Wie das eigene Buch in den Handel gelangt

Wie das eigene Buch in den Handel gelangt

Wer auch schon einmal viel Mühe in sein Buchprojekt gesteckt hat, kennt das wunderbare Gefühl, das eigene Manuskript vollendet zu haben. Doch meist folgt das Bedürfnis, mit dem Geschriebenen alle Menschen erreichen zu können. Denn wer schreibt schon gerne für die Schublade?

Allgemein, Self-Publishing | Anja Meiners

Dank Self-Publishing-Anbietern wie BoD ist es heute für jeden Autor möglich, das eigene Buch zu veröffentlichen. Buchdateien hochgeladen, das Buch zur Veröffentlichung freigegeben und los geht´s! Das Buch ist innerhalb weniger Werktage in über 6.000 deutschen Buchhandlungen und über 1.000 Online-Shops bestellbar und kann von Lesern entdeckt und gekauft werden. Klingt einfach? Ist es auch – zumindest für den Autor.

Um diese flächendeckende Listung zu ermöglichen, bedarf es im Hintergrund jedoch einer Vielzahl an Akteuren, die für den reibungslosen Ablauf vom Generieren der Druckvorlage bis hin zur Auslieferung des bestellten Buches sorgen. Während der Autor sich zu diesem Zeitpunkt also bereits voll und ganz auf seine Buchvermarktung konzentrieren kann, geht für BoD die Arbeit jetzt erst richtig los.

Grenzenloser Vertrieb

So gelangt das Buch in den Buchhandel

Der Weg in den Buchhandel führt üblicherweise über die Listung des Titels im digitalen Bücherkatalog der drei deutschen Großhändler: Libri, KNV und Umbreit. Die Aufgabe dieser Großhändler, die aufgrund ihres immensen Lagerbestandes von bis zu 600.000 lieferbaren Titeln auch Barsortimente genannt werden, besteht darin, den richtigen Buchtitel am richtigen Ort zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stellen. Die Großhändler kaufen Bücher auf eigene Rechnung von Verlagen und verkaufen diese weiter an den Buchhandel. So sorgen Sie für eine flächendeckende Abwicklung von Buchbestellungen innerhalb Deutschlands und sogar darüber hinaus.

Damit auch alle Self-Publishing-Titel, wie die von BoD-Autoren, in den digitalen Bücherkatalog aufgenommen und veröffentlicht werden, meldet BoD nach Titelfreigabe alle relevanten Buchinformationen, inklusive des vom Autor selbst festgelegten Verkaufspreises, an die Großhändler. Ab dem Moment der Aufnahme können die Bücher dann mittels verschiedener Kriterien wie ISBN, Autorenname oder Titel aufgefunden und bestellt werden – in der Buchhandlung um die Ecke sowie in über 1.000 Online-Buchshops wie Amazon, thalia.de und Co. Um Self-Publishing-Autoren diesen Service zu ermöglichen, hat BoD Verträge mit allen Großhändlern geschlossen.

2-Tage-6-Stationen

Mit jedem verkauften Buch Geld verdienen

Da der Verkauf von Büchern im Handel nur durch das Zusammenspiel der  genannten Akteure möglich wird, werden diese an den Einnahmen beteiligt: Der Buchhändler selbst verdient die  Differenz zwischen seinem Einkaufspreis,  den er dem Großhändler gezahlt hat, und dem vom Autor gewählten Buchverkaufspreis. Der Großhändler wiederum hat das bestellte Buch bereits abzüglich eines Großhändlerrabattes bei BoD eingekauft und verdient am Verkauf an den Buchhändler. Und nicht zuletzt verdient natürlich mit jedem verkauftem Exemplar der Autor des Buches.

BoD-Autoren entscheiden über die Höhe ihrer Marge vor der Veröffentlichung selbst. Ihnen werden die Margen der verkauften Printbücher gutgeschrieben und sie können ihre Verkaufszahlen über das myBoD-Benutzerkonto jederzeit verfolgen. Eine Auszahlung der Margen durch BoD erfolgt alle drei Monate. BoD gibt den Autoren einen Mindestpreis für das Buch vor, der sowohl die Druckkosten als auch die Großhandelsrabatte abdeckt. Der Autor addiert also den Betrag hinzu, den er pro verkauftes Buch verdienen möchte, seine sogenannte Autorenmarge. Diese beiden Beträge bilden den Verkaufspreis, den BoD an die Großhändler meldet und der Leser letztlich in der Buchhandlung bezahlt.