Arbeitstext #2

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Siegfried
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Arbeitstext #2

von Siegfried (11.03.2009, 19:07)
Hi!

Wie bereits in einem Beitrag zum ersten Arbeitstext kurz angemerkt, kommt hier ein zweiter Arbeitstext:




»… Daten für den I- bzw. den Q-Zweig werden dabei mit Hilfe eines Seriell-Parallel-Wandlers …«
Freitag, 11.59 Uhr, Hörsaal einer Hochschule in Stuttgart, Vorlesung zum Thema Übertragungstechnik. Der Dozent, Hermann Gerschow, bemüht sich, rund sechzig mehr oder weniger aufmerksame Studenten des Studiengangs Elektrotechnik die wesentlichen Grundlagen dieses Themas näher zu bringen.
»… Signalrauschabstand muss bei gleicher Bitfehler-Wahrscheinlichkeit um drei Dezibel höher sein als …«
Der Hörsaal stieg nach hinten an, jede zweite der fünfzehn Reihen war um rund vierzig Zentimeter höher als die vorhergehende. Lorenz saß auf seinem Lieblingsplatz, in der sechsten Reihe ganz außen. Er stützte den Kopf in beide Hände und dachte: »Noch eine Stunde, dann können wir alle ins wohlverdiente Wochenende.« Es war wieder eine lange Woche gewesen und das Ende des sechsten Semesters lag auch schon in Sichtweite. Und damit auch die Prüfungen. Zum Glück lag ihm dieser Stoff, sodass die Prüfung eigentlich kein Problem sein sollte, aber vielleicht sollte er zwischendurch doch wieder zuhören.
»… für die relativ robuste QPSK selbst nicht von so großer Bedeutung, jedoch können auch andere Signale …« Auf einmal brach die Stimme von Hermann Gerschow ab. Zuerst einen Moment Stille, während dieser sich am Funkmikrofon zu schaffen machte. Dann Rauschen und ein »Eins, zwei, eins, zwei«, wie man es vom Soundcheck vor Konzerten gewohnt war. Aber … das war nicht die Stimme von Herrn Gerschow. Stattdessen war eine Stimme zu vernehmen, die eindeutig durch einen Stimmverzerrer gelaufen war (»Wozu war man denn routinierter Leser von Kriminalromanen?«, dachte Lorenz). Wieder einen Moment Pause, in dem nur vereinzeltes, leises Gelächter zu hören war, das aber irgendwie nicht sehr amüsiert klang. Dann kam die verzerrte Stimme wieder, während Herr Gerschow leicht indigniert auf das Mikro schaute: »Liebe Kommilitonen, sehr geehrter Herr Gerschow, bevor uns alle das Wochenende in Empfang nimmt, möchte ich euch noch um etwas bitten. Ihr wundert euch sicherlich, wieso ihr jetzt mich hört, aber erstens tut das nichts zur Sache und zweitens ist eine entsprechende Manipulation bei diesen etwas antiquierten Funkmikros kein Hexenwerk für einen angehenden Elektroingenieur.«
Lorenz und seine Nachbarin Friederike schauten sich an und konnten beide ein breites Grinsen nicht unterdrücken. »Welcher Scherzbold will uns denn zum Wochenausklang noch erheitern?«, dachte Lorenz. Schneller als sie dachten, blieb ihnen dieses Grinsen im Halse stecken, während der Unbekannte weitersprach.
»Aber kommen wir nun zu meinem Anliegen: Ich habe in diesem Hörsaal eine Anzahl von Sprengsätzen versteckt. Einige davon werdet ihr relativ leicht finden können. Und da sie ausschließlich über Fernzündung ausgelöst werden, ist das Entfernen auch absolut ungefährlich. Bei anderen habe ich mir schon etwas mehr Mühe gegeben mit dem Verstecken. Aber eine dritte Gruppe werdet ihr – ohne Werkzeug, das euch hier nicht zur Verfügung steht – mit Sicherheit nicht aufspüren.«
Unter den Studenten war ungläubiges Staunen die häufigste Reaktion. Einige saßen offenen Mundes da wie hypnotisiert, andere schienen völlig gedankenverloren zu sein, als hätten sie gar nicht richtig verstanden, was da aus den Lautsprechern gekommen war.
»Und dank der Wirkung von Plastiksprengstoff dürfte dieser Anteil ausreichend sein, um das ganze Gebäude zum Einsturz zu bringen. Was das für uns bedeutet, muss ich sicherlich nicht extra beschreiben. Ihr fragt euch jetzt sicherlich zweierlei: Erstens, wer ist dieser Verrückte? Nun, ich bin einer von euch. Und ob ich verrückt bin, oder verrückter als einige von euch, weiß ich nicht. Zweitens, was will dieser Verrückte? Das werde ich momentan noch nicht verraten. Vorher könnt ihr anfangen, nach den Sprengsätzen zu suchen. Dann nehmt ihr mich und mein kleines Anliegen sicherlich ernster und unsere Unterhaltung verläuft reibungslos. – Und bitte: Keiner verlässt den Saal. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass ich vorbeugende Maßnahmen gegen derartige Insubordinationen ergriffen habe. Bis später.«
Schallende Stille. Im Hörsaal war nichts zu hören, kaum einer wagte laut zu atmen. Hermann Gerschow hatte sich zwischenzeitlich auf einen Stuhl plumpsen lassen und sah sehr blass aus. Er hatte wie immer bei den Vorlesungen einen dunklen Anzug an und trug eine blaue, dezent gemusterte Krawatte. Diese hatte er jetzt etwas gelockert und den Kragenknopf seines blütenweißen Hemdes geöffnet.



Wieder die Frage in die Runde:

Funktioniert die Szene? Ist alles stimmig, passend, rund? Kann die Szene so in ein Buch wandern?

Oder stimmt was nicht? Und was stimmt nicht an der Szene? Was kann/sollte man ändern?

Fühlt ihr euch von der beschriebenen Szene angesprochen? Nimmt die Szene euch mit? Entwickelt ihr Empathie mit den Figuren? Würdet ihr, wenn ihr diesen Text am Anfang eines Buches lesen würdet, das Buch weiterlesen wollen?

Oder gibt es Stellen im Text, die euch aus der Handlung rauswerfen? Wo ihr mit euren Gedanken plötzlich ganz woanders seid? Und wenn das euch passiert, warum passiert euch das? Woran liegt es?

Egal, wie ihr euch entscheidet, versucht es zu begründen. Erst für euch selbst, und nach einer Weile dann auch für die anderen Mitleser hier. Warum seid ihr der Meinung: "Ja, ist gut so ..." oder "Nein, da stimmt was nicht ..."?

LG
Siegfried
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Mac

Re:

von Mac (12.03.2009, 00:57)
Hi Siegfried

Funktioniert die Szene? Ist alles stimmig, passend, rund? Kann die Szene so in ein Buch wandern?

Grundsätzlich ja. Eine Anmerkung zu:
Lorenz und seine Nachbarin Friederike schauten sich an und konnten beide ein breites Grinsen nicht unterdrücken. »Welcher Scherzbold will uns denn zum Wochenausklang noch erheitern?«, dachte Lorenz. Schneller als sie dachten, blieb ihnen dieses Grinsen im Halse stecken, während der Unbekannte weitersprach.

Lorenz in Anführungszeichen denkt nicht, er spricht. Also lass ihn doch sprechen, damit ihm auch was im Halse stecken bleiben kann.
Lorenz und seine Nachbarin Friederike schauten sich an und konnten beide ein breites Grinsen nicht unterdrücken. »Welcher Scherzbold will uns denn zum Wochenausklang noch erheitern?«, witzelte Lorenz. Doch jäh blieb ihnen das Lachen im Halse stecken, als der Unbekannte weiter sprach.


Oder stimmt was nicht? Und was stimmt nicht an der Szene? Was kann/sollte man ändern?

Ich finde die Szene stimmig.

Fühlt ihr euch von der beschriebenen Szene angesprochen? Nimmt die Szene euch mit? Entwickelt ihr Empathie mit den Figuren? Würdet ihr, wenn ihr diesen Text am Anfang eines Buches lesen würdet, das Buch weiterlesen wollen?

Jepp, beschwört bei mir Bilder aus den eigenen Studentenzeiten herauf. Ich war wieder im Hörsaal. Und genauso soll es auch sein ! Für Empathie ist es vielleicht ein bisschen früh, kenne Lorenz noch nicht lange genug ;-)
Ich würde weiterlesen.

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noteingang
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Re:

von noteingang (12.03.2009, 01:40)
Funktioniert die Szene? Ist alles stimmig, passend, rund? Kann die Szene so in ein Buch wandern?

Nein, weil... Beantwortung unter Frage 2

Oder stimmt was nicht? Und was stimmt nicht an der Szene? Was kann/sollte man ändern?


In Meinen Augen ist der Text eine Katastrophe. Die wörtlichen Reden entweder nicht verständlich und Beiwerk oder viel zu lang und nicht geschliffen/pointiert. Oftmals viel zu beschreibend. 11.59... . Rot streichen oder drastisch umformulieren und grün zumindest umformulieren. Aber eigentlich kann man den Text komplett neu schreiben. Personaler Erzähler Lorenz, der beobachtet, eventuell dabei den Dozenten humorvoll beschreibt. Die ganzen Infos weg, er redet wieder langweiliges Zeug... Den Bombendroher nicht so viel schwafeln lassen.

»… Daten für den I- bzw. den Q-Zweig werden dabei mit Hilfe eines Seriell-Parallel-Wandlers …« (Hier stellt sich fpr mich die Frage, ob diese Informationen notwendig sind. Für Menschen, die sie nicht verstehen ist es überlesenswert)
Freitag, 11.59 Uhr, Hörsaal einer Hochschule in Stuttgart, Vorlesung zum Thema Übertragungstechnik. Der Dozent, Hermann Gerschow, bemüht sich, rund sechzig mehr oder weniger aufmerksame Studenten des Studiengangs Elektrotechnik die wesentlichen Grundlagen dieses Themas näher zu bringen. (Grauenhaft, kein Roman eher ein Protokoll. 11.59, sechzig etc)
»… Signalrauschabstand muss bei gleicher Bitfehler-Wahrscheinlichkeit um drei Dezibel höher sein als …«
Der Hörsaal stieg nach hinten an, jede zweite der fünfzehn Reihen war um rund vierzig Zentimeter höher als die vorhergehende. Lorenz saß auf seinem Lieblingsplatz, in der sechsten Reihe ganz außen. (genau wie oben, absolut grauenhafte Beschreibung) Er stützte den Kopf in beide Hände und dachte: »Noch eine Stunde, dann können wir alle ins wohlverdiente Wochenende.« Es war wieder eine lange Woche gewesen und das Ende des sechsten Semesters lag auch schon in Sichtweite. Und damit auch die Prüfungen. Zum Glück lag ihm dieser Stoff, sodass die Prüfung eigentlich kein Problem sein sollte, aber vielleicht sollte er zwischendurch doch wieder zuhören.
»… für die relativ robuste QPSK selbst nicht von so großer Bedeutung, jedoch können auch andere Signale …« Auf einmal brach die Stimme von Hermann Gerschow ab. Zuerst einen Moment Stille, während dieser sich am Funkmikrofon zu schaffen machte. Dann Rauschen und ein »Eins, zwei, eins, zwei«, wie man es vom Soundcheck vor Konzerten gewohnt war. Aber … das war nicht die Stimme von Herrn Gerschow. Stattdessen war eine Stimme zu vernehmen, die eindeutig durch einen Stimmverzerrer gelaufen war (hm doch kein Ernst oder? Genauso grauenhaft!) (»Wozu war man denn routinierter Leser von Kriminalromanen?«, dachte Lorenz). Wieder einen Moment Pause, in dem nur vereinzeltes, leises Gelächter zu hören war, das aber irgendwie nicht sehr amüsiert klang. Dann kam die verzerrte Stimme wieder, während Herr Gerschow leicht indigniert auf das Mikro schaute: »Liebe Kommilitonen, sehr geehrter Herr Gerschow, bevor uns alle das Wochenende in Empfang nimmt, möchte ich euch noch um etwas bitten. Ihr wundert euch sicherlich, wieso ihr jetzt mich hört, aber erstens tut das nichts zur Sache und zweitens ist eine entsprechende Manipulation bei diesen etwas antiquierten Funkmikros kein Hexenwerk für einen angehenden Elektroingenieur.«
Lorenz und seine Nachbarin Friederike schauten sich an und konnten beide ein breites Grinsen nicht unterdrücken. »Welcher Scherzbold will uns denn zum Wochenausklang noch erheitern?«, dachte Lorenz. Schneller als sie dachten, blieb ihnen dieses Grinsen im Halse stecken, während der Unbekannte weitersprach.
»Aber kommen wir nun zu meinem Anliegen: Ich habe in diesem Hörsaal eine Anzahl von Sprengsätzen versteckt. Einige davon werdet ihr relativ leicht finden können. Und da sie ausschließlich über Fernzündung ausgelöst werden, ist das Entfernen auch absolut ungefährlich. Bei anderen habe ich mir schon etwas mehr Mühe gegeben mit dem Verstecken. Aber eine dritte Gruppe werdet ihr – ohne Werkzeug, das euch hier nicht zur Verfügung steht – mit Sicherheit nicht aufspüren.« (viel zu lang und nicht knackig genug, Infophase langweilig verpackt)
Unter den Studenten war ungläubiges Staunen die häufigste Reaktion. Einige saßen offenen Mundes da wie hypnotisiert, andere schienen völlig gedankenverloren zu sein, als hätten sie gar nicht richtig verstanden, was da aus den Lautsprechern gekommen war.
»Und dank der Wirkung von Plastiksprengstoff dürfte dieser Anteil ausreichend sein, um das ganze Gebäude zum Einsturz zu bringen. Was das für uns bedeutet, muss ich sicherlich nicht extra beschreiben. Ihr fragt euch jetzt sicherlich zweierlei: Erstens, wer ist dieser Verrückte? Nun, ich bin einer von euch. Und ob ich verrückt bin, oder verrückter als einige von euch, weiß ich nicht. Zweitens, was will dieser Verrückte? Das werde ich momentan noch nicht verraten. Vorher könnt ihr anfangen, nach den Sprengsätzen zu suchen. Dann nehmt ihr mich und mein kleines Anliegen sicherlich ernster und unsere Unterhaltung verläuft reibungslos. – Und bitte: Keiner verlässt den Saal. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass ich vorbeugende Maßnahmen gegen derartige Insubordinationen ergriffen habe. Bis später.«
Schallende Stille. Im Hörsaal war nichts zu hören, kaum einer wagte laut zu atmen. Hermann Gerschow hatte sich zwischenzeitlich auf einen Stuhl plumpsen lassen und sah sehr blass aus. Er hatte wie immer bei den Vorlesungen einen dunklen Anzug an und trug eine blaue, dezent gemusterte Krawatte. Diese hatte er jetzt etwas gelockert und den Kragenknopf seines blütenweißen Hemdes geöffnet.



Fühlt ihr euch von der beschriebenen Szene angesprochen? Nimmt die Szene euch mit? Entwickelt ihr Empathie mit den Figuren? Würdet ihr, wenn ihr diesen Text am Anfang eines Buches lesen würdet, das Buch weiterlesen wollen?


Weiterlesen? Auf gar keinen Fall, langweilig. Zu Beschreibend, zu viel Geschwafel. Ich denke Siegfried hat uns hier einen schönes Beispiel, wie es auf gar keinen Fall sein soll, gegeben.

Oder gibt es Stellen im Text, die euch aus der Handlung rauswerfen? Wo ihr mit euren Gedanken plötzlich ganz woanders seid? Und wenn das euch passiert, warum passiert euch das? Woran liegt es?

Wörtliche Reden des Dozenten, aufzählende Detailbeschreibungen und die Schwafellein des Bombendrohers.
Die Geschindigkeit wird gebrochen. Besser eventuell, Person beschreiben (wieder keine Lust, langeweile, Blick im Höhrsaal die anderen Beschreiben, während die etwas machen, tuschelnde Mädels, Kommentar, Kommentar zu langweiligen Dozenten => Bombendroher, kurze Sätze, prägnant => Panik vs. Ungläubigkeit auf die Spitze treiben, nicht son wischi waschi

Kurzum

Der Text beschreibt eine Szene, mit der man wohl etwas anfangen kann, wenn man es kennt. Im Endeffekt aber fast alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.

Würde es komplett umeschreiben, wie etwa so (Rohfassung):

Ausgerechnet heute hatte Lorenz einen Kater. Einen von der verflucht üblen Sorte. Er saß hier in der Elektrotechnikvorlesung und die Prüfungen am Ende des Semsters standen kurz bevor. Dies war der einzige Grund, weshalb Lorenz hier mit pochernden Kopfschmerzen saß. Der Dozent Herr Gerschow, wie immer in einen dunklen Anzug gekleidet, sprach so monoton, dass Lorenz Probleme hatte, seine Augen offen zu halten. Aber zum Glück saß ja Dreadlockdaniel vor ihm, der stank wie immer so stark, dass Lorenz nicht wusste, ob nun der Alkohol gestern oder Daniel Grund für seinen Kotzreiz waren....dann halt den Kram mit dem Mikro etc.

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Bärentante
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Re: Arbeitstext #2

von Bärentante (12.03.2009, 20:51)
Ganz eindeutig stimmt etwas nicht.
Ich habe die Anmerkungen meiner Vorschreiber nicht gelesen, deshalb kommen vielleicht einige Dinge doppelt rüber.

Zeitenwechsel vom ersten zum zweiten Absatz

Der Hörsaal stieg nach hinten an, jede zweite der fünfzehn Reihen war um rund vierzig Zentimeter höher als die vorhergehende. Lorenz saß auf seinem Lieblingsplatz, in der sechsten Reihe ganz außen.

Bei der wahrscheinlich folgenden Bombensuche kann es wichtig sein, wie der Hörsaal aussieht, wo Lorenz sitzt, auch dass er immer auf dem gleichen Platz sitzt, vielleicht betrifft ihn die Forderung. Aber trotzdem gehört diese Beschreibung nicht an den Anfang des Textes.

»Noch eine Stunde, dann können wir alle ins wohlverdiente Wochenende.«

"wohlverdient" streichen. Für ihn ist das vielleicht so, aber für alle? Woher will er das wissen?

Es war wieder eine lange Woche gewesen

eine Woche ist immer gleich lang.

und das Ende des sechsten Semesters lag auch schon in Sichtweite. Und damit auch die Prüfungen. Zum Glück lag ihm dieser Stoff, sodass die Prüfung eigentlich kein Problem sein sollte, aber vielleicht sollte er zwischendurch doch wieder zuhören.

Sichtweite? Das Semesterende kann man nicht sehen.
zwei Mal "Prüfungen", zwei Mal "sollte"

Auf einmal brach die Stimme von Hermann Gerschow ab.

Eine Stimme kann nicht abbrechen, höchstens verstummen.

Zuerst einen Moment Stille, während dieser sich am Funkmikrofon zu schaffen machte.

Falscher Rückbezug.

Dann Rauschen und ein »Eins, zwei, eins, zwei«, wie man es vom Soundcheck vor Konzerten gewohnt war.

zweiten Satzteil streichen

das war nicht die Stimme von Herrn Gerschow. Stattdessen war eine Stimme zu vernehmen, die eindeutig durch einen Stimmverzerrer gelaufen war.

drei Mal Stimme

(»Wozu war man denn routinierter Leser von Kriminalromanen?«, dachte Lorenz).

Vorher dachte er bereits schon einmal, aber ohne Klammer. :wink:

Wieder einen Moment Pause, in dem nur vereinzeltes, leises Gelächter zu hören war, das aber irgendwie nicht sehr amüsiert klang.

einen Moment streichen
Wie kann man hören, dass Gelächter nicht amüsant ist?

Dann kam die verzerrte Stimme wieder, während Herr Gerschow leicht indigniert auf das Mikro schaute: »Liebe Kommilitonen, ...

Die Satzteile müssen umgedreht werden, sonst denkt man durch den Doppelpunkt, der Dozent würde sprechen.

möchte ich euch noch um etwas bitten

komischer Auftakt zu der Drohung, das Gebäude zu sprengen

Ihr wundert euch sicherlich, wieso ihr jetzt mich hört, aber erstens tut das nichts zur Sache und zweitens ist eine entsprechende Manipulation bei diesen etwas antiquierten Funkmikros kein Hexenwerk für einen angehenden Elektroingenieur.«

alles unnötiges Geschwafel

blieb ihnen dieses Grinsen im Halse stecken, während der Unbekannte weitersprach.

Ein Grinsen bleibt nicht im Halse stecken
Weitersprach – Doppelpunkt

»Aber kommen wir nun zu meinem Anliegen:

weg, gehört zur Abteilung Geschwafel

Und da sie ausschließlich über Fernzündung ausgelöst werden, ist das Entfernen auch absolut ungefährlich.

Unlogischer Satz!

Unter den Studenten war ungläubiges Staunen die häufigste Reaktion.

Ungläubiges Staunen? Wohl eher blankes Entsetzen!
Die häufigste Reaktion - passt nicht, warum kann ich aber nicht erklären. :lol:

Einige saßen offenen Mundes da

offenen Mundes dasitzen? Das hab' ich ja noch nie gehört. :lol:

was da aus den Lautsprechern gekommen war

aus einem Lautsprecher kommt nichts.

das ganze Gebäude zum Einsturz zu bringen. Was das für uns bedeutet

UNS???

Ihr fragt euch jetzt sicherlich zweierlei: ...

Eigentlich fragt man sich in diesem Moment wohl nur, wie man da rauskommt.

Erstens, wer ist dieser Verrückte? Nun, ich bin einer von euch. Und ob ich verrückt bin, oder verrückter als einige von euch, weiß ich nicht.

absolut unnötig

Zweitens, was will dieser Verrückte? Das werde ich momentan noch nicht verraten. Vorher könnt ihr anfangen, nach den Sprengsätzen zu suchen.

Vorher könntet ihr? Jetzt solltet Ihr ...

Dann nehmt ihr mich und mein kleines Anliegen sicherlich ernster und unsere Unterhaltung verläuft reibungslos. –

Welche Unterhaltung? Er alleine spricht doch!

Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass ich vorbeugende Maßnahmen gegen derartige Insubordinationen ergriffen habe.

Geschwafel, Geschwafel ... und dann plötzlich ein Wort wie "Insubordination" ?

Schallende Stille.

Häh? :shock::

Hermann Gerschow hatte sich zwischenzeitlich auf einen Stuhl plumpsen lassen

sich auf einen Stuhl fallen lassen

Er hatte wie immer bei den Vorlesungen einen dunklen Anzug an und trug eine blaue, dezent gemusterte Krawatte. Diese hatte er jetzt etwas gelockert und den Kragenknopf seines blütenweißen Hemdes geöffnet.


Wie die Krawatte gemustert ist und ob das Hemd blütenweiß ist, interessiert wohl an dieser Stelle niemanden.


Oups, etwas lang geworden. Aber nur wenn ich mich so mit einem Text befasse, kann ich ihn so richtig verinnerlichen.
Zuerst einmal alles Lautsprechergeschwafel und die Beschreibungen des Hörsaals und der Kleidung streichen.
Absolut nicht nachvollziehbar für mich ist, warum drei Sorten Sprengsätze angebracht wurden und warum sie anfangen sollen, den ersten zu suchen. Wozu soll das gut sein? Damit sie ihn ernstnehmen? Das ist mir alles zu umständlich. Warum nicht eine klare Drohung und eine ebenso klare Forderung? Einen so vor sich hin plaudernden Erpresser kann ich nicht ganz für voll nehmen.

Wenn alles kurz und klar gefasst wäre, würde ich auch weiterlesen. :wink:
Liebe Grüße
Christel

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Bärentante
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Re: Arbeitstext #2

von Bärentante (12.03.2009, 21:00)
»… Daten für den I- bzw. den Q-Zweig werden dabei mit Hilfe eines Seriell-Parallel-Wandlers …«
Freitag, 11.59 Uhr, Hörsaal einer Hochschule in Stuttgart, Vorlesung zum Thema Übertragungstechnik. Der Dozent, Hermann Gerschow, bemüht sich, rund sechzig mehr oder weniger aufmerksame Studenten des Studiengangs Elektrotechnik die wesentlichen Grundlagen dieses Themas näher zu bringen.
»… Signalrauschabstand muss bei gleicher Bitfehler-Wahrscheinlichkeit um drei Dezibel höher sein als …«


So, jetzt habe ich die Kommentare der Vorschreiber gelesen. Echt lustig! Die obigen Sätze, die Noteingang nicht mag, finde ich noch die besten Ansätze des gesamten Textes. Die Fachausdrücke gerade weil ich sie nicht verstehe. :lol:
Liebe Grüße
Christel

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (17.03.2009, 22:06)
Nachdem nun ein paar Tage lang keine weiteren Kommentare zu diesem Text eingegangen sind, stelle ich mal meine Anmerkungen bzw. den Kommentar des zuständigen Lektors zu diesem Text vor.

Grundsätzlich liegt ihr alle sehr nahe an der Meinung des Lektors. Mit dem Text stimmt einiges nicht. Und so mancher Kommentar von euch legt den Finger so richtig in die Wunde. cheezygrin

Frage Nr. 1 an den Text: Glauben wir als Leser dem Autor?

Wenn man seinen Held in eine lebensbedrohliche Situation schickt, dann muss der Leser diese Bedrohung nachempfinden. Und zwar so, dass der Leser mit den Romanfiguren mitzittert. Genau dies geschieht im vorliegenden Text nicht.

Frage Nr. 2 an den Text: Reizt der Text den Leser, auch die nächsten Seiten zu lesen?

Ein Text, den man weiterlesen will, der muss den Leser interessieren. Am besten durch Spannung. Das muss keine Action sein mit viel Geballer, Gewalt oder einem Helden, der sich mit nur noch einer Hand vor dem Absturz in die Tiefe bewahrt. Das können auch innere Konflikte sein, ein Kampf des Helden mit sich selbst, wenn dieser vor eine Entscheidung gestellt wird, die sein ganzes Leben auf den Kopf stellt oder bisherige Lebenseinstellungen über den Haufen wirft (Was macht ein zutiefst überzeugter Pazifist, wenn seine Familie bedroht wird und die einzige Rettung der Einsatz von Gewalt ist? Starker innerer Konflikt!).

Aber wie baut ein Autor beim Leser Spannung auf?

Jeder Leser entwickelt während des Lesens Erwartungen. Denkt sich: So also läuft der Hase. Wenn die Geschichte dann diesen Erwartungen entspricht, ist der Leser enttäuscht. Er will überrascht werden.

Der Leser muss jederzeit wissen, wo sich die Handlung abspielt und was vor sich geht. Aber er darf nicht wissen, wie es weitergeht.

Die Handlung muss jederzeit in sich glaubwürdig sein. Diese Glaubwürdigkeit ist nicht absolut zu sehen (wer kann schon Zeitreisen vornehmen?). Aber innerhalb der Geschichte muss alles Geschehen den dort geltenden Regeln und Gesetzen unterworden sein.

Der Text soll flüssig zu lesen und im Stil der jeweiligen Situation angemessen sein.

Der Leser muss mit der Hauptfigur mitfiebern, muss die Gefühle der Hauptfigur nachvollziehen können. Die Ängste, die Sorgen, die Wünsche der Hauptfigur müssen auf den Leser überspringen.

Im Text sollen Andeutungen erscheinen, die dem Leser sagen, dass da noch etwas kommt - ihm aber nicht verraten, was da kommt. Denn wenn etwas geschieht, muss es durch irgend etwas begründet sein.


Nun zurück zum eigentlichen Text. Spannung entsteht durch einen Konflikt, entweder durch einen inneren (wie im Beispiel mit dem Pazifisten) oder durch einen äußeren (wie in der vorliegenden Geschichte).
Wo steckt in der Geschiche mit der Bombe im Hörsaal der Konflikt? Zwischen der Hauptfigur, dem Studenten Lorenz, und dem Terroristen?

Nein - der Konflikt spielt sich ab zwischen dem Terroristen und dem Dozenten Gerschow. Der ist aber nicht die Figur, mit der sich der Leser identifizieren soll. Schwerer Patzer vom Autor.

Der zweite Schwachpunkt in der Szene ist die vom Terroristen genannten Bedrohung: Die Bomben. Im Text tauchen sie nur in den Worten des Terroristen auf. Sie sind als Bedrohungspotenzial nicht real, sondern nur behauptet. Selbst wenn sich die Studenten auf die Suche nach den Bomben machen und tatsächlich welche finden, so ist die Bedrohung noch immer nicht gegeben. Ist es ein schlechter Scherz eines unbekannten Studenten - oder doch ein lebenbedrohlicher Anschlag? Der Autor muss in der Szene also zeigen, dass der Terrorist es ernst meint. Schwerer Patzer vom Autor.

Was wird aus dem Text, wenn man diese Fehler beseitigt? Wie kann man den bisherigen Text so umgestalten, dass eine wirklich spannende Szene entsteht? Anhand der Anmerkungen vom Lektor wurde der Text so neu geschrieben:



    »… Daten für den I- bzw. den Q-Zweig werden dabei mit Hilfe eines Seriell-Parallel-Wandlers …«
    Freitag, 11.59 Uhr, Hörsaal einer Hochschule in Stuttgart, Vorlesung zum Thema Übertragungstechnik. Der Dozent, Hermann Gerschow, bemühte sich, rund sechzig mehr oder weniger aufmerksame Studenten des Studiengangs Elektrotechnik die wesentlichen Grundlagen dieses Themas näher zu bringen.
    »… Signalrauschabstand muss bei gleicher Bitfehler-Wahrscheinlichkeit um drei Dezibel höher sein als …«
    Auf einmal brach die Stimme vom Professor Gerschow ab. Lorenz, der in der sechsten Reihe saß, sah die Lippenbewegungen, aber er hörte nichts mehr.
    Aus den Lautsprechern ertönte eine blecherne Stimme: »Eins, Zwei.«
    Gerschows Mund blieb offen. Erst schaute er hilflos zur Decke, wo die Lautsprecher installiert waren, dann auf sein Mikrofon. Klopfte mit dem Finger dagegen. Zu hören war nichts.
    Stattdessen sagte die Stimme: »Professor Gerschow, ich habe Sie abgeschaltet. Ihren I- wie auch den Q-Zweig stillgelegt.«
    Einige der Studenten lachten.
    »Dafür sind Sprengsätze eingeschaltet. Plastiksprengstoff. Der Signalrauschabstand wurde gebührend berücksichtigt. Ich will ...«
    »Sie werden die Folgen tragen, Sie alberner Möchtegern-Witzbold«, unterbrach ihn Gerschow. Seine Stimme füllte den Hörsaal.
    Die blecherne Stimme lachte leise durch den Lautsprecher.
    »Und nun wieder zu QPSK. Auch andere Signale können ...« Gerschow hielt weiterhin das Mikro in der Hand, auch wenn es nutzlos war. Aber auch so konnte ihn jeder verstehen.
    »Gut, Sie wollten es nicht anders«, sagte die Stimme aus den Lautsprechern. Die Worte vermischten sich mit denen Gerschows über den Rauschabstand, der seine Vorlesung weiter abspulte.
    »Des Waldes Dunkel zieht mich an«, fuhr die Stimme fort,
    »doch muss zu meinem Wort ich steh'n,
    und Meilen geh'n
    bevor ich schlafen kann.«
    Dann verstummte sie.
    Und das Mikrofon in Gerschows Hand explodierte.


Ich finde den Text in dieser Version zwar nicht optimal, aber deutlich besser als die ursprüngliche Fassung. Der Konflikt in der Szene spielt sich zwischen Gerschow und dem Terroristen ab - mit schlimmen Folgen für den Dozenten. Damit wissen wir als Leser, wie ernst der Terrorist es meint, und nun sind wir bereit, mit dem ahnungslosen Studenten Lorenz, der nur in einem einzigen Satz auftaucht, mitzufiebern.

Der Terrorist zitiert am Ende ein Gedicht. Dieses Gedicht ist durch einen Film ("Telefon" mit Charles Bronson) als dramatisches Stilmittel vorbelastet. Meiner Meinung nach sollte das Gedicht nur benutzt werden, wenn später in der Handlung ein Bezug zu diesem Film aufgebaut wird - oder zum Verfasser des Gedichtes (hier Robert Frost). Ansonsten werden diese Zeilen zum Muster ohne Wert, zu einer bloßen Verzierung.

Nun kann jeder von euch den ursprünglichen Text mit seiner späteren Fassung vergleichen - und selbst versuchen, diese Szene umzugestalten: in einen packenden Text, der den Leser förmlich zwingt, weiterzulesen (was schließlich beim Buch zu einem echten "Page Turner" führt cheezygrin )

LG
Siegfried
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noteingang
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Re:

von noteingang (17.03.2009, 22:13)
Mit einigen Dingen stimme ich da nicht überein. Z.B. die wörtlichen Reden des Dozenten, sie sind für mich total überlesenswert. Füllmaterial. Reicht es nicht einfach zu schreiben, er redet wieder...?

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Bzw muss man das verstehen? ...Ihren I- wie auch den Q-Zweig stillgelegt.«

und auch diesen finde ich auch nicht so gut.

Freitag, 11.59 Uhr, Hörsaal einer Hochschule in Stuttgart, Vorlesung zum Thema Übertragungstechnik. Der Dozent, Hermann Gerschow, bemühte sich, rund sechzig mehr oder weniger aufmerksame Studenten des Studiengangs Elektrotechnik die wesentlichen Grundlagen dieses Themas näher zu bringen.

Heißt, im Endeffekt eigentlich das, was noch aus dem alten Text stammt.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (17.03.2009, 22:59)
noteingang hat geschrieben:
Mit einigen Dingen stimme ich da nicht überein. Z.B. die wörtlichen Reden des Dozenten, sie sind für mich total überlesenswert. Füllmaterial. Reicht es nicht einfach zu schreiben, er redet wieder...?
Endeffekt eigentlich das, was noch aus dem alten Text stammt.


Ich habe oben ja geschrieben:

Nun kann jeder von euch den ursprünglichen Text mit seiner späteren Fassung vergleichen - und selbst versuchen, diese Szene umzugestalten

Einzige Voraussetzung: Das hier ist die erste Szene der ersten Seite des Buches. cheezygrin

Also: Setting deutlich machen, Personen vorstellen, Spannung aufbauen ...

LG
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