Anfängerfrust

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Abdingen
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Anfängerfrust

von Abdingen (09.12.2014, 01:07)
Hallo,

Bitte! Ich will nur drei Zeilen, die mich selbst überzeugen können.
Seit Tagen kämpfe, ringe ich um jeden Begriff. Wie um alles in der Welt will ich Leser fesseln, wenn sich jeder Satz in Banalität ergießt? Für jeden Mist gibt es Handbücher, Faustregeln. Kann denn nicht bitte jemand etwas gegen verbale Mangelerscheinungen erfinden?
Mal ehrlich: Mit glühenden Ohren habe ich als Kind die Klassiker der Literatur förmlich in mich hinein gefressen. Dumas (ja, der Ältere), Karl Mey, J.F. Cooper ... Herrgott, darf mich das nicht wenigstens etwas geprägt haben?
Wisst ihr, ich würde es lieben. Scheiße, ja! Ich meine, wer wüsste das besser als Ihr? Gibt es tatsächlich etwas das befriedigender ist, als mit Worten, analog zum lockeren Strich eines geübten Malers eine süchtig machende Welt auf das noch unschuldige Papier zu bannen? Figuren zu schaffen, mit denen ein Leser bereit ist alles, wirklich alles zu durchleben?

Also sitze, brüte, kämpfe ich ... versuche zu fühlen. Beginne neu. Chancenlos.
Nicht einmal drei überzeugende Zeilen ...

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mtg
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Re:

von mtg (09.12.2014, 08:27)
Ich will Dich ja nicht desillusionieren, bevor ich »Hallo« gesagt habe ...

Hallo!

... aber auch, wenn man 20 Jahre lang 24 Stunden am Tag Bach, Beethoven und Mozart gehört, ja verschlungen hat, bedeutet das nicht, dass man sofort ein Instrument - und erst recht nicht perfekt - spielen kann.

Du setzt Deine Messlatte ziemlich hoch. Gleich beim erstem Mal ein Meisterwerk abliefern? Wie wäre es, wenn Du den Leser erst einmal vergisst, sondern nur für Dich schreibst? Eigene Erlebnisse zum Beispiel. Oder nimm Dir ein klassisches Stück und schreibe es in Deiner Sprache um. Ist die Idee noch dieselbe? Ist die Aussage noch erkennbar? Hast Du die Geschichte vielleicht sogar etwas weitergedreht?

Ich glaube, dass niemand von vorne herein so schreibt, dass er den Leser fesseln kann - sondern der Leser entscheidet, ob er sich von einer Sprache, einer Stilistik, einer Ausdrucksform fesseln lassen kann.

Was bleibt: Üben, üben, üben ... wie beim Erlernen eines Musikinstrumentes.
Zuletzt geändert von mtg am 09.12.2014, 11:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (09.12.2014, 11:24)
Hallo Abdingen,

... hm, ich glaub, du hast ein zu stark ausgebildetes schriftstellerisches Über-Ich. Geh die Sache nicht so quasi-religiös an.

Ansonsten: Wenn ich dein Posting für den ersten Eindruck so wirken lasse, traue ich dir das Schreiben voll zu. Und ich weiß ja nicht, wie eine nichtbanale, vermutlich vorzugsweise zeitgenössische Schreibe für dich aussieht, bzw. was du anstrebst.

Ich selber steh überhaupt nicht auf Sprachartistik und schriftstellerisches Imponiergehabe, der Autor sollte sozusagen unsichtbar sein.


LG
Schaf

Abdingen
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Re:

von Abdingen (09.12.2014, 12:06)
Lieben Dank für Eure verständnisvollen Antworten.
Ich war so unendlich enttäuscht. Das musste raus.

Über-ich ... Da könnte etwas dran sein.
Aber ich mag meine Ansprüche nicht zügeln.
Lieber schreibe ich Jahre an dem Text oder gebe auf.

Ein Beispiel?
Ungern, weil ... platt:


"Der Schrei war markerschütternd und ich bin fast sicher, dass es meine Stimme war, die diesen Namen gebrüllt hatte. Schwer kämpfen sich meine Gedanken durch den immer noch trägen Verstand zurück in die Realität. Eine Realität, die dunkel, still und kalt ist. Noch zu benommen für jegliche Furcht starre ich verständnislos in ein schwarzes Nichts. “Hallo…?“ Der heißere Klang meiner Stimme wird dumpf von den Wänden zurück geworfen. Mit verhaltenem Atem hoffe ich auf Antwort. Doch da ist niemand, kein Geräusch, kein Lebenszeichen.
Fieberhaft taste ich den steinigen Boden um mich herum ab. Er ist eben und zum Teil mit feinen Kieseln bedeckt. Seine Kälte steckt mir tief in den Knochen."

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (09.12.2014, 12:27)
Abdingen hat geschrieben:
Ein Beispiel?
Ungern, weil ... platt:


"Der Schrei war markerschütternd und ich bin fast sicher, dass es meine Stimme war, die diesen Namen gebrüllt hatte. Schwer kämpfen sich meine Gedanken durch den immer noch trägen Verstand zurück in die Realität. Eine Realität, die dunkel, still und kalt ist. Noch zu benommen für jegliche Furcht starre ich verständnislos in ein schwarzes Nichts. “Hallo…?“ Der heißere Klang meiner Stimme wird dumpf von den Wänden zurück geworfen. Mit verhaltenem Atem hoffe ich auf Antwort. Doch da ist niemand, kein Geräusch, kein Lebenszeichen.
Fieberhaft taste ich den steinigen Boden um mich herum ab. Er ist eben und zum Teil mit feinen Kieseln bedeckt. Seine Kälte steckt mir tief in den Knochen."


... für mich ist das nicht banal, sondern ich habe eher den Eindruck: der Text will zu viel. Man merkt, da will jemand Literatur schaffen. Natürlich will das jeder - aber man sollte es nicht merken, weils sonst schnell affektiert wirken kann.

Zum Über-Ich: dass man hohe Ansprüche an sich selbst hat, ist an sich okay, fragt sich aber, ob man an unguten Rahmenbedingungen festhält, denen man sein Schreiben unterordnet.

Anonsten aber: ich kann dir sonst nichts sagen, weil ich selber auch nur ein kleiner Wicht bin, der einen kleinen Schritt nach dem anderen geht ... und bisher habe ich noch kein Werk verfasst, das die Menschheit unbedingt gelesen haben müsste.

Ich bin also definitiv nicht in der Position, dich zu belehren o.ä., aber da du nun mal nach Meinungen gefragt hast, sag ich was. Und ums auf den Punkt zu bringen: weniger ist manchmal mehr, denke ich.

Aber nur meine Meinung. Es gibt sicher viele Leser, die wollen genau so etwas lesen. Alles subjektiv.

Abdingen
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Re:

von Abdingen (09.12.2014, 12:38)
Also zu angestrengt zu bemüht?
Aua, das wär nicht gut.

Bardioc
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Re:

von Bardioc (09.12.2014, 12:43)
Abdingen hat geschrieben:
Ein Beispiel?
Ungern, weil ... platt:

"Der Schrei war markerschütternd und ich bin fast sicher, dass es meine Stimme war, die diesen Namen gebrüllt hatte. Schwer kämpfen sich meine Gedanken durch den immer noch trägen Verstand zurück in die Realität. Eine Realität, die dunkel, still und kalt ist. Noch zu benommen für jegliche Furcht starre ich verständnislos in ein schwarzes Nichts. “Hallo…?“ Der heißere Klang meiner Stimme wird dumpf von den Wänden zurück geworfen. Mit verhaltenem Atem hoffe ich auf Antwort. Doch da ist niemand, kein Geräusch, kein Lebenszeichen.
Fieberhaft taste ich den steinigen Boden um mich herum ab. Er ist eben und zum Teil mit feinen Kieseln bedeckt. Seine Kälte steckt mir tief in den Knochen."


Die Sprache der von Dir aufgeführten Klassiker ist natürlich heute etwas ''angestaubt'', sie zu kopieren kann da schon ''banal'' wirken, weil jeder sie kennt. Versuche nicht, den Stil eines anderen zu kopieren. Versuche, Deinen eigenen Stil zu finden. Dafür braucht es keine Bücher etc., sondern nur Dich selbst!

Du sprichst ja selbst vom ''lockeren Strich eines geübten Malers'', vielleicht solltest Du erstmal etwas Abstand gewinnen und einige Zeit verstreichen lassen, ohne etwas zu schreiben. Oder einfach drauflosschreiben, ohne sich um Stil etc. zu kümmern. Auch das mit der süchtigmachenden Welt und dem ''unschuldigen Papier'' ist etwas dick aufgetragen und treibt Deine Erwartungen in die Höhe, denen Du dann selbst nicht gerecht werden kannst. Das frustriert. Natürlich ist es schön/wünschenswert, wenn ein Autor seine Leser ''in den Bann schagen'' kann, aber Autoren sollten keine Drogenproduzenten sein. Man muß nach Fantasien gehen, aber auch wieder zurückkehren können.
Zuletzt geändert von Bardioc am 09.12.2014, 12:45, insgesamt 1-mal geändert.

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (09.12.2014, 12:43)
Abdingen hat geschrieben:
Also zu angestrengt zu bemüht?
Aua, das wär nicht gut.


Als langjähriges Forenmitglied kann ich dir sagen, dass dein Text ganz bestimmt Fans findet. Vielleicht meldet sich noch jemand.

... ich bin wie gesagt nicht das Maß aller Dinge, aber z.B. folgender Satz:

Abdingen hat geschrieben:
Schwer kämpfen sich meine Gedanken durch den immer noch trägen Verstand zurück in die Realität.


... ist mir zu gewollt dramatisch. Bei einem Schauspieler würde man vielleicht sagen: overacting, zu viel Pathos.

Bardioc
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Re:

von Bardioc (09.12.2014, 12:48)
Klonschaf hat geschrieben:
Abdingen hat geschrieben:
Also zu angestrengt zu bemüht?
Aua, das wär nicht gut.



Wie gesagt: das ist alles subjektives Empfinden. Als langjähriges Forenmitglied kann ich dir sagen, dass dein Text ganz bestimmt Fans findet. Vielleicht meldet sich noch jemand.

... ich bin wie gesagt nicht das Maß aller Dinge, aber z.B. folgender Satz:

Abdingen hat geschrieben:
Schwer kämpfen sich meine Gedanken durch den immer noch trägen Verstand zurück in die Realität.


... ist mir zu gewollt dramatisch. Bei einem Schauspieler würde man vielleicht sagen: overacting, zu viel Pathos.


Da stimme ich Dir zu, Klonschaf! Diese Art zu schreiben ist allgemein bekannt und wirkt dadurch angestaubt und banal. Gedanken kämpfen nicht, sondern Lebewesen.

Abdingen
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Re:

von Abdingen (09.12.2014, 13:04)
Leute, ihr glaubt nicht wie gut es tut, zu wissen warum etwas schlecht ist.
Mir war nicht bewusst, dass ich so altbacken daher komme.
Ich bin nicht sicher, ob ich das abstellen kann. Aber es ist ein Ansatz.

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (09.12.2014, 13:08)
Abdingen hat geschrieben:
Leute, ihr glaubt nicht wie gut es tut, zu wissen warum etwas schlecht ist.
Mir war nicht bewusst, dass ich so altbacken daher komme.
Ich bin nicht sicher, ob ich das abstellen kann. Aber es ist ein Ansatz.


Wie ich schon sagte: dein Stil gefällt sicher vielen, alles Geschmacksache. Hier haben sich bisher zwei Leute zu deinem Text gemeldet (und ich selber hatte in erster Linie den oben besprochenen Satz auf dem Kieker).

Zwei Leute! - das ist nicht repräsentativ.

Also: bleib cool.

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (09.12.2014, 14:14)
Ich finde, dass man den Text schlecht beurteilen kann. Der ist einfach zu kurz, noch nicht zu Ende.
Gedanken kämpfen nicht, sondern Lebewesen.
Natürlich gibt es innere Kämpfe. Sind Gedanken denn tot? Viele Protagonisten tragen den Antagonisten mit sich herum. Der innere Schweinehund zum Beispiel, das ist jedoch ein sehr banales Beispiel.

Um Geschriebenes besser beurteilen zu können, sollte der Text länger und ausführlicher sein. Am besten eine Szene mit Anfang, Mitte und Ende. Ein Dreiakter. Der muss nicht ellenlang sein, man sollte nur erkennen können, worum er hier geht. In der Szene sollte der Mann auf dem Kiesweg eine Veränderung durchleben. So entstehen Geschichten. Mit dem Textbaustein oben kann ich nicht viel anfangen.
Vielleicht fehlen nur zwei letzte Sätze für die Auflösung. Wenn das der Anfang des Buches ist, sollte die Auflösung schnell kommen. Der Leser, den Du in die Geschichte hineinziehen willst, muss unterhalten werden. Deswegen darf die erste Szene nicht zu lang sein, ihm muss Appetit für die nächste Szene gemacht werden.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (09.12.2014, 20:42)
Willkommen im Forum, Abdingen! thumbbup

Vielleicht ist das Buch, das du in dir trägst, einfach noch nicht reif genug, um es zu Papier zu bringen. Ich bin der Ansicht, dass man sich niemals unter Druck setzten sollte. Entweder sprudeln die Worte von selbst aus mir heraus, oder ich lasse das Schreiben für eine Weile sein, denn es soll Spaß machen und nicht zur Qual werden. In der Zwischenzeit kannst du dir die Zeit mit ein paar Schreibübungen vertreiben, indem du z. B. kleine Alltagsszenen oder Gespräche, die du interessant findest, wiedergibst.

Zu deinem kleinen Textausschnitt kann ich nicht viel sagen, denn er ist wirklich sehr kurz. Allerdings kann ich verstehen, dass du in deiner momentanen Situation nicht noch mehr preisgeben möchtest. Eine Kleinigkeit fiel mir auf:
Abdingen hat geschrieben:
"Der Schrei war markerschütternd und ich bin fast sicher, dass es meine Stimme war, die diesen Namen gebrüllt hatte.

Meiner Meinung nach brauchst du in diesem Satz gar kein Plusquamperfekt, da du im Präsens schreibst und lediglich eine weitere Zeitebene verwendest, für die das Präteritum ausreicht. Das Brüllen des Namens liegt nicht vor dem Schrei, sondern verursacht ihn.

Ich wünsche dir, dass du bald richtig Spaß am Schreiben empfinden und nicht mehr um jeden Satz ringen wirst. thumbbup Schreibe das, was du fühlst, in den Worten, die du selbst verwendest. Versuche nicht, eine besonders schöne Sprache zu imitieren, sondern finde deinen eigenen Stil.

Gruß,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

Abdingen
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Re:

von Abdingen (09.12.2014, 22:27)
Liebe Monika,

Du hast recht. Möglicherweise muss mein Buchprojekt noch etwas reifen. Ich werde darüber nachdenken.
Ich hoffe ich kann das Fieber, welches das Schreiben anfangs in mir entfacht hat, wieder beleben. Es ist mir tatsächlich schon in den ersten 100 Seiten abhanden gekommen. Teils aufgrund einer falschen Arbeitsweise, aber sicher auch durch unzureichnde Vorbereitung.

Was die Zeitform betrifft, hast du natürlich absolut recht. Je öfter ich die geschriebenen Sätze lese, desto abstrakter wirken sie und ich verliere das Gefühl für richtig und falsch.
Auch so ein Fehler. Wieder und wieder drüber zu lesen, anstatt weiter zu arbeiten.

Wichtig ist mir aber klar zu stellen, dass ich keinen Stil kopieren möchte. Diese vielleicht too much wirkenden Texte sind tatsächlich ich, kommen so aus mir heraus. All die anderen 50 Vorversionen der ersten Kapitel sind nicht viel zeitgemäßer formuliert. Hab es vorhin recherechiert. Es ändert sich nur ständig, was ich in meiner Beschreibung weglasse oder hinzufüge.
Die großen Fragen: Was interessiert den Leser? Was dient der Story? Was fließt besser?
Je mehr "dont" und "do" Tipps man beherzigen möchte, umso mehr verkrampft man beim Schreiben.
Nein, dieser verstaubte Stil ist leider unfreiwillig. Wenn ich kopieren wollte, würde ich lieber wie Grisham oder Suzanne Collins klingen.

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (10.12.2014, 01:34)
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man ein Buch schreibt. Im Grunde drei. Eins geht gar nicht, habe ich festgestellt: Das Drauflosschreiben. Auf Seite 70 ist plötzlich nichts mehr möglich. Zu viele Protagonisten haben ihr Eigenleben entwickelt und kommen weder vor noch zurück. Lauter Sackgassen haben sich aufgetan. Das Geschriebene ist okay. Man liest es zigmal durch und will nichts streichen. Aber wie soll die Geschichte nur weitergehen? Solche angefangenen Geschichten liegen bei mir irgendwo herum, auf Festplatten oder auf Sticks.

Meiner Meinung nach bringt es nichts, einfach draufloszuschreiben. Story Design braucht Planung. Das ist eine Arbeit, die mir keinen Spaß macht, sie muss aber sein. Spaß macht mir später die Ausmalung der Figuren, sie dreidimensional zu machen. Ich feile gerne an den Dialogen. Das ist die Sache, die mir die größte Freude bereitet, Charaktere erfinden.

@Abdingen, ich glaube, dass Du mit Deinem Skript in der Falle sitzt. Kann es sein, dass Deine Figuren nicht mehr weiter wissen?
Manche Autoren haben eine gute Idee für einen Anfang. Das geht nicht.
Manche Autoren haben eine gute Idee für das Ende. Das geht! Wenn man eine sehr gute Idee für das Ende hat, hat man ein Ziel und kann darauf hinarbeiten.

Letztens habe ich ein interessantes Interview mit einer Autorin im Radio gehört. Sie schreibt Kurzgeschichten und bläst sie zu Romanen auf, das geht auch. Die Idee gefiel mir sehr gut. Für Kurzgeschichten findet man eher Leser, die die Story prüfen können.
Die letzte Möglichkeit ist klassisch. Der rote Faden. Eine Pinnwand oder Tafel. Hier muss klar aufgezeigt werden, wie die Geschichte laufen soll. Abweichen verboten! Hier sollte man von Anfang an nach einem starken Ende suchen.

@Abdingen, ich sehe, dass Du Deine Beiträge ganz klar schreibst. Wie Du an meinem Beitrag weiter oben siehst, habe ich den kleinen Text schon fehlinterpretiert. Schreib so klar, wie Deine Beiträge sind und mach Dir einen Plan, dann klappt der Rest schon.

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