Einen dicken Schicken schreiben...

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (11.09.2008, 20:31)
Albert Ulrich hat geschrieben:
Kann man nicht die Überschrift korrigieren?
Ich lese immer einen schicken Dicken reiben :oops:


:lol: Zieht Leser magisch an, was?!

Für einen Roman wäre meine erste Wahl sicher nicht die Times New Roman, weil sie einfach Alltagstrott ist und darum nicht originell. Allerdings würde das auch auf das Buchprojekt ankommen. Auf jeden Fall ist sie am PC wie gedruckt gut lesbar (wenn nicht zu groß).

Grüße!

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hawepe
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Re:

von hawepe (11.09.2008, 20:58)
Hallo Lorenz,

LOFI (Moderator) hat geschrieben:
Vielleicht nicht originell, aber doch bewährt.


Manchmal mag ich auch Kartoffelsalat mit Würstchen cheezygrin

Beste Grüße,

Heinz.

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PvO
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Re:

von PvO (12.09.2008, 08:39)
(meine Leute waren zwischen 16 und 19)

Du hättest das mal einen Brillenträger geben sollen.
Time New Roman benutzte ich in fast allen meiner Bücher. Auch in meiner täglichen Korespondenz. Ich finde die Schrift nicht häßlich, dafür gut lesbar. Zugegegen, es mag Gewohnheit sein. Arial hingegen mag ich gar nicht.

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Atlan_Gonozal
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Re:

von Atlan_Gonozal (12.09.2008, 08:53)
Einen Tipp zur Verkleinerung des Buches, ohne auf Inhalt verzichten zu müssen, kann ich übrigens selbst geben: Man kann in Word die so genannte "Unterschneidung", also das "Kerning" einschalten. Dann rückt Word die Buchstabenpaare besser zusammen. So machen es auch die Profis mit LaTeX und Co. Gut erkennen kann man den Effekt am Wort "Test". Dort rutscht dann das "e" nah an das "T" heran - es begibt sich sozusagen unter das schützende Dach. Bei 200 Seiten kommen so etwa 10-15 Seiten Ersparnis heraus (bei einer 12 Punkt Schrift).

Gruß, Karsten
Authors Little Helper - Bücher schreiben leicht gemacht! http://www.alh.karsten-heimer.de

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hawepe
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Re:

von hawepe (12.09.2008, 11:13)
Hallo Karsten

Atlan_Gonozal hat geschrieben:
Bei 200 Seiten kommen so etwa 10-15 Seiten Ersparnis heraus (bei einer 12 Punkt Schrift).


Aber bei Büchern von 500, 600 oder 700 Seiten rettet einen das preislich auch nicht. Und eigentlich gehe ich immer davon aus, dass solche typographischen Feinheiten ohnehin beachtet werden, die Seitenzahlen also von einem im wesentlichen fertigen Manuskript ausgehen.

Beste Grüße,

Heinz.

Nina
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Re:

von Nina (12.09.2008, 11:35)
Hallo,

zu dem Thema kann ich nur aus der jüngsten Erfahrung berichten.
Mein Manuskript hatte nach Kürzung und mit Schriftart Palatino 10pt einen Umfang von 456 Seiten.

Mein Wunsch war ein realistischer VK zwischen 10-12 Euro.
Letztendlich habe ich eine Druckerei gesucht und das Buch selbst drucken lassen. Das ist denke ich z.Z. der einzig gangbare Weg, seinen "schicken Dicken" unter die Menschheit zu bringen.

LG
Nina

---

http://www.das-faeroeer-tuch.de

Stefan Lamboury

Re:

von Stefan Lamboury (12.09.2008, 12:17)
Kommt drauf an, wenn dein Buch gut ist und beim Leser ankommt durchaus. Wenn du berühmt bist ist es eh egal. Stephen Kings Hardcover Bücher liegen bei ungefähr 25 bis 30 € Erstauflage. Und sag mir nicht das sie sich nicht verkaufen.

Schönen Gruß

Stefan

http://stefanlamboury.de.tl/Home.htm

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Yuki
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Re:

von Yuki (12.09.2008, 16:42)
PvO hat geschrieben:
Du hättest das mal einen Brillenträger geben sollen.


Der bin ich selbst ;-) Empfinde aber ebenso wie meine Testpersonen.

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PvO
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Re:

von PvO (12.09.2008, 16:47)
Letztendlich habe ich eine Druckerei gesucht und das Buch selbst drucken lassen.

Das ist interessant, kannst du nähere Angaben machen?

Nina
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Re:

von Nina (13.09.2008, 11:13)
Hallo,

gerne bekomst Du nähere Angaben.
Was interessiert Dich denn?


LG
Nina

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PvO
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Re:

von PvO (14.09.2008, 09:03)
Wie viel Bücher haben was gekostet, wie lange hat es gedauert?

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Corvinus
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Re:

von Corvinus (11.10.2008, 09:37)
Ich hatte mich zu einem ähnlichen Problem ja bereits vor längerer Zeit mal geäußert. Meine überarbeitete Gesamtausgabe von "Devian & Corvina" würde mit all den Illustrationen als Hardcoverausgabe bei BOD nämlich auch nicht für unter 26 Euro / 27 Euro zu realisieren sein. Und das bei einer Marge von eben mal noch 38 Cent.

Nun reden wir aber hier nicht von einem Taschenbuch, sondern von einem richtig umfangreichen Projekt. Und ein solches mit Werken von Tolkien, Rowling oder gar King preislich vergleichen zu wollen kann nur in die Hose gehen. Diese Bücher verkaufen sich ja faktisch von selbst und werden in Auflagen von mehreren Hunderttausend / gar Millionen produziert in verschiedenen Sprachen und dergleichen. Da das Buch eines absolut unbekannten Hobbyautors gleichzustellen und für 25 Euro / 30 Euro an den Mann bringen zu wollen. Unrealistisch...

In meinen Augen im Zuge von BoD nicht machbar, weil so etwas für den Preis einfach nicht mehr verkäuflich ist. Das mag bei einem super Bildband oder einem Fachbuch noch etwas anderes sein, aber in dem Fall - schaut es wohl eher schlecht aus. Wie schon gesagt wurde, das bittere Los des Digitaldrucks.

Der Tipp eines mehrteiligen Projekts ist letztlich nicht so verkehrt ( was bei mir nicht möglich ist, da es ja eine Gesamtausgabe sein soll ), hieße aber zu bedenken, dass bei 3 Teilen auch 3 mal die Kosten durch BOD anfallen. Und ich rede da nicht nur von den Grundkosten, sondern auch von monatlichen Datenerhaltungskosten. Macht in der Summe auf 5 Jahre immerhin rund 470 Euro. Und die müssen erstmal verdient sein...

Aber docktere um Gottes Willen nicht am Satz des Buches herum. So von wegen Schriftgröße auf 8 Punkt setzen, Ränder verkürzen und Absätze weglassen und dergleichen. Solche typografischen Fehler fallen einem geübten Leser sofort auf und machen das Buch eher zu einem Missgeschick.

Es wird immer gern darauf verwiesen, dass man in der guten alten OffSet Druckerei bessere Preise herausholen kann. Das ist auch richtig, zumindest wenn man mal eben so 1000 Exemplare drucken und lagern kann. Und vor allen Dingen auch bezahlen kann...
Hab mir das vor Kurzem mal von mehreren Druckereien ausrechnen lassen. Bei 1000 Stück sind durchaus 8,30 Euro pro Buch (eingeschweißt) machbar. Aber immerhin, muss man erstmal 8300 Euro für investieren können, den Platz haben um 1000 500-Seiten Wälzer auch ordentlich lagern zu können und dann auch noch den Vertrieb organisieren können. Also ich habe noch einen Hauptjob und bin lediglich Hobby- und Gelegenheitsautor. Solch einen Aufwand kann ich nicht betreiben. Aber sicher, mach aus den 1000 Stück mal eben 5000 und Du bekommst das Exemplar zum Preis von vielleicht 6,80 Euro / Stück. Aber das sind dann schon eher Verlagsdimensionen und nicht für den Einzelnen an sich geeignet. Na ja, kann sich jeder sein Bild von machen.
Zahlreich sind die Dinge derer ich nicht bedarf...

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MW
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Re:

von MW (11.10.2008, 12:12)
Hallo,

als Designer muss ich sagen: 8pt auf keinen Fall verwenden! je nach typo sollte bei 10 oder 11 pt schluss mit dem verkleinern sein. Auch sollte der Zeilenabstand die 100% nicht unterschreiten ... eher ein wenig drüber. Es gibt sehr spannende schriften, die im satz gut zu verwenden sind und z.t. auch deutlich schmalläufiger als die times ausgezeichnet sind.

eine gute lesbarkeit hat z.b. die garamond. durch die sehr niedrigen minusklen (das sind die kleinen buchstaben) wirkt das schriftbild trotz einem zeilenabstand von nur 100% noch immer luftig und aufgeräumt. zudem ist die schrift auch bei nur 10 pt noch gut lesbar. gleiches gilt für die palatino linotype oder (etwas gewagter) die cambria (gleichwohl diese etwas voluminöser ist).

ich würde dringend von der arial abraten. diese gehört zu den groteskschriften und ist dem akzidenzsatz vorbehalten; sprich für überschriften, herausstellungen oder im rahmen von online-projekten (neben verdana und tahoma eine gute bildschirmschrift). für einen angenehmen lesefluss fehlen aber die serifen (die füßchen), die die buchstaben für da augen verbinden sollen und die wörter als gesamtbild schneller erfassbar machen.

lg
mw

p.s. ich habe auch so dicke schinken und steh vor dem gleichen problem. ich werde mein buch wohl in 2 bände zu je 9,90 EUR unterteilen. dabei habe ich das etwas größere format 13,5 x 21,5 gewählt, innen 2,5cm luft gelassen (damit man das buch beim lesen nicht auseinanderreißen muss) und sonst nur 1 cm rand genommen (was nicht wirklich schön ist, aber doch etliche seiten eingespart hat).
aktuelles sachbuch: "design kalkulieren"
www.designkalkulieren.de

artwork: www.designers-inn.de
schreiben: www.angenehme-vorstellung.de
thriller: www.marclinck.de
musik: www.linck-live.de

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MiMl
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Re:

von MiMl (12.10.2008, 16:13)
Hallo,

ich muss lg zustimmen (auch wenn ich kein Designer bin und das daher nicht viel zu sagen hat).

Mein Buch ist zwar kein dicker Schinken, aber ich wollte unbedingt unter der 10,- € Grenze bleiben. Mit dem Standard-Layout, das BoD für Taschenbücher empfiehlt, lag ich auf Grund der Seitenzahl bereits mit der Paperback-Variante massiv oberhalb dieser Grenze.
Um es kurz zu machen:
Ich habe drei Schriftarten (Garamond, Times und Palatino) in unterschiedlichen Schriftgrößen getestet. Garamond verbraucht stets am wenigsten Platz. Dabei sieht es „dennoch“ für den Designer gut aus (siehe lg) und bereitet auch keine Copyright-Probleme.
Die Schriftgröße hatte ich zum Schluss auf 10 pt runter geschraubt (bei einfachem Zeilenabstand). Das ist noch mit vielen Taschenbüchern vergleichbar. Von noch kleiner würde allerdings auch ich abraten (vermutlich, weil es bei mir nicht notwendig war).
Als nächstes kann (oder sollte) man die Ränder beackern: Die BoD-Angaben (oben: 2,3 cm, unten: 2,8 cm, außen: 2,0 cm, innen: 2,2 cm) fand ich für einen Roman viel zu groß. Ich habe über etliche Versuche und Probeausdrücke auf die folgende Werte reduziert: oben: 1,2 cm, unten: 1,8 cm, außen: 1,2 cm, innen: 1,8 cm (unten wegen der Fußzeile mit der Seitenzahl etwas mehr, innen wegen der Leimung). Das ist schon recht eng, aber ebenfalls noch mit vielen Taschenbüchern vergleichbar.
Die Seitenzahl beim ursprünglichen BoD-Layout weiß ich nicht mehr genau. Aber es waren so ca. 30% - 35% der Seiten, die ich eingespart habe (wodurch ich die "magische" Marke von 10,- € so gerade unterschreiten konnte).

Aus einem dicken Wälzer zwei oder mehr Bände zu machen finde ich ebenfalls eine gute Idee – egal ob alternativ oder zusätzlich.

Viele Grüße,
Michael

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Judith
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Re:

von Judith (12.10.2008, 19:34)
MiMl hat geschrieben:
ich muss lg zustimmen

:lol: Du stimmst den "lieben Grüßen" zu? :lol:
lg ist die Abkürzung für "liebe Grüße", dein Vorredner ist MW smart2 :wink:


lg
Judith (die auch nicht lg heißt :P )
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