"Echter" Verlag um jeden Preis?

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Birgit Fabich
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Re:

von Birgit Fabich (08.01.2009, 21:27)
Wau, hier ist ja einiges los....
Danke für die guten Wünsche, die ich natürlich an alle zurückgebe.
Der Drang zum Zweitbuch, die breite Vielfalt der Schreiber in diesem Forum und der Prozess des Schreibens bereitet nicht nur viel Freude, sondern noch mehr, wenn das Geschriebene erfolgreich unter die Leser kommt.
Gruß aus Füchtorf
Birgit
Mimi und der große Brand
Geschichten für ....
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Judith
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Re:

von Judith (08.01.2009, 23:19)
Siegfried und Jess, stimmt, das mit dem Lektorat/Korrektorat wollte ich auch noch schreiben, habe ich aber vergessen. In meinem Buch hatte ich - trotz mehrfacher Korrektur - noch etwa dreißig Fehler (grob geschätzt), die der Korrektor aufgespürt hat. Und das, obwohl ich mit der Rechtschreibung nicht direkt auf Kriegsfuß stehe und auch noch eine Bekannte (Lehrerin und Kinderbuchautorin) drübergesehen hat. Direkt lektoriert wurde eigentlich nicht, aber manchmal hat er noch Vorschläge gemacht, wie man etwas besser ausdrücken könnte, und es einige Male wirklich besser getroffen. Für die Korrekturen bin ich wirklich äußerst dankbar.

Vorschuss bekomme ich keinen, habe ich auch nicht versucht, auszuhandeln. Bei Kleinverlagen ist es auch nicht so üblich. Dafür konnte ich die Staffelung zu meinen Gunsten verbessern.

Jess, ich hatte Mitspracherecht beim Cover, im Prinzip wurde es nach meinen Vorschlägen gemacht, aber das ist bei Großverlagen nicht so. Da bekommt man ein Cover vorgesetzt. Dass ich stark einbezogen werde, das gefällt mir an meinem Verlag sehr gut.

Noch ein paar Punkte zur Werbung: Mein Verlag hat neun Verlagsvertreter, die versuchen werden, das Buch in die Buchhandlungen zu bringen - im gesamten deutschsprachigen Raum. Das könnte ich nie bewerkstelligen. Sie haben eine Frau, die für Öffentlichkeitsarbeit etc. zuständig ist und ihren Job ernst nimmt. Sie verschickt Rezensionsexemplare, kümmert sich um Jugendseiten, macht Preisausschreiben etc. Ich muss mich um nichts kümmern.
Außerdem gibt es viele Seiten im Internet, die keine BoD-Bücher aufnehmen, also als Werbeplattform wegfallen.

Was man auch nicht vergessen darf: Ein bisschen bin ich natürlich auch stolz darauf, wenn mich ein Verlag nimmt. Vor allem, wenn es bei einem großen gelingen würde, denn von meinen beiden Wunschverlagen habe ich gehört, dass auf tausend unverlangt eingesandte Manuskripte im Schnitt eine Veröffentlichung kommt. Ein bisschen Schulterklopfen tut ja auch ganz gut. :wink:

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Dozen-Roses

Zwang zum Schreiben

von Dozen-Roses (09.01.2009, 07:31)
Es gäbe für mich einen einzigen Grund, mein Buch nicht bei einem großen Verlag unterzubringen, nämlich der, dass von mir gefordert würde, mindestens acht Bücher im Jahr zu schreiben.

Da kommt dann Folgendes dabei heraus, dass ich ein Buch von einem Autoren kaufe, welches mit einem dicken BESTSELLER beschriftet wurde, obwohl es niemand zu einem Bestseller gemacht hat durch Lesen.
Da hat mal ein Autor einen Bestseller gechrieben und der Verlag sowie der Autor haben nun einen Knebelvertrag, welcher verpflichtet, immer wieder einen solchen hervorzubringen.

War das erste Buch ein Bestseller, wird das nächste auch gleich als solcher deklariert und ist ... GROTTENSCHLECHT. So schlecht, dass man unter keinen Umständen zuende lesen kann.
Eher ein Fall für Joulclub oder Tombola (oder Papiertonne/Ofen).

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Valerie J. Long
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Re: Zwang zum Schreiben

von Valerie J. Long (09.01.2009, 07:47)
Dozen-Roses hat geschrieben:
Es gäbe für mich einen einzigen Grund, mein Buch nicht bei einem großen Verlag unterzubringen, nämlich der, dass von mir gefordert würde, mindestens acht Bücher im Jahr zu schreiben.
Gibt's das?

Okay, da ist Dan Brown: kennt man einen, kennt man alle.

Aber sonst kann ich mir doch nur zwei Gründe für einen solchen Knebel vorstellen:
1. Wöchentliches Erscheinen (wie bei Perry Rhodan)
2. Wenn man wie ich jahrelang täglich ein neues Kapitel online publiziert


Gruß Valerie

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PvO
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Re:

von PvO (09.01.2009, 10:59)
Aber ich fürchte, das kann wahrscheinlich nur jemand genau beantworten, der schon Erfahrungen mit beiden Wegen unter 2 verschiedenen Autorennamen gemacht hat.

Ich bin einer von denen. Und als ich meine reguläre dreitausender Auflage rausgebracht hatte, bin ich mit zwei weiteren Projekten direkt wieder zu BOD gegangen. Mehr noch, ich habe bei regulären Verlagen gar nicht erst angefragt.
Ich habe das bereit öfters thematisiert
Im Allgemeinen ziehe ich einen "echten" Verlag nur wegen der Gestaltung des Buches vor, da ich ein Team hätte, welches meine Wünsche mit ihrem Konzept versucht zu verbinden.

Das ist nicht ganz richtig. Der Engelsdorfer BOD Verlag gestaltet die Cover für seine Autoren.
Und das man die Rechte an den Verlag abgibt, ist auch nicht ganz richtig. Es kann schon durchaus so sein, muss aber nicht.

Hanna
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Re:

von Hanna (09.01.2009, 11:15)
Ab November 07 erschien eines meiner Bücher auf dem amerikanischen Markt .

Hallo PvO
Eine tolle Leistung. Gratuliere herzlich! Somit bist Du international. Da soll mir einer nochmals erzählen, BoDler seien nicht erfolgreich cheezygrin thumbbup thumbbup thumbbup

L.G. Hanna

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (09.01.2009, 11:38)
Hallo PvO!

Ab November 07 erschien eines meiner Bücher auf dem amerikanischen Markt .


Erscheint das Buch inzwischen nicht mehr in Amerika (USA?)?

Wenn doch, müsste es heißen: "Seit November 07 erscheint eines meiner ...", weil das Ganze ja noch andauert.

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Siegfried
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Re: Zwang zum Schreiben

von Siegfried (09.01.2009, 12:49)
Dozen-Roses hat geschrieben:
Es gäbe für mich einen einzigen Grund, mein Buch nicht bei einem großen Verlag unterzubringen, nämlich der, dass von mir gefordert würde, mindestens acht Bücher im Jahr zu schreiben.

Da kommt dann Folgendes dabei heraus, dass ich ein Buch von einem Autoren kaufe, welches mit einem dicken BESTSELLER beschriftet wurde, obwohl es niemand zu einem Bestseller gemacht hat durch Lesen.
Da hat mal ein Autor einen Bestseller gechrieben und der Verlag sowie der Autor haben nun einen Knebelvertrag, welcher verpflichtet, immer wieder einen solchen hervorzubringen.

War das erste Buch ein Bestseller, wird das nächste auch gleich als solcher deklariert und ist ... GROTTENSCHLECHT. So schlecht, dass man unter keinen Umständen zuende lesen kann.
Eher ein Fall für Joulclub oder Tombola (oder Papiertonne/Ofen).


Diese Argumentation verstehe ich nicht.

Okay, acht Bücher im Jahr zu schreiben wäre eine ziemliche Dummheit, weil so etwas einfach nicht funktionieren kann - selbst ein Viel- und Schnellschreiber wie Wolfgang Hohlbein hat nicht einen derartigen Output an Romanen. Aber was spricht gegen einen Vertrag über drei oder vier Bücher, die sich auf mehrere - sagen wir sechs oder sieben - Jahre verteilen?

Für einen Verlag wäre es ein Desaster, wenn der Autor eines erfolgreichen Buches sich nicht an eben diesen Verlag binden würde. Unter Literaturagenturen entbrennen immer heiße Kämpfe, wenn Manuskripte von Erfolgsautoren auf dem freien Markt in regelrechten Auktionen gehandelt werden. Dann kommt es zu absurden Preisangeboten. Man stelle sich vor, ein neues Manuskript von Stephen King oder Tom Clancy würde frei auf dem Markt ersteigerbar sein.

Ich habe bei dieser Argumentation "sich bloß nicht durch Verträge knebeln lassen" immer dieses Gefühl, da weicht jemand dem Druck nach Qualität aus. Irgendwie scheint es einfacher zu sein, monate- oder jahrelang als "echter Poet" in seinem Kämmerlein auf den Musenkuss zu warten (leider eine sehr gängige Vorstellung unter deutschen Autoren, weshalb deutschsprachige Autoren so gut wie keine Rolle auf dem Weltmarkt spielen), statt sich hinzusetzen und an seinem Schreiben zu arbeiten.

Aus einem Essay zum Thema "Manuskriptvermarktung":

Jeder Beruf will erlernt sein, das gilt ganz besonders für den Beruf des Schriftstellers; auf eine kurze Formel gebracht: auch das Schreiben beginnt als Handwerk, aber in Deutschland unterzieht sich kaum jemand der Mühe, dieses Fach zu lernen. Während sich in den USA regelmäßig junge Schriftsteller etablieren, ist es mit dem deutschen Nachwuchs schlecht bestellt.

Deutschsprachiger Nachwuchs, der wirklich sein Fach erlernt hat und es beherrscht, ist unvermindert Mangelware. Die Rettung kommt aus der angelsächsischen Welt, vor allem den USA - keine Saison, in der nicht mindestens zwei bis drei führende deutsche Verlage auf ein zugkräftiges Debüt eines angelsächsischen Schriftstellers in Deutschland setzen - allen voran derzeit die Verlage Goldmann, Hoffmann & Campe und Droemer - Knaur. Warum kommt solche Literatur drüben regelmäßig von neuem zustande - und bei uns so selten? Die Antwort ist simpel:

Hierzuland wirkt noch immer noch die romantisch-irre Vorstellung vom Künstler nach, der vermeintlich genialisch aus sich selber schöpft. Dagegen wissen die Angelsachsen längst, dass das Schreiben ein Metier ist, welches man erlernen muss. Weltweit erfolgreiche Schriftsteller, wie Susan Power und Craig Holden haben ihre Profession praxisorientiert an der Universität studiert, Fachrichtung Creative writing.

Wesentlich ist weiter, dass die amerikanischen angehenden Autoren dankbar für die Lehre "beispielhafter" Autoren sind. Hier ein typisches Beispiel für hunderte ähnlicher Vorgänge: Der äußerst erfolgreiche Kriminalschriftsteller James Ellroy lud den jungen Craig Holden zum Mittagessen ein. Er machte sich die Mühe und erklärte Holden bis in letzten Details, was an der ersten Fassung des Romans ,,Gestern ist nie vorbei" nicht stimmte.

Wo sind in Deutschland die Leitbilder des packenden, gegenwartsbezogenen Erzählens, die Jüngeren den Weg zeigen? Eines Erzählens, das, im Gegensatz zu unserer "Unterhaltung", auch genau über Realität informiert?

Literatur, die für ein Publikum da sein will, läßt sich nicht hoppla hopp zu Papier bringen. Sie ist eine ernste Sache, die mit Knochenarbeit verbunden ist.

Sechsmal hat der ebenerwähnte junge Craig Holden sein Manuskript umgeschrieben, bis eine Literaturagentin es akzeptierte und prompt erklärte, warum eine weitere Generalrevision notwendig war. Der Cheflektor des Verlags, der Holden dann ins Programm nahm, forderte gleich eine nochmalige �berarbeitung. Aber da wusste Holden immerhin endlich, dasssich die Schreiberei auch finanziell lohnte.

Es gibt einen großen deutschen Verlag, der ein Auge hat für ,,fertige", sprich, erfolgs- und auflageträchtige, ausländische Autoren. Doch eben dieser Verlag wollte einen schon durch Achtungserfolge ausgewiesenen, vielversprechenden deutschsprachigen Autor nicht nehmen. Die Begründung für die Ablehnung lautete: Das Manuskript des jungen Deutschen würde zuviel Lektoratsarbeit erfordern, um sich zu lohnen. Dieser Autor habe zwar Ideen, aber keine Ahnung von der Schreibtechnik, deren virtuose Beherrschung eine elementare Voraussetzung für eine Tätigkeit als Autors sei. Er möge sich zunächst auf den Hosenboden setzen und das Schriftsteller-Einmaleins erlernen. Verlagsabsagen werden selten mit dieser Deutlichkeit und dieser Ehrlichkeit gegeben.


Jetzt ließe sich vortrefflich darüber streiten, ob ein Schriftsteller Kunst produziert, sich durch sein Schreiben selbstverwirklicht oder einfach nur anderen Menschen Geschichten erzählen will.

Somerset Maugham sagt dazu, das einzige Lebensrecht des dramatischen Autors besteht darin, das Publikum zu unterhalten.

Vermutlich ist die deutsche Unterhaltungskultur (auch in anderen Bereichen) eben deshalb so schlecht und im Ausland so unbedeutend, weil niemand unterhalten will. Oder sich konsequent der Qualitätsforderung aus "künstlerischen Gründen" verweigert. Leider haben Goethe, Schiller & Co das Bild des an sich und seinem Werk leidenden Schriftstellers uns zu tief in den Kopf gepflanzt.

LG
Siegfried

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hawepe
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Re: Zwang zum Schreiben

von hawepe (09.01.2009, 13:17)
Hallo Siegfried,

Siegfried hat geschrieben:
Hierzuland wirkt noch immer noch die romantisch-irre Vorstellung vom Künstler nach, der vermeintlich genialisch aus sich selber schöpft.


Lesen wir das nicht auch täglich hier im Pool? Wenn das Schreiben aus dem Herzen komme, reiche es vollkommen aus, handwerkliches Können schränke nur die künstlerische Indidivualität ein. Und wer das anzweifelt, sei nur neidisch, unfähig, angepasst, arrogant, usw.

Vermutlich ist die deutsche Unterhaltungskultur (auch in anderen Bereichen) eben deshalb so schlecht und im Ausland so unbedeutend, weil niemand unterhalten will.


Abgesehen von der Frage, von in diesem Zusammenhang Unterhaltung ist, ist mein Eindruck eher, dass man zu viel unterhalten möchte. Es plätschert zu viel auf einer unverbindlichen Ebene, der es an inhaltlichen wie formalen Ideen mangelt.

Leider haben Goethe, Schiller & Co das Bild des an sich und seinem Werk leidenden Schriftstellers uns zu tief in den Kopf gepflanzt.


Vielleicht sollten sich die Autoren mal hinsetzen und deren Werke lesen sowie sich mit ihrem Schaffen auseinandersetzen. Und genauso leiden. Sie haben ja unter anderem gelitten, weil sie nie zufrieden waren, sondern immer das Gefühl hatten, es (noch) besser machen zu können.

Beste Grüße,

Heinz.

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ChrisK
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Re: Zwang zum Schreiben

von ChrisK (09.01.2009, 13:46)
Siegfried hat geschrieben:
Aber was spricht gegen einen Vertrag über drei oder vier Bücher, die sich auf mehrere - sagen wir sechs oder sieben - Jahre verteilen?


Für einen solchen Vertrag würde ich töten.
Quatsch. Was schreib ich denn für einen Unfug?
Für einen solchen Vertrag würde ich freudig und reuelos töten! cheezygrin
Gruß
Chris

Hanna
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Re: Zwang zum Schreiben

von Hanna (09.01.2009, 13:57)
Mir wird bewusst, dass ich eine typische Hobbyschreiberin bin. Druck würde mir die Freude daran schmälern. Fliessbandarbeit würde mich stressen. Da flössen nur noch Flops aus meiner Feder. :lol: :lol: :lol:

Zufriedene Grüsse Hanna

Dozen-Roses

Re: Zwang zum Schreiben

von Dozen-Roses (09.01.2009, 14:26)
Valerie J. Long hat geschrieben:
Dozen-Roses hat geschrieben:
Es gäbe für mich einen einzigen Grund, mein Buch nicht bei einem großen Verlag unterzubringen, nämlich der, dass von mir gefordert würde, mindestens acht Bücher im Jahr zu schreiben.
Gibt's das?

Okay, da ist Dan Brown: kennt man einen, kennt man alle.

Aber sonst kann ich mir doch nur zwei Gründe für einen solchen Knebel vorstellen:
1. Wöchentliches Erscheinen (wie bei Perry Rhodan)
2. Wenn man wie ich jahrelang täglich ein neues Kapitel online publiziert


Gruß Valerie


Valerie hat folgendes geschrieben:
@Hakket:
Ein Buch über Harry Popper hätte im Erwachsenenbereich bestimmt noch mehr Kasse gemacht...

Mit acht Büchern in zwei Jahren (einschließlich Korrekturzyklen und POD-Veröffentlichung) bin ich auch verdächtig schnell. Aber ich feile zugegebenermaßen auch nicht so an jedem Adjektiv herum wie Siegfried.

Die Kostenkalkulation hat mich vor Libri-BOD zurückschrecken lassen. Bei Lulu bleibe ich einschließlich Korrektur- und DNB-Belegexemplar deutlich unter hundert Euro pro Titel, habe keine jährlichen Folgekosten und keine Kündigungsgebühr.

Im direkten Vergleich schneidet allerdings dieses Forum von der literarischen Qualität her deutlich besser ab.

Grüße,
Valerie


Hallo Valerie!
Vielleicht hatte ich dich falsch verstanden?

Dozen-Roses

Re: Zwang zum Schreiben

von Dozen-Roses (09.01.2009, 14:27)
ChrisK hat geschrieben:
Siegfried hat geschrieben:
Aber was spricht gegen einen Vertrag über drei oder vier Bücher, die sich auf mehrere - sagen wir sechs oder sieben - Jahre verteilen?


Für einen solchen Vertrag würde ich töten.
Quatsch. Was schreib ich denn für einen Unfug?
Für einen solchen Vertrag würde ich freudig und reuelos töten! cheezygrin
Gruß
Chris


Das finde auch ich real! Ich meine, drei oder vier Bücher auf mehrere Jahre ... oder jedes Jahr eines.
Der Druck darf nicht zu hoch sein. Ansonsten würde sich bei mir der Schreibergeist nicht entfalten. cheezygrin

Tom
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Registriert: 08.01.2009, 01:30

Re: Zwang zum Schreiben

von Tom (09.01.2009, 14:44)
Siegfried hat geschrieben:
Jetzt ließe sich vortrefflich darüber streiten, ob ein Schriftsteller Kunst produziert, sich durch sein Schreiben selbstverwirklicht oder einfach nur anderen Menschen Geschichten erzählen will.


Ob es sich lohnt darüber zu streiten bezweifele ich. Viel eher würde ich einfach mal davon ausgehen, dass es von Fall zu Fall bzw. von Mensch zu Mensch verschieden ist. Diese Vielfalt sehe ich auch nicht negativ, denn auch die Leserschaft setzt sich ja aus den unterschiedlichsten Menschen zusammen.
Neid ist eine häßliche, aber zumindest sehr aufrichtige Art der Anerkennung.

Viele Grüße vom Tom

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Valerie J. Long
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Wohnort: Wiesbaden

Re:

von Valerie J. Long (09.01.2009, 15:30)
Hallo, Rose,
ja, vielleicht.
Also: ich publiziere seit knapp zwei Jahren in einer geschlossenen Benutzergruppe im Internet. Freiwillig, ohne Verlag, weil das Schreiben mir und meinen Lesern Spaß macht und ich so viel positives Feedback bekomme.

Dann bin ich über die Seiten von Andreas Eschbach auf BOD (und im Zuge dessen auch auf Lulu) gestoßen und habe beschlossen, die schon geschriebenen Texte zu überarbeiten und zum Buch zu machen. Auch freiwillig, aber da sechs von diesen Geschichten schon abgeschlossen waren, hatte und habe ich einen immensen Berg abzubauen.

So klarer?
Vielleicht habe ich auch dich da mißverstanden :wink:
Liebe Grüße, Valerie

P.S.: Ein Vertrag auf ein Buch pro Jahr mit der Option, freiwillig mehr liefern zu dürfen, wäre ja auch okay. Sonst schreibt man eben auf Vorrat...

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