"Echter" Verlag um jeden Preis?

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augustina
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Re:

von augustina (10.01.2009, 10:26)
Hallo Tom,

weshalb möchte ein Autor einen Publikumsverlag finden?

Einmal wegen der Preisgestaltung. Um mit BoD-produzierten Büchern Gewinn zu machen, muss das Buch entweder weniger Seiten oder einen relativ hohen Preis haben. Als Hartcover kann man es nur zu ziemlich hohen Preisen herstellen, und da macht der große Buchmarkt nicht mit. Ein gestandener Verlag kann preislich ganz anders agieren. Hier wird auch ein Hardcover für den Leser erschwinglich.

Zum anderen geht es um den Vertrieb. Auch wenn dem kniefälligen Autor in einem Publikumsverlag ein Honorar von nur z.B. 8 % zugestanden wird, macht es hier - ein gutes Buch und gezielte Werbung vorausgesetzt - die Masse. Und die erreicht man über die BoD-Schiene halt nicht oder nur begrenzt.

Auf jeden Fall würde ich dir raten, erst einmal ein "verdammt gutes Buch" zu schreiben und mit der Veröffentlichung über BoD zu beginnen. Hier hast du vieles selber in der Hand, lernst aus Fehlern, kannst klein anfangen und auf erreichten Erfolgen aufbauen, kannst dir deine eigene Strategie für die Vermarktung deines Buches entwickeln, in der Region beginnen, sich einen Leserkreis aufbauen, Mundpropaganda machen. Das dauert, lohnt aber. Und für diesen "Zeitlupenstart" ins Autorenleben ist BoD eine realistische Plattform!

Ich habe in meinem Umfeld etliche Autoren, sowohl in großen Verlagen als auch in Selbstverlagen. Habe mir gut angeschaut, wie sie was gemacht haben und daraus meine eigenen Ideen entwickelt. Ein Garantierezept gibt es ohnehin nicht.

Viel Erfolg beim Schreiben wünscht dir

augustina book:
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MW
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Re:

von MW (10.01.2009, 11:06)
ein großer verlag investiert auch (wenn auch unterschiedlich viel) in die werbung. das darf nicht vergessen werden!

oben wurde der bod-gewinn von 1 bis 2 eur pro buch gelobt. dies funktioniert nur bei bis zu 200 seiten. darüber diktiert der markt die preise und es wird schwierig bis kaum möglich diesen gewinn zu erzielen. aber auch dann ist die investition "buch" ja nicht beendet. es müssen/sollten/werden die cover erstellt, der text lektoriert, bei der VÖ pressearbeit geleistet werden, dazu flyer gebastelt, ausgeteilt, eine website erstellt, lesungen organisiert und und und. all dies kostet viel zeit und geld - und würde bei einem verlagsvertrag (jedenfalls zum teil) professionell übernommen werden. wenn ich dies hochrechne, bin ich mit meinen 5-10% mehr als gut bedient.

nichtsdestotrotz ist bod eine geniale lösung. gerade für die leute, die a) (noch) keinen verlag für sich begeistern konnten b) die fäden selbst in der hand behalten möchten c) vieles in eigenregie durchziehen können d) kurzfristig mit einem projekt auf den markt möchten und dabei e) den inhalt frei bestimmen möchten.

so gesehen sind beide wege überaus sinnvoll ... welcher der richtige ist, kann wohl nur jeder für sich selbst und für das jeweilige projekt bestimmen.
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hawepe
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Re: Zwang zum Schreiben

von hawepe (10.01.2009, 14:20)
Hallo Hanna,

Hanna hat geschrieben:
Wären wir da nicht auch beim "Lesen"angelangt?
Belesene Menschen finden ihre eigene Stilrichtung vermutlich gezielter, als Leute, die sich nur um sich selber drehen. Und profitieren dann sicher auch davon. Ich stelle mir vor, dass selbst Goethe seine Inputs brauchte um Eigenes zu kreieren.


Über das Lesen kann wohl noch heftiger diskutiert werden als über das Schreiben. Gerade unter den Hobby-Autoren gibt es nicht wenige, die von sich sagen, nicht gerade gerne zu lesen. Oder sie lesen sehr einseitig nur bestimmte Genres und Schreibstile.

Abgesehen davon, dass ich es persönlich als sehr langweilig empfinde, mich so zu binden, braucht man meiner Meinung nach auch die Vielfalt, um seinen eigenen Weg und Schreibstil zu finden.

Dass hier im Forum häufiger geschrieben wird, nicht immer nur auf die sogenannte gehobene Literatur zu schauen, tatsächlich aber fast immer nur andere Autoren genannt werden, verblüfft mich deshalb immer wieder.

Liebe Grüsse aus der unten nebligen, oben sonnigen Schweiz


Schade, wir sind nicht in der Schweiz: weder unten noch oben, sondern in der Mitte im trübsinnig-grauen Berlin.

Liebe Grüße,

Heinz.

Hanna
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Re: Zwang zum Schreiben

von Hanna (10.01.2009, 14:39)
Heinz schreibt:
Abgesehen davon, dass ich es persönlich als sehr langweilig empfinde, mich so zu binden, braucht man meiner Meinung nach auch die Vielfalt, um seinen eigenen Weg und Schreibstil zu finden.

Ganz meine Meinung. Mit der Vielfalt öffnen sich uns Erlebniswelten, an denen wir wachsen können.

Übrigens: Berlin ist auch wunderschön. Ich war bis jetzt vier Mal dort und lernte die Stadt lieben. thumbbup

Alpine Grüsse
Hanna

Tom
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Re:

von Tom (10.01.2009, 14:43)
MW hat geschrieben:
ein großer verlag investiert auch (wenn auch unterschiedlich viel) in die werbung. das darf nicht vergessen werden!

oben wurde der bod-gewinn von 1 bis 2 eur pro buch gelobt. dies funktioniert nur bei bis zu 200 seiten. darüber diktiert der markt die preise und es wird schwierig bis kaum möglich diesen gewinn zu erzielen. aber auch dann ist die investition "buch" ja nicht beendet. es müssen/sollten/werden die cover erstellt, der text lektoriert, bei der VÖ pressearbeit geleistet werden, dazu flyer gebastelt, ausgeteilt, eine website erstellt, lesungen organisiert und und und. all dies kostet viel zeit und geld - und würde bei einem verlagsvertrag (jedenfalls zum teil) professionell übernommen werden. wenn ich dies hochrechne, bin ich mit meinen 5-10% mehr als gut bedient.

nichtsdestotrotz ist bod eine geniale lösung. gerade für die leute, die a) (noch) keinen verlag für sich begeistern konnten b) die fäden selbst in der hand behalten möchten c) vieles in eigenregie durchziehen können d) kurzfristig mit einem projekt auf den markt möchten und dabei e) den inhalt frei bestimmen möchten.

so gesehen sind beide wege überaus sinnvoll ... welcher der richtige ist, kann wohl nur jeder für sich selbst und für das jeweilige projekt bestimmen.


Hallo MV,

sehr überzeugende Argumentation in beide Richtungen, die eigentlich auch alle meine Fragen auf einen Schlag beantwortet. Vielen Dank dafür! thumbbup

Hallo Augustina,

auch dir vielen Dank für deine Tipps. Es steht ja noch gar nicht fest, ob ich überhaupt ein Buch veröffentliche. Ich bin vorerst noch auf allgemeiner Informationssuche rund um dieses Thema.

Nachdem ich mich in verschiedenen Autorenforen mal ein bisschen umgesehen habe, hab ich das Gefühl, viele machen es genau umgekehrt. Sie schreiben erst ihr Manuskript komplett fertig und haben sich dann innerlich schon darauf versteift, es nun mit aller Gewalt auch schnellstmöglich zu veröffentlichen. Das ist zwar verständlich, viele scheinen es dann aber später zu bereuen. Sei es, weil ihnen hinterher auffällt, dass sie doch lieber einen anderen Weg der Veröffentlichung gewählt hätten, den Text lieber doch nochmal geändert hätten oder sonstiges.

Wenn mein Manuskript nun schon fertig wäre, könnte ich auch Gefahr laufen Fehler zu machen, die ich anschließend bereuen könnte. Darum sammele ich lieber vorab so viele Infos wie möglich und überlege mir dann in aller Ruhe ob ich überhaupt veröffentlichen will und ggf. in welcher Form. Das rationale Denken fällt mir leichter, solange das Manuskript noch nicht fertig ist und sich der Wunsch zur Veröffentlichung noch nicht im Kopf festgesetzt hat. :wink:
Neid ist eine häßliche, aber zumindest sehr aufrichtige Art der Anerkennung.

Viele Grüße vom Tom

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ChrisK
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Re: Zwang zum Schreiben

von ChrisK (10.01.2009, 14:46)
hawepe hat geschrieben:
Über das Lesen kann wohl noch heftiger diskutiert werden als über das Schreiben. Gerade unter den Hobby-Autoren gibt es nicht wenige, die von sich sagen, nicht gerade gerne zu lesen. Oder sie lesen sehr einseitig nur bestimmte Genres und Schreibstile.

Ich kenne eigentlich keinen Profi-Autoren, der kein besessener Leser wäre. Das Lesen gehört doch dazu. Zum einen, was den Umgang mit Sprache anbelangt, zum anderen der inhaltliche Input.
Wenn Karl May nicht wie ein Wahnsinniger gelesen hätte, wäre er nie zu den Mescaleros gekommen.:)
Gruß
Chris

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MW
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Re:

von MW (10.01.2009, 14:48)
@hanna: kleiner tipp für deinen nächsten besuch in berlin: mit einem guten buch ins cafe dressler am ku´damm gehen und GENIALEN kuchen - oder auch ein klasse mittag- oder abendessen genießen :-) und genau das werde ich gleich machen book:

LG eines völlig ausgehungerten schreiberkollege :wink:
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Hanna
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Re:

von Hanna (10.01.2009, 16:19)
MW schreibt:
"]@hanna: kleiner tipp für deinen nächsten besuch in berlin: mit einem guten buch ins cafe dressler am ku´damm gehen und GENIALEN kuchen - oder auch ein klasse mittag- oder abendessen genießen :-) und genau das werde ich gleich machen
book:

Hallo MW
Das Caffee Dressler kommt mir bekannt vor! Das ist doch in der Nähe der K.W. Gedächtniskirche, oder?
Leider war ich nie drin. Werde das aber nachholen!
Danke für den Tipp und liebe Grüsse Hanna

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Franca Orsetti
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Auch Kleinverlage haben's schwer

von Franca Orsetti (10.01.2009, 16:49)
Hallo Tom!

Das ist ja eine hochinteressante Diskussion, die Du da angezettelt hast.

Ich gehöre zu den Glücklichen, die Bücher schreiben als Hobby betreiben, somit auch keinen finanziellen Druck haben.

Ich möchte auf eine Aussage von Dir in deinem Posting an Valerie reagieren:
nach meinen Beobachtungen werden Bücher von Newcomer-Autoren aber auch dann in den hintersten Ecken versteckt (oder müssen bestellt werden), wenn sie bei großen Verlagen erscheinen.


Außerdem möchte ich noch die Erfahrung einbringen, dass mir Menschen, die Kleinverlage betreiben, von den Schwierigkeiten berichtet haben, die von ihnen vertriebenen Bücher bei - v.a. großen - Buchhandlungen (Ketten) unterzubringen. Also, diese Schiene, nur die Großen und Bekannten sind angesagt, gilt nicht nur bei den AutorInnen, sondern setzt sich bei den Verlagen fort.

Saluti,
Franca

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Conny
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Re:

von Conny (10.01.2009, 17:08)
Ich bin auch Marcos Meinung, wenn er sagt, dass BOD eine erste Möglichkeit ist, mit seinen Werken den Weg in die Öffentlichkeit zu wagen. Doch leider bin ich in letzter Zeit immer öfter über die Aussage gestolpert, dass man als BOD- Autor einen schlechten Ruf weghätte, der an einem kleben bleiben würde. Sozusagen hätte man als BOD- Autor kaum noch Chancen, Ausnahmen bestätigen dann wohl die Regel, in einem Publikumsverlag zu landen, weil diese den Weg über BOD als absolutes No- Go für einen eventuellen Vertrag sehen würden.
Ich habe mich mehr als einmal mit diesen Leuten herumgestritten, darunter war auch eine bekannte Autorin, deren Namen ich hier nicht nennen möchte.
Wenn man dann als totaler Neuling solche Dinge hört, wird einem Angst und Bange. Und ich könnte mir vorstellen, dass sicherlich schon einige Autoren ihr Werk wieder in die Schublade gelegt haben, obwohl sie evtl. schon den Weg über BOD geplant hatten - aus Angst vor dem "Stempel" auf der Stirn.

Schade, dass solche Meinungen so stur nach außen getragen werden, obwohl bereits viele BODler das Gegenteil bewiesen haben.

LG, Conny
"Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann."
Antoine de Saint- Exupéry

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LOFI

Re:

von LOFI (10.01.2009, 17:24)
Conny hat geschrieben:
Ich bin auch Marcos Meinung, wenn er sagt, dass BOD eine erste Möglichkeit ist, mit seinen Werken den Weg in die Öffentlichkeit zu wagen. Doch leider bin ich in letzter Zeit immer öfter über die Aussage gestolpert, dass man als BOD- Autor einen schlechten Ruf weghätte, der an einem kleben bleiben würde. Sozusagen hätte man als BOD- Autor kaum noch Chancen, Ausnahmen bestätigen dann wohl die Regel, in einem Publikumsverlag zu landen, weil diese den Weg über BOD als absolutes No- Go für einen eventuellen Vertrag sehen würden.
Ich habe mich mehr als einmal mit diesen Leuten herumgestritten, darunter war auch eine bekannte Autorin, deren Namen ich hier nicht nennen möchte.
Wenn man dann als totaler Neuling solche Dinge hört, wird einem Angst und Bange. Und ich könnte mir vorstellen, dass sicherlich schon einige Autoren ihr Werk wieder in die Schublade gelegt haben, obwohl sie evtl. schon den Weg über BOD geplant hatten - aus Angst vor dem "Stempel" auf der Stirn.

Schade, dass solche Meinungen so stur nach außen getragen werden, obwohl bereits viele BODler das Gegenteil bewiesen haben.

LG, Conny


Hi,

wir arbeiten z.zt. mit nichdeutschen Lektoren zusammen. Als ich denen meine BOD Karriere "beichtete" schauten sie mich an, betrachteten meine Bücher und fragten mich, was ich denn nun damit ausdrücken wollte.
Ich erklärte ihnen, dass BOD Autoren in DE etwas verschrien sind und einer von ihnen meinte, "Na, DE ist ja nicht die Welt oder?" cheezygrin

VG
lofi

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Conny
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Re:

von Conny (10.01.2009, 17:29)
LOFI (Moderator) hat geschrieben:

wir arbeiten z.zt. mit nichdeutschen Lektoren zusammen. Als ich denen meine BOD Karriere "beichtete" schauten sie mich an, betrachteten meine Bücher und fragten mich, was ich denn nun damit ausdrücken wollte.
Ich erklärte ihnen, dass BOD Autoren in DE etwas verschrien sind und einer von ihnen meinte, "Na, DE ist ja nicht die Welt oder?" cheezygrin

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Hi Lorenz!
Schön, dass es auf der Welt auch noch andere Meinungen darüber gibt. Aber "leider" lebe ich nun mal in Deutschland, und da muss ich mit dem zurechtkommen, was mir hier vorgegeben wird. :?

LG, Conny
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MW
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Re:

von MW (10.01.2009, 23:37)
... also bei meinen veröffentlichungen hat glaube ich kein mensch mein(e) buch / cds des verlags wegen gekauft. viel wichtiger ist der inhalt (klar) und die verfügbarkeit - und schließlich auch das ganze drumherum.

das einzige, was ich bestätigen kann ist, dass man als "verlagsautor" vielleicht ein klein wenig ernster genommen wird - vor allem im persönlichen umfeld, aber auch in der außenwirkung. dies vor allem dann, wenn man bei einem großen/bekannten verlag untergekommen ist. fraglich ist, ob dieser effekt auch über einen kleinen verlag erreicht werden würde?! zum teil sicherlich ja. nach eigener erfahrung scheint es in der akzeptanz (nicht ganz, aber doch ) ziemlich egal zu sein, ob dies nun ein no-name-verlag ist oder bod. und da ich super erfahrungen mit bod gemacht habe, sehe ich keinen grund, unbedingt für jedes projekt einen verlag finden zu müssen.

lange rede - wenig sinn: ich glaube das wichtigste ist, für das einzelne projekt einen guten und vor allem passenden partner zu finden - bei dem ich gute konditinen habe und mich wohl fühle. das kann ein großer verlag, ein kleiner verlag oder natürlich auch bod sein.

so ... nun bin ich mal wieder ein wenig vom thema abgekommen - sorry - und außerdem ist es jetzt höchste zeit für mein einschlafhörspiel.

in diesem sinne sleep:
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AF Verlag

Re:

von AF Verlag (11.01.2009, 11:50)
Oberstes Ziel sollte immer eine Veröffentlichung in einem "echten" Verlag sein, alles andere ist oftmals verlorene Müh.
Das Problem so mancher, ist die Selbstüberschätzung, und diese wird auch noch von den zahlreichen Dkz´s und auch BoD unterstützt.
Da aber diese Art zu verlegen, zwar ziemlich Risikoarm ist, dient sie doch als Nährboden dieser zweifelhaften "Verlage". Kurzum, das Angebot wird angenommen.
Schließlich ist es ja auch eine Frechheit der "echten" Verlage, sich das Recht herauszunehmen Manuskripte abzulehnen. Und anstatt der/die Autor/in sich mal hinterfragt, woran es liegen könnte, rennt man schnell zu BoD oder anderen, und befriedigt dort eben seine Gier nach "Anerkennung".

Was Verlage wirklich leisten, und welches Risiko sie eigentlich eingehen interessiert kaum jemanden, zumindest diskutiert man darüber doch eher selten.

Oftmals werden auch die "kleinen Verlage" kritisiert, dass diese aber als Sprungbrett dienen könnten, genau wie die mittleren Verlage, um schließlich doch bei einem Publikumsverlag zu landen, darüber denkt keiner nach. Was diese aber auf sich nehmen und welches Risiko in Kauf genommen wird, scheint auch eher uninteressant.

Ein bekannter Verleger schrieb mir mal, das 90% dieser (Bezahl-)Autoren/innen keine sind, und ich stimme dem zum Teil zu.

Mich interssiert eine solche Veröffentlichung eher nicht. Ich richte mein Augenmerk auf die Textprobe oder dem Manuskript, wenn es mich überzeugt, dann fange ich an zu routieren, was vorher war spielt keine Rolle. Und auch ich nehme mir das Recht heraus abzulehnen.

Die Thread trägt auch meineserachtens die falsche Überschrift. Sie sollte nicht lauten "Echter Verlag" um jeden Preis, sondern "Veröffentlichen" um jeden Preis.

Literarische und nachdenkliche Grüße

Jens

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hawepe
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Re:

von hawepe (11.01.2009, 12:04)
Hallo Jens,

AF Verlag hat geschrieben:
Die Thread trägt auch meineserachtens die falsche Überschrift. Sie sollte nicht lauten "Echter Verlag" um jeden Preis, sondern "Veröffentlichen" um jeden Preis.


Du kennst doch bestimmt die Fabel vom Fuchs und den Trauben.

Okay, das ist natürlich etwas undifferenziert, aber wenn man ein Thema ganz allgemein diskutiert, fehlen Differenzierungen fast immer.

Beste Grüße,

Heinz.

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