Leserherzen im Sturm erobert

Leserherzen im Sturm erobert

Sarah Saxx liebt es, ein Kribbeln bei ihren Lesern auszulösen – und das gelingt ihr mit ihren Liebesromanen bestens. Dank gut durchdachter Marketingaktivitäten und viel persönlicher Note hat sich die Autorin eine treue, stetig wachsende Leserschaft aufgebaut.

Ihre Leser lieben sie und ihre Werke. Sarah Saxx setzt bei ihren Liebesromanen auf jede Menge Emotionen, auch eine persönliche Bindung zu ihren Lesern liegt ihr am Herzen. Bei der Buchvermarktung jedoch lässt sich die Autorin nicht nur von Gefühlen leiten und geht sehr strukturiert vor. Sie ist überzeugt davon, dass gute Planung im Voraus alles sei und beginnt bereits vor Verfassen ihrer Manuskripte mit dem Marketing. Im Spotlight-Interview verrät Sarah Saxx, mit welchen Tricks sie über ihre vielen Neuerscheinungen und Termine den Überblick behält.

Wann beschäftigen Sie sich mit dem komplexen Thema „Buch vermarkten“, schon im Entstehungsprozess der Bücher oder erst, wenn die Bücher fertig sind?

Mit der Planung der Vermarktung fange ich so bald wie nur irgendwie möglich an, meistens schon bevor, spätestens während ich die ersten Zeilen des Romans schreibe.
Für dieses Jahr habe ich eine neue Reihe, die „Greenwater Hill Love Stories“ geplant, zu der bis Jahresende fünf Romane erscheinen sollen. Um hier die Übersicht zu behalten, bedarf es einiges an Organisationstalent. Deshalb hängt neben meinem Schreibtisch ein DIN-A0 großer Jahresplan, auf dem ich jeden Tag der Veröffentlichung planen kann. Das fängt bereits beim Lektorat an, geht über geplante Gewinnspiele, Kooperationen mit anderen Bücherseiten auf Facebook, Leserunden und natürlich den Veröffentlichungstermin.

Buchbox-Sarah-Saxx

Vermarkten Sie alle Bücher gleich intensiv?

Jein. Zu einigen meiner Romane gibt es Buchtrailer. Zu meiner aktuellen Reihe hatte ich zwar auch Trailer geplant, nur wäre das in dem knappen Veröffentlichungsrhythmus von jeweils zwei Monaten zeitlich einfach nicht machbar – zumindest nicht so, dass es meinen Vorstellungen entspricht.
Trotzdem versuche ich, jedes Buch mit voller Aufmerksamkeit den potentiellen Lesern zu präsentieren. Zum Beispiel enthülle ich wenige Wochen vor einer Veröffentlichung auf meiner Facebook-Seite nach und nach Cover, Klappentext und Leseprobe sowie zwischendurch immer wieder Textschnipsel, um die Leser anzufüttern und auf den neuen Roman aufmerksam zu machen.

Sie sind auf Social-Media-Plattformen sehr erfolgreich.  Welcher Kanal ist Ihrer Meinung nach der wichtigste?

Ich denke nicht, dass man das verallgemeinern kann. Ich persönlich fühle mich auf Facebook einfach am wohlsten. Vielleicht, weil ich dort auch schon vor meiner Autorentätigkeit privat aktiv war.
Zusätzlich habe ich Twitter mit Facebook verknüpft, was bedeutet, dass jeder Post auf Facebook automatisch getweetet wird. Ideal ist das natürlich nicht, da die Twitter-User eine ganz andere Art von News erwarten – schon alleine deshalb, da ein Tweet auf 140 Zeichen begrenzt ist. Aber ich habe trotzdem mehrere hundert User, die mir auch hier folgen.
Wäre ich auf allen Plattformen gleich aktiv, hätte ich weniger Zeit zu schreiben und hier habe ich einfach meine Prioritäten gesetzt.
Jeder muss meiner Meinung nach für sich herausfinden, wie er/sie am liebsten mit seinen Lesern in Kontakt tritt. Wenn man sich das erste Mal im Social Network bewegt, wird man bestimmt schnell herausfinden, welche der vielen Möglichkeiten einen am ehesten ansprechen.

Wie relevant sind Lesungen und der sich daraus ergebene persönliche Kontakt zu den Leserinnen?

Ob sich Lesungen auf den Verkauf meiner (zukünftigen) Bücher ausgewirkt haben, kann ich nicht sagen. Aber ich liebe es einfach, Leute kennenzulernen, die meine Romane lesen. Für mich ist es ein schöner Nebeneffekt und ich freue mich über jede neue Bekanntschaft, die dann manchmal auch über die Sozialen Netzwerke weiterbesteht. Und wenn man sich irgendwann auf einer Lesung oder einem Event wiederbegegnet, ist das natürlich umso schöner.

Sarah Saxx

Sarah Saxx

Gleich mit ihrem Debütroman „Auf Umwegen ins Herz“ landete sie einen E-Book-Bestseller und lebt seither ihren Traum: Leser mit romantischen Geschichten tief im Herzen zu berühren und dieses gewisse Kribbeln auszulösen. Sarah Saxx wurde 1982 geboren. Sie schreibt, liebt und lebt in Oberösterreich und verbringt ihre freie Zeit am liebsten mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern.
www.sarahsaxx.com

Sarah-Saxx-Facebook

Mit einer Mischung aus kreativen Aktionen, Neuigkeiten und persönlichen Posts hält Sarah Saxx ihre fast 3.500 Facebook-Fans stets auf dem Laufenden.

Sie besuchen regelmäßig die Buchmessen. Welches Potenzial sehen Sie, als Autor, die Buchmessen zu besuchen?

Alles, was mit meiner Autorentätigkeit zu tun hat, hinterfrage ich aus Lesersicht: Was würde mir persönlich als Leser gefallen.
Was die Buchmessen betrifft, würde ich gerne meine Lieblingsautoren treffen. Ich möchte mir die Bücher signieren lassen und mich mit ihr/ihm unterhalten, ein gemeinsames Foto machen. Diese Autoren bleiben mir in guter Erinnerung und deren Neuerscheinungen fiebere ich leidenschaftlicher entgegen als jene eines Autors, zu dem ich keinen persönlichen Bezug habe und der für mich nur ein Name auf dem Buchdeckel ist.
Auch ich will keine unantastbare Person in meinem kleinen Kämmerchen sein, sondern möchte gerne auch auf Fragen und Wünsche meiner Leser eingehen. Denn sie sind es, die mich motivieren, weiterzuschreiben; die meine Bücher lesen. Ohne meine Leser wäre ich nicht dort, wo ich heute bin.

Unterscheidet sich der österreichische Buchmarkt vom deutschen Markt?

Ich sehe den deutschsprachigen Buchmarkt als Ganzes und unterscheide eigentlich nicht nach Ländern. Meine Leser kommen auch aus Italien, Kroatien, den Niederlanden, Luxemburg, Spanien, der Schweiz, …

Wie ist der Erfahrungsaustausch mit Autorenkolleginnen und -kollegen? Wie eng steht Sie in Kontakt?

Über Facebook bin ich natürlich mit vielen Kollegen vernetzt. Mit einigen tausche ich mich auch regelmäßig aus, was die Entstehung neuer Projekte betrifft, oder Neuerungen auf dem Markt. Wir helfen uns beim Schreiben der Klappentexte, besprechen Coverentwürfe oder helfen bei Plotschwierigkeiten weiter. Wir spornen uns gegenseitig an, wenn jemand Motivation braucht und verabreden uns zu konsequenten Schreibstunden, sogenannten Word Wars.
Es fühlt sich ein wenig an wie der Austausch unter Arbeitskollegen mit aneinander angrenzenden Bürotüren und das ist einfach toll. Das lässt uns manchmal vergessen, dass wir hunderte Kilometer voneinander entfernt sind und wir uns nur auf den Buchmessen treffen.

Was können Sie künftigen Autoren zum Thema Buchvermarktung empfehlen?

Gute Planung im Voraus ist alles. Ein Buch zu schreiben, zu veröffentlichen und sich dann erst Gedanken darüber zu machen, wie man an Leser kommt, ist zwar nicht falsch aber definitiv nicht verkaufsfördernd, da man die Leser gleich von Beginn an für eine gute Platzierung im Ranking braucht. Und Sichtbarkeit in den Shops bedeutet auch, dass man von anderen Lesern gefunden wird, die vorher vielleicht noch nichts von einem gehört haben.
Ich sehe das Veröffentlichen meiner Bücher seit meinem ersten Roman wie das Aufziehen meines eigenen Business – und das will natürlich gut überlegt sein. Dazu gehört ein präzises Timing, ein ordentliches Netzwerk an Lesern, Bloggern und Autorenkollegen sowie höchste Qualität, was die Story, das Lektorat, Korrektorat, das Coverdesign und den Buchsatz betreffen. Meine Leser wissen, was sie erwartet und fiebern deshalb bereits Wochen vorher meinen neuen Werken entgegen.

Jahresplanung2

Die gut gefüllte Jahresübersicht von Sarah Saxx mit allen wichtigen Terminen rund um ihre Bücher.

Mehr Infos zum Spotlight-Konzept

BoD sucht erfolgreiche Autoren und honoriert kreative Ideen zur Buchvermarktung. Profitieren Sie davon und schicken uns ganz einfach Bilder, Videos und/oder eine kurze Beschreibung Ihrer Vermarktungsaktivität an: spotlight@bod.de. Mit etwas Glück meldet sich BoD bei Ihnen mit einem kostenlosen Angebot zur weiteren Buchvermarktung! Folgende Voraussetzung müssen erfüllt sein, um Spotlight-Autor zu werden:

  • Umsetzung einer ausgefallenen Idee zur Buchvermarktung
  • Parallel prüft BoD die Buchverkaufszahlen
  • BoD recherchiert und bewertet auch positiven Presse- und Leserstimmen zum Werk
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  1. Mike Hellmann am 18.05.2016, 16:27 :

    Ich versuche bei unserem BoD Verlag jemanden zu finden, mit dem ich über die Vermaktung meines letzten Buches MIKY ein Hundeleben, mich austauschen kann. Der Preis für die Druckversion ist mir zu hoch angesetzt und ob das E Book schon bei BoD zu haben ist, konnte noch nicht feststellen. Ich bin schon mal froh, dass ich meine Bücher in Druckversion bei mir zu Hause habe. Ob sie nun auch von Anderen gelesen werden können ist mir eigentlich egal.

    • Anja Meiners am 18.05.2016, 16:55 :

      Hallo Mike,

      gern prüft unser Kundenservice, ob dein E-Book bereits konvertiert und in mehreren Shops gelistet ist. Du erreichst die Kollegen per E-Mail unter info@bod.de oder montags bis freitags von 9 – 17 Uhr telefonisch unter
      +49 40 – 53 43 35-11.
      Viele Grüße
      Anja von BoD

  2. Elvana am 27.05.2016, 09:12 :

    ……für dieses Jahr habe ich eine Reihe (…) geplant, d.h. bis Ende Jahr erscheinen fünf Romane.
    FÜNF ROMANE IN EINEM JAHR.
    Sorry. Welcher grosse Schriftsteller, angefangen bei sagen wir mal Günther Grass bis hin zu Umberto Eco hat jemals in seinem Leben fünf Romane pro Jahr herausgegeben. Keiner.

    • C.B. am 27.05.2016, 11:10 :

      Das sind schnulzige Liebesromane. Ich denke mal kaum, dass man da viel erwarten kann. Die werden gelesen und dann vergessen.

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