Durch Vernetzung Wirkung entfalten

Durch Vernetzung Wirkung entfalten

Ihr Ratgeber ist Bettina Kübler eine echte Herzensangelegenheit. Um Aufmerksamkeit für ihr Buch und ihre Botschaft zu erhalten, setzt die Autorin auf eine gute Vernetzung. Ob Pressearbeit, Vorträge oder Social Media – im Interview verrät die Autorin ihre Strategie.

„Wirkung entfalten“, lautet Bettina Küblers Ziel. In ihrem Ratgeber beschreibt sie, welche Lebensführung, Therapien und Denkrichtungen ihr geholfen haben, trotz schwerer Erkrankung den Weg in ein erfülltes Leben zu finden. Mit ihrem Buch möchte die Autorin andere Betroffene dazu ermuntern, ihre Krankheit als Chance auf ein neues, beherztes Leben zu sehen.

Um ihre Zielgruppe zu erreichen, ergreift die Self-Publisherin verschiedene Maßnahmen. Eine eigene Website, Social Media, aktive Pressearbeit sowie Vorträge – Bettina Kübler ist überzeugt davon, dass erst das Zusammenspiel verschiedener Kanäle ihre volle Wirkung entfaltet.

Erzählen Sie uns, was hinter ihrem Buchprojekt steht, bzw. aus welcher Motivation ist das Buch „Der beherzte Patient – Vom gesunden Umgang mit Krankheit“ entstanden?

Das Buch „Der beherzte Patient“ ist eine echte Herzensangelegenheit. Als Krebspatientin habe ich durch meine Erkrankung sehr viel lernen können, und ich denke, dass das entscheidend zu meiner stabilen gesundheitlichen Lage – entgegen landläufiger Prognosen – beigetragen hat. Als „Dankeschön“ möchte ich das Erlernte, die vielen Erfahrungen mit anderen teilen, sie ermutigen und inspirieren, ihren eigenen Weg zu einem gesunden Umgang mit Krankheit zu finden. Für mich kann ich sogar sagen, dass mein Leben nun erfüllter und auch glücklicher ist als vor der Brustkrebsdiagnose. Krankheit kann man tatsächlich auch als Chance sehen, und das möchte ich unbedingt vermitteln.

War das Thema „Buch vermarkten“ ein Thema?

Mir ist meine Botschaft sehr wichtig – und ich möchte auch, dass sie Wirkung entfaltet. Dazu müssen Patienten, Angehörige oder ganz allgemein Interessierte (eine Leserin schrieb mir, man könne ‚Krankheit‘ getrost durch Probleme anderer Art ersetzen) aber erst einmal von dem Buch erfahren! Insofern war Buchvermarktung ein sehr großes Thema. Da die Kommunikation zudem mein Beruf ist, lag das eh nahe und macht mir auch großen Spaß.

Wie relevant sind Lesungen, Vorträge bzw. Veranstaltungen mit den sich daraus ergebenen persönlichen Kontakten zu den Lesern?

Der_beherzte_Patient

Wie ich herausfinden musste, sind Veranstaltungen zu meinem Thema nicht sehr relevant – wohl aber die Werbung dafür … Obwohl das Thema so viele Menschen betrifft, haftet dem Krebs ein großes Stigma an. Menschen fühlen sich aussätzig, scheuen die Öffentlichkeit, um nicht den entsetzten Blicken und unbeholfenen Reaktionen ihrer Mitmenschen ausgesetzt zu sein. Selbst mit guter Pressearbeit und hunderten verteilten Flyern kann ich selten mehr als zwanzig Menschen zu einem Vortrag locken.

Aber: Im Umfeld der Bewerbung schießen die Zugriffszahlen auf meiner Homepage in die Höhe, und es werden auch mehr Bücher gekauft. Ein Vortrag wurde einmal für YouTube aufgezeichnet und dort inzwischen mehr als 500-mal abgerufen. Persönliche Kontakte entstehen eher über Buch, Homepage oder Weitersagen, weniger über Veranstaltungen. Die sind insofern aufschlussreich für mich, als sie mir deutlich machen, dass diejenigen, die mit dem „Beherzten Patienten“ etwas anfangen können, schon auf dem Weg sind, also mein Credo schon teilen und sich einfach Bestätigung und zusätzliche Anregungen suchen. Das wiederum hilft mir bei der Gestaltung der Kommunikation.

„Die Kanäle verstärken sich gegenseitig.“

Welche Marketingmaßnahme halten Sie für Autoren für zwingend notwendig?

Na ja, es kommt darauf an, ob ich ein Buch zum Verkaufen schreibe – ist ja nicht immer so. Wer es aber verkaufen möchte, ja, der sollte sich um die Vermarktung kümmern, wobei in meinen Antworten ja schon deutlich geworden ist, dass Art und Erfolg des Marketings extrem von Genre, Thema und Zielgruppe abhängen. Ich selbst habe eine ziemlich umfangreiche Homepage, mit der ich mir vielleicht ein wenig selbst ins Knie schieße, weil fast alle Inhalte des Buches dort zu finden sind.

Sei’s drum, mein Brotberuf ist ein anderer, und ich habe eine wichtige Botschaft, die ich auf unterschiedlichen Kanälen an den Mann und an die Frau bringen möchte. Und die Kanäle verstärken sich gegenseitig. Wie gesagt: Bewerbe ich einen Vortrag, steigen die Zugriffs- und Verkaufszahlen. Bewerbe ich einen neuen Blog-Post auf meiner Website auf meiner Gemeinschaftsseite „Der beherzte Patient“ auf Facebook, kann ich zusehen, wie die Zahl der Sessions und Pageviews auf meiner Homepage steigt. Twitter läuft so nebenher, um hier einen Impact zu haben, müsste ich noch viel aktiver sein. Aber dazu fehlt mir die Zeit. Pressearbeit ist auch eine wichtige Säule. Lokalzeitungen reicht es meist, dass ein Autor aus dem Berichtsgebiet kommt – denn die Presse braucht immer einen „Aufhänger“. Das kann natürlich auch eine Veranstaltung sein, oder es ist gerade ein bestimmtes Thema im Schwange, auf das man aufspringen kann. Und ich habe auch viele Bücher verschenkt – und damit eine ziemlich effektive Mund-zu-Mund-Kommunikation in Gang gesetzt.

Gab es einen ganz besonderen Moment in der Buchvermarktung? Welches positive Feedback ist Ihnen hier in guter Erinnerung?

Mich freuen Aussagen wie: „Ich wusste gar nicht, was ich noch für Möglichkeiten habe“, oder „Ich habe mich so verstanden gefühlt“ oder sogar: „Ich habe noch einen guten Tipp für Sie“. Das höre und lese ich auf allen Kanälen, manchmal kommt es auch zu einem persönlichen Austausch per Telefon oder sogar zu einem Treffen. Aus einem Feedback ist tatsächlich eine Vortragsveranstaltung mit mehreren Referenten entstanden. Und gerade rief mich eine Ärztin für Komplementärmedizin an, der eine Patientin von dem Buch erzählte. Das findet sie so interessant, dass sie mich gerne kennenlernen wollte. Gleichzeitig stellte sich heraus, dass sie auch etwas für meine Gesundheit tun kann. Ist das nicht fantastisch?

Bettina Kuebler

Bettina Kübler

Beherzt sein heißt für Bettina Kübler, mutig Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, gerade als Patient. Nach ihrer Überzeugung ist eine Krankheit kein bloßer Zufall, kein lästiges Übel, das es auszurotten gilt. Sondern eine Chance, sein Leben zu überdenken und es nicht nur gesünder, sondern auch erfüllter und glücklicher zu gestalten. In ihrem Buch beschreibt sie die Therapien, Denkrichtungen und Möglichkeiten der Lebensführung, die ihr selbst beim Umgang mit einer Krebserkrankung geholfen und ihr ein noch erfüllteres, beherzteres Leben beschert haben.
www.der-beherzte-patient.de

Bettina Kübler in der Presse

Quelle: YouTube

Die Autorin nutzt ihren Vortrag in der Klinik Kloster Paradise zum Thema „Beherzt den eigenen Weg gehen – vom gesunden Umgang mit Krankheit“ auch zur Vermarktung ihres Buchs.

 

Was können Sie künftigen Autoren zum Thema Buchvermarktung empfehlen?

Wie schon angedeutet: Es kommt sehr auf die Art des Buches und sein Zielpublikum an. Handelt es sich um einen Liebesroman, lege ich Flyer in hübschen Cafés aus oder/und kreiere eine Website mit Hintergrundinfos, kleinen Geschichten rund ums Buch etc. Geht es um eine Sportart, beschicke ich Vereine, Fitness-Studios und Sportgeschäfte. Wenn ich mehrere Kanäle bespiele, verstärken sie sich gegenseitig. Bei meinem Thema läuft auch viel über Vernetzung. Also: Am Anfang war das Buch. Dann kam die Homepage, die ich in einem Blog immer weiter anfütterte, unter anderem mit Interviews. Die Interviewpartner verlinken mich mit ihrer Homepage, legen gerne Flyer aus und empfehlen das Buch oder verkaufen es sogar weiter, darunter ein Buchhändler. Nun habe ich die zweite Auflage herausgebracht, aktualisiert und um die Blogbeiträge erweitert. So greift eins ins andere, und es passiert genau das, was ich möchte: „Der beherzte Patient“ entfaltet seine Wirkung.

Mehr Infos zum Spotlight-Konzept

BoD sucht erfolgreiche Autoren und honoriert kreative Ideen zur Buchvermarktung. Profitieren Sie davon und schicken uns ganz einfach Bilder, Videos und/oder eine kurze Beschreibung Ihrer Vermarktungsaktivität an: spotlight@bod.de. Mit etwas Glück meldet sich BoD bei Ihnen mit einem kostenlosen Angebot zur weiteren Buchvermarktung! Folgende Voraussetzung müssen erfüllt sein, um Spotlight-Autor zu werden:

  • Umsetzung einer ausgefallenen Idee zur Buchvermarktung
  • Parallel prüft BoD die Buchverkaufszahlen
  • BoD recherchiert und bewertet auch positiven Presse- und Leserstimmen zum Werk

  1. Mary Joy am 25.06.2017, 18:22 :

    Hallo Frau Kübler,
    liest sich toll Ihre Info.
    Ich habe ein ähnliches Buch geschrieben und bei BoD jetzt in der 3. Auflage vom 20.6.17 veröffentlicht:

    Amitola. Wege zum Ich.

    Vielleicht wollen Sie einmal reinschauen?
    Lieben Gruß,
    Mary Joy.

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