Andrea N. stellt sich vor - gefährliches Thema

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A. Neuling
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Andrea N. stellt sich vor - gefährliches Thema

von A. Neuling (24.09.2019, 19:21)
Hi ich bin Andrea.
Schreibe grad mein erstes Buch. Ich greife "gefährliche Themen" an womit ich mir bestimmt keine Freunde machen werde.. Es geht um Religion. Ich würde mich freuen wenn jemand Interesse hat ein wenig rein zu lesen um ein paar Tipps zu geben.

Vor allem mit dem richtigen Zitieren und Urheberrecht mache ich mir etwas Probleme und würde mich über guten Rat sehr freuen.

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mtg
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Re: Andrea N. stellt sich vor - gefährliches Thema

von mtg (25.09.2019, 00:37)
Moin,

ob Religion ein »gefährliches Thema« ist, kann nur der beurteilen, der Religion als Feind betrachtet. Und überhaupt: Um welche Religion geht es denn? Um das Christentum mit seinen archaischen Vorstellungen, das gerade wieder fröhliche Urständ feiert, wenn der Kindesmissbrauch weniger schlimm ist als Kirchenaustritte? Oder um das Judentum, das gerade wieder von bestimmten politischen »Kräften« als neues Feigenblatt für Faschismus herhalten muss? Oder geht es um den Islam, über den sich nur Leute auslassen, die keine Ahnung davon haben?

A. Neuling
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Re: Andrea N. stellt sich vor - gefährliches Thema

von A. Neuling (25.09.2019, 14:36)
Hallo mtg. Es geht mir allgemein um die Heuchelei im Christentum. Alle "Christliche" Religionen eingeschlossen ;)
Um meine Thesen zu begründen zitere ich aus verschiedenen Bibelübersetzungen - keine Übersetzung wird bevorzugt. Es gibt ja die bibleserver.com Webseite und da sind verschiedene Übersetzungen zu finden. Dann habe ich verschiedene Bibeltexte zitiert wie z.B.:

"(Matthäus 26:51, 52) „Einer jedoch von den Begleitern Jesu streckte die Hand aus, zog sein Schwert, schlug damit nach dem Knechte des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab. Da sagte Jesus zu ihm: »Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort! Denn wer zum Schwerte greift, wird durchs Schwert umkommen!“ - Menge Bibel

Was ist aus dieser Bibelstelle zu erkennen? Jesus Christus gründete eine pazifische Glaubensgemeinschaft. Kein Anhänger Christi darf zur Waffe greifen.."

So habe ich es geschrieben um meine Thesen zu belegen. Am Ende des Bibeltextes habe ich aufgeschrieben aus welcher Übersetzung der Text ist - in diesem Beispiel: Menge Bibel.

Die Frage ist ob es so machbar ist? Hab ein wenig recherchiert aber es hat mich eher verwirrt da unterschiedliche Aussagen gemacht werden ob die Bibel Urheberrecht hat oder nicht, bzw. ob aus einer Webseite wie bibleserver.com überhaupt kopiert/ zitiert werden darf. Dann wie die Quelle überhaupt angegeben werden muss, u.s.w.

Hab mir sogar einen Kurs auf Udemy besorgt wo angeblich Rechtliche Aspekte besprochen würden, allerdings war die Ausführung sehr enttäuschend. Bevor ich weiter verzweifele hab ich gedacht ich wende mich hier an Experten..

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mtg
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Re: Andrea N. stellt sich vor - gefährliches Thema

von mtg (25.09.2019, 15:20)
Hi Andrea,

Heuchelei ist in der Tat in allen Religionen zu finden, dass wir sie im Christentum besonders stark feststellen liegt halt daran, dass wir im christlich geprägten Abendland leben. Schon die Formulierung »christlich-jüdisches Abendland«, die gerne verwendet wird, ist ja schon geheuchelt … oder dass es Parteien bzw. Politiker gibt, die sich »christlich« nennen …

Ich weiß aber nicht, was daran, dass Du das aufdecken willst, jetzt so dramatisch sein soll, wie Du im Eingangsthread kryptisch formuliert hast. Du bist nicht die Erste und Du wirst nicht die Letzte sein, die sich diesem Thema widmet. Du wirst allerdings – wie alle vor Dir und alle nach Dir – daran scheitern, dass Du an die, die es wirklich betrifft, nicht herankommst. An denen perlen sämtliche Vorwürfe, Anschuldigungen und sogar beweisbare Straftaten ab wie an einer Teflonpfanne.

Ich wüsste auch nicht, wo jetzt tatsächlich Dein Problem liegt. Du kannst frei recherchieren, Du kannst im Rahmen des Zitatrechts frei zitieren, Du kannst Dich einer großen Auswahl an Sekundärliteratur bedienen. Selbstverständlich ist »die Bibel« urheberrechtlich nicht geschützt. Es sind nur die jeweiligen Ausgaben, die jeweiligen Übersetzungen oder die jeweiligen Formulierungen, die am Ende dem Urheberrechtsschutz unterliegen.

Die Frage, die sich am Ende stellt, lautet: Wer wird sich warum, in welcher Form, mit welchem Hintergedanken und wann dafür interessieren? Und wie erreiche ich die möglichst schnell, umfassend und kompetent?

A. Neuling
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Re: Andrea N. stellt sich vor - gefährliches Thema

von A. Neuling (25.09.2019, 16:12)
mtg, danke für deine Antwort.
Ich bin mir der Sache schon bewusst dass ich nicht an jeden dran kommen werde. Jedoch bagann die Flut auch mit einem ersten Regentropfen..

Mein Problem ist rein technischer Natur. Wie zitiere ich einen Bibeltext genau? Ist es so wie ich es gemacht habe ok? Oder wird sich irgendwann irgendein Verlag melden und meinen ich hätte die Übersetzung nicht ohne erlaubnis verwenden dürfen? Bzw. habe ich nicht Ordnungsgemäß zitiert und würde dafür abgemahnt werden.. Ist halt das erste mal das ich mich mit sowas auseinandersetze..

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Siegfried
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Re: Andrea N. stellt sich vor - gefährliches Thema

von Siegfried (25.09.2019, 16:20)
A. Neuling hat geschrieben:
Dann habe ich verschiedene Bibeltexte zitiert wie z.B.:

"(Matthäus 26:51, 52) „Einer jedoch von den Begleitern Jesu streckte die Hand aus, zog sein Schwert, schlug damit nach dem Knechte des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab. Da sagte Jesus zu ihm: »Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort! Denn wer zum Schwerte greift, wird durchs Schwert umkommen!“ - Menge Bibel

Was ist aus dieser Bibelstelle zu erkennen? Jesus Christus gründete eine pazifische Glaubensgemeinschaft. Kein Anhänger Christi darf zur Waffe greifen.


Huiii ... sehr freizügige Interpretation ... :wink:

"Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert." (Matthäus 10, 34) - Nicht den Frieden zu bringen???

"Und Jesus ging in den Tempel hinein und trieb hinaus alle Verkäufer und Käufer im Tempel und stieß die Tische der Geldwechsler um und die Stände der Taubenhändler" (Matthäus 21, 12; dito Markus, Lukas, Johannes) - Nicht gerade eine Paradebeispiel für Toleranz und Gewaltfreiheit.

"Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern und schüttete den Wechslern das Geld aus und stieß die Tische um" (Johannes 2,15) - Okay, kein Schwert, aber auch eine Waffe.

"Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut." (Matthäus 12, 30) - Klingt zumindest sehr polarisierend, wenn nicht spaltend.

So etwas wie "Heiliger Krieg" gibt es auch im Christentum ("deus lo vult"). Kein Anhänger Christi darf zur Waffe greifen ist ein sehr hehrer Anspruch, der seit 2.000 Jahren scheitert. Die Frage ist eigentlich, wie weit das Christentum die Art der Gewalt bestimmt (siehe u. a. den katholischen Klerus und die Verbrechen an Minderjährigen).

Was das Zitieren angeht:
Immer die Quelle nennen - und wenn es sehr umfangreich ist, dann Quellen benutzen, wo der Verfasser (Übersetzer) mindestens 70 Jahre tot ist.
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // zzgl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

A. Neuling
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Re: Andrea N. stellt sich vor - gefährliches Thema

von A. Neuling (25.09.2019, 16:53)
Hi Siegfried,
vielen Dank für deine Antwort:) Ja die Bibelstellen sind mir bekannt:) Daher finde ich das Thema so spannend. Ich bin damit sozusagen seid Kind auf mit aufgewachsen und kenne die Bibel schon ein wenig gut:) Ja meine Interpretation scheint so blauäugig - allerdings muss das ganze auch im großen und Ganzen gesehen werden. Und das ist das schöne dabei:) Ein kleiner Satz aus der Bibel schon kommen verschiedene Sichtweisen und Emotionen hoch :)

"Was das Zitieren angeht:
Immer die Quelle nennen - und wenn es sehr umfangreich ist, dann Quellen benutzen, wo der Verfasser (Übersetzer) mindestens 70 Jahre tot ist."

Ich nehme an, Umfangreich bedeutet wenn man Beispielsweise einen ganzen Kapitel aus einem Bibelbuch "zitieren" möchte. Bei mir geht es um einzelne Bibelverse und ich versuche in meinem Buch aus den verschiedensten Übersetzungen Bibelverse abzudrucken so dass diese direkt im Buch gelesen werden können.

Am Anfang des Buches gebe ich den Hinweis, bzw. Tipp dass aus der bibleserver.com Webseite die einzelnen Bibelverse gelesen werden können.

Hab mittlerweile folgendes gefunden:
https://offene-bibel.de/wiki/Die_Offene ... line_lesen

Hab auch grad gesehen wie einige Webseiten Bibelstellen zitieren. Z.B. so:
„Spornt euch gegenseitig zu Liebe und zu guten Taten an. Und lasst uns unsere Zusammenkünfte nicht versäumen“ (Hebräer 10:24, 25, „Hoffnung für alle“ [Hfa])

Also ich denke mal dass ich es so machen werde :)

Turok!
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Re: Andrea N. stellt sich vor - gefährliches Thema

von Turok! (05.08.2020, 15:47)
Wenn du über die Heuchelei im Christentum schreibst, in welchem Licht, möchtest du Jesus erscheinen lassen?
Als Heiler, Streiter, Krieger, Gauner, oder pazifis(ti)cher Anhänger?
Er war ja dies alles, im Gesamtbild, für seine Zeitgenossen. Welche Seite davon möchtest du eher beleuchten?
Vielleicht kann ich weiterhelfen.

Ingo-L
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Re: Andrea N. stellt sich vor - gefährliches Thema

von Ingo-L (28.08.2020, 20:15)
Hallo Andrea,

falls es Dir nützt, ich habe mein erstes Buch 2013 oder so veröffentlicht: "Die Bibel im 21. Jahrhundert", hier bei BoD.
Es ist ein Sachbuch und es geht darum den Einfluss der Bibel auf unsere heutige Gesellschaft zu zeigen. Die mittlerweile doch sehr vielfältigen archäologischen Funde bezeugen oder widerlegen so einige Bibelstellen. Natürlich zitiere ich aus der Bibel und natürlich zitiere ich Naturwissenschaftler, Theologen und andere Publikationen.

Ich habe es mir einfach gemacht. Bibelstellen in Fettdruck, andere Zitate kursiv, jeweils mit Quellenangabe. Bisher hab ich keine Probleme bekommen, und schon gar keine Klage bei einem Gericht an der Backe.

Zudem habe ich am Ende des Buches ein umfangreichen Literaturnachweis angehängt.

Ich sehe kein Problem darin jemanden zu zitieren, der zu etwas öffentlich Stellung nimmt, sei es der Papst, ein Kardinal, ein Politiker oder ein Nobelpreisträger.
Wer sich ins Visier der Öffentlichkeit stellt muss damit rechnen zur Zielscheibe zu werden - sei es von der Presse, einem politischen Gegner oder einem Schriftsteller, respektive Gegnerin und Schriftstellerin.

Gruss

Ingo

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Patrick Wunsch
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Re: Andrea N. stellt sich vor - gefährliches Thema

von Patrick Wunsch (04.10.2020, 11:16)
Ich glaube, Kritik am Christentum ist mittlerweile nichts Provokantes mehr. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass sich die Sache ganz von allein erledigen wird – und zwar in absehbarer Zeit.

Turok!
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Re: Andrea N. stellt sich vor - gefährliches Thema

von Turok! (05.10.2020, 21:38)
Das Christentum steht für den "Pazifismus". Da sie ja nur Waffen liefern, die anderen Krieg spielen lassen,
(mit den teuren geilen Scheiß) und uns selbst die guten Samariter spielen lassen.

Das Problem bei den "Juden" ist sehr viel komlizierter als man denkt. Daher hier,
viel Spaß beim Rätselraten wer die Juden eigentlich sind, sofern es noch leibliche gibt:

http://www.controversyofzion.info/Contr ... _index.htm

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Siegfried
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Re: Andrea N. stellt sich vor - gefährliches Thema

von Siegfried (06.10.2020, 13:58)
Turok! hat geschrieben:
Das Problem bei den "Juden" ist sehr viel komlizierter als man denkt.


Nö.

Jude ist, wer sich zum jüdischen Glauben bekennt. Fertig.

Wenn ich (konfessionslos) morgen in die Synagoge gehe und mich gegenüber dem Rabbiner zum jüdischen Glauben bekenne, bin ich Jude. Ich habe weder meine Hautfarbe noch meine Nasenform noch meinen Haarschnitt gewechselt.

Wieso glaubt man eigentlich immer noch, Jude zu sein hat in der heutigen Zeit etwas mit Abstammung, Herkunft, Nationalität, Wohnort oder Erbgut zu tun? Muss mir mal jemand erklären.

Fröhliche Grüße

Siegfried
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Hannelore Goos
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Re: Andrea N. stellt sich vor - gefährliches Thema

von Hannelore Goos (06.10.2020, 15:10)
Aber beschneiden lassen müsstest du dich.
Es gibt Menschen, die denken gern, und Menschen, die schreiben gern. Leider sind das nicht immer dieselben. book:
(Aus einem Gartenforum)

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Siegfried
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Re: Andrea N. stellt sich vor - gefährliches Thema

von Siegfried (06.10.2020, 20:12)
Hannelore Goos hat geschrieben:
Aber beschneiden lassen müsstest du dich.


Das dürfte meine Frage leider kaum beantworten. Und einen Bezug zur Aussage von Turok! hat es wohl auch nicht. By the way: Nicht nur Juden sind beschnitten, auch Muslime kennen diesen Brauch - und die überwiegende Mehrzahl der Männer in den USA fallen auch in diesen Bereich.

Fröhliche Grüße

Siegfried
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Turok!
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Re: Andrea N. stellt sich vor - gefährliches Thema

von Turok! (07.10.2020, 07:20)
Der Jüdische Glauben ist etwas besonderes, es geht nicht Um die Rasse sondern um die Lebensphilosophie.
Ähnlich wie im Buddhismus ist das auch bei Konfuizus nicht dasselbe.
Es geht darum jede Rasse ihren Glauben zu lassen, solange sie andere Rassen respektiert.
Das hat nichts mit Rassismus zu tun.

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