Dr. Bernd F. Schulte

Historiker aus der Schule Fritz Fischers (1976), Film- und Fernsehproduzent und Herausgeber der Buchreihe "Hamburger Studien zu Geschichte und Zeitgeschehen" (seit 2000), der elektronischen Zeitschrift Extra-Blatt (seit 1997), hat Werke zur deutschen Armee (1977), den deutsch-türkischen Beziehungen (1980), der europäischen Krise vor 1914 (1983), der Fälschung der Riezler Tagebücher (1985) sowie deutschen Weltmachtaspirationen (2003) und dem Niedergang von DDR und Kommunismus (2006)veröffentlicht.


Weitere Titel von Dr. Bernd F. Schulte

 
 
€ 39 80 *inkl. MwSt.

Armageddon des Kommunismus

Strategie Wirtschaft und die DDR, 1970 - 1990

Klappentext des Buches

Automobildeal und Politik.
In particular, Schulte's work illustrates how critical it is for the historian of international conflict to be aware of the industrial-economic potential of the competing powers and to understand how this as a "structure de longue durée" impacts on policy making. Schulte is very interested in the economies of the Soviet bloc countries in general and that of the former GDR in particular. It was crucial that during the East- West conflict these so-called command economies could deliver the necessary means to ensure that their military capacity could approximate that of the West. Schulte's work lays bare the economic realities of the Warsaw pact countries and highlights their underlying dependence on trade with the capitalist West. In all this the renowned economic strength of the Federal Republic of Germany from Adenauer to Kohl was a factor of the highest importance. Ultimately the economy of the rival German Democratic Republic was dependent upon both the formal political and the behind-the scenes economic arrangements made between the leaders of West German industries, particularly automobile concerns, and their communist counterparts.
John Moses, University of Brisbane, Austral

Prof. Joerg Roesler
Schwierige Geburt eines deutsch-deutschen Automobildeals.
Der Autor, ein Hamburger Sozial- und Wirtschaftshistoriker, erhielt 1986 das Angebot, einen Film zum Thema "100 Jahre Geschichte der deutschen Automobilindustrie" produzieren. Er versuchte an die in sächsischen Archiven lagerten Akten der Auto Union heranzukommen und scheiterte. Zehn Jahre später beantragte Schulte bei der Gauck-Behörende ein Forschungsprojekt, welches die Beziehungen zwischen der west- und der ostdeutschen Autoindustrie zum Gegenstand hatte.
Zwischen 1996 und 2003 hat der Autor intensiv in die Akten der MfS-Hauptabteilung XVIII "Volkswirtschaft" studiert und aus dem Wust von Unterlagen wesentliche Informationen zu den Beziehungen zwischen westdeutschen Konzernen und ostdeutschen Partei- und Regierungsstellen herausgefiltert. Dabei stieß er auch auf die Akten des IM "Stuck", eines Autoenthusiasten und Historikers von der Technischen Universität Dresden, der sich wegen einer zeitweiligen Ausreise in den Westen im Jahre 1957 unter Beobachtung des MfS befand und 1974 wegen unerlaubter Publikation eines Textes zur Automobilgeschichte in einer westdeutschen Zeitschrift (Verletzung von § 100 des Strafgesetzbuches der DDR) „zur informellen Zusammenarbeit mit dem MfS verpflichtet" wurde. "Stucks" Ruf als Automobilhistoriker nutzend, setzte ihn das MfS auf leitende Mitarbeiter des Volkswagenkonzerns an. "Stuck" war in diesem Sinne bis 1989 tätig. Der ganze Vorgang ist bei Schulte ausführlich dokumentiert und kommentiert.
Im Mittelpunkt des Buches steht das nach mehrjährigen Verhandlungen 1987 zustande gekommene Motorengeschäft mit der Volkswagen AG. VW lieferte die kompletten Fertigungsanlagen für einen Viertaktmotor mit einer Jahreskapazität von 290.000 Einheiten.
(…)
"HORCH UND GUCK", Historisch-literarische Zeitschrift des Bürgerkomitees "15. Januar" e.V. Berlin, Heft 4/2007, S. 77f.

Books on Demand
ISBN 978-3-8334-4590-3, Paperback, 688 Seiten
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Pressestimmen zum Buch

Armageddon des Kommunismus
This unconventional work has
immensely enriched our knowledge of the internal history of the collapse of the Eastern
bloc.
AUSTRALIAN JOURNAL OF POLITICS AND HISTORY, September 2007

Schwierige Geburt eines deutsch-deutschen Automobildeals
So ist vor allem des Autors detailreiche Schilderung der Entwicklung der DDR-Autoindustrie im Ergebnis der Kooperation mit der Bundesrepublik für den Historiker von exemplarischem Interesse.
HORCH UND GUCK, Dezember 2006

Die DDR aus industrie-historischer Sicht
Es zeigt sich, dass der Kommunismus einer Dreizack-Strategie des Westens erlag, die sich aus strategischer Überrüstung (Reagan), ökonomischer Indienstnahme (Osthandel der westdeutschen Industrie/ Volkswagenplan) und politisch-finanzieller Abhängigkeit zusammensetzte.
UIPRE PRESSE ELECTRONIQUE, Oktober 2006

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Leserstimmen zum Buch

***** Den Weg der BRD vorgezeichnet.
geschrieben von xing am 03.06.2010

Das was der BRD jetzt bevorsteht, hat die DDR vor 20 Jahren durchgemacht.
Die deutsche Republik von 1949 hat sich übernommen und muß nun die Quittung bezahlen.

Was von 1648 bis 1945 vor sich ging, war ein einseitiger Aufstieg des Machtstaates. Das Bild des souveränen Nationalstaates wurde nach 1945 wieder aufgenommen und fand mit 1990 eine einseitige Wiederbelebung. Wie der Fall des unglücklich-aufrichtigen Präsidenten Koehler zeigt, hat Deutschland seit Adenauer das Modell des Machtstaates erneut aufgenommen; nur einseitig verstärkt durch den "Erfolg" der Wiedervereinigung 1989/90.

Die einseitige Übersteigerung des Machtgedankens in der Einigung Europas zur EU, und deren Konfrontation mit den USA, führt in die augenblickliche Krise. Wie es im Inneren der deutschen Republik von 1949/90 aussieht, zeigt spiegelbildlich dieses Buch am Beispiel der DDR. Quasi ein Blick in die Zukunft aus dem Rückwärts.

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