Demokraten und Despoten - Aufsatz aus dem Jahr 2005

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Anneliese
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Demokraten und Despoten - Aufsatz aus dem Jahr 2005

von Anneliese (26.04.2007, 18:20)
Wenn man gewissen Schreibtipps Glauben schenken mag, gibt es keine größere Todsünde, als eine Geschichte anzufangen, ohne zu wissen, wie sie ausgeht. Nein! Das ist nicht nur unprofessionell, disziplinlos und äußerst unlogisch! Da ist auch der Misserfolg vorprogrammiert, denn ohne sorgfältige Planung und das akribische Ausarbeiten der skizzierten Handlungsabläufe ist damit zu rechnen, dass die Story völlig aus dem Ruder läuft ... dass sich Proportionen verschieben, lose Handlungsfäden übrig bleiben, wichtige Personen nicht ausreichend definiert werden oder sogar eklatante Widersprüche auftreten, die der unbedarfte junge Autor in seinem irrationalen Schreibrausch schlicht und einfach übersehen hat. Durchgeknallte euphorische Autoren sind per Definition schlechte Autoren und Schreiben halt ein schwieriges Handwerk ...
Dieses Dogma wirkt auf den ersten Blick so überzeugend, dass fast jeder, der sich gern der heimlichen Ausschweifung hingibt, gleichzeitig besessener Schreiber und sein eigener faszinierter Leser zu sein, das nur im engsten Freundeskreis zugibt. Wer sich hier outet, muss schon ein richtig dickes Selbstbewusstsein haben und denken: „Wenn das bei mir funktioniert, ist es für mich richtig ... oder kann mir etwa jemand irgendwelche Schlampereien vorwerfen? Na? Seht ihr!“
Ich will ja nicht behaupten, dass all die guten Ratschläge, wie man eine Geschichte ordentlich plant, Datenbanken über Charaktere und Schauplätze anlegt, ein Exposé erstellt und es akribisch abarbeitet, tatsächlich falsch sind und dass jeder freiweg loslegen sollte ... nein, es gibt schon objektiv erfolgreiche Wege zu einer guten Geschichte. Dennoch kommt mir das Dogma allzu eindimensional vor ... wie ein simples Kantinenrezept: zusammengeklebte Makkaroni, Soße von Maggi aus der Tüte und eine Scheibe gebratene Jagdwurst ... gleich Jägerschnitzel. Aber man kann auch ganz anders kochen: fremdländisch, intuitiv oder unter kreativer Verwendung vorhandener Reste. Es gibt nicht nur richtig und falsch ...

1. Das Streben nach Allmacht

Im realen Leben sind die meisten von uns ziemlich machtlos. Das gilt nicht nur für Otto Normalverbraucher, sondern auch für Professoren, Offiziere, Finanzbeamte oder mittlere Konzernbosse. Nur die ganz oben haben ein wenig mehr Spielraum als der Rest der Menschheit, aber auch sie müssen sich allzu oft den Schachzügen ihrer Kontrahenten oder allgemeinen Sachzwängen beugen. Im Reich der Fantasie gibt es deutlich mehr Freiheit und wer will es jemandem verdenken, wenn er dort seinen ganzen Frust zu kompensieren sucht? Ich bin der Herr dein Autor ...
Manch einer setzt sich mit dem festen Vorsatz, endlich einmal uneingeschränkt Gott – oder wenigstens Cäsar – zu spielen an den Computer. „Ich bestimme ganz allein, wer in meiner Geschichte mitspielen darf und die Rasselbande hat bitte sehr aufs Wort zu parieren!“ Heimliche Despoten verlangt es nach Untertanen, die sich bereitwilliger und freudiger als Hunde unterwerfen. Da wird an der bedauernswerten Figur gebogen und gequetscht, bis sie irgendwann eingekeilt und verkrümmt in einer Ecke klemmt ... dann tritt man ihr in den Hintern, damit sie sich wieder ein bisschen bewegt, brüllt sie wegen ihres Duckmäusertums an und hetzt sie so bis zum Finale vorwärts.
Na gut, das war jetzt ein bisschen übertrieben. Allerdings ist die Vorstellung, beim Schreiben mit eigenen und fremden Charakteren ganz nach Belieben verfahren zu dürfen, ziemlich weit verbreitet. Mir ist zum Beispiel aufgefallen, dass manche so genannte Fanzineautoren nicht einmal ihre angebliche Lieblingsserie richtig kennen ... oder zumindest die bereits gesendeten Folgen souverän ignorieren und ihren bevorzugten Helden locker Eigenschaften und Handlungen unterschieben, die nie und nimmer durch die Serienbibel gedeckt sind. Der arme, seiner Substanz beraubte Charakter stolpert nun wie eine hirnlose Marionette durch fremde Fantasiewelten, seine Miene ist hölzern, der grell bunte Lack glänzt, die Beine schlenkern hilflos und ein Puppenspieler hinter den Kulissen spricht an seiner Stelle.
Ja, jeder bekommt die Figuren, die er verdient und wer von der Allmacht träumt, lässt am besten wehrlose Puppen tanzen ... bunte blanke Prototypen ... den wackeren Helden, die böse Hexe, den schleimigen Anwalt, die traurige Prinzessin oder den dummen König. Jeder bekommt ein einziges Etikett aufgeklebt, dann kann sogar ein Kleinkind damit spielen. Ich hoffe, dass jetzt niemand beleidigt ist ... aber Allmachtsfantasien deuten tatsächlich darauf hin, dass jemand noch nicht richtig erwachsen ist ...

2. Aufgeklärte Despoten

Ein kluger Herrscher weiß, dass er von seinen Leuten nicht alles verlangen kann und Cäsarenwahn eine lebensgefährliche Krankheit ist, die dem Betroffenen letztendlich Aufrührer und Meuchelmörder einbringt. Er wird seine Untertanen entsprechend Qualifikation und Charaktereigenschaften sinnvoll einsetzen, ihre Würde weitgehend respektieren und ihnen manchmal sogar ein wenig Narrenfreiheit gönnen. Der aufgeklärte Despot kennt sein Volk, streunt manchmal nachts verkleidet in den Kneipen herum und willige Zuträger informieren ihn rechtzeitig, wenn es irgendwo zu schwelen beginnt. Dann setzt er nicht sofort Armee und Feuerwehr ein, sondern geht den Ursachen auf den Grund. Erst wenn er genau weiß, wo er ansetzen muss, greift er zum Skalpell und eliminiert den Krankheitsherd.
Ein gemäßigter Despot ist durchaus in der Lage, interessante und spannende Geschichten zu schreiben. Er muss nur darauf achtet, dass sich nicht die falschen Leute in sein kuscheliges Königreich verirren: Heimlichtuer, Grenzgänger, Rebellen, falsche Prinzen, Kritiker, Emanzen aller Art ... und vor allem muss er sich vor denen da draußen hüten!

3. Perfekten Untertanen

Eine selbst geschaffene Figur birgt für den Autor normalerweise kaum unangenehme Überraschungen ... vorausgesetzt, er hat gründlich recherchiert, die richtigen Eigenschaften miteinander kombiniert, den perfekten Androiden gut geschliffen und mit geeignetem hochwertigem Fett geschmiert. Natürlich kann er nie auf hundertprozentige Sicherheit hoffen, denn es gibt ja leider noch die Chaostheorie. Winzige Lunker, Programmierfehler und ferne Sonneneruptionen können dazu führen, dass es trotz aller Vorsicht zu unerwarteten Entwicklungen kommt. Ein Despot wird einen unzuverlässigen Charakter eher eliminieren, als dass er zulässt, dass der widerspenstige Kerl ihm über den Kopf wächst. Er wird nicht eher ruhen, bis wieder Ordnung in seinem Reich herrscht und dann nach Plan unbeirrt weiterbauen.
Ja, der selbst gebaute Untertan und der machtvolle, knallharte Despot ist ein perfektes Gespann und wenn der Alleinherrscher kreativ, bärenstark, gebildet, weise und geistvoll ist, darf der Leser sich auf lesenswerte bis geniale Literatur freuen. Genau auf dieses erfolgreiche Duo zielen all die Tipps zur Planung und Ausarbeitung einer Geschichte! Allerdings bezweifle ich, dass diese Kombination besonders häufig ist. Viele, die den Despoten spielen, haben nicht diese brachiale Kraft, das gnadenlose Durchsetzungsvermögen und die nötige Skrupellosigkeit.
Wahrscheinlich versucht sich jeder Autor anfangs als Diktator, vor allem, wenn er fleißig seine Ratgeber gelesen hat. Wenn allerdings dieser Weg nicht seiner Charakterstruktur entspricht oder er nicht stark genug ist, die Zügel pausenlos stramm zu halten und seine Figuren bei der geringsten Unbotmäßigkeit zu maßregeln, gerät er in ein echtes Dilemma. Dann gibt es nur noch drei Möglichkeiten: Den Anspruch zu reduzieren und sich auf Pappaufsteller oder wenigstens leicht zu bedienende Prototypen zurückziehen, die Schreiberei ganz und gar aufgeben oder sich auf die da draußen einlassen.
Letzteres bedeutet, dem Despotismus ein für alle Mal abzuschwören, Eigeninitiative und Volksentscheide zuzulassen, Chaos und Niederlagen zu akzeptieren, die Kunst der Moderation zu erlernen ... kurz, ein echter und ehrlicher Demokrat zu werden. Es geht um weitgehende Selbstbestimmung der Charaktere und echte Basisdemokratie ... nicht so ein verlogenes Gemauschel von Parteien und Lobbyisten, wie wir es aus der Politik kennen.
Ein Demokrat braucht andere Qualitäten als ein Diktator: Sinn für Gerechtigkeit, Toleranz, Zärtlichkeit, Überzeugungskraft, Vertrauen ... und die Fähigkeit, der Selbstverwirklichung der Charaktere notfalls zum Wohl der Vielen Grenzen zu setzen. Nein, ein demokratischer Autor hat es bestimmt nicht leichter als ein Despot ...

4. Gute Bekannte

Pendants von Freunden, Verwandten und Bekannten sind ein wenig schwieriger zu handhaben als der Eigenbau, aber ein schlauer Herrscher kann mit ihnen fast genauso gut zurechtkommen, wie der Diktator mit seinen unfreien Geschöpfen. Es ist vor allem eine Frage von geschickter Auswahl und Kombination, Doping und maßvoller Verstümmelung, radikaler Abgrenzung und partieller Freiheit, bei der schließlich ein willfähriges Ensemble klar definierter Akteure übrig bleibt. Nur ein Verrückter würde sich auf den zugeknöpften Onkel Emil oder die stinklangweilige Tante Emma einlassen! Andererseits reicht es manchmal, auf dem Wäscheplatz Mäuschen zu spielen, um ganze Rudel skurriler Typen mit heim zu nehmen
Ich finde, dass man mit den Abbildern realer Personen um so besser planen kann, je genauer man die Originale kennt ... und je präziser und fachmännischer man sie aufrüstet oder auf das Wesentliche reduziert. Ja, es gibt auch jede Menge Hybride zwischen fiktiven und vereinnahmten Personen, fließende Übergänge ... unterschiedliche Ausmaße des Despotismus bis hin zur sanften konstitutionellen Monarchie.

5. Die da draußen

Aus Sicht eines Despoten haben die da draußen nur schlechte Eigenschaften. Das fängt damit an, dass sie im schlimmsten Fall überhaupt nicht auftauchen. Der verzweifelte Autor mag noch so laut nach ihnen rufen, noch so gierig auf die kleinste Bewegung im Meer der verlorenen Seelen lauern ... wenn die da draußen ihn nicht mögen wird überhaupt nichts passieren. Natürlich wird der so brüskierte Schreiber dann irgendwann feststellen: „Das ist doch alles Schwindel! Es gibt da draußen gar nichts. Bleibt mir vom Acker mit eurem ganzen Mystizismus, euren geheimnisvollen Fremden und den verdammten Musen. Ich pfeife auf deren alberne Küsse! Schreiben ist Handwerk. Basta!“ Und er wird weiter seine mehr oder weniger fiktiven Personen und Handlungsstränge planen und mit zitternder Hand zu lenken versuchen. Ganz offensichtlich ist Ausweg Nummer drei für ihn versperrt. Wenn er sich beim Schreiben nicht auf Abbilder realer Personen beschränken will, bleibt nur noch, das Handwerk des Diktators zu erlernen ... und dafür sind die üblichen Schreibtipps allemal gut.
Und wenn die da draußen den Autor beachten? Dann heißt das noch lange nicht, dass er ausgesorgt hat. Das eigentliche Problem ist, dass er seine Gäste am Anfang noch gar nicht kennt und dass sie sich außerdem ständig weiterentwickeln. Er muss sie in schwierige Situationen locken, sie beobachten, ihnen genau zuhören ... und ständig auf Überraschungen gefasst sein. Wie im wahren Leben ist auch in der fiktiven Welt nicht jeder das, was er auf den ersten Blick zu sein scheint. Harte Knochen entpuppen sich im Ernstfall als Sensibelchen, leichtfertige Partymäuse mutieren zu verantwortungsbewussten Anführerinnen und wehrlose Opfer entdecken irgendwann den Krieger in sich.
Das Schlimme ist: Jedes Mal, wenn die da draußen eine neue Facette offenbaren oder einen bedeutenden Entwicklungssprung machen, muss der gebeutelte Autor selbst die rudimentärste Planung über den Haufen schmeißen, denn wenn er die neue Situation ignoriert, büßt er sofort das Vertrauen seiner Charaktere ein und die sitzen allemal am längeren Hebel. Wer mag schon Schreibblockaden?
Man darf die da draußen auch nicht zu lange sich selbst überlassen. Sie leben auch, wenn man sie gerade nicht beachtet, reden, spielen, kämpfen, lieben ... und sind selten bereit, nach einer längeren Pause genau dort weiter zu machen, wo der Autor aufgehört hat. Es ist wichtig, ständig am Ball zu bleiben, sonst wird die Geschichte nie fertig.
Andererseits melden sie sich auch, wenn sie sich vernachlässigt fühlen. Auf diese Weise sorgen sie dafür, dass alle Handlungsstränge ordentlich entwickelt und zu Ende geführt werden. Es gibt tatsächlich jenseits von Planung, Exposé und Fleißarbeit einen anderen Weg zur Ordnung: natürliches Wachstum. Wie ein Gärtner pflegt und hegt der Autor geduldig seine Akteure und ihre Geschichte, greift behutsam ein, wenn irgendein Unkraut allzu wüst loswuchert ... ärgert sich, wenn eine viel versprechende Pflanze eingeht, freut sich, wenn ein eher unauffälliges Kraut überraschend schöne Blüten trägt. Es ist immer wieder spannend und befriedigend, mit freien Charakteren auf eine abenteuerliche Reise zu gehen ...

6. Die wichtigsten Fragen

Ein Autor sollte sich selbst ehrlich analysieren, herausfinden, welcher Typ er ist und welche Art Geschichten und Charaktere zu ihm passen. Dabei sollte er sich vor ideologischen Scheuklappen hüten. Ein Despot zu sein, mag im wahren Leben verwerflich sein ... beim Schreiben schadet er damit niemandem und für den Leser zählt nur das Ergebnis seiner Bemühungen. Wenn du also die Mentalität und das Zeug zum Alleinherrscher hast, dann sei es auch mit ganzem Herzen!
Andererseits musst du nicht unbedingt den Diktator spielen, wenn das in Wirklichkeit gar nicht zu dir passt. Es wäre ganz schlimm, wenn das Schreiben eine Domäne autoritärer Typen wäre ... und außerdem lassen sich mit den Früchten guter Beobachtung auch nobelpreisverdächtige Geschichten basteln. Wenn du also lieber den sanften Herrscher spielen willst, ist das vollkommen in Ordnung.
Ob du mit denen da draußen arbeiten darfst, hängt davon ab, ob sie Kontakt zu dir aufnehmen. Wenn das passiert, kannst du die üblichen Erfolgsrezepte getrost vergessen ...
Und wenn du als Autor ein bisschen von allem bist – Despot, aufgeklärter Monarch oder Demokrat und Gärtner? Dann freu dich, dass du aus mehr als einer Quelle schöpfen kannst! Und vergiss nicht, wann du wen meilenweit heraushängen lassen musst ...

Fazit:

Von allen Ratschlägen, mit denen man dich freundlich bedrängt, darfst du nur auf jene hören, die deiner eigenen Natur entsprechen ... und die gilt es erst einmal zu entdecken. Verzweifle nicht, wenn die gängigen Schreibtipps dir nicht weiterhelfen.
Es gibt zwar mehrere Wege nach Rom, aber unter Umständen nur einen für dich. Finde ihn! Und sag mir bitte Bescheid, wenn es einer ist, den ich noch nicht beschrieben habe. Ich arbeite zwar am liebsten mit denen da draußen ... trotzdem bin ich verdammt neugierig, was es sonst noch so gibt.


:wink: Ich hoffe, Ihr seht das nicht bierernst.

Eure Anneliese
Zuletzt geändert von Anneliese am 16.05.2007, 12:17, insgesamt 1-mal geändert.

dbs

Re: Demokraten und Despoten

von dbs (27.04.2007, 00:02)
Hallo!

Anneliese hat geschrieben:
Ich arbeite zwar am liebsten mit denen da draußen ...


Das mit "denen da draußen" ist aber nur ein sehr, sehr kleiner Teil der Schreibarbeit. Mich würde interessieren, wie du bei dem ganzen Rest vorgehst.

Grüße
Siegfried

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Anneliese
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Re:

von Anneliese (27.04.2007, 12:57)
Auch Hallo!

Sicher wäre es anmaßend, wenn ich meine sämtlichen Plaudereien übers Schreiben hier ausbreiten würde - die findet man übrigens auf der Website

http://www.sandozean.de

Ich erhebe nicht den Anspruch, irgend jemanden belehren zu wollen. Es sind sehr persönliche Erfahrungen und Ansichten, die zugegebenermaßen manchmal arg auf die Spitze getrieben sind.

Ich bin davon überzeugt, dass jeder Autor, der schon längere Zeit schreibt, seine ganz eigenen Methoden hat. :wink:

Die würde ich gern kennenlernen. Also traut Euch, in die Diskussion einzusteigen!

Und außerdem wollte ich all denen, die mit den gängigen Methoden nicht klarkommen, Alternativen bieten.

In diese Sparte gehört Vielfalt! :wink:

Anneliese

hwg
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Re:

von hwg (27.04.2007, 17:08)
Guten Tag Anneliese!

Gerne gelesen, Deinen Beitrag. Etwas idyllisch zwar, aber für viele Schreibende einleuchtend. Ich beispielsweise schreibe mit Kalkül hinsichtlich einer möglichst breiten Leserschicht bzw. den Vorstellungen der Redakteure von Zeitschriften.

Zum Großteil sind es Aufträge, die ich glücklicher Weise bekomme. Mein Bestreben ist es ja auch nicht, "hohe Literatur", was immer das bedeuten mag, zu verfassen, sondern schlicht und einfach "Lesefutter". Schließlich bestreite ich mit diesem "Job" (Autoren reden sonst gerne von "Berufung" :lol: ) den Lebensunterhalt.

Und da geht es eben nicht immer nur nach dem "eigenen Kopf", man muss auch dazu bereit sein, dem "Zeitgeist" bezüglich der Themenwahl
zu huldigen. Wer am Leser "vorbeischreibt" darf sich nicht wundern, wenn
er vergeblich auf einen "Erfolg" wartet.

Doch jede Kollegin, jeder Kollege soll nach ihrer/seiner Facon glücklich werden.
Mein Beitrag ist bloß das Ergebnis spontan hingetippter Überlegungen.

Gruß aus der Steiermark!

hwg
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Re:

von hwg (27.04.2007, 17:34)
Hallo Anneliese,

bin mit Vergnügen im "Sandozean" gewatet. Dem SF-Genre gilt mein Interesse zwar nicht, ein Bad "im Sand" kann ich allerdings sehr empfehlen! Es vermittelt interessante Einblicke. Somit nehme ich den vorhin geäußerten und vielleicht zu Fehldeutungen Anlass gebenden Ausdruck "idyllisch" (obwohl aus meiner Sicht nichts Abwertendes) zurück. Nochmals einen herzlichen Gruß!

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Anneliese
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Re:

von Anneliese (27.04.2007, 20:16)
Guten Abend hwg,

ich nehme das mit dem idyllisch nicht übel. Ich lebe momentan von einem bescheidenen Vorruhestandsgeld und demnächst von einer ziemlich mickrigen Rente. Aber für mich und meine 3 Katzen wird es schon irgendwie reichen. Jedenfalls habe ich die Freiheit dickköpfig oder zickig zu sein. :wink:

Ich mag gar nicht daran denken, wie es ist, vom Schreiben leben zu müssen! :shock:

Ja, in mancher Beziehung ist meine Situation viel idyllischer als Deine. Es ist nur schade, dass man das erst haben kann, wenn überall der Sonntag herunter ist. :(

Also nehmt mir bitte nicht übel, wenn ich meine Macken pflege ...

Anneliese

hwg
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Re:

von hwg (28.04.2007, 07:38)
Guten Morgen Anneliese!

Von wegen "zickig" kann gar nicht die Rede sein - und eine "Macke" hat wohl jeder von uns in irgend einer Form. Vom "Millionär" werden mit der Schreiberei kann ich auch nur träumen, doch ich habe mich seinerzeit nun einmal für diesen Beruf entschieden - und stur wie ich bin, bleibe ich bis zu meinem irdischen Ende dabei. Erfolg ist ohnehin ein relativer Begriff.

Dir wünsche ich viel Freude an Deinem Schaffen. Ich hoffe, wir bleiben über das Forum hier in Kontakt.

Auf Wiederlesen und einen lieben Gruß!

Hans Walter

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Anneliese
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Re:

von Anneliese (28.04.2007, 11:38)
Lieber Hans Walter,

natürlich bleiben wir in Kontakt. :) Du kannst mich auch gern persönlich anmailen. Das Forum ist ja auch dazu da, interessante Menschen zu finden und neue Ansichten kennenzulernen.

Liebe Grüße aus Brandenburg :wink:

Anneliese

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Heidi Gotti
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Re:

von Heidi Gotti (28.04.2007, 11:45)
Liebe Anneliese,
du hast in gewisser Weise recht, irgendwie hat jeder Autor seine bestimmte Schreibweise, auch muss man sich hüten - bestimmte "Floskeln" nicht immer wieder zu benutzen, weil schon bekannt.
Trotzdem wage ich mich auch neuerdings an ganz andere Geschichten als anfangs.
Da ich aber auch für Verlage abliefern darf, nicht viel aber doch immer wieder, weiß auch über die Problematik, der Themenbestimmung Bescheid.
Trotzdem betreibe ich das alles als Hobby und so soll es bleiben.
Genauso entstanden meine beiden Bücher, von den Besuchern meiner HP angeregt. Und ... ich traute mich ... vor allen Dingen an den zweiten Band. Brisant und nicht einfach für mich, aber mutmachend für meine Leser, freu.
Die meisten Geschichten und Gedichte meiner HP habe ich im "Urzustand" belassen. Oft schmunzle ich, da ich manches heute anders schreiben würde, grins.
Der link zu meiner HP ist: http://www.gottiswelt.de
Freue mich, hier ins Gespräch zu kommen.
Und - Anneliese - jetzt werde ich deine HP besuchen.
Gib jedem Tag die Chance,
der schönste deines Lebens zu werden.

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Adriana
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Re:

von Adriana (28.04.2007, 15:39)
Hallo,

ich finde sowohl die Herangehensweise von Anneliese als auch von dbs sehr interessant und würde mich freuen, wenn hier noch mehr Autoren "aus dem Nähkästchen plaudern", d.h. ihre ganz persönlichen Ansichten über das Schreiben darlegen. Wer ist eher ein "Planer"? Wer hat schon mal einen Roman begonnen, ohne zu wissen, wie er enden wird, und ihn tatsächlich fertig gestellt :D ? Wer musste schon mal seinen ganzen Plot über den Haufen schmeißen, weil sich einer seiner Charaktere völlig anders entwickelt hat, als erwartet?
Wäre spannend :wink: .

Ich beginne mal mit meinen eigenen Erfahrungen: Wenn ich einen Roman oder eine Story schreibe, brauche ich zumindest eine Vorstellung, wie die Geschichte endet. Sonst fehlt mir die Motivation, das Werk zu vollenden (ja, bei mir liegen auch angefangene Romane in der Schublade, weil ich damals nie einen richtigen Plan hatte :wink: ). Ich brauche für den Anfang auch ein "Grundgerüst" der Geschichte in groben Zügen.
Allerdings bin ich zwischendurch auch offen für spontane Eingebungen. Und wenn sich Charaktere selbstständig machen, d.h. aus der für sie vorgesehenen Rolle ausbrechen, zeigt das IMO, dass man einen besonders starken und "lebendigen" Charakter geschaffen hat. Darauf sollte man stolz sein :D .

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Heidi Gotti
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Re:

von Heidi Gotti (28.04.2007, 16:11)
Bei mir ist es bei Geschichten unterschiedlich.
Oft lese, höre oder sehe ich irgendetwas und es inspiriert mich.
Dann ist aber der Sachverhalt bereits geboren.
Das geht ganz schnell und oft kann ich nicht so schnell schreiben ...
Natürlich fällt mir noch etwas ein, das "rein muss". Aber der "Sachverhalt" steht von Anfang an ziemlich fest.
Auch bei einem Roman steht das Gerüst und der Anfang und das Ende.
Es geht mir aber auch so, dass sich bei mir Personen selbständig machen und eigene Wege gehen und schon ...
Gedichte entwickeln sich plötzlich ebenfalls aus einem Gedanken heraus, inspiriert auch wieder vom Sehen, Hören usw. ...
Das nimmt in mir dann Gestalt an.
Es entstehen die Anfangszeilen, die ich ständig wiederhole und hinzufüge. Das lässt mir dann irgendwann keine Ruhe mehr und es muss zu Papier. Ich reagiere vorher nicht auf die Außenwelt bis das "geboren" ist.
Oft antworte ich auf Fragen mit "Ja" und weiß nicht um was es sich handelt.
Gib jedem Tag die Chance,

der schönste deines Lebens zu werden.

dbs

Re:

von dbs (29.04.2007, 00:34)
Heidi Gotti hat geschrieben:
Es geht mir aber auch so, dass sich bei mir Personen selbständig machen und eigene Wege gehen und schon ...


Für mich ist das eher ein Zeichen, dass man seine Figuren nicht ausreichend kennt bzw. sich nicht intensiv genug mit ihnen befasst hat.

Ganz abgesehen davon glaube ich nicht der Theorie, dass sich Romanfiguren beim Schreiben selbstständig machen können. Eine Romanfigur agiert nicht von sich aus, sondern tut nur das, was ich mir ausdenke und niederschreibe. Wenn sich also eine Romanfigur plötzlich auf Wege begibt, die ich so für sie nicht vorgesehen hatte, dann kommt dieses veränderte Verhalten aus mir und nicht aus einer Romanfigur mit eigenem Willen. Sich selbstständig machende Romanfiguren sind Ausdruck nicht vollständig durchdachter Alternativen.

Es gibt m. E. zu viele Legenden im Bereich des Schreibens, die wir nur zu gerne akzeptieren - weil es bequem ist. Die Verselbständigung von Romanfiguren ist so eine Legende. Eine andere ist der "Musenkuss" oder der "Schreibgenius", und eine dritte die "Schreibblockade".

ich glaube auch nicht an so etwas wie eine Schreibblockade. Wenn man mit seinem Text nicht weiterkommt, hat das ganz konkrete Ursachen, die meist in handwerklichen Unzulänglichkeiten liegen. Man schreibt vielleicht gerade an einer bestimmten Szene und stellt plötzlich fest, sie funktioniert nicht. Neuer Versuch - funktioniert auch nicht. Dritter Vesuch - auch gescheitert. Und Zack! wähnt man sich in der Schreibblockade. Nichts geht mehr.

Es geht eine ganze Menge. Weil es m. E. nur zwei ... nein, Korrektur, drei Gründe gibt für die gescheiterten Versuche:

Grund 1: Man kennt seine Figuren nicht gut genug. Sie vehalten sich in der Szene nicht so, wie man es geplant hat (siehe auch oben: Für das Fehlverhalten seiner Figuren ist man selbst verantwortlich). Meist doktort man herum, wie man die Szene doch in den Griff bekommt. Was natürlich scheitert, weil man sich besser mit seiner Romanfigur beschäftigen sollte. Also spricht man von der Schreibblockade - klingt ja auch besser als "ich habe mich nicht genug mit meiner Romanfigur beschäftigt".

Grund 2: Im Kopf sitzt gleich neben der Kreativität der dunkle Geist des Zensors. Jeder Satz, jedes Wort wird beim Schreiben sofort auf Qualität und Tauglichkeit geprüft. Je mehr Sätze man produziert, desto lauter wird der Zensor und deckt irgendwann die Kreativität zu. Statt weitere neue, frische Sätze zu schreiben, wird immer häufiger im Text zurückgeblättert und korrigiert. Und irgendwann hält man alles nur noch für minderwertiges Zeug, markiert seitenweise Text und hämmert auf der "Entf"-Taste herum. Willkommen in der Schreibblockade!

... und der Grund 3: Das Wort Schreibblockade ist ein wunderschönes Synonym für die eigene Bequemlichkeit. Einen Roman zu planen, zu konzeptionieren, zu schreiben ist schwere Arbeit. Sie erfordert enorm viel Selbstdisziplin. Ein Roman schreibt sich nur durch konsequentes Weiter-Schreiben, Tag für Tag, Seite für Seite. Und nicht durch gelegentliches Schreiben am Sonntag vormittag oder durch Warten auf den Musenkuss. Ein Auftragsschreiber, der im Monat 200 Seiten abliefern muss, um davon zu leben, kann sich eine Schreibblockade aus Bequemlichkeit nicht leisten - auch wenn dieses Wort sich in Diskussionen und Gesprächen wunderbar unterbringen ließe: "Eigentlich schreibe ich am Roman meines Lebens, aber ich stecke jetzt seit zwei Monaten in einer Schreibblockade. Es ist ganz schrecklich!" Schrecklich daran ist nur, dass sich so ein Autor als Märtyrer fühlt. In Wahrheit hat er nur Angst vor seiner eigenen Kritik, sich selbst nicht zu genügen. Also lieber gar nichts schreiben statt schlechtes schreiben. Willkommen in der Schreibblockade!

Sorry, falls das alles zu hart klingt, aber ich kann mit diesem selbstbefindlichen Schreiben oder dem Schreiben, um ein Abenteuer zu erleben, von dem man nicht weiß, wo es endet, herzlich wenig anfangen.

Grüße
Siegfried

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Anneliese
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Es gibt keine absolute Wahrheit

von Anneliese (29.04.2007, 12:01)
Lieber Siegfried,

ich halte einen Streit darüber, ob es Musen gibt oder nicht für äußerst unersprießlich. Im Endeffekt zählt doch nur, ob ein lesbares Buch entsteht. Mehr nicht!

Im Autorenpool sind sehr unterschiedliche Menschen vereint. Manche sind besonders spirituell veranlagt, andere setzen eher auf das Handwerk. Ich persönlich mag keins von beiden favorisieren.

Es geht hier in dieser Runde nicht darum, ob jemand recht hat oder nicht. Ich freue mich sehr darüber, dass endlich eine gewisse Vielfalt in dieser Sparte erkennbar wird. Ich wehre mich dagegen, dass das wieder zurückgedreht werden soll.

Nun wirst Du sicher sagen, dass dies nicht Deine Absicht ist und das glaube ich Dir sogar. Aber der Ton verrät Dich. Es fällt Dir schwer, andere Denkansätze als die eigenen zu akzeptieren.

Ob jemand mit seinen Charakteren spricht oder nicht, ob er meditiert oder betet, bevor er zum Stift greift, ob es für ihn nur die Tastatur und sein übermächtiges Ich gibt oder, oder ... jeder erfolgreiche Versuch verdient Respekt.

Einen Kollegen zu dominieren und ihm seine Ansichten aufzuzwingen schafft eine Hierarchie ... ein Oben und Unten. Der erhobene Zeigefinger wackelt drohend vor des anderen Nase und ...

Entschuldige, aber das ist es nicht, was ich von unserem Forum erwarte. Ich hoffe doch sehr, dass ich nur die Flöhe husten höre und wir hier alle gleichwertig sind ...

Mit kollegialen Grüßen

Anneliese

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Heidi Gotti
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Re:

von Heidi Gotti (29.04.2007, 12:31)
Hallo Siegfried,
es mag sein, dass du klare "Vorstellungen" hast, an die du dich hältst.
Ich schreibe aus dem Herzen und dem Gefühl.
Auch mein Anfang und Ende stehen, ebenso die Mitte meiner Geschichten oder Romane. Aber oft verändert sich meine Person dort, einfach so aus meinem Herzen und Gefühl heraus.
So bin ich halt.
Bei meinem Leben - also den beiden Büchern, die ich darüber schrieb - war das anders. Denn das wurde durch meine Erinnerung diktiert.
Nur war das "rückwärts schreiben" wie ich es nenne, wenn ich redigiere, ergänze, wenn ich etwas vergessen habe, sehr schwer für mich.
Viel Mut brauchte ich dazu und oft hab ich alles noch einmal durchleben müssen und mehrmals bitterlich geweint.
Nur noch eines, vielleicht unterscheidet uns doch etwas - Männer und Frauen.
In unseren Diskussionsrunden sprachen wir oft darüber, dass das männliche Geschlecht anders denkt und fühlt, mehr mit dem Kopf, während wir es mit dem Herzen tun.

Hallo Anneliese,
es stimmt schon, ein wenig erhobenen Zeigefinger entdeckte ich auch bei Siegfried. Aber ich denke, es war unabsichtlich und er wollte niemanden verletzen.
Trotzdem: gut gebrüllt Löwe.
Du hast ja recht, es ist wichtig, wie wir hier miteinander umgehen.
Liebe Grüße an alle
Heidi
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hwg
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Registriert: 24.04.2007, 16:39

Re:

von hwg (29.04.2007, 13:15)
Meiner bescheidenen Meinung nach, liegen die "Geschichten" tatsächlich auf der Straße. Und ich denke, viele Autoren schöpfen die Charaktere der in ihren Texten handelten Personen aus Menschen in ihrem Umfeld.

Landschaftseindrücke und diesbezügliche Inspirationen sammle ich bei Reisen, welche sowohl in mir unbekannte als auch schon gut bekannte Gegenden führen. Da ich hauptsächlich Feuilletons und Kurzgeschichten schreibe, kommen darin nicht so viele Personen vor.

Jedenfalls interessieren mich als Autor Gegenwartssituationen mehr als nur aus der Phantasie angereicherte, obwohl letztere das Schreiben erst zu einem Erlebniss macht. Ich brauche einen "Auftragsdruck", damit ich fleißig bin :lol: und schreibe überhaupt nicht für die Schublade. Ich will meine Texte so rasch wie möglich gedruckt (und honoriert :lol: ) sehen, was mir auch regelmäßig gelingt.

Lesermeinungen erreichen mich kaum, Hauptsächlich ist für mich, die zuständigen Redakteure sind mit meiner Arbeit einverstanden. Die Theorie ist nämlich tatsächlich vielfach grau - die Praxis macht's. Deshalb nur Mut zum Schreiben und nicht allzuviel über "gut" oder "weniger gut" grübeln. Leser haben oft ganz andere Ansichten über Geschichten, als deren Autoren oft annehmen.

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