Nicht-nur-Lesereihe im Bienewitz

Nicht-nur-Lesereihe im Bienewitz

Kunst, Lesungen, Austausch: Isabel Schrimpf, selbst Self-Publisherin und die Inhaberin des Bienewitz, bietet Autoren einen ansprechenden Rahmen, um ihre Bücher vorzustellen.

Gastbeitrag: Isabel Schrimpf

Ab Mai findet dienstags in mehrwöchigem Rhythmus eine „nicht-nur-Lesereihe“ im neueröffneten Münchner Bienewitz statt. Gerade Self Publishern bietet der „Raum zum Meeten und Mieten“ einen charmanten Rahmen, um ihre Texte einem interessierten Kreis von ca. 20 nicht-nur-Zuhörern vorzustellen.

Es ist ja so: zu einer Lesung geht man nicht, um sich etwas vorlesen zu lassen. Wer Bücher kauft, kann in der Regel selber lesen. Wer zu einer Lesung geht, will ins Gespräch kommen, den Autor hinter dem Buch kennenlernen, Fragen stellen, eigene Erfahrungen teilen, Sichtweisen diskutieren. Wer schreibt wiederum, möchte Impulse setzen, etwas in Gang bringen und sehen, welche Fahrt seine Figuren, Geschichten, Ideen in der Welt da draußen aufnehmen.

Das Bienewitz ist der ideale Ort für diesen Austausch. Der kleine, über 100 Jahre alte Laden im Herzen des einstigen Münchner Bohème-Viertels versteht sich als Mix aus Schwabinger Salon und Mini-Mehrweckhalle:„shared space“, der für Workshops, Kurse, Pop-up-Stores, Ausstellungen und Lesungen stunden- oder tageweise gemietet werden kann. Self-Publishern bezahlbaren Raum zur Verfügung zu stellen, ist der Inhaberin dabei ein besonderes Anliegen. Auch sie hat vor drei Jahren ein Buch in Eigenregie herausgebracht.

Die erste Self-Publishing-Lesung im Bienewitz

Den Auftakt machte sie dementsprechend selbst. Anhand ihres augenzwinkernden Länderporträts „High Heels und Hühnerfüße – Begegnungen mit Singapur“ haben 18 Asien- und Politik-Interessierte Anfang Mai einen Blick über den Tellerrand bis in den Fernen Osten geworfen. Dabei wurden Passagen ihres Buches von Fotografien des so beeindruckend vielfältigen Singapur begleitet. Bei einem Glas Wein drehte sich anschließend die Diskussion um die Frage: Wie schafft es Singapur, dass dieser wohl einzigartig heterogene Bevölkerungs-Mix dort auf engstem Raum in Frieden zusammenlebt?

„Wie erfrischend, das Thema ‚Migration und Integration‘ hier einmal mit asiatischen Snacks als leichte Kost serviert zu bekommen und aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten“, meinte die Teilnehmerin Lisa Hermann. „Toll, welch lebhafte Diskussion sich entsponnen hat und wie viele interessante Fragen aufgekommen sind – wie man sieht, ist es ein schmaler Grat zwischen Freiheit und Sicherheit“.

Die Möglichkeit, die Lesung mit Fotografien zu kombinieren, bietet sich natürlich gerade bei Büchern mit regionalem Bezug an. Auch eine „Weinlese“ kann das Lokalkolorit eines guten Buches zusätzlich unterstreichen. Ein guter Lagrein zum Südtirol-Krimi zum Beispiel ist ein wunderbarer Gaumenkitzel zum Nervenkitzel. Verschiedene Sinne spricht auch die Kombination einer Lesung mit der Ausstellung eines anderen Künstlers an. Mit etwas Vorlauf lässt sich beides thematisch aufeinander abstimmen und ggf. mit weiteren Veranstaltungen abrunden.

Lesung Austausch

Stärkung, Lesung, Austausch: „Wer zu einer Lesung geht, will ins Gespräch kommen“, ist Isabel Schrimpf überzeugt.

Lesung Inhaberin Isabel Schrimpf

Bienewitz-Inhaberin Isabel Schrimpf liest aus ihrem Buch „High Heels und Hühnerfüße“, das sie als Self-Publisherin veröffentlichte.

Bienewitz-Filiale
Print- und E-Book High Heels und Huehnerfuesset

Ihre Lesung im Bienewitz?

Weitere Informationen sowie aktuelle Veranstaltungen und Impressionen finden Sie auf: www.bienewitz.de
Sie möchten auch eine Lesung im Bienewitz veranstalten? Schicken Sie eine Nachricht an kontakt@bienewitz.de

Bienewitz, Apianstraße 1, 80796 München , Telefon 0172 8682963

Text & Bilder: Isabel Schrimpf

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