Entwicklung von Verkaufszahlen

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Judith
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Re:

von Judith (16.02.2009, 00:24)
Hallo Alexandra,

kein Mensch sagt, dass du dich verbiegen sollst. Ich möchte im Laufe der nächsten zwei Jahre meinen Job an den Nagel hängen, nicht weil er mir nicht gefällt, sondern weil er mir körperlich zu anstrengend wird. Ich bekomme keinen cent Arbeitslosenunterstützung und mit Mitte fünfzig vermutlich auch nur schwer einen Vollzeitjob. Also, warum soll ich den ganzen Tag putzen gehen, wenn ich eventuell stattdessen mein Geld mit der Schreiberei verdienen kann?

Grüßle,
Judith
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schreiberlein
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Re:

von schreiberlein (16.02.2009, 01:11)
Verbiegen fängt bei dem einen früher an, bei dem anderen später. Bei mir schon da, wo ich beim Schreiben nicht mehr nur die Geschichte, die ich erzählen mag, vor Augen habe, sondern auch die mögliche Markt- oder Verlagstauglichkeit.

Versteh' mich bitte richtig, Judith. Ich habe nichts gegen markttauglich schreibende Autoren und ich wünsche Dir, dass sich die Dinge so entwickeln, wie Du Dir das vorstellst. Es ist halt nur nicht meine Welt. Viele Autoren - nicht alle - degradieren sich selbst dadurch zu bloßen Auftragshandwerkern und verlieren mehr, als sie dadurch gewinnen. Es ist eine Wanderung auf sehr schmalem Grat, die nur wenige beherrschen.

Vor vielen Jahren war ich auf dem Weg dazu, die Malerei, die ich ja ebenso leidenschaftlich betreibe wie das Schreiben, zum Beruf zu machen. Aus den gleichen Gründen, aus denen ich heute Verkaufszahlen nicht massgeblich finde, habe ich das sein gelassen und etwas anderes gemacht. Das war eine der besten Entscheidungen, die ich bisher getroffen habe. Ich male immer noch so, wie ich das will und brauche keinerlei Rücksichten auf eventuelle Abnehmer zu nehmen, wenn ich mich in meinem Experimentierwahn wieder zu ganz verwegenen Dingen hinreissen lasse. Das soll bei meiner Schreiberei genau so bleiben.

WalterJoergLangbein

Re:

von WalterJoergLangbein (16.02.2009, 09:03)
Judith hat geschrieben:
Hallo Alexandra,

kein Mensch sagt, dass du dich verbiegen sollst. Ich möchte im Laufe der nächsten zwei Jahre meinen Job an den Nagel hängen, nicht weil er mir nicht gefällt, sondern weil er mir körperlich zu anstrengend wird. Ich bekomme keinen cent Arbeitslosenunterstützung und mit Mitte fünfzig vermutlich auch nur schwer einen Vollzeitjob. Also, warum soll ich den ganzen Tag putzen gehen, wenn ich eventuell stattdessen mein Geld mit der Schreiberei verdienen kann?

Grüßle,
Judith


Guten Morgen, Judith!

Ich drücke Dir jedenfalls fest die Daumen und wünsche Dir Erfolg!

Recht herzlich

Walter

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mberghoefer
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Re:

von mberghoefer (16.02.2009, 09:27)
Im Ausgangsbeitrag zu diesem Thread ging´s ja um Erfahrungen mit Absatzzahlen und später (glaub ich) auch um die Frage, was es wohl braucht um in der BoD-Bestsellerliste aufzutauchen, deshalb hier mal meine aktualisierten Zahlen. Da diese Bestsellerliste offenbar über die Verkäufe aus den "letzten sechs Wochen" errechnet wird, ist die genannte Zahl eben die der "jeweils letzten sechs Wochen", basierend auf der Online-Umsatz-Anzeige bei bod.de, immer exklusive des genannten Montags:

Das Buch erschien am 31.12.08, insofern geht´s wirklich bei "Null" los.

(Datum: Umsatz der letzten sechs Wochen -> Platz in Liste "Belletristik")
05.01.09: 1 -> nicht enthalten
12.01.09: 104 -> nicht enthalten
19.01.09: 176 -> Platz 15
26.01.09: 271 -> Platz 9
02.02.09: 314 -> Platz 7
09.02.09: 326 -> Platz 6 (dies ist die erste vollständige 6-Wochen-Zahl)
16.02.09: 355 -> Platz 6 (hier fällt erstmals eine "alte" Woche weg)

Da ich nicht weiss, ob die selbst bestellten Bücher, die im Umsatz ja nicht auftauchen, in der Ermittlung der Bestsellerliste berücksichtigt werden, hier für alle Fälle auch dieselben Daten inklusive der Eigenbestellungen:

(Datum: Umsatz der letzten sechs Wochen -> Platz in Liste "Belletristik")
05.01.09: 1 -> nicht enthalten
12.01.09: 104 -> nicht enthalten
19.01.09: 201 -> Platz 15
26.01.09: 296 -> Platz 9
02.02.09: 339 -> Platz 7
09.02.09: 376 -> Platz 6 (dies ist die erste vollständige 6-Wochen-Zahl)
16.02.09: 405 -> Platz 6 (hier fällt erstmals eine "alte" Woche weg)

beste Grüsse
matthias

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mberghoefer
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Re:

von mberghoefer (16.02.2009, 09:36)
Zum inzwischen hier heisser diskutierten Thema, "wieso schreibt man" / "wieso sollte man schreiben", meine ich, dass das doch eine Frage der momentanen Einstellung, Anforderung, Vorlieben, Notwendigkeiten usw ist.

Manche der Beiträge lesen sich als sei es verwerflich, gezielt auf (angenommenen) Erfolg zu schreiben - dabei ist es m.E. doch so, dass jeder so schreibt (bzw. "darüber" oder "für den" schreibt), dass die ihm wichtigen Bedürfnisse möglichst gedeckt werden. Mein Fußballbuch hab ich geschrieben, weil´s Spaß machte und spannend war. Falls ich mehr Geld damit hätte verdienen müssen, dann hätte ich mir sicherlich mehr Zeit dafür genommen und einiges anders geschrieben, es anders verpackt und anders "vermarktet" - und da fände ich auch gar nichts negatives dran. Als nächstes schreibe ich vielleicht ein Buch über Erlebnisse bei Fußballspielen mit Jugendmannschaften in den höchsten Ligen - sowas verkauft sich mit Sicherheit so gut wie gar nicht. Wäre ich auf Einnahmen aus der Schreiberei angewiesen, dann würde ich das mit höchster Sicherheit nicht schreiben, oder eben nicht "so schnell".

Der "Markt" ist eben so wie er ist. Manchmal träume ich schon davon, auf der Terasse "meines" Hauses über Marseille in der Sonne zu sitzen, fünf Minuten pro Tag für eine gut bezahlte, äußerst kluge Kolumne in einer seriösen Zeitung aufzubringen, und ansonsten mal nur das zu schreiben, wozu ich Lust hätte, egal ob das nun null, sieben oder fünftausend Leser fände. Nur habe ich leider kein Haus in Marseille, schreibe auch für keine Zeitung und tu sowieso was ganz anderes als Schreiben. Vielleicht fehlt´s nur an Mut oder an Risikobereitschaft (oder: Marseille ist einfach zu weit weg vom Stadion in Schalke)

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PvO
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Re:

von PvO (16.02.2009, 09:48)
Also, warum soll ich den ganzen Tag putzen gehen, wenn ich eventuell stattdessen mein Geld mit der Schreiberei verdienen kann?

Hut ab, vor solch einer Einstellung, die hätte ich auch gerne. Aber ich bin da zu sehr Realist und Kaufmann. Lasst uns mal den Gaul von hinten aufzäumen.
stattdessen mein Geld mit der Schreiberei verdienen kann?

Die Frage ist: was heißt Geld? Oder besser ausgedrückt: wie viel Geld muss ich verdienen, um meinen Job an den Nagel hängen zu können? 1.000 Euro Netto pro Monat? Oder 2.000? Oder gleich 3.000? Was ist hier real? Mit 1.000 im Monat auskommen zu müssen? Besser wären da schon 2.000. Jetzt rechnen wir mal weiter. Ist es real, mit unseren Büchern im Monat so viel zu verkaufen, dass da 2.000 Netto bei rauskommen? Und das nicht nur ein Monat lang, sondern 12 mal im Jahr müssen wir dieses Kunstück hinbekommen und das Jahr für Jahr.
Judith, deine Einstellung in Ehren, aber von der Schreiberei leben zu können, das tun in Deutschland nur sehr wenige.

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chiquitita
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Re:

von chiquitita (16.02.2009, 10:21)
Judith hat geschrieben:
Hallo Alexandra,

kein Mensch sagt, dass du dich verbiegen sollst. Ich möchte im Laufe der nächsten zwei Jahre meinen Job an den Nagel hängen, nicht weil er mir nicht gefällt, sondern weil er mir körperlich zu anstrengend wird. Ich bekomme keinen cent Arbeitslosenunterstützung und mit Mitte fünfzig vermutlich auch nur schwer einen Vollzeitjob. Also, warum soll ich den ganzen Tag putzen gehen, wenn ich eventuell stattdessen mein Geld mit der Schreiberei verdienen kann?

Grüßle,
Judith


... und putzen gehen kann auch sehr anstrengend sein. Aber Judith, hast Du Dir einmal ausgerechnet, wieviele Bücher Du verkaufen musst, um das Brutto-Gehalt für eine Vollzeitbeschäftigung zu erreichen? Machen wir einmal eine normale Rechnung auf. Bruttogehalt Euro 2.500,-- (ist nicht zu hoch gegriffen, wenn man noch Steuern und Privatkrankenversicherung abzieht). Deine Bücher kosten so ca. Euro 7,90. Als Autor bekommst Du in der Regel 10 % des Verkaufspreises = 0,79 Euro pro Buch. Bei einem Einkommen von 2500 Euro musst Du in etwa 3.165 Bücher im Monat verkaufen. Da musst Du Dich aber permanent im Bestseller-Bereich befinden. Ich wünsche es Dir, finde es aber utopisch, vom Schreiben allein leben zu können.
Gruß Uschi

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Judith
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Re:

von Judith (16.02.2009, 12:20)
Hallo zusammen,

ich weiß ja nicht, was ihr für einen Lebensstandard habt, aber offensichtlich einen anderen als ich. Mein Nettogehalt liegt im Moment bei ca. 1000 Euro im Monat. Ich gehe davon aus, zumindest einen 400-Euro-Job neben der Schreiberei annehmen zu müssen. Um den derzeitigen Standard halten zu können, müsste ich also 600 Euro netto hinzuverdienen. Die KSK zahlt die Hälfte der Krankenversicherung. Steuer ist nicht so extrem, da mein Mann (der leider auch nicht viel verdient) vermutlich in eine bessere Steuerklasse käme. Ich gehe also eher davon aus, 1000 Euro brutto im Monat mit den Büchern verdienen zu müssen. Das ist natürlich nur möglich, wenn es mir gelingt, bei einem oder zweien der großen Verlage Fuß zu fassen. Und natürlich ist es harte Arbeit, denn man muss dann schon etwa zehn Bücher jährlich abliefern (z.B. 2 - 3 Romane und 8 Erstlesebücher). Aber hart zu arbeiten und "kreativen Durchfall zu produzieren", das bin ich seit 17 Jahren gewohnt.

Es ist nicht so, dass ich sage "Ich werde Kinderbuchautorin und davon leben". Aber ich arbeite daran, damit es zumindest die Möglichkeit geben kann. Und selbstverständlich müssen dann bereits mehrere Bücher von mir auf dem Markt sein, möglichst gut laufenden, bis ich meine Tanzschuhe an den Nagel hänge.

Grüßle,
Judith
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Conny
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Re:

von Conny (16.02.2009, 22:45)
Judith hat geschrieben:
Es ist nicht so, dass ich sage "Ich werde Kinderbuchautorin und davon leben". Aber ich arbeite daran, damit es zumindest die Möglichkeit geben kann. Und selbstverständlich müssen dann bereits mehrere Bücher von mir auf dem Markt sein, möglichst gut laufenden, bis ich meine Tanzschuhe an den Nagel hänge.

Grüßle,
Judith



Hallo Judith!
Ich kann deine Meinung absolut nachvollziehen und hoffe, dass du es schaffst!
Genau so, auch wenn es vielleicht Wunschdenken ist und vielleicht auch bleibt, strebe ich es letztendlich auch an.

Du hast mir gegenüber natürlich schon mal einen riesigen Vorteil: Du bist bei einem Verlag - wenn auch ein kleiner - aber der kann dir evtl. den Start ermöglichen.
Warum sollte es nicht erlaubt sein, etwas in Angriff zu nehmen, ein Ziel zu verfolgen?
Wer bereits aufgibt, noch ehe er an den Start gegangen ist, der sollte die Schuhe am Besten an den Nagel hängen und es lassen. Denn dann schafft man es nie!

Natürlich wäre es leichtsinn, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Niemals würde ich meinen festen Job aufgeben, weil ich der Meinung bin, jetzt und sofort Schriftstellerin sein zu können.
Aber wenn ich nebenberuflich darauf zuarbeite, was hindert mich daran, es nicht wenigstens zu versuchen?

Dass die Zahlen auf dem Markt einen deutliche Sprache sprechen, weiß ich selbst. Ich verstehe es als Privileg, von seinem Hobby leben zu können. Und sollte das in die Hose gehen, kann ich ja immer noch in meinem Job weitermachen.

Also liebe Judith! Ärmel hochkrempeln und ran an die Buletten!!! Meine Daumen hast du!

LG, Conny thumbbup
"Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann."
Antoine de Saint- Exupéry

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Judith
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Re:

von Judith (17.02.2009, 00:34)
Danke für Daumen und Beistand, Conny! :D

Uschi, du hast noch einige Denk- und Rechenfehler. Man bekommt bei Taschenbücher i.d.R. 5 % vom Netto-Ladenverkaufspreis, die 10% (ebenfalls vom Nettopreis) sind nur bei Hardcovern üblich. Also sind es nur 37 cent pro Buch. Bei 1000 verkauften Bücher also 370 Euro. Dazu braucht der Verlag allerdings mindestens ein halbes Jahr, von 50 Euro brutto im Monat kann ich aber natürlich nicht leben.

Nun kommt aber im Herbst mein zweites Buch raus, auch das bringt mir vielleicht 50 Euro im Monat. Und ein weiterer Verlag hat Interesse angemeldet. Nehmen wir mal an, er verkauft auch nicht mehr oder das Buch wird ein wenig billiger, dann sind es trotzdem wieder um die 50 Euro. Damit wäre ich schon mal bei 150 Euro im Monat. Wenn ein größerer Verlag ein Manuskript nimmt, dann bekommt man i.d.R. 1.000 Euro Vorschuss. Das ist gut so, denn bis die Bücher bei den Großen erscheinen, dauert es - zumindest bei Neuautoren - ca. zwei Jahre.

Nur mit "meinem" kleinen Verlag käme ich auf keinen "grünen Zweig", denn mehr als (höchstens) zwei Bücher pro Jahr sind dort nicht drin. Also, wie gesagt, von dort um die 100 Euro im Monat, solange ein Buch läuft. Aber die Bücher werden ja mehrere Jahre lang aufgelegt und es kommen neue hinzu. Das bedeutet, ich bekomme irgendwann mal (hoffentlich) für zehn oder zwanzig Bücher von verschiedenen Verlagen Tantiemen. Bei größeren Verlagen sind die Verkaufszahlen auch größer, da sind dann schnell mal 5.000 Exemplare verkauft (= 1.500 bis 2.000 Euro). Dann kommen auch noch Lesungen hinzu, die ja auch Geld bringen.

Wie gesagt, ich arbeite dran. Es sind noch einige Manuskripte im Umlauf, zwei Verlage (ein mittlerer, ein großer) sind interessiert, im März habe ich zwei bezahlte Lesungen, ich bin auf dem Weg.

Grüßle,
Judith
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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (17.02.2009, 02:05)
Super Einstellung Judith! Ich wünsche dir auch viel Gluck thumbbup
LG,

Lisa

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PvO
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Re:

von PvO (17.02.2009, 09:52)
Schließe mich an. Toi toi toi thumbbup

Speedy
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Re:

von Speedy (17.02.2009, 10:43)
Judith,

ich wünsche Dir, dass Deine Rechnung aufgeht. Auf jeden Fall liegt eine Menge harter Arbeit vor Dir.

Für mich wäre es vermutlich nichts, denn ich weiß nicht, ob ich mit so viel Druck kreativ sein könnte. Bei mir überwiegt halt der Spaß am Schreiben, weshalb auch Lesungen niemals für mich in Frage kämen.

Gruß

Speedy

AFV

Re:

von AFV (17.02.2009, 11:19)
Hallo Judith,

Wenn du dich da mal nicht verzockst. Nun möchte ich dir aber auch deine Hoffnungen nicht nehmen.

Aber denke mal über Folgendes nach. Du schreibst ja 1000 Bücher verkauft der Verlag in einem halben Jahr. Das mag stimmen, jedoch von einer unbekannten Autorin, melde ich daran berechtigte Zweifel.
Dann kommt ja im Herbst dein zweites Buch heraus und ein weiterer Verlag hat ja auch schon Interesse bekundet. Das ist auch alles okay.
Nur was machst du wenn dein Buch flopt?
Kein Verlag wird das Risiko eingehen noch ein Weiteres zu veröffentlichen, wenn er daran nichts verdient.
Jeder Verlag, und wirklich Verlag muss wirtschaftlich denken.

Nun findest du einen neuen Verlag und erzählst ihm, dass du ja schon Veröffentlichungen hast, und dieser stellt Erkundigungen an, was durchaus üblich ist. Was dann, wenn dieser herausfindet, dass deine Bücher nicht den gewünschten Erfolg hatten?

Auch Verleger stellen sich die Frage, warum möchte die Autorin den Verlag wechseln, wenn sie doch woanders schon unter Vertrag war? Gab es Unstimmigkeiten, oder stimmten die VZahlen nicht?

Alles Dinge die du mal in deine Überlegungen mit einbeziehen solltest, bevor du dir deine HoffungsTantiemen berechnest.

Und zu der 5000 Exemplarsumme schreibe ich besser erst gar nichts.

Trotzdem wünsche ich dir natürlich, dass dein Vorhaben gelingen mag, wird ein harter Weg mit Rückschlägen, aber dennoch viel Glück dabei.

book: Literarische Grüße im nachdenklichen Sinne blink3

Jens

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Judith
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Re:

von Judith (17.02.2009, 11:25)
Hallo Jens,

in dem Job kann man - vor allem als unbekannte Autorin - keine Voraussagen treffen. Ich will nur sagen, dass man sich mit viel Fleiß auch mit mittleren Auflagestärken als Autorin über Wasser halten kann.

Klar, Speedy, man steht dann unter Druck. Aber das ist heutzutage in fast jedem Job so. Man muss für sich entscheiden, ob man dazu bereit ist und sich die Schreiberei als Beruf wählt (falls die Begabung ausreicht und man das nötige Quäntchen Glück hat) oder lieber zwanglos als Hobby schreibt.

Grüßle,
Judith
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