amazon nutzt Marktmacht um unliebsame Bücher zu behindern

ISBN, VLB, Barsortiment, E-Book-Verleih und Buchhandel: Alles rund um den Buchvertrieb.


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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (25.05.2016, 16:10)
Seit BoD an der Sache "dran" ist, hat sich leider nichts verbessert. Eher ist noch eine "Verschlimmbesserung" zu beobachten, da eines der beiden Werke nun nichtmals mehr über Marketplace erhältlich ist.

Beste Grüße

MichaelHA

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (25.05.2016, 16:39)
Die meisten Marketplace-Anbieter haben das von ihnen angebotene Buch gar nicht auf Lager, sondern nutzen eine von Amazon angebotene Schnittstelle und bieten den dortigen Bestand als den eigenen an. Erst wenn man bestellt, besorgen sie das Buch und verschicken es. Amazon macht das selbst übrigens auch nicht anders und gibt in vielen Fällen den Bestand seines Großhändlers als eigenen an. Das kann man daran erkennen, dass auf vielen Amazon-Buchsendungen ganz klein ein Großhändler als Absender steht, und auch daran, dass manchmal die angeblich auf Lager gehaltene Stückzahl sich verringert, ohne dass sich der Verkaufsrang merklich ändert.

Da Amazon dein Buch nicht mehr anbietet, war es nur eine Frage der Zeit, bis alle anderen Anbieter das mitbekommen und ebenfalls abspringen. Ich drücke dir die Daumen, dass BoD das Problem in den Griff bekommt!

Gruß,
Monika
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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (25.05.2016, 16:43)
Geduld, Geduld. Amazon ist eher so flink und so wendig wie ein Öltanker. Das kennen wir alle, wenn wir neue Bücher rausbringen. Erst kommt der Titel mit der Meldung "Lieferbar in 1-2 Monaten", dann mal irgendwann das Titelbild, dann ist es lieferbar in 9-11 Tagen, dann kommt das eBook, dann der Blick ins Buch, aber alles tröpfelweise über einen Zeitraum von einigen Wochen. Da wird Amazon bei der Nachbesserung nicht flinker sein.
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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (25.05.2016, 17:27)
Jap @Michael bei Amazon ist Geduld ne ratsame Sache. Die brauchen manchmal viel Zeit. Hab mal für einen Freund 2 mal anrufen müssen, weil sein Buch unter falschem Namen gelistet war - aber letztlich hat es geklappt, auch wenn es zuerst so ausgesehen hat, als wär Amazon so ein böser Apparat, dem niemand beikommt.

Amazon ist ok cool1
Zuletzt geändert von Klonschaf am 31.05.2016, 08:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Streusalzwiese
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Re:

von Streusalzwiese (25.05.2016, 17:56)
Torsten Buchheit hat geschrieben:
Ich denke nicht, daß hier irgendeine Absicht von Amazon dahintersteckt. Amazon hat Hunderttausende von Buchtiteln im Angebot. Diese riesigen Datenmengen lassen sich nur per Computer bewältigen. Für die Entscheidung, einzelne Titel aus dem Angebot zu nehmen, wären aber Menschen aus Fleisch und Blut erforderlich. Und die kosten Geld.


Es gibt bei amazon den Button: "Ist der Verkauf dieses Produkts für Sie nicht akzeptabel?"
Wenn da mehrere Leute drauf klicken, wird sich wohl ein Mensch mit der Sache beschäftigen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass das im Fall der beiden genannten Bücher so war.

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (25.05.2016, 18:13)
Streusalzwiese hat geschrieben:
Es gibt bei amazon den Button: "Ist der Verkauf dieses Produkts für Sie nicht akzeptabel?"
Wenn da mehrere Leute drauf klicken, wird sich wohl ein Mensch mit der Sache beschäftigen.


Ich weiß nicht. Bei Amazon kommt folgender Hinweis:

Ist der Verkauf dieses Produkts für Sie nicht akzeptabel?
Amazon.de zieht zur Überprüfung von Inhalten grundsätzlich die offizielle Einschätzung der Stellen heran, die zu einer solchen inhaltlichen Bewertung berufen sind und die jeweiligen Produkte umfassend prüfen können: die Gerichte und Staatsanwaltschaften sowie die Bundesprüfstelle jugendgefährdender Medien (BPjM), die eine Bewertung von Medien aufgrund ihrer Jugendgefährdung hin vornimmt.

Sämtliche Titel, die von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert worden sind, dürfen nicht über www.amazon.de verkauft werden.

Die BPjM wird jeweils auf Antrag tätig, so dass auch Besucher unserer Website über ihr örtliches Jugendamt eine Überprüfung selbst anregen können. Die Jugendämter können Ihnen auch die Anschriften anderer Anregungsberechtigter in Ihrer Nähe benennen, zu denen neben allen Behörden die anerkannten Träger der freien Jugendhilfe gehören.


Da muß schon wirklich ganz starker Tobak dahinter sein. Sonst könnte ja jeder mit zwei oder drei Mausklicks sich Konkurrenzprodukte vom Hals schaffen.
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Monika K.
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Re:

von Monika K. (25.05.2016, 21:29)
Torsten Buchheit hat geschrieben:
Da muß schon wirklich ganz starker Tobak dahinter sein. Sonst könnte ja jeder mit zwei oder drei Mausklicks sich Konkurrenzprodukte vom Hals schaffen.

Bei CreateSpace/KDP gab es anscheinend solche Fälle. Da reichte auch mittelstarker Tobak, und das Buch war weg. Allerdings wurden dann das Taschenbuch und das E-Book aus dem Verkehr gezogen. Die Info habe ich zwar nur aus zweiter Hand, halte die Quelle jedoch für verlässlich. Ob das bei BoD-Büchern auch so leicht geht, weiß ich nicht und möchte auch nicht, dass du das bei meinen Werken testest, obwohl es mich schon interessieren würde.

Liebe Grüße,
Monika
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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (25.05.2016, 21:39)
Monika K. hat geschrieben:
Bei CreateSpace/KDP gab es anscheinend solche Fälle. Da reichte auch mittelstarker Tobak, und das Buch war weg. Allerdings wurden dann das Taschenbuch und das E-Book aus dem Verkehr gezogen. Die Info habe ich zwar nur aus zweiter Hand, halte die Quelle jedoch für verlässlich. Ob das bei BoD-Büchern auch so leicht geht, weiß ich nicht und möchte auch nicht, dass du das bei meinen Werken testest, obwohl es mich schon interessieren würde.

Liebe Grüße,
Monika


Dann Ärmel hochgekrempelt und auf zum lustigen Meldewettstreit!

:shock:: :P :wink:

Viele liebe Grüße zurück!

Torsten
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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (25.05.2016, 22:35)
Streusalzwiese hat geschrieben:
Es gibt bei amazon den Button: "Ist der Verkauf dieses Produkts für Sie nicht akzeptabel?"
Wenn da mehrere Leute drauf klicken, wird sich wohl ein Mensch mit der Sache beschäftigen.


Ich kann mir schon so etwas in dieser Art vorstellen. Die fraglichen Personen haben das Buch i.d.R. gar nicht gelesen. Sondern ihnen reichen Fragmente aus "amazon-Blick in's Buch" bzw. google-books, um ihr Urteil zu treffen....

Beste Grüße

MichaelHA

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mtg
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Re:

von mtg (25.05.2016, 23:13)
Monika K. hat geschrieben:
Torsten Buchheit hat geschrieben:
Da muß schon wirklich ganz starker Tobak dahinter sein. Sonst könnte ja jeder mit zwei oder drei Mausklicks sich Konkurrenzprodukte vom Hals schaffen.

Bei CreateSpace/KDP gab es anscheinend solche Fälle. Da reichte auch mittelstarker Tobak, und das Buch war weg.

Es würde mich überraschen, wenn Amazon eigene Produkte – und das sind sowohl CS wie auch Kindle – auf Zuruf vom Markt nimmt. Die Quelle würde mich daher als CS- und Kindle-Nutzer sehr interessieren.

Nebenbei bemerkt: Da sind noch einige Fragen an MichaelHA offen, die einer Antwort bedürfen …

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (26.05.2016, 00:00)
Ich weiß mit Sicherheit, dass es muslimische Kreise bzw. katholische Kreise gibt, die am liebsten den Vertrieb der beiden fraglichen Bücher unterbinden würden.

Natürlich weiß ich nicht, in wieweit die entsprechende Lobby den amazon-Button ("Ist dieses Produkt für sie nicht akzeptabel") gezielt betätigen lässt, - ich kann mir etwas in dieser Art aber durchaus vorstellen.

Wenn ein "Al_rashid" meine Werke z.B. mit einem Stern bewertet, bei seiner gleichzeitigen Bemerkung, aus der hervorgeht, dass er keines der Werke gelesen hat: "Schaut wie der sich auf Facebook geriert" (sinngemäße Wiedergabe) - und Amazon solch eine "qualifizierte" Rezension dann durchgehen lässt, dann kann ich mir auch entsprechend diskrete Einflußnahme "hinter den Kulissen" durchaus vorstellen.

Beste Grüße

MichaelHA

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (26.05.2016, 07:44)
MichaelHA hat geschrieben:
Natürlich weiß ich nicht, in wieweit die entsprechende Lobby den amazon-Button ("Ist dieses Produkt für sie nicht akzeptabel") gezielt betätigen lässt, - ich kann mir etwas in dieser Art aber durchaus vorstellen.


Wiederholung der Frage:

Wenn die Print-Ausgabe angeblich von Amazon aufgrund des brisanten Inhaltes und irgendwelcher Mausklicks aus dem Verkehr gezogen wird, warum bleibt die E-Book-Variante des gleichen Inhaltes weiterhin im Angebot?
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // alle Preise zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (26.05.2016, 07:49)
Letztlich müßte man da die Chefs bei amazon.de befragen. Ich weiß dazu auch keine schlüssige Antwort.

O.f.G.

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Armin_
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Re:

von Armin_ (26.05.2016, 08:03)
MichaelHA hat geschrieben:
Letztlich müßte man da die Chefs bei amazon.de befragen.

Und die würden dazu sagen "Michael wer?!"

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (26.05.2016, 08:21)
Ich muß mich wohl wiederholen:

Natürlich weiß ich nicht, in wieweit die entsprechende Lobby den amazon-Button ("Ist dieses Produkt für sie nicht akzeptabel") gezielt betätigen lässt, - ich kann mir etwas in dieser Art aber durchaus vorstellen.


Für diesen Fall kann ich mir vorstellen, dass so etwas durchaus auch bis in's amazon.de-Management dringt.

Beste Grüße

MichaelHA

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