Bestseller

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neuling
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Bestseller

von neuling (02.01.2010, 16:02)
Hallo zusammen,

weiss hier jemand, ab wie vielen verkauften Exemplaren ein Buch (sagen wir ein Roman) als Bestseller gilt? In welcher Groessenordnung liegen die Verkaufszahlen von z.B. Spiegel-Bestsellern?

Vielen Dank fuer euere Antworten (und Schaetzungen).

Neuling

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Siegfried
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Re: Bestseller

von Siegfried (02.01.2010, 16:45)
Hi!

neuling hat geschrieben:
weiss hier jemand, ab wie vielen verkauften Exemplaren ein Buch (sagen wir ein Roman) als Bestseller gilt? In welcher Groessenordnung liegen die Verkaufszahlen von z.B. Spiegel-Bestsellern?

Vielen Dank fuer euere Antworten (und Schaetzungen).

Neuling


Die Frage kann so nicht beantwortet werden, weil die verkaufte Stückzahl nichts über einen "Bestseller ja oder nein" aussagt.

Die Redaktion von "buchreport" ermittelt z. B. für den "Spiegel" die Bestseller-Listen durch Umfrage bei ca. 350 repräsentativen Buchläden. Die melden dann die zwanzig bestverkauften Titel mit den Verkaufszahlen. Daraus macht "buchreport" dann die Bestsellerlisten.

In den Wochen vor Weihnachten dürften die notwendigen Stückzahlen, um unter die TopTen zu kommen, weitaus höher liegen, als etwa Anfang Januar.

Wie stark dort manipuliert oder "gesiebt" wird, kann nur geschätzt werden. Als Beispiel kann der Vielschreiber Wolfgang Hohlbein gelten, der mit etwa 200 verschiedenen Titeln circa 35 Millionen Bücher verkauft hat. Das macht 175.000 Stück pro Titel - aber wie oft war Hohlbein in den Spiegel-Bestsellern vertreten?

Noch ein Wort zu den Auflagenzahlen in Deutschland ganz generell:

Ein Buch, von dem 2.000 Stück verkauft werden, gilt als gerade eben profitabel (Suhrkamp bzw. Beck setzen für ihre Buchveröffentlichungen eine Startauflage von 4.000 Stück an).
Wird von einem Buch eine fünfstellige Zahl (also größer als 10.000 Stück) verkauft, ist es bereits ein echter Verkaufserfolg.
Bücher mit mehr als 50.000 Stück sind Verkaufsrenner (solche Autoren werden von den Verlagen heiß und innig gesucht! cheezygrin ).
Jetzt kann man sich vorstellen, was für ein Geschäft der Carlsen-Verlag mit "Harry Potter" gemacht hat: Startauflage für "Harry Potter und der Halbblutprinz" in Deutschland = 2 Millionen Stück!

Grüße
Siegfried
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neuling
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Re:

von neuling (02.01.2010, 16:53)
Danke fuer die Antwort.

Zu den Bestseller-Listen: Dann gibt es doch aber sicher irgendwo Statistiken, die aussagen, wie viele Buecher pro Woche (da die Listen ja i.d.R. woechentlich erstellt werden) im Durchschnitt verkauft werden muessen, um auf einer der Listen zu erscheinen. Oder irre ich mich da?

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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (02.01.2010, 17:38)
Hallo,

hier ein interessanter Bericht über die Physik der amazon - Verkaufsränge.

http://www.pro-physik.de/Phy/leadArticle.do?laid=5470
Viele Grüße von Nicolas

Geduld ist eine Tugend
http://www.romanzeit.de
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (02.01.2010, 19:27)
neuling hat geschrieben:
Zu den Bestseller-Listen: Dann gibt es doch aber sicher irgendwo Statistiken, die aussagen, wie viele Buecher pro Woche (da die Listen ja i.d.R. woechentlich erstellt werden) im Durchschnitt verkauft werden muessen, um auf einer der Listen zu erscheinen. Oder irre ich mich da?


Vermutlich gibt es irgendwo die Daten, aber die dürften geheim gehalten werden.

Und was den Durchschnitt angeht: Eben genau das ist nicht möglich. cheezygrin

Nehmen wir an, es geht um die Bestseller-Liste der 3. Kalenderwoche. Da steht ein Buch auf Platz 7, von dem in den 350 befragten Buchläden vielleicht 700 Stück verkauft wurden. Das hat für Platz 7 gereicht.

Fünf Wochen vorher, in der 50. Kalenderwoche, hätten 700 Stück nicht mal gereicht, um überhaupt in den Top 20 der Liste zu erscheinen.

Deswegen: Lös dich gedanklich von der Vorgabe, du müsstest nur ein paar Hundert Bücher in einer Woche verkaufen, schon landest du in der Bestseller-Liste. Die Frage ist auch immer: Was verkauft die Konkurrenz gleichzeitig?

Wenn du 1.000 Stück in der letzten Vorweihnachtswoche verkaufst, wärst du in der letzten Januar-Woche auf Platz 1 gelandet - blöd aber, dass alle anderen auch viel mehr Bücher verkaufen, eben weil Weihnachten ist. 1.000 Bücher Ende Januar = Platz 1; 1.000 Bücher direkt vor Weihnachten = unter ferner liefen ...

Grüße
Siegfried
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neuling
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Re:

von neuling (02.01.2010, 19:44)
Siegfried hat geschrieben:
neuling hat geschrieben:
Zu den Bestseller-Listen: Dann gibt es doch aber sicher irgendwo Statistiken, die aussagen, wie viele Buecher pro Woche (da die Listen ja i.d.R. woechentlich erstellt werden) im Durchschnitt verkauft werden muessen, um auf einer der Listen zu erscheinen. Oder irre ich mich da?


Vermutlich gibt es irgendwo die Daten, aber die dürften geheim gehalten werden.

Und was den Durchschnitt angeht: Eben genau das ist nicht möglich. cheezygrin

Nehmen wir an, es geht um die Bestseller-Liste der 3. Kalenderwoche. Da steht ein Buch auf Platz 7, von dem in den 350 befragten Buchläden vielleicht 700 Stück verkauft wurden. Das hat für Platz 7 gereicht.

Fünf Wochen vorher, in der 50. Kalenderwoche, hätten 700 Stück nicht mal gereicht, um überhaupt in den Top 20 der Liste zu erscheinen.

Deswegen: Lös dich gedanklich von der Vorgabe, du müsstest nur ein paar Hundert Bücher in einer Woche verkaufen, schon landest du in der Bestseller-Liste. Die Frage ist auch immer: Was verkauft die Konkurrenz gleichzeitig?

Wenn du 1.000 Stück in der letzten Vorweihnachtswoche verkaufst, wärst du in der letzten Januar-Woche auf Platz 1 gelandet - blöd aber, dass alle anderen auch viel mehr Bücher verkaufen, eben weil Weihnachten ist. 1.000 Bücher Ende Januar = Platz 1; 1.000 Bücher direkt vor Weihnachten = unter ferner liefen ...

Grüße
Siegfried



Danke fuer die Antwort. Aber genau deshalb macht doch der Durchschnitt (u.U. mit Angabe der Abweichung) Sinn. ;) Vor allem, wenn es nur um eine grobe Schaetzung geht...

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (02.01.2010, 22:32)
neuling hat geschrieben:
Danke fuer die Antwort. Aber genau deshalb macht doch der Durchschnitt (u.U. mit Angabe der Abweichung) Sinn. ;) Vor allem, wenn es nur um eine grobe Schaetzung geht...


Das musst du mir mal erklären! cheezygrin


Beispiel (nur die Top3)
1. Woche: Dein Buch 200 Stück
Top 3:
Buch A = 1.000 Stück
Buch B = 800 Stück
Buch C = 500 Stück

2. Woche: Dein Buch 200 Stück
Buch D = 1000 Stück
Buch E = 800 Stück
Buch A = 500 Stück

3. Woche: Dein Buch 200 Stück
Buch D = 1.000 Stück
Buch F = 800 Stück
Buch A = 500 Stück

usw.

Am Ende hast du 52 x 200 Stück = 10.500 Stück verkauft (Durchschnitt also 200 Stück), warst aber nie in den Listen, während Buch A ingesamt nur 8.000 Stück verkauft hat (Durchschnitt 153 Stück), dafür aber vier Wochen in den Charts stand.

Lässt sich was aus dem Durchschnitt herleiten?
Manchmal sind die Verkaufszahlen von "Longsellern" viel höher als von Bestsellern, aber diese Longseller tauchen nie in den Verkaufshitlisten auf. :shock::

Grüße
Siegfried
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chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (02.01.2010, 22:49)
Und was lernen wir daraus?

Für´s Prestige einen Bestseller,
für den Geldbeutel einen Longseller.
cool5

Bello
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Re:

von Bello (02.01.2010, 23:22)
Der Link von Fayé ist sehr interessant. Er bestätigt nicht, was ich immer vermutet hatte, dass nämlich Bücher in erster Linie durch aggressive Werbung in den Markt gedrückt werden. Die entscheidende Passage in dem genannten Text lautet: >... dass über den Erfolg eines Buches nicht so sehr die direkte Einwirkung auf die potentiellen Käufer entscheidet, etwa durch Nachrichten oder Werbung. Wichtiger ist es vielmehr, dass sich im Bücherleser-Netzwerk möglichst lange Ketten von Personen bilden, die das Buch einander empfehlen.<

Die Frage lautet nun: Wie stelle ich es an, dass mein Buch in einem Bücherleser-Netzwerk empfohlen wird? Ist dieses Forum solch ein Netzwerk? Ich vermute, die Bestseller-Listen von BoD, weisen zumindest im Ansatz den erwünschten >empfehlenden< Charakter einer Kette auf.

Außerhalb der Fan-Gemeinde des BoD Autorenpools dürften es BoD-Bücher schwer haben, auf eine hohe Resonanz bei der Leserschaft zu stoßen (keine Kettenbildung!). Der Grund ist einfach und niederschmetternd für viele BoD-Autoren. Es hapert oft an der Qualität. Die Rechtschreibung und Zeichensetzung ist manchmal vorsichtig gesagt gewöhnungsbedürftig. Bücher, die von Verlagen lektoriert wurden, weisen nicht dieses Maß an Fehlern auf. Kritik ist in diesem Forum aber vorsichtig zu äußern. Dabei würde es den meisten BoD-Autoren helfen, sich harsche Kritik von Gleichgesinnten aus dem Bod-Forum zu Herzen zu nehmen. Sonst droht ein heftiger Verriss des Buches durch die Käufer. Diese haben es verdient, ein wenigstens handwerklich durchschnittliches Werk zu erhalten. Immerhin haben sie eine Menge Geld ausgegeben.

Zur Frage, wie oft ein Buch über die Ladentheke geht, hilft ein Blick ins Impressum. An der Angabe, in der wievielten Auflage ein Buch erscheint, läßt sich gut ablesen, ob es sich um eine Eintagsfliege oder einen Dauerbrenner handelt. Gelegentlich wird sogar die konkrete Zahl verkaufter Bücher angegeben.

Die Frage, wie viele Bücher verkauft werden müssen, um in den Rang eines Bestsellers erhoben zu werden, dürfte für einen BoD-Autor aufgrund der eingangs gemachten Feststellungen wenig interessant sein. Schöner wäre es, zu erfahren, welche Verkaufszahlen sich hinter den Bestsellerlisten von BoD verbergen.

Das Phänomen der relativen Verkaufszahlen von Büchern in Bestsellerlisten hat Siegfried bereits beschrieben.

Gruß Bello

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (02.01.2010, 23:53)
Bello hat geschrieben:
Der Grund ist einfach und niederschmetternd für viele BoD-Autoren. Es hapert oft an der Qualität. Die Rechtschreibung und Zeichensetzung ist manchmal vorsichtig gesagt gewöhnungsbedürftig. Bücher, die von Verlagen lektoriert wurden, weisen nicht dieses Maß an Fehlern auf.


Oh ... Vorsicht! Gaaaaaaaanz heißes Thema! cheezygrin


:twisted: :twisted: :twisted:
Die fehlende Qualität liegt nicht im "System BoD" - es gibt schlicht eine konsequente Verweigerung seitens der Autoren, solche Dinge wie Rechtschreibung und Zeichensetzung überhaupt zu lernen:
"Ja,ich weiß, ich habe noch eine Menge Rechtschreib- und Kommafehler in meinem Text, aber ..."
... und jetzt darf der Leser frei wählen ...
a) "... das ist eben meine künstlerische Freiheit, denn auch Goethe hat ja geschrieben, wie er es für richtig hielt!" ...
oder
b) "... ich habe einfach keinen Bock, die ganze Sch**** aus der Schule zu wiederholen. Lebt damit oder lasst es!"
:twisted: :twisted: :twisted:

cheezygrin

Grüße
Siegfried
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Bello
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Re:

von Bello (03.01.2010, 00:27)
Leider ist eine Selbstverständlichkeit ein Problem für viele. Die Rechtschreibung ist nicht ins Belieben der Autoren gestellt. Sie ist auch nicht Ausdruck künstlerischer Freiheit. Ich weiß, dass dies ein ganz heißes Thema hier ist. Seit Monaten verfolge ich die Diskussion in diesem Forum. Ich teile die Auffassung der Schriftsteller nicht, die mit Verve den Standpunkt vertreten, es zähle die Geschichte, die Form sei zweitrangig. Ich gebe zu, ich wäre froh, meine Kenntnisse der deutschen Sprache wären besser. Aber das, was einige abliefern, ist grausam. SearchInside ist eine wunderbare Sache, weil es jedem Käufer erlaubt, sich einen ersten Eindruck über das zu erwerbende Elaborat zu verschaffen. Um eines ganz klar zu sagen, ich will nicht die Form über den Inhalt erheben. Trotz allen Bemühens bleiben leider immer Fehler im Text zurück. Es macht für mich aber doch einen gewaltigen Unterschied, ob es sich um wenige Flüchtigkeitsfehler handelt, oder auf jeder Seite Fehler zu finden sind, als seien sie ein Stilmittel. Man muss eben akzeptieren, dass es nicht jedem gegeben ist, einen den Leser gewinnenden Text schreiben zu können. Wie schwierig das ist, habe ich auch erst beim Schreiben erfahren müssen. Mir gefällt nicht, dass so wenige bereit und gewillt sind, hart an sich zu arbeiten. Wenn schon der Inhalt nicht immer stimmig ist, dann sollte wenigstens die Form (halbwegs) stimmen. Ist das zu viel verlangt?

Viele Bello

Bello
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Re:

von Bello (03.01.2010, 00:47)
Noch ein Nachtrag.
In diesem Forum werden unwichtige Nachrichten breit gestreut. Das erschwert das Auffinden von hilfreichen Informationen ungemein. Ich finde, man sollte sich dann zu Wort melden, wenn man was Wichtiges zu sagen hat. Positiv gewendet: Statt hier zu allem seinen Senf dazuzugeben, sollte der ein oder andere Schriftsteller lieber seine Zeit damit verbringen, sein Projekt kritisch durchzusehen.

Viele Grüße Bello

houdini
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Re:

von houdini (03.01.2010, 13:39)
"Ein Buch, von dem 2.000 Stück verkauft werden, gilt als gerade eben profitabel (Suhrkamp bzw. Beck setzen für ihre Buchveröffentlichungen eine Startauflage von 4.000 Stück an).
Wird von einem Buch eine fünfstellige Zahl (also größer als 10.000 Stück) verkauft, ist es bereits ein echter Verkaufserfolg. "


Das ist interessant, dann bin ich mit meinen cirka 3500 verkauften Exemplaren ja schon nicht schlecht im Rennen.
Irgendwo in einem anderen Thread stand ja mal dass manche Verlage ja bei BOD Autoren hellhörig werden die auf diesem Wege schon gut verkauft haben.
Als Beispiel "Der Nomadengott" der ja sogar bei Heyne gelandet ist

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Lisa_Sonnenblume
Beiträge: 875
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Wohnort: FFM

Re:

von Lisa_Sonnenblume (03.01.2010, 14:39)
houdini hat geschrieben:
"Ein Buch, von dem 2.000 Stück verkauft werden, gilt als gerade eben profitabel (Suhrkamp bzw. Beck setzen für ihre Buchveröffentlichungen eine Startauflage von 4.000 Stück an).
Wird von einem Buch eine fünfstellige Zahl (also größer als 10.000 Stück) verkauft, ist es bereits ein echter Verkaufserfolg. "


Das ist interessant, dann bin ich mit meinen cirka 3500 verkauften Exemplaren ja schon nicht schlecht im Rennen.
Irgendwo in einem anderen Thread stand ja mal dass manche Verlage ja bei BOD Autoren hellhörig werden die auf diesem Wege schon gut verkauft haben.
Als Beispiel "Der Nomadengott" der ja sogar bei Heyne gelandet ist


WOW :shock:: WOW 3500 Bücher verkauft? Über BoD? Wie lange hast du dafür gebraucht?
LG,

Lisa

neuling
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Registriert: 02.01.2010, 15:58

Re:

von neuling (04.01.2010, 00:44)
Siegfried hat geschrieben:
neuling hat geschrieben:
Danke fuer die Antwort. Aber genau deshalb macht doch der Durchschnitt (u.U. mit Angabe der Abweichung) Sinn. ;) Vor allem, wenn es nur um eine grobe Schaetzung geht...


Das musst du mir mal erklären! cheezygrin


Beispiel (nur die Top3)
1. Woche: Dein Buch 200 Stück
Top 3:
Buch A = 1.000 Stück
Buch B = 800 Stück
Buch C = 500 Stück

2. Woche: Dein Buch 200 Stück
Buch D = 1000 Stück
Buch E = 800 Stück
Buch A = 500 Stück

3. Woche: Dein Buch 200 Stück
Buch D = 1.000 Stück
Buch F = 800 Stück
Buch A = 500 Stück

usw.

Am Ende hast du 52 x 200 Stück = 10.500 Stück verkauft (Durchschnitt also 200 Stück), warst aber nie in den Listen, während Buch A ingesamt nur 8.000 Stück verkauft hat (Durchschnitt 153 Stück), dafür aber vier Wochen in den Charts stand.

Lässt sich was aus dem Durchschnitt herleiten?
Manchmal sind die Verkaufszahlen von "Longsellern" viel höher als von Bestsellern, aber diese Longseller tauchen nie in den Verkaufshitlisten auf. :shock::

Grüße
Siegfried


Man kann sich Beispiele hinrechnen wie man will, aber es ist auch bei diesem Beispiel dann so, dass der Durchschnitt mir sagt, wie weit ich ungefaehr von einem Bestseller entfernt bin. Also angenommen, man braucht vor Weihnachten 2000 Verkaeufe pro Woche um auf der Liste zu stehen, und wenn Flaute herrscht eben nur 1000. Dann sind das im Durchschnitt 1500 Buecher, mit einer Streuung in der Groessenordnung plus/minus ein paar hundert. Das heisst, wenn ich 500 Buecher in der Woche verkaufe, muss ich mich um einen Faktor 3-4 steigern, um auf der Liste zu stehen. Das ist u.U. z.B. mit zwei Interviews in der gleichen Woche machbar. Wenn ich aber nur 50 Buecher verkauft habe, kann ich's im Prinzip erstmal vergessen. Wenn ich 1500 Buecher verkauft habe und trotzdem nicht auf der Liste stand, heisst das, dass ich sehr nah dran war, und wohl eine realistische Chance habe, es noch zu schaffen.

Das heisst natuerlich nicht, dass ich ab 1500 Buechern sicher auf der Liste stehe. Aber wenn das vorhersagbar waere, waere das Leben ja langweilig.

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