amazon nutzt Marktmacht um unliebsame Bücher zu behindern

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (05.06.2016, 10:54)
Monika K. hat geschrieben:
Ich wünsche niemandem etwas Schlechtes, glaube jedoch, dass bei einigen erst dann Verständnis für das Problem entstehen kann, wenn sie plötzlich selbst betroffen sind.


Keine Sorge - ist schon eingetroffen. Von daher sei beruhigt. Dein Wunsch ist längst in Erfüllung gegangen. Es gibt Stellen (Rentenversicherung, Finanzamt), die gerade dabei sind, mich finanziell zu ruinieren. Gegensätzliche Forderungen (RV sagt, ich sei gewerblich tätig, also RV nachträglich für drei Jahre nachzahlen; FA sagt, das ist keine gewerbliche Tätigkeit - Aberkennung von Verlusten und Vorsteuererstattung in der ESt-Erklärung) führen zu Beträgen von knapp 30.000 Euro, die ich nachzahlen soll. Ich hoffe, du bist jetzt zufrieden mit der Welt.
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // zzgl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (05.06.2016, 11:54)
MichaelHA hat geschrieben:
@Sir Adrian Fish

Dass es sich um ein reales Problem handelt, bestätigen ja zu genüge auch die Einlassungen von Monika K. und auch seitens des BoD-Admins.

Diese Aussage liest sich ja auch deutlich sachlicher, als dein Eingangsthread. Das es ein "Problem" gibt, habe ich nicht angezweifelt. Aber die in diesem Zusammenhang geäußerten (Verschwörungs-)Theorien, fand ich schon sehr weit her geholt. Nicht, das ich nicht solche Szenarien für möglich halte. Aber man muss auch schauen, was das Ausgangsprodukt dafür hergibt.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (05.06.2016, 12:03)
Siegfried hat geschrieben:
Monika K. hat geschrieben:
Ich wünsche niemandem etwas Schlechtes, glaube jedoch, dass bei einigen erst dann Verständnis für das Problem entstehen kann, wenn sie plötzlich selbst betroffen sind.


Keine Sorge - ist schon eingetroffen. Von daher sei beruhigt. Dein Wunsch ist längst in Erfüllung gegangen. Es gibt Stellen (Rentenversicherung, Finanzamt), die gerade dabei sind, mich finanziell zu ruinieren. Gegensätzliche Forderungen (RV sagt, ich sei gewerblich tätig, also RV nachträglich für drei Jahre nachzahlen; FA sagt, das ist keine gewerbliche Tätigkeit - Aberkennung von Verlusten und Vorsteuererstattung in der ESt-Erklärung) führen zu Beträgen von knapp 30.000 Euro, die ich nachzahlen soll. Ich hoffe, du bist jetzt zufrieden mit der Welt.


Wie gesagt: Ich wünsche niemandem etwas Schlechtes. Du scheinst diesen Satz misszuverstehen. Ich bin weder mit dir noch mit Michael befreundet. Dennoch habt ihr bei den von euch geschilderten Problemen mein Mitgefühl, denn ihr könnt nichts dafür. Michael hat wie jeder hier seine Bücher veröffentlicht, und du hast sicherlich die gesetzlichen Rahmenbedingungen gründlich recherchiert. Schadenfreude kann ich da nicht empfinden, wenn euch plötzlich das Pech verfolgt. Ich wünsche dir genauso wie Michael und den anderen betroffenen Autoren, dass sich eine für dich und eine für sie praktikable Lösung findet. Eine Bitte habe ich jedoch: Lass es nicht am Autorenpool aus. Wir können nichts dafür.

Gruß,
Monika
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (05.06.2016, 12:47)
Monika K. hat geschrieben:
Wie gesagt: Ich wünsche niemandem etwas Schlechtes. Du scheinst diesen Satz misszuverstehen.


Missverstehen? Nein.
Ich nehme den Satz im besten Fall als rhetorische Floskel, im schlimmsten Fall als Antiphrase.
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Monika K.
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Re:

von Monika K. (05.06.2016, 14:22)
Monika K. hat geschrieben:
Eine Bitte habe ich jedoch: Lass es nicht am Autorenpool aus. Wir können nichts dafür.

Gruß,
Monika
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MariaMarmelade
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Re:

von MariaMarmelade (05.06.2016, 15:19)
Was heißt eigentlich "Verschwörungstheorie"? Das ist ein Totschlagbegriff, um sich nicht mit der Meinung Andersdenkender auseinander setzen zu müssen. Also etwas für Denkfaule!
Ein Buch ist ein Spiegel, aus dem kein Apostel herausgucken kann, wenn ein Affe hineinblickt.
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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (09.06.2016, 16:27)
Zwischenstand: Leider ist bisher keine Änderung zu beobachten.

Beste Grüße

MichaelHA

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MariaMarmelade
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Re:

von MariaMarmelade (11.06.2016, 08:34)
MichaelHA hat geschrieben:
Zwischenstand: Leider ist bisher keine Änderung zu beobachten.

Beste Grüße

MichaelHA


Bei mir auch nicht!
Ein Buch ist ein Spiegel, aus dem kein Apostel herausgucken kann, wenn ein Affe hineinblickt.

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Armin_
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Re:

von Armin_ (11.06.2016, 10:59)
MichaelHA hat geschrieben:
Neuerdings schreibt mir amazon-author-central:

Zusätzlich habe ich in der Katalogabteiliung eine Korrektur angefordert. Dies kann allerdings mehrere Wochen in Anspruch nehmen.




MichaelHA


Mit "mehreren Wochen" haben die sicherlich nicht bloß 14 Tage gemeint ...

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MariaMarmelade
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Re:

von MariaMarmelade (12.06.2016, 08:04)
Folgende Antwort hat mir amazon geschrieben:

"Ich habe jetzt die Anfrage auch nochmals an die Katalogabteilung weitergeleitet um prüfen zu lassen warum der Titel nicht direkt über Amazon verfügbar gelistet ist.
Allerdings kann es länger dauern bis es dazu eine Lösung gibt. Die Verfügbarkeit ist leider bei Print on Demand Titeln allgemein deutlich schlechter."

Sie erwecken den Eindruck, als ob on Demand Produkte normalerweise nicht verfügbar wären, weil die Lieferzeit länger dauert? ! Ist das jetzt neu? Die anderen on Demand Produkte von mir, sind doch auch bei amazon verfügbar.
Man könne aber einen Advantage-Dienst von amazon in Anspruch nehmen.

"Möchten Sie die Verfügbarkeit Ihres Artikels verbessern, ist vielleicht auch unser Service Amazon Advantage für Sie von Interesse - Näheres erfahren Sie hier:

http://advantage.amazon.de/gp/vendor/public/browse-main"

Diesen Service kann aber nur der Verlag, also BoD, in Anspruch nehmen. Damit bin ich wieder außen vor.
Somit beißt sich die Katze in den Schwanz und ich bin ausgetrickst.
Ich gebe hiermit den Ball an BoD weiter.
Ein Buch ist ein Spiegel, aus dem kein Apostel herausgucken kann, wenn ein Affe hineinblickt.

Georg Christoph Lichtenberg

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (20.06.2016, 18:46)
MariaMarmelade hat geschrieben:
"Möchten Sie die Verfügbarkeit Ihres Artikels verbessern, ist vielleicht auch unser Service Amazon Advantage für Sie von Interesse - Näheres erfahren Sie hier:

http://advantage.amazon.de/gp/vendor/public/browse-main"

Diesen Service kann aber nur der Verlag, also BoD, in Anspruch nehmen. Damit bin ich wieder außen vor.
Somit beißt sich die Katze in den Schwanz und ich bin ausgetrickst.


Ich habe den Eindruck amazon will jetzt die Independent-BoD-Verlage auch an den "Kosten" des Angebots beteiligen. Den gleichen Passus fand ich nämlich auch in der Antwort, die mir amazon.de per Mail zukommen ließ.

Wenn sich insoweit nichts ändert - und bei mir hat sich diesbezüglich noch nichts getan, dann gilt es nur "amazon" in die Tonne zu kloppen als Angebotsplattform und auf kleinere Anbieter, wie etwa buecher.de zu setzen.

Beste Grüße

MichaelHA

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Re:

von MariaMarmelade (28.06.2016, 09:05)
Hallo Michael, offenbar ist das was wir hier mit amazon erleben in einem viel größeren Zusammenhang zu sehen. Dieser Zusammenhang wird gut in dem Buch von Harald Welzer "Die smarte Diktatur" beschrieben. Deshalb muss man erst einmal ein Bewusstsein darüber herstellen, dass es auf jeden Fall besser ist, wenn man "Die Smarte Diktatur" der Globalplayer, wie amazon, einfach offline umgeht und das Buch im Buchhandel kauft. Das Leben findet ohnehin offline statt. Vielleicht findet man bei dieser Gelegenheit ja sogar die Liebe seines Lebens, wer weiß? Natürlich musst man dafür seine Bequemlichkeit überwinden und sich selbst in Bewegung setzen. Die "smarte Diktatur" der Globalplayer funktioniert nur aufgrund unserer Bequemlichkeit.
Alles Gute
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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (28.06.2016, 11:10)
Ich würde mich nicht so sehr an Amazon hängen. Einfach auf der eigenen Webseite und bei allen anderen Gelegenheiten die Bücher über über andere Händler wie thalia.de, buch.de, buecher.de, ebook.de, jpc.de, bol.de, weltbild.de, etc. bewerben und einen Gegenpunkt zu Amazon setzen. Wenn man sich zu sehr auf den Amazon-Verkaufsrang kapriziert, fördert man ohnehin nur die Marktmacht von Amazon und schadet sich im Ergebnis selbst.

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MariaMarmelade
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Re:

von MariaMarmelade (29.06.2016, 09:59)
Richard Bercanay hat geschrieben:
Wenn man sich zu sehr auf den Amazon-Verkaufsrang kapriziert, fördert man ohnehin nur die Marktmacht von Amazon und schadet sich im Ergebnis selbst.


Sieht ganz ganz so aus.
Damit amazon jedoch von seiner neuen Praxis der Artikelbeschränkung zum Zwecke der Schutzgelderpressung (höhere Gebühren abkassieren, als sonst üblich) absieht, müssen sich schon die Leute massenhaft von amazon abwenden, sonst lachen die sich nur eins.

Viele Grüße
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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (31.07.2016, 07:21)
Es hat sich in der Sache noch immer nichts getan - und es sieht so aus, als würde es schlimmer, statt besser, da immer mehr Bücher davon betroffen sind.

Beste Grüße

MichaelHA

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