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hwg
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Re:

von hwg (04.03.2008, 08:40)
@ Leviathan: Auch wenn man manchmal an seinem Tun zweifelt, ein Autor, der seinen Beruf liebt, verachtet die Leser sicher nicht, egal in welchem Metier er tätig ist. Und, ob Leser den Autor verachten, lässt sich
ja (mitunter) an den Verkaufserfolgen dessen Werke messen. Ich weiß, Du bist diesbezüglich anderer Meinung. Diese weiß ich sehr wohl zu schätzen. Doch, wer das Autordasein zu seinem Hauptberuf gewählt hat, denkt doch etwas anders als Du, auch wenn er es vielleicht insgeheim so haben möchte, wie Du es Dir vorstellst.
Kollegialen Gruß!
Zuletzt geändert von hwg am 04.03.2008, 10:37, insgesamt 1-mal geändert.

Laura
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Re:

von Laura (04.03.2008, 10:33)
Ich denke, dass unbekannte Autoren im Allgemeinen nicht unbekannt bleiben möchten, deshalb beherzigen sie die Spielregeln.

Ich habe seinerzeit den Fernkurs "Die große Weltbildautroenschule" absolviert und gelernt, worauf es ankommt, wenn man für Leser schreibt. Parallel dazu habe ich einen Volkshochschulschreibkurs besucht, in dem das Schreiben für Leser verpönt war mit der Begründung "Wir machen hier Literatur".

Da ich aber keine Lust habe, nur für die eigene Schublade zu schreiben, hat mich der VHS - Kurs nicht befriedigt, auch was das Vermittlen der Technik angeht.

Ich bin immer sehr skeptisch, wenn Newcomer sich für die großen Literaten halten und frustriert über die Verlage lästern, die ihre Genialität nicht erkennen, über die ebenso ignoranten Leser usw. Nimms nicht persönlich, aber meistens haben diese Newcomer kaum Ahnung vom Schreiben, weil sie es für unter ihrer Würde halten, erstmal die Technik zu erlernen, denn sie sind ja genial. Diese Einstellung ist hierzulande leider noch weit verbreitet, weshalb die englischsprachigen Autoren auch - zumindest in bestimmten Genres - auch weitaus mehr Erfolg haben als die deutschen.Gruß Laura

hwg
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Re:

von hwg (04.03.2008, 10:45)
Laura, Deinen Beitrag habe ich genossen.
thumbbup
Ich habe zwar keinen dieser "Schreibkurse"
absolviert, sehr wohl aber eine Journalisten-
ausbildung "genossen".
Gewisse "Literatur"-Unterscheidungen sind ja
fast nur noch im deutschen Sprachraum üblich.
Leser lernen mit der Zeit Qualitätsunter-
schiede nach eigenen Bedürfnissen ohnehin
kennen.
Vielleicht sollten wir statt "Literatur" besser
den Begriff "Lesestoff" verwenden? :wink:

Kollegialen Gruß!

Laura
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Re:

von Laura (04.03.2008, 10:58)
Hallo hwg, es ist interessant, wenn diese "Literaturunterscheidungen" nur noch im deutschen Sprachraum gemacht werden. Das spricht irgendwie auch für unsere Mentalität.

Hier noch ein Beispiel zum Schmunzeln: Ein mir bekannter Kleinverleger, der ebenfalls mal mit hohem literarischen Anspruch angetreten ist, für seine Autoren nur Abfällige Bemerkungen übrig hat aber auf meine Nachfrage mit Bedauern sagte, er könne sich leider keine besseren leisten, geiselt quer durchs Internet das "triviale" Schreiben der meisten (erfolgreichen) Autoren.

Nun ist der Mann aber nicht nur Verleger sondern auch Kinderbuchautor. Und als solcher wollte er natürlich auch mal Erfolg haben.

Und nun Kommt`s : Sein erstes Kinderbuch, das er mit Hilfe einer Agentur bei einem namhaften Verlag unterbrachte, ist ein klassisches Mädchen - Pferdebuch mit ein bisschen Teenagerliebe. Also etwas, was man im allgemeinen nicht zur hohen Literatur zählt sondern zur Trivialliteratur. Gruß Laura

hwg
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Re:

von hwg (04.03.2008, 11:10)
...und ich kenne nicht wenige Autoren, die sich in der Öffentlichkeit hochgestochen als "pure Literaten" präsentieren, unter Pseudonym jedoch Lesestoff-"Massenware" produzieren, zu welcher sie sich jedoch niemals bekennen würden. Das Geld hat eben kein Mäntelchen! :lol:

Laura
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Re:

von Laura (04.03.2008, 11:56)
Hallo Leviathan, wenn du einen Verlag suchst, der sich auf Bücher spezialisiert hat, die dem Geschmack von Autoren entsprechen - was ich jetzt ganz wertfrei meine, also nicht negativ- dann versuche es doch mal beim Skalding - Verlag.

Ich kann aber ausdrücklich nichts Näheres über den Verlag sagen, weder positiv noch negativ. Gruß Laura

Leviathan64
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Re:

von Leviathan64 (05.03.2008, 20:16)
es ging mir überhaupt nicht um einen Streit "Trivial"vs "Hochliteratur"
(Lovecraft is zb trotz suhrkamp-weihen nahe am groschenroman was völlig ok geht) in den diverse autorenforen hat man halt den eindruck da sich unbekannte autoren an bekannten erfolgsrezepten abarbeiten-genre anforderungen zu erfüllen suchen + da bei zu harmlos, vorhersehbaren biederen Ergebnissen kommen-ironischerweise sind z.b Teile von Mainstreamkino und Tv innovativer und spannender.
(das handwerkliches Können dazugehört versteht sich von selber)

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