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Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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hawepe
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Re:

von hawepe (12.10.2008, 17:19)
Hallo Maryanne,

Haifischfrau hat geschrieben:
Ich würde jedoch nie ein Buch deshalb kaufen, weil es in einem der Foren beworben oder rezensiert worden ist.

In der Tat maßen sich völlig unbedarfte Leute an, zu rezensieren, obwohl sie nichts weiter tun, als ihre persönliche Meinung zum Buch zu äußern,


Bloß: Wie erkennt man, ob ein Mensch "völlig unbedarft" rezensiert? Bei Fachbüchern lässt sich das evtl. noch recht leicht erkennen, aber bei Belletristik wird es wirklich schwierig.

Beste Grüße,

Heinz.

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Conny
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Re:

von Conny (12.10.2008, 17:20)
Hallo Heinz!

Recht hast Du! Nur wenn ich mich in so einem Forum erst einmal "eingelesen" habe, sitze ich voller Entrüstung vor dem PC und komme erst einmal nicht weg ... Vielleicht, weil ich voller Hoffnung bin, dass da doch noch jemand betreffende Person verbal eine Klatsche verpasst!
Aber ich muss tatsächlich ganz kleinlaut eingestehen, dass das leider nicht passiert ist ... :lol:

LG, Conny
"Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann."
Antoine de Saint- Exupéry

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hwg
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Re:

von hwg (12.10.2008, 17:31)
Rezensenten sind eben auch Autoren - deshalb könnte ich auch fragen:
Woran erkennt man einen guten Autor?

Eine Buchrezension halte ich dann für gut, wenn sie mich dazu animiert, dieses Buch zu kaufen.

Besonders gerne kaufe ich mir ein Buch dann, wenn es in namhaften
Zeitungen höchst unterschiedlich beurteilt wird.

AF Verlag

Re:

von AF Verlag (12.10.2008, 17:43)
Conny hat geschrieben:
Man kommt sich ja direkt vor wie ein Mensch 2. Klasse.


Es zeichnet sich bereits, und das schon seit einigen Jahren, eine Zweiklassengesellschaft unter Autoren/innen ab, die die herkömmlich veröffentlichen und die dafür bezahlen.
Da brauchen wir uns alle nichts vormachen. Die, die aber dafür bezahlen, zählt man allerdings nicht zum Kreise der Autoren/innen, was auch viele der herkömmlichen Verleger so sehen. Deswegen sind ihre Werke, bis auf einige Ausnahmen, nicht schlecht, was dennoch nicht bedeutet, dass man sie akzeptiert.
Was Foren angeht, in denen Bücher verrissen werden, dass würde ich nicht allzu hoch bewerten. Manchmal ist es auch nur der Neid, der zwischen solchen Zeilen steht.
Für das Lit-Feder Magazin bekommen wir unter anderem auch Anfragen von BoD für eine Rezension zu einem Buch, oder wir bestellen uns Rezensionsexemplare, wenn wir ein interessantes Buch gefunden haben. Wir hatten aber auch schon Bücher vom Emmons Verlag usw.
Wer also öffentlich sein Werk präsentiert, der muss auch mit einer "Watschen" rechnen, denn die Geschmäcker sind nun einmal verschieden. Entweder man steht drüber oder läßt sich runterziehen...

Literarische Grüße

Jens

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hawepe
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Re:

von hawepe (12.10.2008, 17:44)
Hallo Hans,

hwg (Moderator) hat geschrieben:
Rezensenten sind eben auch Autoren - deshalb könnte ich auch fragen:
Woran erkennt man einen guten Autor?


Ebenfalls eine spannende Frage. Wobei ein guter Rezensent keinesfalls zwangsläufig ein guter Autor sein muss. Und ein guter Autor vielleicht nur ein miserabler Rezentsent ist.

Eine Buchrezension halte ich dann für gut, wenn sie mich dazu animiert, dieses Buch zu kaufen.


Kann eine Rezension nicht auch gut sein, wenn sie vom Kauf abhält?

Ich habe übrigens schon seit vielen Jahren keine Bücher mehr gekauft, nur weil sie positiv besprochen wurden. Wichtiger als die Empfehlung oder Ablehnung durch einen Kritiker ist mir dessen Begründung. Was für ihn negativ ist, kann für mich positiv sein. Und umgekehrt.

Ich mag z.B. Bücher, in denen "nichts passiert", wie meine Frau sagt. Wer "Oblomov" kennt, versteht, was ich meine.

Beste Grüße,

Heinz.

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Conny
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Re:

von Conny (12.10.2008, 17:56)
@ Jens
Gegen eine "Watschen" hab ich ja auch nicht, wenn es sich darum dreht, dass jemand mein Buch nicht gut findet. Da stimme ich zu, da muss jeder durch, der sich in irgendeiner Form öffentlich macht.
Aber wenn ich eine "Watschen" bekomme, nur weil ich im "falschen" Verlag bzw. beim falschen Dienstleister mein Buch vertreibe, ohne dass auch nur einer den Inhalt kennt, finde ich das blöde!
Klarstellen muss ich nur, dass ich persönlich nie angegriffen worden bin. Ich habe mich lediglich über die Machenschaften da aufgeregt.

LG, Conny
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M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (12.10.2008, 18:06)
Nochmal:
Ich würde von Anfang an mit offenen Karten spielen. Man kann ja direkt sagen, dass man bei einem Dienstleister o.ä. veröffentlicht hat und gleichzeitig darauf hinweisen, dass man schon ein wenig "Angst" davor hat, aufgrund dessen direkt verrissen zu werden.
Ich glaube kaum, dass dann jemand das Buch haben will und es wegen Bod-Veröffentlichung dann trotzdem verreist.



Gruß
Hakket

AF Verlag

Re:

von AF Verlag (12.10.2008, 18:15)
Conny hat geschrieben:
@ Jens
Aber wenn ich eine "Watschen" bekomme, nur weil ich im "falschen" Verlag bzw. beim falschen Dienstleister mein Buch vertreibe, ohne dass auch nur einer den Inhalt kennt, finde ich das blöde!
LG, Conny


@Conny,

Natürlich hast du recht, doch die Realität sieht auch seit vielen Jahren ganz anders aus. Gerade "BoD" Autoren haben darunter zu leiden, warum kann sich kaum jemand erklären. Aber oftmals werden diese von Leuten gekreuzigt, die selbst nicht einmal in der Lage sind überhaupt eine DIN A4 Seite zu schreiben, unabhängig vom Inhalt. Über dieses Phänomen kann nur gerätselt werden, denn eine Erklärung gibt es dazu nicht.
"Internet - Mobbing" habe ich es mal in einem Artikel über Literaturforen genannt, ob sinnoll oder doch eher verlorene Müh..., und meine Antwort für mich gefunden.

Literarischen Gruß

Jens

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Conny
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Re:

von Conny (12.10.2008, 18:19)
Hi Jens!
Vermutlich springe ich auch nur deshalb so empfindlich darauf an, weil ich neu im Metier bin.
Diejenigen, die seit Jahren auf dem Büchermarkt sind und sich um Veröffentlichung bemühen, haben das vielleicht schon hinter sich gelassen.
Okay: Erkenntnis des Tages: Gelassener werden. :lol:

LG, Conny
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hawepe
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Re:

von hawepe (12.10.2008, 18:37)
Hallo Jens,

AF Verlag hat geschrieben:
Aber oftmals werden diese von Leuten gekreuzigt, die selbst nicht einmal in der Lage sind überhaupt eine DIN A4 Seite zu schreiben, unabhängig vom Inhalt.


Vermutlich mache ich mich jetzt wieder einmal bei jemandem unbeliebt, aber andernfalls könnte ich jetzt nur schwafeln :-(

Umgekehrt gibt es auch positive Rezensionen von book on demand verlegten Büchern durch Rezensenten, von denen ich nicht möchte, dass sie meine Bücher besprechen.

Wenn eine Rezension positiv ausfällt, aber kaum ein Satz fehlerfrei ist, wie z.B. ein Beitrag in diesem Thread, kann das bei aufmerksamen Lesern auch nach hinten losgehen.

Vielleicht fiel die Rezension nämlich nur so gut aus, weil der Rezensent inkompetent war? Oder die Rezension ist einfach nur deshalb gut, weil es sich um Book on Demand handelt, so wie andere Rezensionen nur deshalb schlecht ausfallen, weil es um book on demand verlegte Bücher handelt?

Beste Grüße,

Heinz.

hwg
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Re:

von hwg (12.10.2008, 19:01)
Hallo Heinz,

unter Autor verstehe ich jeden Schreibenden, dessen Texte öffentlich zugänglich sind. Deshalb sind auch Rezensenten Autoren (eben von
Rezensionen... :lol: ). So habe ich es gemeint.

Dass ein Kritiker von Büchern selbst beispielsweise keine Romane schreiben will oder kann, ist klar. Allerdings sollte er im Literaturgeschehen ziemlich gut bewandert sein, vielleicht besser, als es so mancher Romanautor oder Lyriker ist. Bei manchen Rezensenten vermisse ich diese Kompetenz. Vor allem dann, wenn sie sich berufen fühlen, individuelle Meinungen an Stelle von Sachargumenten in den Vordergrund zu rücken.

Über "Geschmack" lässt sich ja angeblich vorzüglich streiten - oder auch nicht. Doch mit "Geschmack" allein ist es bei einem halbwegs guten Kritiker längst nicht getan. Darüber sind wir uns wohl einig, oder?

Gruß Hans

AF Verlag

Re:

von AF Verlag (12.10.2008, 19:04)
hawepe hat geschrieben:


Wenn eine Rezension positiv ausfällt, aber kaum ein Satz fehlerfrei ist, wie z.B. ein Beitrag in diesem Thread, kann das bei aufmerksamen Lesern auch nach hinten losgehen.

Nach Fehlern in solchen Threads zu suchen oder sie zu bemängeln, bedarf es nicht meiner Kompetenz, daher kümmere ich mich auch nicht um meine eigenen... cool5

hawepe hat geschrieben:
Vielleicht fiel die Rezension nämlich nur so gut aus, weil der Rezensent inkompetent war? Oder die Rezension ist einfach nur deshalb gut, weil es sich um Book on Demand handelt, so wie andere Rezensionen nur deshalb schlecht ausfallen, weil es um book on demand verlegte Bücher handelt?


Literaturkritiker sollten sich in ihrem Genre auskennen und entsprechend rezensieren. Dass es sich hierbei immer um Autoren handelt, sei mal dahingestellt. Es gibt da so ein gängiges Zitat: "Literaturkritiker sind nur verkappte Autoren, die ihre Werke nicht zu einem Buch verwirklichen konnten und dafür andere büßen lassen"
Doch das klingt zu weit hergeholt, um es Ernst zu nehmen.

Ein Buch ist nur dann gut, wenn es auch gut ist, egal ob nun ein BoD oder im herkömmlichen Sinne veröffentliches Werk. Daher bekommt man entweder gute Kritiken oder eben die andere Variante. Der Autor sollte dann selbst entscheiden, wie kompetent der Kritiker tatsächlich ist, und damit leben oder als Schreiber sterben...

Man lernt ja auch von schlechten Kritiken, dass sollte man nicht außeracht lassen, und nur der, der sich dieser annimmt macht es beim nächsten Mal besser.


Literarische Grüße

Jens

hwg
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Re:

von hwg (12.10.2008, 19:17)
Hallo Jens!

Literaturkritiker müssen für ihre Arbeit auch bei den Medien Abnehmer finden.
Und Kulturredaktionen haben nun einmal vielfach eine Abneigung gegen
Besprechungen von BoD- oder Eigenverlags-Produktionen.

Erst wenn sich dort - und vor allem im Buchhandel - die Vorbehalte gegenüber diesen Büchern ändern, haben auch Rezensionen eine gute Chance, veröffentlicht zu werden.

Gruß aus der Steiermark!

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (12.10.2008, 19:35)
Hallo Jens,
du schreibst "die dafür zahlen, zählt man nicht zum Kreis der Autoren".
Wer ist denn MAN? Und was heißt, dafür zahlen?

Es kann doch sehr unterschiedliche Beweggründe dafür geben, dass man bei bod publiziert. Mein Beweggrund war z. B., dass mein Buch vom Fachverlag angeboten einen etwa dreifachen Verkaufspreis des bod-Verkaufspreises gehabt hätte. Ich möchte aber, dass sich meine Zielgruppe mein Buch leisten kann. Und meine Investition bei bod (comfort) habe ich schon längst wieder eingefahren.

Im Übrigen frage ich mich, ob es wirklich wichtig ist, von anderen als Autor "gezählt" zu werden. Und schließlich vermute ich, dass es einige Leute einfach nötig haben, über andere die Nase zu rümpfen.

Was alles so auf den Tischen im Buchhandel angeboten wird - über "seriöse" Verlage, kann schon richtig weh tun.

Ansonsten gilt hier meine Zustimmung für Heinz!

haifischfrau

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hawepe
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Re:

von hawepe (12.10.2008, 20:47)
Hallo Hans,

hwg (Moderator) hat geschrieben:
unter Autor verstehe ich jeden Schreibenden, dessen Texte öffentlich zugänglich sind. Deshalb sind auch Rezensenten Autoren (eben von
Rezensionen... :lol: ). So habe ich es gemeint.


Das habe ich auch so verstanden. Ich wollte deinen Gedanken einfach nur fortsetzen und etwas differenzieren :-)

Allerdings sollte er im Literaturgeschehen ziemlich gut bewandert sein, vielleicht besser, als es so mancher Romanautor oder Lyriker ist. Bei manchen Rezensenten vermisse ich diese Kompetenz. Vor allem dann, wenn sie sich berufen fühlen, individuelle Meinungen an Stelle von Sachargumenten in den Vordergrund zu rücken.


Gute Rezensenten sind wegen der doch recht hohen Ansprüche leider eine Seltenheit.

Über "Geschmack" lässt sich ja angeblich vorzüglich streiten - oder auch nicht. Doch mit "Geschmack" allein ist es bei einem halbwegs guten Kritiker längst nicht getan. Darüber sind wir uns wohl einig, oder?


Keinerlei Widerspruch.

Einen schönen Abend,

Heinz.

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