Erfahrungen mit Shaker Media?

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Speedy
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Re:

von Speedy (18.12.2008, 09:34)
Ich möchte an dieser Stelle auch mal von meinen bisherigen Erfahrungen mit Shaker berichten.

Auf den ersten Blick macht die Firma einen guten Eindruck. Auch die Tatsache, dass man Manuskripte erst prüft, ehe man sie veröffentlicht, sehe ich als positiv an. Es gibt ja leider eine Menge Publikationen auf dem BOD-Sektor, bei denen man den Eindruck hat, hier sollte schnell mal ein Buch veröffentlicht werden, ohne Rücksicht auf die Qualität.

Der Publizierungsvorgang an sich war recht unkompliziert. Lediglich die Tatsache, das fertige PDF hochzuladen sind, war für mich zunächst eine kleine Hürde, die sich jedoch mit tatkräftiger Unterstützung eines anderen Autoren meistern ließ. Dafür noch einmal vielen Dank.

Die Druckfahnen und der Coverentwurf kamen überraschend schnell. Technische Fragen wurden per Mail oder auch telefonisch rasch und freundlich beantwortet.Da fühlte man sich wirklich als Partner und nicht als Bittsteller.

Inzwischen ist mein Buch freigegeben und nun warte ich sehnsüchtig auf das Erscheinen. Das zieht sich nun leider doch etwas hin und in der Zwischenzeit sind mir auf der Vertriebsschiene einige Dinge aufgefallen, die das bislang recht positive Bild leicht eintrüben.

So sind erschienene Bücher zwar im VLB gelistet, jedoch nur in Ausnahmefällen auch im Lieferprogramm eines Grossisten enthalten. Shaker arbeitet hier mit KNV zusammen, doch KNV führt nur 27 Titel, von denen einige nicht mehr erhältlich sind. Ansonsten erscheinen die Bücher zwar bei Amazon.de, doch sie werden dort nur via Marketplace von Shaker vertrieben. Amazon selbst bietet sie nciht an,wahrscheinlich weil sie nicht von einem Grossisten bezogen werden können.
Der Buchhandel könnte sich, zumindest dort, wo man grundsätzlich nur mit Grossisten arbeitet, vor ähnliche Probleme gestellt sehen.

Es bleibt noch der Shaker Bookshop selbst. Leider ist der für meinen Geschmack inzwischen ziemlich unübersichtlich geworden. Ein Ergebnis der Fülle neuer Publikationen? Eine etwas detailiertere Untergliederung des Angebots wäre hier wohl ratsam.

Insgesamt kommt bei mir in letzter Zeit zunenhmend der Eindruck auf, dass Shaker bei allen Bemühungen vom gegenwärtigen Ansturm etwas überfordert ist. Möglicherweise geht es unter diesen Umständen einfach nicht mehr als 2-Personen-Show weiter und man müsste sich verstärken.

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PaulPic
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Re:

von PaulPic (18.12.2008, 13:59)
Ich glaube nicht, daß das Marketingproblem unmittelbar durch Personaleinsatz zu bewältigen ist. Natürlich ist es schön, wenn ein Buch im Prinzip überall greifbar ist, aber wenn niemand das Buch bestellen möchte, nützt das auch nichts. Im übrigen kann man bei Shaker Media als Autor bestimmen, ob die Bücher über den Großhandel verfügbar sein sollen oder nicht. Der Autor bezahlt mit einer geringeren Tantieme, weil der Großhandel natürlich ebenfalls verdienen muß. Aber auch damit ist das Problem des Marketing keineswegs gelöst.

Ich habe Ende letzten Jahres zwei Bücher bei Shaker veröffentlicht, die dann im Januar diesen Jahres greifbar waren; im Grunde sogar drei, denn nachträglich haben wir uns überlegt, daß eines der Bücher kostengünstiger angeboten werden kann, wenn wir auf Farbe verzichten und das Format verkleinern. Damit bewegen wir uns auf einem Preislevel, der für andere Bücher dieses Themas etabliert ist. Umgekehrt hätten wir das größere, vollfarbige Buch zum gleichen Preis als Hardcover herausbringen sollen, was aber im nachhinein nicht möglich war, da hierfür eine neue ISBN erforderlich wäre, weil es sich den Regeln nach um eine zweite, geänderte Auflage handelt.

Da sich aber weder die preisgünstige noch die teurere Version verkaufen, sind alle Überlegungen vollkommen müßig. Das andere Buch war von vornherein eigentlich für einen größeren Interessentenkreis ungeeignet, deshalb haben wir hier keinerlei Marketingmaßnahmen ergriffen. Das erstgenannte Buch, das also in zwei verschiedenen Ausgaben vorliegt, ist zunächst vom Verlag per Presseerklärung angekündigt worden. Dazu hatte ich eine Adreßliste von geeigneten Feuilletonredakteuren beziehungsweise -redaktionen herausgesucht, aber die Reaktion war gleich Null. Das war natürlich sehr enttäuschend, da es zwei oder drei Titel in dieser Richtung auf dem Markt gibt, die sehr erfolgreich sind.

Also haben wir überlegt, was man tun kann; ich publiziere seit 10 Jahren ein wöchentliches Online-Magazin in einem anderen Fachgebiet und darin häufig sehr ausführliche Rezensionen der einschlägigen Fachliteratur, mittlerweile mehrere Hundert. Infolgedessen bekomme ich von den Fachverlagen unaufgefordert einen Teil der Neuauflagen zur Besprechung zugeschickt, mehr, als ich bewältigen kann. Wenn dann ein unbekannter Verlag mir per E-Mail oder Brief eine Presseerklärung schickt mit der Aufforderung, ein Rezensionsexemplar anzufordern, landet das in der Regel im Papierkorb, es sei denn, das Thema wäre wirklich außergewöhnlich und würde mich und die Leser sehr interessieren.

Daher habe ich mit dem Lektor erörtert, ob es nicht eine gute Idee wäre, den betreffenden Personen beziehungsweise Institutionen das Buch direkt auf den Tisch zu legen. Das kann natürlich auch eine Zumutung sein, der Schuß kann nach hinten losgehen. Der Lektor war der Meinung, daß die Redakteure eine Zusendung des Verlags übel aufnehmen würden, da in deren Augen die Verlage nur Geld machen wollen. Wenn ich als Autor das Buch schicken würde, könnten sie es vielleicht wohlwollend betrachten, da dies lediglich ein Beweis dafür wäre, daß mir als Autor etwas an dem Buch liege (was man natürlich im Grunde voraussetzen kann).

So habe ich auf eigene Kosten entsprechend viele Bücher verschickt. Die Resonanz war wiederum gleich Null. Dann habe ich noch zwei Autoren angeschrieben, die mir beim Surfen auffielen; einmal den König der Amazon-Rezensenten, der gar nicht geantwortet hat, und zum anderen den zuständigen Rezensenten in einem Rezensionsorgan. Dieser hat mir per E-Mail geantwortet und sich beschwert; er empfand die Zusendung als Belästigung, er bestehe darauf, Rezensionsexemplare anzufordern, wenn er Interesse habe. Im übrigen sei schon so viel Zeit seit der Veröffentlichung vergangen, daß eine Rezension ohnehin nicht mehr in Frage komme.

Dieses Argument fand ich nun komisch; ich habe schon Bücher besprochen, die vergriffen und nur noch antiquarisch zu haben sind. Wenn diese Bücher für meine Leser interessant und wichtig sind, wäre es sträflich, sie ihnen nicht unter die Nase zu reiben. Aber gut, jeder macht sich seine eigenen Regeln. Schließlich fiel mir auf, daß ein Autor, von dem ich zwei Bücher aus bekannten Verlagen besitze, deren Publikation allerdings schon Jahrzehnte zurückliegt, ein neues Buch bei einem großen Zuschußverlag veröffentlicht hat; dieses Buch war sogar besprochen worden, und zwar von einer Institution, die mit dem Bibliothekswesen zusammenhängt.

Da nun eins der Bücher, mit dem meines vergleichbar ist, in vier von fünf Bibliotheken meiner Umgebung vorhanden ist, nahm ich an, daß dieses Buch von dieser Institution ebenfalls besprochen wurde und daraufhin von den betreffenden Bibliotheken angeschafft wurde. Eine Besprechung durch diese Institution könnte also erhebliche Auswirkungen haben. Also rief ich dort an und wurde über die Bedingungen aufgeklärt.

Ich durfte mein Buch einschicken, mußte aber damit rechnen, daß es schon aus formalen Gründen im Papierkorb landen würde, eben weil die Publikation „zu alt“ war. Aber selbst wenn es rechtzeitig eingereicht worden wäre, stünden die Chancen nicht besonders gut, denn es wäre eins von 30.000 Büchern, die jedes Jahr zur Rezension eingesandt werden. Sage und schreibe 20 Leute sind fest angestellt, nicht etwa um Rezensionen zu schreiben, sondern um zu entscheiden, welche dieser vielen Bücher, die ja ihrerseits nur einen Bruchteil der publizierten Literatur darstellen, rezensionswürdig sind. Die werden daraufhin dann an Mitarbeiter von Bibliotheken im ganzen Lande verschickt mit der Bitte, doch eine Rezension anzufertigen. Unter Umständen passiert das dann auch.

Mit anderen Worten: Die Chance, daß man auf diese Art und Weise Aufmerksamkeit bekommt, ist nicht besonders groß. Wer in einem unbekannten Verlag veröffentlicht, selber unbekannt ist und keine Verbindungen hat, muß schon ein verdammt gutes Buch geschrieben haben, damit dieses nachgefragt wird. So etwas passiert natürlich immer wieder, aber man kann es nicht erzwingen. Das ist sehr gut bei der Publikation im Internet zu beobachten. Jeder kann beispielsweise ein Blog veröffentlichen, aber niemand kann erzwingen, daß jemand das liest. Manche Blogs werden sehr viel gelesen und erhalten sogar Kommentare, andere werden vielleicht gelesen, jedoch ohne Kommentar, und wieder andere werden möglicherweise nur von Suchmaschinen gelesen.

Wir alle wissen, daß damit über die Qualität des Buches noch kein endgültiges Urteil gefällt ist. Wenn niemand das Buch liest, kann es trotzdem sehr gut sein. Umgekehrt gibt es mit Sicherheit viele Bücher, die sehr schlecht sind und gleichwohl von vielen Menschen gelesen werden, möglicherweise nur aus dem Grund, um sich selbst davon zu überzeugen, daß das Buch wirklich schlecht ist.

Um zum Verlag zurückzukommen: Der Verlag zahlt dem Lektor und den Druckern ein Gehalt, muß also Erträge erwirtschaften. Es kann nicht der Sinn der Verlagstätigkeit sein, Bücher herauszubringen, die niemand kauft und niemand liest. Es ist naturgemäß das Eigeninteresse des Verlages, Bücher zu produzieren, die sich vermarkten lassen, und diese dann auch möglichst gut zu vermarkten. Gut gemeinte Ratschläge von seiten der Autoren sind aus diesem Grunde vermutlich höchst überflüssig. Schließlich verdient ein Verlag ausschließlich mit den Büchern der Autoren, etwas anderes hat er nicht. In diesem Sinne war das Engagement des Verlags für mich und meine Bücher nicht nur ein Fehlschlag, sondern ein Verlustgeschäft. Bekanntlich stellen viele Bücher für alle Verlage Verlustgeschäfte dar, die durch Gewinne bei Bestsellern kompensiert werden. Shaker Media muß also auch Bestseller produzieren. Als ich dem Lektor meine Sorgen mitteilte, meinte dieser: "Das Buch ist nun in der Welt. Warten wir's ab." Das fand ich tröstlich. Er hat ja recht; wie oft lese ich sehr alte Bücher und bin froh, daß diese in der Welt sind. Mich kümmert überhaupt nicht, wie viele davon verkauft worden sind und wie viele dieses Buch schon gelesen haben.

Ich weiß, daß Shaker Media Bestseller produziert hat. Der Lektor war selber überrascht, daß manche Bücher extrem gut laufen und pro Tag mehrere Dutzend mal verkauft werden. Es ist auch schon vorgekommen, daß ein Redakteur einer bedeutenden Tageszeitung ein Exemplar angefordert hat, um eine Rezension zu schreiben, die dann auch erschienen ist. Ob es sich bei diesem Buch um den anschließenden Bestseller handelt und die Rezension in der bedeutenden Tageszeitung mit dem Verkaufserfolg direkt korreliert ist, weiß ich nicht. Es ist aber wohl so, daß das Interesse des Redakteurs über die Verlagsankündigung und den Titel geweckt wurde, dieser also von sich aus Kontakt mit dem Verlag aufgenommen hatte; möglicherweise war sein Artikel schon verkauft, bevor er ihn geschrieben hatte. Das Thema war durch die aktuellen Turbulenzen des Finanzmarkts hochaktuell. Das Buch behandelte also das richtige Thema und kam zur richtigen Zeit.

So gehört also viel dazu, als Autor am Markt erfolgreich zu sein; die wichtigsten Bedingungen können weder durch ihn noch durch den Verlag kontrolliert werden. Wenn der erste Leser begeistert ist und seinerseits zwei weitere anregt, Leser zu werden, und dieses Spielchen sich fortsetzt, wird ein Bestseller draus, auch wenn sonst alles dagegen spricht. Wenn aber niemand das Buch lesen möchte, kann vermutlich auch die beste Marketingmaschine und das größte Werbebudget keinen Erfolg erzwingen.

Was nun meine Bücher betrifft, so hatte ich fest damit gerechnet, etwa 50 feste Abnehmer zu finden, weil diese Leute zwar keine Freunde sind, mich aber persönlich kennen und ein naheliegendes Interesse am Thema der Bücher haben müßten. Diese Leute habe ich persönlich angeschrieben. Nur ein einziger hatte wirklich Interesse und hat auch gekauft. Warum alle anderen noch nicht einmal reagiert haben, ist mir ein Rätsel - aber so ist es, und ich kann nichts daran ändern, der Verlag schon gar nicht. Sind meine Bücher deshalb schlecht? Nein. Bin ich verbittert? Nein. Die Bücher sind in der Welt, und das ist gut so. Und wenn man mehr braucht, können die jederzeit hergestellt werden. Was will man mehr? Im Gegensatz zum herkömmlichen Verfahren hat man kein Geld in den Sand gesetzt oder Kapital gebunden.

Allerdings haben die Bücher mich viel Mühe gekostet und auch der Verlag hat enorm investiert. Ich hatte daher dem Verlag gegenüber ein schlechtes Gewissen und äußerte dies auch gegenüber dem Lektor, der mich aber wiederum beruhigte. Dieses Projekt war für den Verlag keineswegs ein Fehlschlag, obwohl kaum Bücher verkauft worden sind, denn man hat damit wertvolle Erfahrungen sammeln können und ein Referenzprojekt, auf das schon mehrfach zurückgegriffen wurde. So können wir also erst einmal alle zufrieden sein.

Vielleicht noch ein paar Worte zu einer weiteren Vermarktungsmöglichkeit: Eines der Bücher, die ich besprochen habe, ist in einem Verlag herausgekommen, den die Autorin selbst gegründet hat. Sie hat für die Produktion des herkömmlich hergestellten Buches Kredite aufgenommen, von Verwandten und Bekannten, und verkauft das Buch sukzessive an die Teilnehmer ihrer Seminare. Sie hat also einen natürlichen Vertriebskanal und braucht sich deshalb um den Absatz keine Sorgen zu machen. Zur Zeit schreibt sie an ihrem zweiten Buch. Bevor sie diesen Weg gegangen ist, hat sie das Buch dem größten Fachverlag vorgelegt und das Lektorat wollte das Buch auch gerne bringen, aber der Vertrieb hat es mit dem Argument, der Buchhandel könne ein weiteres Buch zu diesem Thema nicht absetzen, gestrichen. Das hat sie natürlich sehr geärgert, aber im nachhinein ist sie durchaus zufrieden mit ihrer Lösung. Leider haben die wenigsten Autoren einen natürlichen Vertriebskanal; aber es gibt auch andere. Neulich hat jemand aus der Fantasy-Szene verraten, wie er es macht: Er besucht die einschlägigen Messen und hält dort Lesungen. Es gibt also viele Möglichkeiten, ein Buch bekannt zu machen.

Wenn ich von meinem Schreibtisch aus schräg aus dem Fenster schaue, sehe ich die Buchhandlung unseres Ortes. Natürlich habe ich dort vorgesprochen, aber die Buchhändlerin winkte ab. In unserem Kaff interessiert so etwas niemanden. Ich schlug vor, eine Lesung zu veranstalten, aber auch das fruchtete nicht. Sie hatte das selber probiert, und zwar zum Thema Kinderbuch; die Buchhandlung lebt unter anderem auch von Schulbüchern, Kinder sind also ein natürliches Publikum. Aber außer Spesen kam dabei auch nichts heraus. Dann habe ich noch einige größere Bibliotheken im Umkreis telefonisch kontaktiert; das Interesse war auch hier gleich null. Damit habe ich es dann bewenden lassen und beschäftige mich stattdessen lieber mit dem nächsten Buch.

An Shaker Media schätze ich die Professionalität des Lektorats, die fantastische Betreuung, die exzellente Produktion und die wunderbaren Möglichkeiten des modernen Digitaldrucks. Mit zunehmender Reputation des Verlags wird auch die Öffentlichkeit aufmerksamer auf die Publikationen des Verlags reagieren.

Speedy
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Re:

von Speedy (18.12.2008, 14:51)
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass es nicht so furchtbar schwer ist, ein Buch gut zu verkaufen, wenn ein paar Vorraussetzungen stimmen. Dazu gehört für mich u.a., dass man auch im Großhandel gelistet ist. Es ist vielen Buchhändlern einfach zu aufwändig, den direkten Kontakt zum Verlag oder zum Autor zu suchen. Es allerdings auch Ausnahmen. Bei meinem zweiten Sachbuch war es tatsächlich so, dass irgendein Kunde von meinem Buch gehört hatte (ich kann mir nicht erklären woher, zu dieser Zeit war es noch nicht auf dem Markt) und es unbedingt kaufen wollte. Die Buchhändlerin hat daraufhin tatsächlich halb Deutschland nach mir durchforstet, bis sie meine Handynummer hatte. Zum Glück konnte ich ihr dann sogar noch mit dem ersten fertiggestellten Exemplar dienen..

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Judith
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Re:

von Judith (19.12.2008, 00:31)
Ich mache für meine Bücher auch im Prinzip keine Werbung (mehr). Trotzdem wird zur Zeit (vor Weihnachten) von jedem meiner drei BoD-Bücher etwa alle zwei Tage eines über amazon verkauft. Keine Ahnung warum und woher. Für mich war die Listung bei den Baranbietern eines der Hauptpunkte, warum ich mich für BoD und nicht für einen anderen PoD-Anbieter entschieden habe.

Grüßle,
Judith
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haekelschwein
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@Speedy:

von haekelschwein (19.12.2008, 00:52)
Wenn ein Buch bei Amazon nur über Shaker als Drittanbieter zu beziehen ist, dann liegt es daran, dass man als Autor auf den Verkaufsweg "Barsortiment" ausdrücklich verzichtet hat. Es ist also nicht immer so bei Shaker, sondern man hat die Wahl.

Ich habe mich zum Beispiel für das haekelschwein Buch bewusst gegen das Barsortiment entschieden, weil mir durch diesen zusätzlichen Zwischenhändler ein Buchpreis unter 20€ nicht möglich gewesen wäre, und weil ich davon ausgehe, dass ohnehin die meisten Interessenten durch meine haekelschwein-Homepage auf das Buch aufmerksam werden und der geringere Preis dann mehr Vorteile bringt als die zusätzlichen Verkaufswege. Diese Überlegung ist aber z.B. auf einen Roman, der nicht mit einer bestimmten Webpräsenz zusammenhängt, nicht übertragbar. Im Normalfalle würde ich durchaus zum Barsortiment raten.

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hawepe
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Re: @Speedy:

von hawepe (19.12.2008, 08:13)
Hallo,

haekelschwein hat geschrieben:
Im Normalfalle würde ich durchaus zum Barsortiment raten.


Ich bin überrascht, wieviele Autoren-Ratgeber über das Barsortiment rausgehen. Leider verdiene ich an diesen Exemplaren kaum etwas, da ich den Preis so kalkuliert habe, dass das Barsortiment gerade noch möglich ist.

Für die bei Engelsdorf veröffentlichten Bücher gibt es leider nicht diese Aufschlüsselung des Vertriebsweges.

Beste Grüße,

Heinz.

Speedy
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Re: @Speedy:

von Speedy (19.12.2008, 11:40)
haekelschwein hat geschrieben:
Wenn ein Buch bei Amazon nur über Shaker als Drittanbieter zu beziehen ist, dann liegt es daran, dass man als Autor auf den Verkaufsweg "Barsortiment" ausdrücklich verzichtet hat. Es ist also nicht immer so bei Shaker, sondern man hat die Wahl.



Da muss ich widersprechen. Mir ist ein ganz kokreter Fall bekannt, wo das Buch bisher nur über den Amazon Marketplace erhältlich ist, obwohl der Vertrieb über Barsortiment ausdrücklich gewünscht ist.

Ich persönlich warte nun fast täglich auf das Erscheinen meines neuesten Buches bei Shaker. Ich habe auch den Vertrieb über das Barsortiment gewählt und bin schon gespannt, wie es bei mir aussehen wird.

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hawepe
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Re: @Speedy:

von hawepe (19.12.2008, 11:48)
Hallo,

Speedy hat geschrieben:
Mir ist ein ganz kokreter Fall bekannt, wo das Buch bisher nur über den Amazon Marketplace erhältlich ist, obwohl der Vertrieb über Barsortiment ausdrücklich gewünscht ist.


Mit hat Tino Hemmann vom Engelsdorfer Verlag mal erklärt, das er zwar mit zwei (?) Barsortimentern Verträge hat, diese aber die Barsortimenter nicht verpflichteten, tatsächlich auch alle Titel aufzunehmen.

Beste Grüße,

Heinz.

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andihaller
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Re:

von andihaller (20.12.2008, 06:52)
Erfahrungen mit Shaker Media?


Wir hatten einen englischsprachigen Fotoband zusammen mit shaker media angedacht. interessant wäre für uns die möglichkeit gewesen, das sie eine bessere möglichkeit hinsichtlich bilddruckqualität und eine anbindung an das englisch sprechende käuferpotential im ausland anbieten.

abgelehnt wurde unser projekt aber aus mangel an verdienstmöglichkeit seitens shaker media. schade drum, denn ausgehend von den im vorfeld eingehenden reaktionen, hatten wir (pessimistisch gerechnet) mit ca. 200 verkauften expl. im ersten jahr gerechnet.

da es momentan keine adäquate alternative gibt, haben wir unser projekt erst mal auf eis gelegt. vielleicht wird ja z.b. bod in naher zukunft sein angebot erweitern oder es bietet sich eine andere möglichkeit unsere arbeit zu publizieren.

gruß
andi
Meine persönliche Linkempfehlung: http://www.hint-horoz.de

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hawepe
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Re:

von hawepe (20.12.2008, 20:54)
Hallo Andi,

andihaller hat geschrieben:
eine anbindung an das englisch sprechende käuferpotential im ausland anbieten.


Dazu braucht man aber eine amerikanische oder englische ISBN. Das Umgekehrte war lange Zeit eines der Probleme von Lulu: Amerikanische ISBN für deutsche Bücher - und damit über den deutschen Buchhandel praktisch nicht lieferbar.

Alleine eine amerikanische ISBN reicht zudem nicht, wenn das Buch nicht von von dortigen Buchhändern geführt wird. Versand aus Deuitschland geht zwar, ist aber teuer.

Habt ihr euch eigentlich mal Lulu angeschaut? Wenn ihr auf den englischsprachigen Raum zielt, könnte es eine Alternative sein.

Beste Grüße,

Heinz.

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (22.12.2008, 09:33)
Wie man in meiner Signatur lesen kann, habe ich mir Lulu nicht nur angeschaut. Der ganz große Vorteil: bis auf das Belegexemplar (bei ISBN-Titeln) fallen keine Kosten an, keine monatliche Gebühr, keine Zahlung zum Ausstieg. Lulu verlangt keine exklusiven Rechte, man kann seinen Inhalt jederzeit auch woanders anbieten.

Mit "Published by Lulu" bekommt man derzeit kostenlos eine amerikanische ISBN, mit der man zumindest bei Amazon.com gelistet und lieferbar ist. "Published by You" verhilft gegen Gebühr zu einer "eigenen" ISBN, die man mitnehmen kann.

Ein Problem sind die Versandkosten, außer Porto und Verpackung fallen je nach Herkunftsland saftige Handling-Gebühren an, bis in den dreistelligen Dollarbereich: man muss sich vorher schlau machen, was davon betroffen ist. Aber, wie gesagt: wenn's nicht passt, kann man sein Buch nehmen und gehen.

Speziell in der Anbindung an den deutschen Buchhandel ist Lulu schlechter als BOD.

Ach ja: und die Kosten pro Buch sind deutlich niedriger als bei BOD.

Dozen-Roses

Re:

von Dozen-Roses (22.12.2008, 09:50)
Valerie J. Long hat geschrieben:
Wie man in meiner Signatur lesen kann, habe ich mir Lulu nicht nur angeschaut. Der ganz große Vorteil: bis auf das Belegexemplar (bei ISBN-Titeln) fallen keine Kosten an, keine monatliche Gebühr, keine Zahlung zum Ausstieg. Lulu verlangt keine exklusiven Rechte, man kann seinen Inhalt jederzeit auch woanders anbieten.

Mit "Published by Lulu" bekommt man derzeit kostenlos eine amerikanische ISBN, mit der man zumindest bei Amazon.com gelistet und lieferbar ist. "Published by You" verhilft gegen Gebühr zu einer "eigenen" ISBN, die man mitnehmen kann.

Ein Problem sind die Versandkosten, außer Porto und Verpackung fallen je nach Herkunftsland saftige Handling-Gebühren an, bis in den dreistelligen Dollarbereich: man muss sich vorher schlau machen, was davon betroffen ist. Aber, wie gesagt: wenn's nicht passt, kann man sein Buch nehmen und gehen.

Speziell in der Anbindung an den deutschen Buchhandel ist Lulu schlechter als BOD.

Ach ja: und die Kosten pro Buch sind deutlich niedriger als bei BOD.


Bekommt man Bücher von Lulu nicht über Amazon oder den Buchhandel?

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (22.12.2008, 10:05)
Dozen-Roses hat geschrieben:
Bekommt man Bücher von Lulu nicht über Amazon oder den Buchhandel?

Jein.

Bücher ohne Distributionspaket bekommt man nur bei Lulu, ähnlich wie bei BoD Fun.

Bücher mit "Published by Lulu" bekommt man zusätzlich bei Amazon.com, sie werden bei Amazon.de als "nicht lieferbar" gelistet, und es gibt ein paar zusätzliche Quellen. Beispiel:
http://www.bokkilden.no/SamboWeb/produkt.do?produktId=3731066
http://www.bookshop.ie/crime-72-1409235556-Das_Herz_Der_Lowin.html
Im deutschen Buchhandel wird es schwierig, solange die Titel bei keinem der einschlägigen Großhändler gelistet ist.

Bei "Published by You" (Deutsch) ist Amazon.de und eine Listung bei VLB mit drin. Die kann man dann nach langer Wartezeit auch im Buchladen bestellen.

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hawepe
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Re:

von hawepe (22.12.2008, 11:04)
Hallo Valerie,

Valerie J. Long hat geschrieben:
Ein Problem sind die Versandkosten, außer Porto und Verpackung fallen je nach Herkunftsland saftige Handling-Gebühren an, bis in den dreistelligen Dollarbereich: man muss sich vorher schlau machen, was davon betroffen ist.


Die Frage war aber, wie sich der englischsprachige Markt erfassen lässt. Also interessieren eigentlich nur amazon.com und entsprechende Händler, und dann sieht es keineswegs so schlecht aus.

Beste Grüße,

Heinz.

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Re:

von Speedy (22.12.2008, 11:17)
Valerie, da muss ich Dir etwas widersprechen. PBY funktioniert bei Lulu einigermaßen schnell. Bis zur Listung im VLB vergingen zwar bei mir ca. 6 Wochen, doch bereits kurz nach der Freigabe war mein Buch bei Libri, Thalia und Amazon.de erhältlich.

Insgesamt steht man dank der Kooperation zwischen Lulu und Libri auf dem deutschen Markt nicht schlechter da als bei BoD. Lediglich die täglichen Verkaufszahlen hat man nur bei BoD. Bei Lulu gab es die in der Vergangenheit nach einem halben Jahr, inzwischen hat man diese Zeit aber deutlich verkürzt und die Meldungen kommen monatlich, ebenso wie die Honorarzahlungen, wenn man ein Paypalkonto besitzt.

Als Nachteile bei Lulu-PBY würde ich sehen, dass dieses Versandpaket inzwischen mit 99 EUR recht teuer geworden ist und die Auswahl möglicher Buchformate deutlich kleiner als bei BoD.
Vorteile von Lulu sind die Freiheit, jederzeit zu einem anderen Anbieter wechseln zu können. Gegenüber BoD besteht, da es bei Lulu keine Gebühren für die Datenhaltung gibt, nach wie vor ein kleiner Preisvorteil, wenn man die Gesamtkosten über 5 Jahre rechnet.

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