BOD-Autoren - Alles Nichtskönner?

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Sybell H
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Re:

von Sybell H (10.07.2011, 01:12)
Oh mein Gott, ich habe noch sehr viel zu lernen. Noch mehr PANIK!!!
Als ich als Teenager von der Schriftstellerei träumte, da – muss ich heute wohl zugeben – sah ich das schon etwas zu sehr rosarot. Ich bemerkte schnell, dass ich mich nur auf einer Wolke befand und als diese dann auch noch platze, stürzte ich gewaltig ab. Trotzdem blieb der Traum immer tief in mir haften. Und erfüllte sich schließlich mit BoD.
Das Problem dabei: Für mich war damals ein Buch zu schreiben irgendwie etwas Großes, etwas Magisches, etwas ganz Besonderes, das nur wenige Menschen können und dürfen.
Mit BoD darf jeder. Es nimmt dieser "Idee" praktisch jede "Magie" und ich gebe ehrlich zu, das hat schon einen etwas merkwürdigen Beigeschmack und ich muss wohl auch gestehen, es gibt auch meinem eigenen Werk nicht den Touch, den ich gerne hätte. Klingt sehr voreingenommen, ich weiß und ich würd mich auch gern eines Besseren belehren lassen. Aber als ich von BoD erfuhr und mich in diesem Forum schlaumachte, da war praktisch schon jedes einzelne Buch (mit ein paar wenigen Ausnahmen), das ich hier entdeckte entweder voller Fehler oder extrem mies und umständlich (um nicht zu sagen, schlecht) geschrieben. Dies verstärkte mein mieses Gefühl zu dem Thema und die vielen „Ich schreibe wie ich will“ Kommentare machten es nicht besser. Trotzdem blieb ich. Zum einen, weil ich gar keine andere Möglichkeit habe. Ich hätte nie den Mut meine Arbeiten an einen Verlag zu schicken oder das Geld um sie anders drucken zu lassen. In sofern, nahm ich das Angebot von BoD gerne an und bin dankbar für diese Möglichkeit. Ich habe hart daran gearbeitet und noch härter an der Bearbeitung. Trotzdem wird es das Image vom „unprofessionellen BoD“ Autor vermutlich auch nicht schmälern.
Was dem aber helfen könnte wäre vielleicht eine weitere Auszeichnung. Die BoD Edition ist schon ein guter Anfang, aber ich bin mir sicher es gibt mehr als ein gutes Buch pro Monat und vielleicht sogar mal einen Monat wo es nur Schrott zu lesen gibt, insofern…
BOD HELFT UNS UNS SELBST ZU HELFEN !!!
Es muss doch Möglichkeiten geben die Streu vom Weizen trennen zu können (und das ohne dass sich so einige BoD Autoren in diesem Forum selbst ins Aus schiessen müssen!!!)

Beste Grüße
Sybell

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Alexandermerow
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Re:

von Alexandermerow (10.07.2011, 11:18)
Trotzdem wird es das Image vom „unprofessionellen BoD“ Autor vermutlich auch nicht schmälern.


Nu` mach dich net geck! Mehr als teeren und federn können sie dich ja auch nicht :wink: Ich habe mir gerade mal das Taschenbuch Magazin angeschaut und mich gewundert, was so mancher Großverlag für einen Käse veröffentlicht. Außer Krimis und Frauenromanen kommt anscheinend kaum noch was hoch. Da mache ich lieber mein Ding und wenn man sich einige der Titel ansieht, die da hochgelobt werden, ist man fast schon stolz nicht zum "Club" zu gehören...

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (10.07.2011, 12:47)
Alexandermerow hat geschrieben:
Außer Krimis und Frauenromanen kommt anscheinend kaum noch was hoch.


Ich weiß ja nicht, was das "Taschenbuch Magazin" ist und listet - aber wenn ich bei

www.neuebuecher.de

schaue, dann entdecke ich da weit mehr als Krimis und Frauenromane ...

Nur mal so aufgelistet:

»New In The City«
»Existenz zwischen den Fronten«
»Der Hartmut kommt, siet und sigt« (kein Tippfehler, das Buch heißt wirklich so!)
»Progressive Muskelentspannung«
»Männer in der Apotheke«
»Die dreizehnblättrige Rose«
»Die andere Seite der Welt«

@Sybell

Sybell H hat geschrieben:
Es muss doch Möglichkeiten geben die Streu vom Weizen trennen zu können (und das ohne dass sich so einige BoD Autoren in diesem Forum selbst ins Aus schiessen müssen!!!)


Das BoD-Forum stiftet ein Icon, das auf ausgewählten Büchern auf das Titelbild gesetzt werden darf ... cheezygrin
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // alle Preise zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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MW
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Re:

von MW (10.07.2011, 12:59)
Sybell H hat geschrieben:
BOD HELFT UNS UNS SELBST ZU HELFEN !!!


Prima wäre zB eine Edition, in der nur professionell lektorierte - oder zumindest korrigierte - Bücher unterkommen. Da darf der Tarif gerne teurer sein. Es gibt ja von BOD bereits die entsprechenden Angebote. Nur zahlt halt niemand 2.000 Euro, wenn er glaubt, es auch selbst leisten zu können. Womöglich wäre eine "Premium-Edition" ein besonderer Anreiz.

Und um den ganzen Spaß erschwinglich zu lassen, könnte man ja auch gestaffelt nach "Fehlern" abrechnen. Dies würde einerseits den Autor motivieren "fehlerfreier" zu schreiben ... und andererseits das Niveau steigern ...
aktuelles sachbuch: "design kalkulieren"
www.designkalkulieren.de

artwork: www.designers-inn.de
schreiben: www.angenehme-vorstellung.de
thriller: www.marclinck.de
musik: www.linck-live.de

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mtg
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Re:

von mtg (10.07.2011, 13:27)
MW hat geschrieben:
Und um den ganzen Spaß erschwinglich zu lassen, könnte man ja auch gestaffelt nach "Fehlern" abrechnen. Dies würde einerseits den Autor motivieren "fehlerfreier" zu schreiben ... und andererseits das Niveau steigern ...

Erschwinglich für wen? Die »Fehlersucher« wollen ja auch bezahlt werden ...

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käferchensmama
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Re:

von käferchensmama (10.07.2011, 13:45)
Ich schließe mich der Aussage an, dass leider viele über sogenannte "on demand-Verlage" veröffentlichte Bücher Schott sind und somit ein schlechtes Licht auf alle werfen (leider!). Zum Glück gibt es die klick-ins-Buch Funktion, die es dem Käufer ermöglicht, einen Einblick zu bekommen (Rechtschreibfehler? Grammatik? Interpunktion? Schreibstil?) und so manchen Kunden vor einem Fehlkauf bewahrt.
Allerdings will ich nicht sagen, dass alle, die mit einem grossen Verlag verlegen, automatisch hohe Qualität bringen: denkt nur an Schund wie z.B. "Feuchtgebiete" (trotzdem ein Bestseller, tz tz tz!)
Oft ist es auch so, dass Autoren wie z.B. Ingrid Noll erst einen superduper Bestseller landen und dann für den Verlag weiter fleissig produzieren, leider aber die Qualität, die sie zu Beginn an den Tag gelegt haben, mit jedem weiteren Werk fleissig schwindet. Schade. Ich war beispielsweise von ihren ersten Drei Romanen begeistert und habe eben gerade enttäuscht einen ihrer etlichen nachgeschobenen Kriminalromane beendet ( immer die selbe Noll-Leier, schade, gähn!)

Um nochmal auf BoD und Co. zurückzukommen:
Oft ist es leider auch so, dass jemand, auch wenn er/sie etwas kann, mit einem on-demand-Anbieter veröffentlicht, weil sein/ihr Werk beispielsweise gerade nicht in den Katalog des/der kontaktierten grossen Verlage passt. Zum Beispiel, weil sie schon zu viel zu dem Thema/ähnliche Story veröffentlicht haben, das Thema grad nicht "in" ist usw. So gibt es wohl vielerlei Gründe.

Was ich jedoch finde ist, dass auch on demand Anbieter eine gewisse Kontrollfunktion hinsichtlich der Qualität der zu druckenden Bücher ausüben sollten. Es darf einfach nicht sein, dass Bücher, die vor Fehlern strotzen, per Amazon verscherbelt werden und der online Buchmarkt quasi "zugespamt" wird.
Denn das ist der Grund, warum so mancher BoD Autor ggf schief angeschaut bzw verbal angegangen wird ( ist mir zum Glück noch nicht passiert)

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SandraR
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Re:

von SandraR (10.07.2011, 13:51)
MW dann wäre man so weit wie bei einem normalen Verlag. Das Personal suchst nicht Du dir aus sondern es wird dir aufs Auge gedrückt. Lektor und Korrektor müssen aber zum Autor passen, nicht umgekehrt.

Es ist einfach unglaublich, anstelle die Freiheit zu lieben und die Möglichkeit sein Ding zu machen, rufen hier doch tatsächlich einige nach dem Schullehrer der sie doch an die Hand zu nehmen hätte. Ich denke für diese Menschen ist Bod tatsächlich einfach keine Alternative. Sie können oder möchten nicht Selbstverantwortung tragen.
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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (11.07.2011, 07:14)
Und wir warten weiter auf den Tag, an dem die Leser berichten, um wie viel besser als der Mainstream-Verlags-Mist die unterhaltsam geschriebenen, sorgfältig lektorierten und gut lesbar gesetzten Indie-Bücher im Druck bei BOD, Lulu & Co doch sind!
cool5

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SandraR
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Re:

von SandraR (11.07.2011, 08:32)
Das Valerie liegt am Einzelnen. Zudem wie immer wieder hier betont, den Leser interessiert nicht der Verlag. Bücher werden nicht wegen einem Verlag gekauft, sondern wegen dem Thema und/oder dem Autor.
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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (11.07.2011, 09:18)
Das stimmt wohl, Sandra. Den „Otto-Normal-Leser“ interessiert der Verlag nicht. Die eingefleischten „BoD-Hasser“ finden sich eigenartigerweise in den Foren von amazon und im Bereich der Publikumsverlagsautoren. Vielleicht aus Konkurrenzängsten? Jedenfalls werden Publikationen über BoD gerne über den sprichwörtliche Kamm geschoren.

BoD-Werke sind nicht nur schlecht oder nur gut. Aus meiner persönlichen Erfahrung überwiegen jedoch leider die schlechten Bücher – und damit meine ich nicht unbedingt Rechtschreibung oder Buchsatz, sondern die Umsetzung einer Geschichte. Ich habe einige BoD-Bücher gekauft und gelesen, bin aber soweit, dass ich ohne „Blick ins Buch“ definitiv nicht kaufe.
Viele Grüße von Nicolas

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SandraR
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Re:

von SandraR (11.07.2011, 10:19)
Ich bin der Sachbuchleser. Romane kaufe ich wenn überhaupt, vor Ort in Fremdsprache. Sachbücher sind vom Thema her bei BOD oft wesentlich interessanter als die Teile von Großverlagen.

Es gibt nur einen Verlag der bei mir auf der schwarzen Liste steht einfach weil er in den Bereich Spamer in Buchformat gehört.

Es gibt sehr gute Sachbücher bei BOD.

Schon deswegen weil die Publikumsverlage ihrer Zeit gerne hinten nach hinken. Bei Belletristik finde ich auch bei Publikumsverlagen zu 90 Prozent nur Zeug was sich für RTL Verfilmungen eignen würde. Ein und das selbe Thema in Variationen blink3

Dazu nochmals per Definition ist BOD ein Dienstleister. Wäre er ein Verlag würde er selektieren. Zur Beruhigung bei Lulu gibt es noch viel schlimmeres.
Amazon mit seinem Kindlekonzept schießt sich gerade selber ins Bein. Wenn es noch nicht mal eine ISBN benötigt, dann wird es ganz lustig werden. Insofern werden also Amazonautoren wohl bald zum Thema BOD schweigen. Wenn Kritik kommt so meistens von Autoren die sich als Literaten verstehen :lol: kleine verkannte Genies mit großem Ego. Die Schreiben dann tatsächlich nicht für Leser sondern für ihr Ego und Reich-Ranicki.
Auf der anderen Seite die Vielfalt machts, deswegen jedem sein Ding.
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Alexandermerow
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Re:

von Alexandermerow (11.07.2011, 11:07)
Ich bin der Sachbuchleser. Romane kaufe ich wenn überhaupt, vor Ort in Fremdsprache. Sachbücher sind vom Thema her bei BOD oft wesentlich interessanter als die Teile von Großverlagen.


Demnächst hast du ja ohnehin genug zu tun, Sandra. Du musst ja noch die Beutewelt-Romane übersetzen, damit auch in Russland die Revolution ausbrechen kann cheezygrin
Gut, kleiner Scherz...Ich kann mir gut vorstellen, dass der BOD-Bereich einfach wesentlich mehr Sachbücher zu bieten hat, als der Großverlagsbereich. Mehr Themenfelder und vielleicht auch nicht immer nur Mainstream-Meinungen zu diversen Themen.

Angelina II

Re:

von Angelina II (13.07.2011, 11:34)
Valerie J. Long hat geschrieben:
...und wenn ich danach meinen Probedruck mache und nochmal lese, finde ich wieder welche...


Es ist eine Frage der Mühe die man sich macht. Es gibt Fehler die fallen nur einem gerinen Prozentsatz der Leser auf, da es sich hierbei um Spezialiäten handelt. So ist zum Beispiel "Sie hat abgewunken" anstatt "Sie hat abgewinkt" sicher kein Problem. Schlimmer wird es wenn Wörter offensichtlich falsch geschrieben werden oder gar doppelt hintereinander vorhanden sind.

Das zeugt dann von Schlampigkeit!

Von daher sollte die Autoren ggf. die Prioräten etwas verändern und sich mehr um ihr Buch kümmern anstatt die Zeit im ... zu verbringen.

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mtg
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Re:

von mtg (13.07.2011, 11:49)
Angelina II hat geschrieben:
Es ist eine Frage der Mühe die man sich macht. Es gibt Fehler die fallen nur einem gerinen Prozentsatz der Leser auf

Es ist immer wieder schön, welch geringen Anspruch manche Leute an sich selbst haben. Daraus entsteht nämlich dann genau die Einstellung, aus der die inkriminierten Bücher erwachsen.

Valeries Ansatz »Mir tun Fehler selbst am meisten weh« zeugt von dem hohen Anspruch, den sie an sich selbst hat und mit dem sie ihre Leser auch beglücken möchte. Es gibt hier kein »richtig« oder »falsch« - es gibht nur ein »interessiert mich« oder »interessiert mich nicht«.

Valerie z.B. interessiert das. Mich auch. Andere eben nicht.

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (13.07.2011, 12:14)
Nachricht gelöscht
Zuletzt geändert von Klaus D. Klimke am 10.11.2011, 05:32, insgesamt 1-mal geändert.

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