„Wir erreichen tausende Leser”

„Wir erreichen tausende Leser”

Der Indie-Katalog ist eine Bühne für Self-Publishing-Titel. Chefredakteur Daniel Lenz blickt auf ein Jahr Indie-Katalog zurück und erklärt, wie Autoren neue Leser und Buchhändler erreichen können.

Vor einem Jahr startete der neue Indie-Katalog. Seitdem bietet er neben kleinen, unabhängigen Verlagen auch Self-Publishing-Autoren eine Bühne und wird an Buchhändler, Verlage sowie Multiplikatoren der Branche verschickt. Wie lautet die bisherige Bilanz?

Wir sind im Sommer 2015 mit dem Indie Katalog gestartet, und nach drei Ausgaben können wir schon sagen, dass unser Ziel aufgegangen ist, und zwar auf mehreren Ebenen. Bei allen wirtschaftlichen Interessen mit dem Produkt haben wir durchaus ein missionarisches Interesse: Uns geht es primär darum, dem Buchhandel und anderen Multiplikatoren wie Agenten, Journalisten, Bloggern oder Filmproduzenten zu zeigen, wie vielfältig das Indie-Angebot ist. Wir möchten Vorurteile besonders im Buchhandel gegenüber Selfpublishing abbauen.

Daniel Lenz, Chefredakteur des Indie-Katalogs

Daniel Lenz, Chefredakteur des Indie-Katalogs

Und wenn man sich die Umfrage anschaut, die wir mit BoD vor der Frankfurter Buchmesse 2016 im Buchhandel gemacht haben, sieht man, dass wir auf diesem Weg – zusammen mit anderen „Missionaren“ – schon ein Stück vorwärts gekommen sind. Der Buchhandel ist grundsätzlich offen für Selfpublishing und hat auch schon Erfahrungen mit solchen Titeln gesammelt. Wir hören immer wieder von Autoren, dass ihr Titel einen Schub erfahren hat, nachdem er im Indie-Katalog präsentiert wurde – bis hin zur Verfilmung, auch das haben wir schon als Feedback bekommen.

Welche Möglichkeiten habe ich als Autor, mich und meine Bücher im Indie-Katalog zu präsentieren?

Verlage und Selfpublisher haben zunächst die Möglichkeit, mit kleinen Annotationen (besteht aus bibliografischen Angaben, Cover und kurzer Text plus Barcode, mit dem Buchhändler direkt bestellen können) für ihre Titel zu werben. Daneben gibt es einen großen redaktionellen Teil, in dem wir Indie-Autoren und -Verlage porträtieren, über Trends auf dem Markt berichten, Indie-Bestsellerlisten zusammenstellen und schließlich für jede Ausgabe viele, viele Titel neue Indie-Titel rezensieren.


Indie-Katalog: Vorzugspreise für BoD-Autoren

Einträge für die Online- und Printausgabe des Indie-Katalogs können BoD-Autoren zum Vorzugspreis von 129€ (Medium-Eintrag, 270 Zeichen) oder 229€ (Premium-Eintrag, 510 Zeichen) buchen. Der nächste Indie-Katalog erscheint am 28. Januar 2017. Buchungsschluss für diese Ausgabe ist der 10. Januar 2017.

Ihre Gewinnchance

Der Indie-Katalog verlost unter den gebuchten Einträgen drei kostenlose Rezensionen für die nächste Ausgabe 02/2017 im Herbst.

Mehr erfahren.

Welche Reichweite hat der Indie-Katalog?

Der Indie Katalog wird gedruckt nicht nur an 4300 Buchhändler und Verlage sowie andere Multiplikatoren verschickt, sondern auch großflächig bei Großveranstaltungen wie den Buchmessen und Selfpublishing-Events verteilt. Daneben gibt es den digitalen Indie-Katalog, in dem Autoren und Verlage rund um die Uhr Buchungen vorgenommen werden können – jede Buchung erscheint sofort digital und wird automatisch im nächsten gedruckten Indie-Katalog abgedruckt. Hier erreichen wir tausende weitere Leser, die den gedruckten Indie-Katalog nicht in die Hand bekommen.

Was ist entscheidend, damit ein Buch das Interesse von Buchhändlern weckt?

Wir würden Autoren immer empfehlen, neben der Vermarktung z.B. im Indie-Katalog oder über Social Media auch den direkten Kontakt zum Buchhändler vor Ort zu suchen. Gerade der lokale Bezug – der Autor kommt aus der Nähe oder hat sogar ein Buch geschrieben, das vor der Haustüre spielt – interessiert Buchhändler ungemein. Das ist der beste Türöffner. Und dann spricht sich ein  erfolgreicher Titel auch schnell bei anderen Buchhändler herum, sodass idealerweise eine schöne Kettenreaktion entsteht.


GUT ZU WISSEN!

BoD-Titel sind an das Barsortiment angeschlossen und über die Großhändler Libri, Umbreit, KNV sowie das Schweizer Buchzentrum nicht nur für die Buchhändler bestellbar, sondern auch remissionsfähig. Zudem profitieren Buchhändler bei Bestellung von BoD-Titeln von attraktiven Buchhandelsrabatten.

Self-Publishing-Titel begeistern zahlreiche Leser. Profitiert hat bisher vor allem aber der Online-Buchhandel. Was muss geschehen, um die Präsenz im stationären Buchhandel zu verbessern?

Im ersten Schritt fehlt(e) die Orientierung im Buchhandel: Was gibt es an interessanten neuen Büchern von Selfpublishern? In diese Lücke stößt unser Indie-Katalog, indem er Buchhändlern Orientierung verschafft. Der nächste Schritt hängt vom Engagement der Buchhändler ab, für die in der Vielfalt der Indie-Titel eine große Chance besteht, ihr Angebot zu profilieren. Die Bestseller findet der Leser überall – nicht aber ein feines, auf die individuelle Kundschaft hin abgestimmtes Sortiment. Es ist doch viel interessanter, wenn ein Buchhändler dem Kunden, der einen Thriller sucht, zeigt, dass da ein Autor aus der Nachbarschaft spannende Bücher schreibt, die auch noch in der Gegend angesiedelt sind. Für Buchhändler ist es sicher aufwändiger, das Sortiment so zu komponieren, aber die Chancen, auf diesem Weg Kunden zu binden und neue Kunden zu erreichen, ist umso größer.

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