Buchhandlung bezahlt nicht

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


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skipteuse
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Re:

von skipteuse (15.10.2014, 11:13)
Ja, echt sehr unschön!! aber so würde ich es auch machen ...

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Ankh
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Re:

von Ankh (16.10.2014, 23:55)
Ein Versehen kann das nicht mehr sein. Nicht nach insgesamt vier Versuchen und der letzte mit Androhung eines kostenpflichtigen Mahnverfahrens.

Angerufen hatte ich schon mal, das war der 3. Versuch.

Ein Mal klar, vielleicht auch noch ein zweites Mal, aber nach vier Versuchen schließe ich einen Irrtum aus.

Könnte sich die Buchhandlung darauf berufen, das Buch nie bekommen zu haben? Wie ist das rechtlich? Ich vermute mal, dass ich nicht der Einzige bin, der seine Bücher nur als einfache Büchersendung verschickt.

Alan Smithee
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Re:

von Alan Smithee (17.10.2014, 01:42)
Da die Büchersendung von der Post eher stiefmütterlich behandelt wird und du vor allem keinen Nachweis für den Versand hast, kann die Buchhandlung sehr wohl behaupten
das Buch nie bekommen zu haben.
Allerdings wäre fraglich, warum sie dann nach gewisser Zeit nicht noch einmal bei dir anfragt, wo das Buch bleibt. Die will schließlich auch verkaufen.

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (17.10.2014, 06:33)
Ankh hat geschrieben:
Angerufen hatte ich schon mal, das war der 3. Versuch.


Ich empfehle dir aber, täglich anzurufen.

Und wenn du nach einer Woche den Eindruck bekommst, sie veräppeln dich nur, dann würde ich (lustvoll) ein gerichtliches Mahnverfahren starten.
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mtg
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Re:

von mtg (17.10.2014, 07:28)
Gibt es in der Stadt nicht vielleicht eine Lokalzeitung? angle: angle: angle:

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (17.10.2014, 09:57)
@ankh

Haben die Leute dich schon mal gesehen? Geh doch in den Laden (wenn er nicht allzu weit weg ist) und guck mal, wo das Buch ist. Wenn du es findest, stellst du dich ihnen vor, und nimmst das Buch wieder mit.

Vielleicht wollte ein Kunde das Buch zur Ansicht haben, dann wurde es bestellt, aber der Kunde hats nicht genommen??

Die Lokalzeitung darüber informieren ist eine gute Idee, aber nur, wenn der Laden im Ort ist. Sonst juckt es niemanden.
Zuletzt geändert von Klonschaf am 17.10.2014, 10:01, insgesamt 1-mal geändert.

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mtg
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Re:

von mtg (17.10.2014, 10:00)
Klonschaf hat geschrieben:
Haben die Leute dich schon mal gesehen? Geh doch in den Laden und guck mal, wo das Buch ist. Wenn du es findest, stellst du dich ihnen vor, und nimmst das Buch wieder mit.


Die Buchhandlung ist 400 km weit weg (guggst Du weiter oben: 13.10., 18:44 Uhr)

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (17.10.2014, 10:03)
angle:
Zugegeben - es gab schon kompetentere Kommentare als meinen, merke ich gerade. :wink:

Wegen Matthias' Vorschlag, die Lokalzeitung zu informieren, dachte ich, die Buchhandlung muss ja wohl ganz klar im Wohnort von Ankh sein. Gut kombiniert, Sherlock. :roll:

Im Nachhinein wird mir jetzt klar: man kann auch Lokalzeitungen anderer Orte kontaktieren - ja, so was geht!

Voll auf dem Schlauch gestanden. Sorry.

*hüstel

cool1

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (17.10.2014, 11:16)
Wenn es zu viel Aufwand ist:
Abhaken und weitermachen. Kraft, Zeit und Geld in Schöneres und Sinvolleres investieren.

:wink:

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (17.10.2014, 13:26)
Das Gerücht, dass Lokalzeitungen in solchen Fällen helfend eingreifen können/wollen, hält sich hartnäckig - sehr zum Leidwesen derjenigen, die dort die Eingangspost sichten und sortieren müssen. Wahrscheinlich ist die Aktion "Bild hilft" aus den 80ern (oder 70ern?) an diesem Mythos schuld. Keine Zeitung hat ein Interesse, Gegendarstellungen zu drucken. Und Recherche ist in solchen Fällen einfach zu teuer. Vielleicht entsteht der Eindruck, dass solche Fälle die Redakteure interessieren könnten, auch dadurch, dass bei Promis tatsächlich jeder Scheiß gedruckt wird. Den kann man aber billig über Agenturen beziehen.

Der von Torsten vorgeschlagene tägliche Telefonterror wäre einen Versuch wert. Mit modernen Telefonanlagen kann man sich zwar recht leicht davor schützen, muss dazu aber die Anleitung lesen.

Ansonsten finde ich skipteuses Vorschlag gar nicht so schlecht.
skipteuse hat geschrieben:
Wenn es zu viel Aufwand ist:
Abhaken und weitermachen. Kraft, Zeit und Geld in Schöneres und Sinvolleres investieren.

:wink:

Wenn man natürlich zu den Menschen gehört, die sich wegen Ungerechtigkeiten jahrelang grämen, dann ist diese Lösung ungeeignet.

Gruß,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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Ankh
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Re:

von Ankh (17.10.2014, 13:57)
@Alan:
Grundsätzlich könnten Sie das sicherlich schon behaupten, aber ob das bei einem Mahnverfahren ein relevantes Argument sein kann, das ist die entscheidende Rechtsfrage, denke ich. Zum einen hätte man eine Nachfrage erwarten können, weil sie das Buch verkaufen wollen, wie du sagst. Entscheidender könnte aber sein, dass sie vier explizite Gelegenheiten von mir bekamen, bei denen sie es hätten einwenden "müssen".

Vor einem Mahnverfahren hatten sie vier Gelegenheiten, darauf hinzuweisen, dass sie nicht bezahlen, weil gar kein Buch ankam. Wenn Sie das nicht tun und ich daraufhin ein Mahnverfahren starte, können sie dann den Nicht-Erhalt noch immer rechtswirksam einwenden?

Nach meinem Rechtsgefühl nicht. Mal schauen, ob ich dazu was finde im Web, denn diese Frage wird bei einem Mahnverfahren sicher schon öfters eine Rolle gespielt haben.


Die Lokalzeitung.... ich habe mich ganz spontan gefragt, ob die das tatsächlich interessiert, solange es nur so eine Kleinigkeit ist. Und dass ich selbst nicht aus der Gegend bin, wird eine Lokalzeitung vermutlich auch nicht gerade motivieren.
Eine Idee in dieser Richtung kam mir aber auch schon mal. Vielleicht gibt es geeignetere Wege, die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen.

Das tägliche Anrufen stellt relativ viel Energie und "Zuwendung" dar, die sie nicht verdient haben. Das empfinde ich subjektiv ein wenig so, als ob ich meinem Geld hinterbetteln müsste und es dann irgendwann bekomme - aber nicht weil es so o.k. ist, sondern nur weil ich nerve und eigentlich selbst irgendwas falsch gemacht habe.
Wie gesagt, rein subjektiv.

holz
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Re:

von holz (17.10.2014, 14:31)
Ankh hat geschrieben:
Könnte sich die Buchhandlung darauf berufen, das Buch nie bekommen zu haben? Wie ist das rechtlich? Ich vermute mal, dass ich nicht der Einzige bin, der seine Bücher nur als einfache Büchersendung verschickt.


siehe Verkehrsordnung für den Buchhandel § 17 Haftung für Sendungen:
1. Für Sendungen oder Rücksendungen, die auf Verlangen des Empfängers erfolgen, haftet dieser vom Augenblick der Übergabe an den Transportführer.
2. Wird entgegen dem ausdrücklichen Auftrag ohne wichtigen Grund anders versandt, haftet der Absender für den dadurch entstandenen Schaden.


http://www.boersenverein.de/sixcms/medi ... handel.pdf

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (17.10.2014, 14:34)
Ankh hat geschrieben:
Die Lokalzeitung.... ich habe mich ganz spontan gefragt, ob die das tatsächlich interessiert, solange es nur so eine Kleinigkeit ist. Und dass ich selbst nicht aus der Gegend bin, wird eine Lokalzeitung vermutlich auch nicht gerade motivieren.
Eine Idee in dieser Richtung kam mir aber auch schon mal. Vielleicht gibt es geeignetere Wege, die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen.


Die Lokalzeitung wäre eine gute Idee - aber nützen wirds nichts. Sollte die Zeitung sich wirklich dafür interessieren, kann die Buchhandlung dann irgendwas behaupten und schon sind die aus dem Schneider: es war ein Missverständnis, der Azubi hat was nicht gerafft etc. bla bla bla.

Abgesehen davon ist es wirklich zu Geringfügig, glaub nciht, dass die Zeitung das interessiert - die sind eher scharf auf so Misstände, wo die Allgemeinheit sich aufregen kann z.B. schlecht beschilderte Parksituation, wo die Leute nicht blicken, dass sie einen Parkschein brauchen und deswegen einen Strafzettel bekommen - da regt sich der Volkszorn ... aber bei so nem Einzelfall? Nee ... vergiss es.

So ungerecht es ist: am besten machste gar nichts mehr, weil der Aufwand zu groß ist. Shit happens.

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Büchernarr
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Re:

von Büchernarr (17.10.2014, 15:06)
Die Lokalzeitung wird prüfen, wie oft macht die Buchhandlung in unserem Blatt Werbung.
Und wer ist dieser Querulant von Irgendwo eigentlich, sien Schreiben kommt in die Ablage "RUND"..

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (17.10.2014, 18:33)
Monika K. hat geschrieben:
Der von Torsten vorgeschlagene tägliche Telefonterror wäre einen Versuch wert. Mit modernen Telefonanlagen kann man sich zwar recht leicht davor schützen, muss dazu aber die Anleitung lesen.


Seit Mutter Natur die Anruferrufnummernunterdrückung erfunden hat, hat nicht nur die deutsche Spracheein dreißigbuchstabiges Wort (und die Kreuzworträtselerfinder ein einunddreißigbuchstabiges Wort) mehr, sondern man hat auch ein probates Mittel gegen moderne Telefonanlagen.

Außerdem stelle ich mir gerade vor, wie besagte Buchhandlung verzweifelt versucht, die Anleitung aus einem der dreißig unbearbeiteten Wäschekörbe voller Schriftverkehr, Wurstbroteinwickelpapier und Baumarktprospekten zu fischen.
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