Bekannte Figuren im Roman auftreten lassen

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


Benutzeravatar
Monika K.
Beiträge: 3491
Registriert: 28.02.2012, 21:45

Re:

von Monika K. (08.03.2012, 22:03)
Isautor hat geschrieben:
Im Prinzip ist alles gesagt. Das Problem ist jetzt, dass einige Sachen hier vermischt werden und noch einige Dinge hinzugekommen sind, die eigentlich nicht in diese Kathegorie gehören.


Dein Thread ist halt gekapert worden. :wink: Das soll hin und wieder vorkommen, habe ich gehört. angle:
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5856
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (08.03.2012, 22:06)
Isautor hat geschrieben:
Das Problem ist jetzt, dass einige Sachen hier vermischt werden und noch einige Dinge hinzugekommen sind, die eigentlich nicht in diese Kathegorie gehören.


Darf ich fragen, welche nicht dazu gehören?

Ich halte die Diskussion bisher für recht themenbezogen.
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // zzgl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Benutzeravatar
Isautor
Beiträge: 1452
Registriert: 29.10.2011, 14:02

Re:

von Isautor (08.03.2012, 22:07)
Das sind doch nur Gerüchte. Aber wildes Kloppen ud Reden in gekaperten Threads ... da steh ich wahnsinnig drauf.
Seid gegrüßt,

Isautor

Eines Tages ich Profi sein.
Status: Heftchenromanschreiberin im Nebenberuf.

Benutzeravatar
Isautor
Beiträge: 1452
Registriert: 29.10.2011, 14:02

Re:

von Isautor (08.03.2012, 22:20)
Siegfried hat geschrieben:
Darf ich fragen, welche nicht dazu gehören?


Gerne. In die Debatte floss die Nennung von Markennamen ein und ob zum Beispiel jemand ein Harry Potter Buch im Roman lesen darf usw. Ebenso, ob man Prominente auftreten lassen darf.
Dass sie auftreten dürfen, hätte ich gar nicht großartig bezweifelt. In der ursprünglichen Fragestellung ging es darum, was passiert, wenn jemand großräumig Romanfiguren und Storyinhalte kapert und Prominente verunglimpft.

Auch Zitate waren nicht Inhalt der ursprünglichen Fragestellung, aber es macht mir nichts aus, wenn ihr wild weiter diskutiert. Mich interessiert das alles und man kommt der Wahrheit immer näher. bash:
Seid gegrüßt,



Isautor



Eines Tages ich Profi sein.
Status: Heftchenromanschreiberin im Nebenberuf.

Benutzeravatar
Stefan Thiesen
Beiträge: 18
Registriert: 31.03.2008, 22:44
Wohnort: Selm

Belletristik versus Sachbuch

von Stefan Thiesen (14.03.2012, 09:59)
Hallo allerseits:

in diesem Thread wurde ja mein Titel "Das Buch der Macht - die Geheimlehren der Jedi Ritter in der Version für Erdlinge" erwähnt - und der Ärger, den ich deswegen mit Lucasfilm hatte. Ein wichtiger Aspekt zur Erläuterung: Es handelte sich um ein populärphilosophisches SACHBUCH, also mit nichten um "Fan Fiction". Es ging hier um den Bezug der Jedi "Philosophie" zur wirklichen Welt, wo stammen die verschiedenen Elemente her, was hat Lucas daraus gemacht, was hat es zu bedeuten. Man kann das mögen, sinnvoll finden, oder auch nicht. Klar ist jedenfalls - auch wenn ich damals (1999) die Hosen gestrichen voll hatte - daß wir in Deutschland Pressefreiheit und Freiheit von Forschung und Lehre haben. DAS ist ein verfassungesmäßig extrem hoch geschütztes Gut, und es schlägt Markenrecht und Urheberrecht. Wichtig hierbei ist auch, daß Megakonzernen wie Lucasfilm das Urheberrecht nicht ausreicht. Sie lassen alle möglichen banalen Begriffe und Abbildungen als Marke schützen. Das führte im vorliegenden Fall zu solchen Absurditäten wie daß Lucasfilm mich unter anderem abmahnte für die Verwendung der "Abbildung zweier Jedi-Ritter", bei der es sich in Wahrheit um die Abbildung eines Schattenrisses zweier Kendo Kämpfer aus einer kommerziellen Bilddatenbank handelte. Damit haben die Anwälte von Lucasfilm selbst unfreiwillig bewiesen, daß der Konzern sich fröhlich am weltkulturellen Allgemeingut bedient und versucht es zu patentieren. Dabei sind die Filmklischés derartig nah am Allgemeingut, daß nicht einmal die Konzernanwälte selbst es unterscheiden konnten.

Der Punkt: Patent- und Markenrecht werden als Hebel eingesetzt, um unsere komplette Kultur durchzukommerzialisieren. Patentierte Archetypen. Patentierte Gene. Patentierte Wildpflanzen. Patentierte mathematische Formeln. Selbst kreative Tiefstapelei wie der Begriff "Darth Vader" ist als Marke registrierbar. "Darth" entspricht "dark" und "Vader" ist für jeden offensichtlich Platt/Niederländisch für Vater. Auch das Wort Jedi soll geklaut sein vom Japanischen Jidai Geki - einem Samurai Historienfilm Genre (wie Kurosawas "Die Sieben Samurai").

Worauf es ankommt ist, daß Sachbücher unter den Schutz der Verfassung fallen, und auch in den USA gibt es so etwas wie "fair use". Dabei kommt es gar nicht darauf an, daß die Sachbücher höchsten akademischen Ansprüchen genügen müssen. Wir alle haben auch das Recht, abgrundttiefe Dummheiten abzusondern und uns in Exzessen der Dünnbrettbohrerei zu ergehen - geschützt vom Grundgesetz. Alle Anwaltsdrohungen die von riesigen Konzernkanzleien verteilt werden, sind letztlich zahnlose Papiertiger. Aber Vorsicht: die Konzernkassen sind gut gefüllt, und die Anwälte verdienen immer ihr Geld, also passiert es häufig, daß auch Verfahren eröffnet werden, deren Aussichtslosigkeit den angreifenden Anwälten völlig bewußt ist. Das kann sich wenn man Pech hat dann über Jahre hinziehen und viel Kraft und Nerven kosten - und sehr viel Geld. Auch wenn man das Recht auf seiner Seite hat. Wer Geld hat lässt das System - und die Zeit - für sich arbeiten. In Deutschland würde vermutlich in den meisten Fällen so ein Verfahren aber von vorn herein abgewiesen.

GANZ ANDERS sieht es aus bei Belletristik. Wer urheberrechtlich geschütztes Material benutzt, um daraus eigene Belletristik zu entwickeln und sie kommerziell zu vermarkten, der kriegt das Urheberrecht mit aller Macht um die Ohren gedroschen. Und das mit Recht! Denn das ist geistiger Diebstahl. Das sollte auch jeder verstehen, der selber schon einmal etwas kreiert hat. Fan fiction sehe ich persönlich als Graubereich. Solange es definitiv nicht-kommerziell ist, wird man als Urheber es schwer haben einen entstandenen Schaden zu begründen. Dann gibts schlimmstenfalls eine Abmahnung auf Unterlassung. Kostet in der Regel 600 Euro. Aber wer Ideen klaut, der kann sich im schlimmsten Fall sein Leben versauen - mit einem direkten Ticket in die Privatinsolvenz.
Wirklichkeit ist das, was nicht verschwindet, wenn man aufhört daran zu glauben.

Andreas Adlon
Beiträge: 269
Registriert: 28.01.2012, 12:06

Re:

von Andreas Adlon (14.03.2012, 13:34)
Ich bin mir da nicht sicher in der Belletristik:
Verlage sichern sich ja ab mit der Standard-Klausel "...frei erfunden... Übereinstimmungen wäre rein zufällig."

Ich habe in meinem Thriller Roman Abramowitch und Wladimir Putin was angedichtet. Bei der Überarbeitung die Namen aber geändert.
Dasselbe gilt für Jeff Bezos und Amazon, die amazon Chef heißt jetzt Jack Lazos von betazone (geht um eine feindliche Übernahme)

Hätte ich die Namen nun so lassen dürfen?

Zurück zu „Rechtliches, Verträge und Co.“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.