Außergewöhnlich Namen

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Kleine Schreiberin123
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Außergewöhnlich Namen

von Kleine Schreiberin123 (20.04.2014, 18:33)
Hallo
Ich habe jetzt eine Grundidee für ein Buch/ eine Geschichte. cheezygrin mir fallen nur keine Namen ein :( . Ich brauche ein Mädchen Namen und einen Jungennamen. Das Mädchen ist selbstbewusst und der Junge eher schüchtern. Ich möchte aber nicht solche einfachen Namen nehmen wie Ben, Lea oder Jonas. Habt ihr vielleicht Ideen? thumbbup Danke schonmal für eure Antworten. :lol: Gruß kleine Schreiberin123 cheezygrin

Linda Benninghoff
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Re:

von Linda Benninghoff (20.04.2014, 19:52)

Bardioc
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Re: Außergewöhnlich Namen

von Bardioc (24.06.2014, 18:32)
Wenn es eine Geschichte ist, die in einer fiktionalen Welt spielt, bist Du völlig frei, Dir passende Namen zu erfinden. Passende Namen sind generell sehr schwierig zu finden. In meiner Geschichte komme ich bisher mit nur wenigen Namen aus, dem eines Mädchens und eines Jungens und dem für eine Person einer fiktionalen Spezies. Auch für die Spezies habe ich einen Namen. Sonst spreche ich nur von der Hexe oder vom Vater des Mädchens oder von Mutter oder Vater von anderen Personen. (Ähnlich ist es z. B. auch bei den Mumins, da gibt es Mumin, Muminpapa, Muminmamma, den Snork, das Snorkfräulein.) In einer Folge der Mumins bittet ein Tierchen den Snufkin, ihm einen Namen zu geben. Snufkin wählt Titiyu.

Conlanging = construction of languages

Schaue Dich mal hier um, vielleicht bekommst Du einige Ideen:

http://www.aveneca.com/cbb/index.php

http://www.aveneca.com/cbb/viewtopic.php?f=6&t=3896
http://www.aveneca.com/cbb/viewtopic.php?f=9&t=3408&hilit=Names#p136511

http://www.incatena.org/index.php

http://www.incatena.org/viewtopic.php?f=4&t=39700&hilit=Names
http://www.incatena.org/viewtopic.php?f=4&t=41805&view=next#p1033671
http://www.aveneca.com/cbb/viewtopic.php?f=6&t=2525&hilit=Names#p106230

Wenn Dir einer der Namen der Mitglieder gefällt, registriere Dich und frage, ob Du ihn für Deine Geschichte verwenden kannst. Oder mache einen Thread, und bitte die Leute, für Dich Namen zu erfinden, ev. nach Deinen Vorgaben.

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ANOUK_F.
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Re:

von ANOUK_F. (25.06.2014, 11:18)
... oder hier! namen, ihre Bedeutung und Häufigkeitstatistik

http://www.beliebte-vornamen.de/lexikon

Ich würde mich stark en ader Namensbedeutung orientieren. Allerdings müsste es dann auch ein Name sein, den das Gros der Leute kennt, mit dem die Leute etwas anfangen können, nicht erst lange nach der Bedeutung forschen müssen (das tut nämlich keiner!)

Also, praktisches Beispiel: Leo (der Löwe) oder Björn (der Bär) würden schon mal NICHT zu Deinem schüchternen Jungen passen. (Ich liefere dir hier absichtlich Negativbeispiele, um Dich nicht durch geeignete Vorschläge zu beeinflussen)

Mit etwas Recherche wirst Du auf den zahlreichen Namensdatenbanken schon fündig!
Fall es eine Phantasy-Welt ist, kannst Du einen Namensgenerator benutzen!

Liebe Grüße,
Anouk

Bardioc
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Re:

von Bardioc (25.06.2014, 12:15)
Nun ja, auch im richtige Leben gibt es Leute, die z. B. Björn heißen und schüchtern sind. Außerdem dürften viele die Verbindung von Björn zu Bär nicht kennen.

http://www.zompist.com/sca2.html

Ein ''Namensgenerator'' ist natürlich die einfachste Lösung.

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ANOUK_F.
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Re:

von ANOUK_F. (25.06.2014, 17:35)
@ Bardioc

Hallo Bardioc, selbstverständlich gibt es viele Leute im realen Leben, die Lucia (die lichtkönigin) heißen und ständig nur schwarz sehen. Oder einen schüchternen, kleinen , dünnen Björn (der Bär) oder eine stämmige Anne (die Anmutige). Das mag daran liegen, dass sich die Eltern selbstverständlich und aus organisatorischen Gründen bereits für einen Namen entscheiden, solange das Kind noch im Mutterleib ist. Da spielt sicher auch eine Menge Wunschdenken eine Rolle (Nomen est omen)-
Das Kind trägt einen Namen, mit einer gewissen Bedeutung, hat aber noch keinerlei charakteristische äußere Merkmale geschweige denn Charaktermerkmale entwickelt.

Wir als Autoren jedoch kennen bereits unsere Figur aus dem Effeff. Wir wissen wie sie aussieht, wie sie unter Belastung reagiert, was ihre Weltanschauung ist, usw.
Daher ist für UNS der Name ein wertvolles Werkzeug. Wir sollten mir dem Namen den Charakter untermalen. daher wählen wir keine nichtssagenden Allerweltsnamen, oder gar das komplette Gegenteil dessen, was unsere Figur verkörpern soll.

Wie glaubwürdig ist eine sexy Jutta? Oder eine Draufgänger namens Rüdiger? Oder ein Professor Dr. Marcel Schmidt ? Eine unterirdisch gemeine Susi und ein bodenständiger Ramon?

Naja... Du weißt worauf ich hinaus will.

Lg, Anouk

Bardioc
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Re:

von Bardioc (26.06.2014, 10:57)
ANOUK_F. hat geschrieben:
@ Bardioc

Hallo Bardioc, selbstverständlich gibt es viele Leute im realen Leben, die Lucia (die lichtkönigin) heißen und ständig nur schwarz sehen. Oder einen schüchternen, kleinen , dünnen Björn (der Bär) oder eine stämmige Anne (die Anmutige). Das mag daran liegen, dass sich die Eltern selbstverständlich und aus organisatorischen Gründen bereits für einen Namen entscheiden, solange das Kind noch im Mutterleib ist. Da spielt sicher auch eine Menge Wunschdenken eine Rolle (Nomen est omen)-
Das Kind trägt einen Namen, mit einer gewissen Bedeutung, hat aber noch keinerlei charakteristische äußere Merkmale geschweige denn Charaktermerkmale entwickelt.

Daran habe ich ja gar nicht gezweifelt.

Wir als Autoren jedoch kennen bereits unsere Figur aus dem Effeff. Wir wissen wie sie aussieht, wie sie unter Belastung reagiert, was ihre Weltanschauung ist, usw.
Daher ist für UNS der Name ein wertvolles Werkzeug. Wir sollten mir dem Namen den Charakter untermalen. daher wählen wir keine nichtssagenden Allerweltsnamen, oder gar das komplette Gegenteil dessen, was unsere Figur verkörpern soll.

Ich weiß zwar nicht, ab wann man zu dem illustren Kreis der Autoren zählt -- genügt es, einen Text, eine Geschichte oder ein Buch geschrieben zu haben oder muß man schon Geld damit verdient haben -- bezweifele aber, daß ''wir Autoren'' unsere Figur bereits vollständig kennen. Beim Schreiben entwickelt sich die Geschichte weiter, und damit auch die Figuren. Dies gilt auch und besonders für sog. Entwicklungsromane. Hier wäre ein neutraler Name sinnvoller, oder die Figur muß am Ende umbenannt werden oder sich selbst umbenennen. Das mag es in bestimmten Kulturen geben.

So hätte niemals erwartet, daß ein Zauberlehrling jemals den Vornamen ''Harry'' tragen würde -- der Nachname Potter paßt da schon eher --, aber vielleicht ist das nur, um anzudeuten, daß sich Harry Potter zwischen der Zauberer- und der Muggelwelt bewegt.

Natürlich ist der Name ein Mittel, gewisse Eigenschaften des Trägers offenkundig zu machen. Sowas passiert besonders in Zeichentrickfilmen für Kinder. Wenn es sich bei dem geplanten Roman aber um eine möglichst realistische Stroy handeln soll, dann sind solche Namen eher unpassend.

Die Kleine Schreiberin123 scheint eher am Anfang zu stehen, sonst würde sie solche Fragen nicht hier stellen. Es wäre wichtig zu wissen, wo die Story spielt, in einer Phantasiewelt oder in der Realität. Die als Beispiel genannten Namen würden eher auf eine Geschichte aus der Realität schließen lassen. Andererseits möchte sie keine einfachen Namen, was sich eher auf die Silbenstruktur der Namen bezieht und damit auch komplexere Namen, die z. B. aus dem Latein entnommen oder abgeleitet sind, einschließt.

Ich würde -- von Ausnahmen abgesehen -- erstmal keine Namen wollen, die mich auf die Charaktereigenschaften der entsprechenden Figuren festlegen.

Wie glaubwürdig ist eine sexy Jutta? Oder eine Draufgänger namens Rüdiger? Oder ein Professor Dr. Marcel Schmidt ? Eine unterirdisch gemeine Susi und ein bodenständiger Ramon?

Naja... Du weißt worauf ich hinaus will.

Lg, Anouk

Zugegeben, Jutta klingt nicht gerade sexy. Aber bei den anderen Namen denke ich schon, daß sie zu den genannten Eigenschaften passen, mehr oder weniger. Darum ging es mir ja gerade: Jeder hat für einen bestimmten Namen unterschiedliche Konnotationen, die auch von den Leuten und ihren Charaktereigenschaften abhängen, die er bisher getroffen hat und die diese jeweiligen Namen trugen.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (26.06.2014, 15:43)
Ich finde, dass ein Name zur Zeit, zum Ort und zum Alter der Person passen sollte. Wenn ein Roman 1980 spielt, darf die junge Jutta gerne sexy sein. Wenn er 2014 spielt, sollte die sexy Jutta Mitte 50 sein, damit es für mich als Leserin stimmig ist. Ein Name sagt nichts über die Person, sondern deren Eltern aus. Jutta sollte also aus keiner ausgeflippten Familie stammen, darf aber selbst gerne flippig sein und von ihren Freunden Ju oder Pingpong genannt werden. Wenn der Name zu sehr zum Charakter passt, dann läuft man als Autor schnell Gefahr, Klischees zu bedienen. Deshalb empfehle ich: Hände weg von dunkelhaarigen, glutäugigen Ramons, wenn sie nicht aus einem dazu passenden Land stammen.

Gruß,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (26.06.2014, 18:29)
Die Eingangsfrage beschäftigt sich mit außergewöhnlichen Namen. Solche sind gewünscht!

Klar, die Namen bekommen Kinder in der Regel von ihren Eltern, aber dessen ungeachtet gibt es Bedeutungen und Assoziationen von / mit Namen. Und darum geht es in der Literatur. Eine elfenartige Brunhilde wäre ebenso verwirrend wie eine 120-Kilo-Frau namens Iris.

Namen transportieren Vorstellungen von Eigenschaften, und wer da die Imagination der Leserschaft auf den Kopf stellt, führt zu Irritationen und möglicherweise dazu, dass das Buch nicht gerne gelesen wird.

Namen treffend einzusetzen, mit ihnen zu "spielen" ist eine Kunst. Und natürlich müssen die Namen zu Zeit und Region - und schließlich zum Genre passen. Man kann sich da an berühmten "Vorbildern" orientieren: wer fällt euch ein beim Vornamen Sophia? Gina? Brigitte? Adolf? Heinrich?

Und schließlich gibt es für Namen Übersetzungen, z.B. Eva - bedeutet Leben. Eine Mörderin kann man nicht Eva nennen.

Und ein Allerweltsnebenrollenerfüller heißt dann halt Müller, Meier, Schmidt ...
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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