Aus dem Buch „Fallen“

Man könnte meinen, der Buchtitel habe etwas mit dem Stolpern über Bücher zu tun. Vielmehr „stolpert“ der Leser jedoch darüber, wo bei „Fallen“ oben, unten, hinten oder vorne ist – ein Leseerlebnis der etwas anderen Art.

Bücher, Kuriositäten | Carina Leberle

Die zwei Autoren Gian-Philip Andreas und Gesine Palmer wurden von Hans-Jörg Pochmann beauftragt für Fallen jeweils einen Text, der sich mit dem deutschen Wort Fallen, im Sinne von Hinabfallen und dem englischen Wort fallen, das mehr ein Ergebnis beschreibt, nämlich „hingefallen zu sein“, zu verfassen.

Daraus entstanden ist allerdings nicht ein normaler Roman. Nein, Pochmann hat eine Art „Dreh-Buch“ entwickelt, in welchem die sprachliche Doppeldeutigkeit des Wortes aufgegriffen und typographisch umgesetzt wird. Beim Lesen muss das Buch zunehmend gedreht werden, da sich der Satzspiegel seitenweise ändert. Man beginnt mit dem Lesen auf einer rechten Seite, blättert weiter, dreht dabei das Buch immer ein bisschen mehr, bis man auf einer linken Seite endet. Der Name ist also förmlich Programm.

Das Buch Fallen ist deshalb so ausgefallen anders, da es dem Leser wirklich fast ein Gefühl des Fallens vermittelt. Doch Vorsicht beim Lesen – Schwindelgefühle sind nicht ausgeschlossen.

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