. Ich habe fast alles falsch gemacht, was Grünhörner so falsch machen können, und dennoch langfristig gute Erfolge gehabt. Und meinen Lesern will ich jetzt die Möglichkeit geben, aus meinen Fehlern zu lernen anstatt sie erst selbst zu machen.

Sie setzen also auf eine Lernbreitschaft des Publikums, die bisher unterentwickelt war.

Boris Langendorf

Genau, denn allmählich wird immer klarer, dass zur Altersversorgung kommender Generationen Eigeninitiative zwingend erforderlich ist, will man sich nicht in der Armutsfalle verfangen. Und der Weg, den ich da beschreibe, ist bewährt.

Haben Sie sich mit dem Thema „Buch vermarkten“ schon im Entstehungsprozess beschäftigt?

 

Ich arbeite konzentriert und mit System. Deshalb habe ich fortlaufend geschrieben und daneben für die Vermarktung eine Mappe angelegt, in der alles steckt, was mir dazu in die Finger kam. Ich habe deshalb noch keine Erfahrung damit, aber viele bunte Vorstellungen.

 

Wie plant man die Buchvermarktung? Gibt es ein Erfolgsrezept oder ist vieles auch Zufall?

 

Wer da auf den Zufall setzt, liebt seine Bequemlichkeit mehr als sein Objekt und dessen Leser. Generelles Erfolgsrezept ist, allein von der Zielgruppe her zu denken und nicht von sich selbst aus. Was schwerer ist als es klingt. Wie sich das dann im Einzelfall konkretisiert, hängt davon ab, ob Sie einen Regionalkrimi, ein Fachbuch, einen Liebesroman, einen Finanzberater oder sonst was schreiben.

 

Welche Marketingmaßnahme halten Sie für Autoren für  zwingend notwendig?

 

Persönlich auf seine Leser zugehen. Die geselligen Internet-Medien geben hier Möglichkeiten, von denen frühere Autorengenerationen nicht einmal zu träumen wagten. Vorträge und Lesungen, zum Beispiel in Buchhandlungen, haben eine zahlenmäßig geringere Ausstrahlung, sind aber für die persönliche Rückkopplung mit dem Publikum wichtig. Für das Projekt “Nullzins? Nein danke!” kann ich mir zum Beispiel kontroverse und deshalb spannende Veranstaltungen in Sparkassen vorstellen, gerade weil deren Beratungsleistungen, nun, sagen wir, nicht gerade im Mittelpunkt meiner Empfehlungen stehen.

Gerrit-Fischer

Boris Langendorf

Der Diplom-Kaufmann Boris Langendorf, geb. 1948, ist seit den 1970er Jahren Wirtschaftsjournalist und hat sich 2002 mit einer eigenen Fachpublikation selbstständig gemacht, die er 2014 erfolgreich verkaufte. Privat ist er seit Ende 1987 als Anleger am Aktienmarkt aktiv, ein Thema, dem er sich seit dem Rückzug aus dem Alltagsgeschäft verstärkt widmet.

Lesen Sie in einigen Wochen, wie sich Boris Langendorfs Buchvermarktung und -erfolg entwickelt haben.

MEHR INFOS ZUM SPOTLIGHT-KONZEPT

BoD sucht erfolgreiche Autoren und honoriert kreative Ideen zur Buchvermarktung. Profitieren Sie davon und schicken uns ganz einfach Bilder, Videos und/oder eine kurze Beschreibung Ihrer Vermarktungsaktivität an: spotlight@bod.de. Mit etwas Glück meldet sich BoD bei Ihnen mit einem kostenlosen Angebot zur weiteren Buchvermarktung! Folgende Voraussetzung müssen erfüllt sein, um Spotlight-Autor zu werden:

  • Umsetzung einer ausgefallenen Idee zur Buchvermarktung
  • Parallel prüft BoD die Buchverkaufszahlen
  • BoD recherchiert und bewertet auch positiven Presse- und Leserstimmen zum Werk

  1. Dietmar Dressel am 15.12.2015, 20:53 :

    Ich habe bei BoD in den zurückliegenden drei Jahren zwanzig Romane und neununddreißig kleine E-Bücher veröffentlicht. Natürlich nutze ich auch den zeitlich befristeten Verkauf von E-Büchern zum “Nulltarif”. Die verkauften Titel sind meist deutlich über eintausend Stück innerhalb eines Monats. Was ich nicht nachvollziehen kann, ist der mangelnde Kauf von Titeln die Geld kosten. Ist das eine Zeiterscheinung? Und wenn ja, besteht die Möglichkeit, dass sich das wieder legen könnte? Ein Vorteil ist sicherlich unstrittig. Diese Form des kostenlosen “Herunterladens” trägt natürlich dazu bei, als Autor in der Öffentlichkeit bekannt zu werden. Oder sehe ich da was völlig falsch?
    Danke – Ihr Dietmar Dressel

    • Max Hänecke am 16.12.2015, 15:38 :

      Hallo Dietmar,
      der Aktionspreis hilft, E-Books sehr schnell einem großen Publikum bekannt zu machen. Dies macht z. B. insbesondere dann Sinn, wenn es sich um den ersten Titel einer Reihe handelt, der die Leser in die Lektüre weiterer (kostenpflichtiger) Titel einführt. Ein Aktionspreis sollte im besten Fall auch kommunikativ begleitet werden. Stellen Sie heraus, dass es sich um eine zeitlich begrenzte Besonderheit handelt.
      Schöne Grüße
      Dein BoD-Team

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