Die Tragödie der Loveparade 2010 in Duisburg

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Tobias Hajek
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Die Tragödie der Loveparade 2010 in Duisburg

von Tobias Hajek (25.08.2010, 17:55)
Titel: Die Tragödie der Loveparade 2010 in Duisburg


Inhalt:

Ich litt an einer Posttraumatischen Belastungsstörung, die einige Zeit anhielt .

Ich selber und viele andere , wurden von der Notfallseelsorge betreut, um die Eindrücke zu verarbeiten.

Ich möchte durch den Verkauf des Buches, auch anderen Menschen, die Traumatisiert wurden helfen, in dem ich an Projekte und Organisationen spenden werde. Dies werde ich auch transparent darstellen.

Ich bin vor allem der Notfallseelsorge sehr dankbar.

Das Buch ist Stilistisch nicht immer einwandfrei und bin mir dessen auch bewusst. Aber der Inhalt, schildert meine Gedanken und Eindrücke so, das es jeder versteht. Dies wurde mir von vielen Lesern bestätigt.

Grammatik Professoren und Allesnörgler, bitte ich deshalb um Verzeihung und bitte darum, von Beleidigungen Abstand zu nehmen und das Lineal und den Duden diesbezüglich beiseite zu legen.
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Zuletzt geändert von Tobias Hajek am 26.08.2010, 11:20, insgesamt 2-mal geändert.
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Jariba
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Re:

von Jariba (25.08.2010, 18:59)
*schnell aus der tragödie ein buch gemacht*

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Tobias Hajek
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Klarstellung

von Tobias Hajek (25.08.2010, 19:20)
Jariba hat geschrieben:
*schnell aus der tragödie ein buch gemacht*




Leider muss man immer damit rechnen, Neid und Mißgunst zu begegnen, wenn man so ein sensibles Thema publik macht, auch wenn man selber davon betroffen ist.

Ist es besser zu schweigen , nur um der ein oder anderen "Anfeindung" aus dem Wege zu gehen?

Ich sage: ,,Nein!"

Der überwiegend positive Zuspruch von Lesern und der Medien, bestätigt auch meine Meinung.

Oder ist es besser, sich "nur" an den täglichen Bildern von Katastrophen in den Medien zu ergötzen?

In meinem Buch habe ich unter anderem beschrieben, wie manche Menschen, ihre Handy Kameras zückten und statt zu helfen lieber filmten, auch und vor allem die Toten und entstellten Menschen, die dort lagen.

Das Ergebnis ist auf einer bekannten Internet Plattform zu betrachten.
Mit enormen Zugriffen, teilweise erst ab 18 Jahren frei.

Ich beschreibe "nur", was mir wiederfahren ist und welche Gedanken ich hatte. Ich werte und urteile nicht! Das Gegenteil ist der Fall.
Mein Dank und Respekt, geht an alle, die geholfen haben.

Ich möchte noch einmal deutlich darauf hinweisen, dass ich erstens dieses Buch geschrieben habe, um Organisationen zu unterstützen, die traumatisierte Menschen betreuen und zweitens um mir den Kummer von der Seele zu schreiben.

Ich bin auch nicht der Einzige Betroffene, der an die Öffentlichkeit geht, wenn man sich die unterschiedlichsten Berichte zu dem Thema ansieht. Und es ist meiner Meinung nach, das Gute Recht jedes Betroffenen und der Angehörigen, dies zu tuen, wenn die Pietät gewahrt bleibt.

Ich hoffe nun, etwas Klarheit in das Thema gebracht zu haben und Danke all den vielen Menschen, die mich bisher unterstützt haben, vom Ganzen Herzen.

Für Fragen stehe ich jedem sehr gerne auch als BoD Ambassador zur Verfügung und freue mich auf ein tolles miteinander!!
Zuletzt geändert von Tobias Hajek am 25.08.2010, 19:42, insgesamt 3-mal geändert.
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AntoinetteF.
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Re:

von AntoinetteF. (25.08.2010, 19:25)
Ich finde die Idee deine Eindrücke nieder zu schreiben an sich sehr gut.

Nur sind die Leute noch viel zu sensibel, wenn es um diese Tragödie geht.
Deshalb kann es auch passieren das manche denken du würdest " schnell ein Buch daraus machen".

Aber vielleicht ist auch dies gerade richtig um die wahren Ausmaße und Gedanken zu zeigen.

lg.
AntoinetteF.

julia07
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Re:

von julia07 (25.08.2010, 19:42)
Was aus solchen "wach-rüttel-Büchern" wird, kann man an diesem Werk hier sehen: Winnenden und wir alle
Solange der Schock anhält, werden ein paar hundert (wenn überhaupt) Exemplare gekauft und danach ist Ende - man geht zur Tagesordnung über.

Um dauerhaft eine Mahnwirkung zu erreichen, bedarf es offenbar ganz anderer Mittel.

LG, Julia

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Kris. K.
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Re:

von Kris. K. (25.08.2010, 19:42)
Das problem bei der Sache ist- nichts gegen deine Eigenbeteiligung oder deine Trauerbewältigung- aber so was gibt es hier sehr häufig.
Eine Katastrophe passiert, Überschwemmung, bahnunglück ect.... und kaum einen Monat später kommen leute auf die Idee daraus ein ganz tolles Buch zu machen, dass ja allen hilft (meistens sind das keine Bücher sondern hefte, denn übermässig viel kann da ja nicht drinstehen).
Besagte bücher sind ja dann auch für einen guten Zweck und Rechersche, Hintergrund analyse, gegenmeinungen die für diese Art Bücher benötigt werden und die meist Monate dauern werden mal großzügig übergangen- wer braucht die schon wenn man viel tränengeschwängerte, heiligenscheinbeschwerte eigene Meinung, Voruteile, eigene halbseidene Hypothesen ect.... hat.
SO ist das meistens mit dieser Art von Schnellschussbüchern (die dann auch noch mit dem guten zweck unterfüttert werden (oft in der Hoffnung das dies verkaufsfördernd ist was aber eigentlich immer unseriös wirkt).
Das dies auf DEIN Buch zutrifft sagt ja keiner cheezygrin angle: - aber man bekommt immer schnell den Anschein.- Deswegen gleich diese "einseitigen Meinungen" gegen die du dich vielleicht wehren musst.

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MichaelHA
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So schnell...

von MichaelHA (26.08.2010, 04:11)
So schnell wird man Autor und noch dazu Ambassador, der ja anderen hier im Forum "aus seiner Erfahrung" beim Publizieren helfen soll.

Ich finde das ganze etwas zu schnell und das gerade auch angesichts eines solchen Themas...

Beste Grüße

MHA

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hawepe
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Re:

von hawepe (26.08.2010, 07:43)
Hallo Tobias,

wenn du dich ein wenig hier im Pool umgesehen hast, dann werden dich die Reaktionen nicht überraschen. Aktuelle Themen, die mehr als den Autor und einige Fans interessieren, sind hier eher verpönt als beliebt.

Schreibe über deinen ersten großen Liebeskummer, eine schwere Krankheit oder Jugend, deine Zwiegespräche mit Gott, den Engeln oder Steinen, oder versuche dich in Fantasy, Krimis oder Esoterik - an Beifall wird es dann nicht mangeln. Aber vermeide unbedingt Themen, die in der Öffentlichkeit breit diskutiert werden :twisted:

Beste Grüße

Heinz

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nessa140584
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Re:

von nessa140584 (26.08.2010, 08:08)
Schließe mich hawepe an, ich meine, die Idee ist keine gute.....
Grüße

Maxi
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Re:

von Maxi (26.08.2010, 08:27)
Zum Thema sage ich nur, dass wir das ja bereits im Chat diskutiert hatten. Ich denke da wie hawepe.

Was ist ein Ambassador?
Nur mal so am Rande nachgefragt, dass lese ich öfter hinter den Autoren.
Gruß Maxi

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mtg
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Re:

von mtg (26.08.2010, 08:56)
Gerade weil die Ereignisse in Duisburg hier in einem Thread mit zum Teil abstrusen Kommentaren thematisiert wurden, interessierte es mich schon, mehr über den Inhalt zu erfahren als ein - mit Verlaub - lapidares

Das Buch soll nicht werten oder urteilen, sondern etwas bewegen.


Die Intention ist sicherlich gut und richtig, aber um diese Intention auch 'rüberzubringen, wäre eine Textprobe z.B. hilfreich, damit wir, die die Ereignisse nur aus zweiter oder dritter Hand und aus Quellen der veröffentlichen Meinung her kennen, uns etwas mehr einfühlen können.

Ich kann mir vorstellen, dass Du - wenn es denn so ist, wie Du geschrieben hast und ich es Dir auch grundsätzlich abnehme - mit dem Buch denjenigen, die ihre Trauer und Fassungslosigkeit nicht in Worte zu fassen vermögen, eine Sprache gibst, in der sie sich artikulieren können, um die Ereignisse zu verarbeiten. Aber das kann hier z Zt leider niemand - selbst mit dem besten Willen - erkennen.

Und um noch einmal grundsätzlich etwas festzuhalten: Wer den Wunsch hat, seine Gefühle, seine Erlebnisse und/oder seine Traumata zwischen zwei Buchdeckel zu pressen, hat dazu jede Berechtigung, so lange die verfassungsmäßigen Grundrechte eingehalten werden. Einen Verstoß hiergegen kann ich aber nicht erkennen. Was der eine Autor für sich in Anspruch nimmt, darf er dem anderen nicht verwehren. Es scheint aber Volkssport geworden zu sein - ich habe das gerade zu einem völlig anderen Thema in einem ganz anderen Forum erlebt - sich nur noch über das zu äußern, das man a) nicht kennt und zu dem man b) ohnehin eine feste Meinung besitzt - unerheblich davon, ob die Meinungsbildung aus kompetenten oder zumindest verlässlichen Quellen stammt.

Nota bene: Wer verurteilen will, sollte vorher zu Gericht sitzen. Dabei werden aber üblicherweise beide Seiten angehört. Dieses Prinzip wird in keinem Forum der Welt außer Kraft gesetzt werden können, auch wenn sich - allgemein gesprochen - manche dabei sehr anstrengen ...

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weltverbesserer
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Re:

von weltverbesserer (26.08.2010, 09:01)
hawepe hat geschrieben:
Aber vermeide unbedingt Themen, die in der Öffentlichkeit breit diskutiert werden :twisted:

so würde ich das jetzt aber auch nicht pauschalisieren.

ich habe (leider) das buch von frau kampusch nicht gelesen, aber das ist das erste, was mir zu dem thema einfällt. es kommt immer darauf an, wie es verpackt ist. man kann auch über DEN(!) 11. september schreiben und sich eine menge feinde damit machen.
ich persönlich würde das o.g. buch auch nicht lesen, da ich es ebenfalls nicht unterstützen kann, aber andererseits finde ich, dass gerade mit der auseinandersetzung damit das thema erst diskutabel wird.

wie auch schon das world trade center hat die medallie mal wieder zwei seiten. zum einen existiert eine (mehr oder weniger) hohe relevanz des themas, was die profitgier der veranstalter betrifft, zum einen ist da aber auch die emotionale konstante, welche noch berücksichtigt werden muss. leider erscheint es in den augen der angehörigen oft vermessen, sich mit den wirtschaftlichen aspekten, welche die allgemeinheit betreffen auseinanderzusetzen, so lange die betroffenheit derart emotional wirkt, als dass sie logische schlussfolgerungen zuließe.

kurzgesagt: erstmal ist alles SCHRECKLICH und FURCHTBAR, aber erst, wenn genügend leute darüber ein buch geschrieben haben und beweisen, dass auch sie am geld nicht uninteressiert sind, kann der rest der welt darüber urteilen, wie geldgeil und verwerflich die strategie der veranstalter war/ist.
und somit relativiert sich alles und am ende ärgert sich jeder, der eben NICHT darüber geschrieben hat.

man könnte allen kritikern makabererweise unterstellen, sie wären neidisch, nicht selbst am unfallort gewesen zu sein, um darüber zu berichten.

desweiteren möchte ich noch sagen: es tut mir leid, dass du opfer dieser intrige wurdest. doch als mündiger bürger sollte man eigentlich wissen, dass massenveranstaltungen ab einem gewissen grad einfach nicht mehr genießbar sind. wie sehr das ganze dabei ins extreme abdriftet, ist als unbeteiligter eher sekundär. wichtig finde ich nur, dass man die richtigen aspekte betont und nicht sein persönliches unglück als messlatte benutzt...


vielen dank fürs lesen
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
-Albert Einstein
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mtg
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Re:

von mtg (26.08.2010, 09:16)
Liebe Nessa, Maxi, Weltverbesserer,

offensichtlich habt Ihr den Smiley hinter hawepes Aussage nicht gesehen oder nicht berücksichtigt. Er hat nicht seine Meinung, sondern den in diesem Forum vorherrschenden Tenor wiedergegeben.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (26.08.2010, 09:22)
Zum Buch:

Tobias Hajek
Die Tragödie der Loveparade 2010 in Duisburg

12 x 19 cm
32 Seiten

Satzspiegel 25 Zeilen zu je (ca.) 32 Zeichen


Mein erstes Bauchgefühl:
Kann ein Buch von 32 Seiten (von denen noch 5 Seiten für Impressum, allgmein gehaltenes Vorwort und Inhaltsangabe verbraucht werden) mit maximal 800 Zeichen je Seite dem Thema gerecht werden?


"Blick ins Buch" bei Amazon:

http://www.amazon.de/Trag%C3%B6die-Love ... 383919881X

Auffallend:
Sehr einfacher Satzspiegel, sehr große Schrift. Mal Leerzeile nach Absatz, mal nicht (siehe Vorwort). Blocksatz ohne angepasste Worttrennung (siehe Seite 6, erste Zeile des zweiten Absatzes).
Erhebliche Probleme in der Rechtschreibung, insbesondere bei der Schreibweise von Adjektiven, die wiederholt gro0 geschrieben wurden:

"zu einer der Größten Katastrophen"
"Zahl der Psychisch Traumatisierten"
"das Fatalerweise als Ein- und Ausgang"
"mit einer der Ersten Rettungsdienste vor Ort"
(alles Seite 3)

"dies nicht die Erste Loveparade"
(Seite 6)

Bauchgefühl:
Da wurde sehr schnell ein kleines Buch mit wenig Text, aber in großer Schrift (der Verdacht der Seitenschinderei drängt sich auf) zusammengeschustert, ohne Korrekturlesung, ohne vernünftiges Seitenlayout. Dadurch hat das Buch etwas "Bild-Zeitung"-artiges.

Ich kann mir nicht helfen, aber eine intensive Auseinandersetzung mit einem traumatischen Erlebnis sieht für mich irgendwie anders aus.

Grüße
Siegfried

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weltverbesserer
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Re:

von weltverbesserer (26.08.2010, 09:28)
Siegfried hat geschrieben:
Bauchgefühl:
Da wurde sehr schnell ein kleines Buch mit wenig Text, aber in großer Schrift (der Verdacht der Seitenschinderei drängt sich auf) zusammengeschustert, ohne Korrekturlesung, ohne vernünftiges Seitenlayout. Dadurch hat das Buch etwas "Bild-Zeitung"-artiges.

Ich kann mir nicht helfen, aber eine intensive Auseinandersetzung mit einem traumatischen Erlebnis sieht für mich irgendwie anders aus.


danke für diese analyse, ich denke, das bestätigt die vorherrschende meinung hier.

@mtg:
dieser smiley :twisted: kann auf vielerlei weise gedeutet werden. da er nun am ende des postings stand, dachte ich, er beziehe sich auf die gesamte äußerung. und da der apell des unterlassens nur ein teil der aussage ist, nehme ich diesen als persönliche aussage war. korrigiert mich, falls dem nicht so sein sollte...
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.

-Albert Einstein

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