Exposé

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JacobGreen
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Exposé

von JacobGreen (07.08.2008, 02:04)
Hallo zusammen :D ,

ich habe eine kleine Frage zum Thema Exposé...

Ist es erwünscht , dass man gleich den gesamten Roman schreibt ohne zu wissen ob die Grundidee eigentlich gut war?

Oder ist es vielleicht auch in Ordnung zunächst ein Exposé einzureichen, obwohl man das eigentliche " Werk" noch garnicht geschrieben hat?

Eigentlich bin ich Songwriter...da laufen die Dinge ganz anders :-)
Da schreib ich einfach den Song fertig und reiche diesen dann weiter.

Vielen Dank für eure Hilfe

viele Grüße
marco

Stefan Lamboury

Erst ein Exposé

von Stefan Lamboury (07.08.2008, 02:14)
Hi,

ich würde dir erstmal raten ein Exposé für deinen eigenen Gebrauch zu schreiben, dann den Roman. Wenn der Roman fertig, ist schreibst du eine Autorenvita und ein Exposé für den Verlag. Damit der Verleger auch auf die Schnelle weiß worum es in deinem Roman geht. Natürlich solltest du nicht sofort einen ganzen Roman einschicken sondern erstmal nur eine Textprobe von ein paar Seiten. Und dann heißt es warten und hoffen, dass sich der Verleger meldet.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

Schönen Gruß

Stefan Lamboury

http://stefanlamboury.de.tl/-Ue-ber-mich.htm

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Zoba
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Re:

von Zoba (07.08.2008, 07:50)
Hi,

es gibt keinen speziellen Weg, wie man einen Roman schreibt. Es hat die, die einfach drauf losschreiben, die die minutiös vorplanen (weit mehr als nur in einem Exposé), und die die lediglich eine grobe Richtung vorgeben, Anfang und Ende wissen und ansonsten munter ins Blaue arbeiten.

Es liegt also eher an dir, herauszufinden, was dir das beste Ergebnis bringt. Mancher braucht die Planung, weil sich sonst die Geschichte irgendwohin verselbständigt, wo er sie nicht haben will. Bei anderen ist die Luft und Schreiblust schon raus, wenn sie das Exposé oder Treatment geschrieben haben, sie brauchen es, in unbekannte Weiten aufzubrechen.
Gruß,

Zoba

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hwg
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Re:

von hwg (07.08.2008, 08:35)
Also, ich kann mir nicht vorstellen, vor Fertigstellung eines umfangreichen Textes bereits ein Exposé darüber zu verfassen, welches einem Verlag vorgelegt werden soll. Immerhin könnte die Handlung des Romans während des Schreibens eine ungeahnte Wendung erfahren.
"Rahmenbedingungen" für den eigenen Gebrauch vorher zu erstellen, erachte ich allerdings für durchaus sinnvoll.

LOFI

Re:

von LOFI (07.08.2008, 08:46)
Hi,

ich mache mir immer Mindmapps (mit CD Mindmap), bevor ich anfange zu schreiben. Durch diese visuelle Darstellung kann man prima phantasieren u.a. auch logische Fehler ausmerzen, die schon mal vorkommen können, wenn das Werk wächst, insbesondere bei verschiedenen Zeitabläufen, die untereinander abhängig sind. Ein festes Exposee wäre mir zu starr.

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Zoba
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Re:

von Zoba (07.08.2008, 08:52)
Hi LOFI,

das interessiert mich jetzt! Welche Software genau benutzt du zum mindmapping? Ich arbeite bei größeren Sachen ja noch mit gelben Zetteln an der Pinnwand, habs mal mit normalen Office Organigramms versucht, aber das war zu mühsam und danach einfach weitergezettelt.
Gruß,



Zoba



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hwg
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Re:

von hwg (07.08.2008, 08:54)
Auch ich schwöre nach wie vor auf meine Zettelwirtschaft.
Alles "zu Technische" ist mir ohnehin suspekt... :lol:

LOFI

Re:

von LOFI (07.08.2008, 08:56)
Zoba hat geschrieben:
Hi LOFI,

das interessiert mich jetzt! Welche Software genau benutzt du zum mindmapping? Ich arbeite bei größeren Sachen ja noch mit gelben Zetteln an der Pinnwand, habs mal mit normalen Office Organigramms versucht, aber das war zu mühsam und danach einfach weitergezettelt.


Hi Zoba,

ich benutze meist Conceptdraw Mindmap von CS Odessa. (sowas ähnliches wie Visio)

Alternativ für Notizen Scribblepapers

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Zoba
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Re:

von Zoba (07.08.2008, 09:41)
Hi LOFI,

danke für die Auskunft, ich schau mir das mal an ;-) Und eventuell kehre ich dann vielleicht doch zu den Zetteln zurück :lol:
Gruß,



Zoba



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Judith
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Re:

von Judith (07.08.2008, 12:04)
Hallo Marco,

das kommt sicher auf die Materie und auf deine Art zu schreiben an. Ich weiß, dass manche erst ein Exposé an einen Verlag geschickt haben. Ohne Leseprobe ist das allerdings wohl nur für etablierte Autoren sinnvoll. Ansonsten solltest du zumindest - zusätzlich zum Exposé - schon mal einige Seiten fertig haben.

Mir geht es gerade ähnlich. Meinen Mädchenroman erst fertigschreiben oder vorab schon ein Exposé verschicken? Ich bin jeden Tag aufs Neue überrascht, wie die Geschichte weitergeht. :wink: So wie auch Hans geschrieben hat: Man weiß oft nicht vorher, wohin sie einen führt. Bei einem Sachbuch kann es wieder ganz anders aussehen.

Was hast du vor?

Grüßle und ein Willkommen bei uns,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (07.08.2008, 13:48)
Eine Bitte meinerseits an alle Diskussionsteilnehmer hier in diesem Thread:

Klärt doch bitte erst einmal, was ihr unter einem "Exposé" versteht. Mich hat bei der Lektüre der Beiträge das Gefühl beschlichen, dass ganz unterschiedliche Auffassungen existieren.

Grüße
Siegfried

JacobGreen
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Re:

von JacobGreen (07.08.2008, 15:34)
Hallo,

zunächst mal vielen Dank für die vielen Antworten :D

Um ehrlich zu sein handelt es sich bei meinem kleinen Projekt nicht um eine
frei erfundene Geschichte, sondern um die Dinge die mir in meinem bisher kurzen aber sehr aufregenden Leben passiert sind.

Sowas hört sich aus dem Mund eines 21-jährigen sicherlich komisch an :lol:
Da ich aber persönlich noch nie von einer solchen Geschichte gehört habe, brennt es mir unter den Fingernägeln den Text anzugehen.

Ich habe zunächst einmal eine Art Lebenslauf angefertigt um bei den vielen verschiedenen Sachen meiner Karriere nochmal einen Überblick zu bekommen.

Allerdings plane ich nicht nur einfach die Geschichte runter zu rattern, sondern finde es Interessanter, wenn ich die Auswirkungen meiner Erfahrungen auf mein jetziges Leben beziehe. Vor 3 Monaten planlos mit meinem Rucksack durch Deutschland gelaufen bin und versucht habe, meine Vergangenheit entgültig hinter mir zu lassen.

Natürlich will ich nicht zuviel verraten, aber ich war eine Art Kinderstar und bin letztendlich fast daran kaputt gegangen. Aber das ist längst nicht die ganze Warheit.

Ich denke, dass mein Buch für viele Leser Interessant sein könnte.
Vor allem auch, da hin und wieder Persönlichkeiten vorkommen die man kennt, und die vor allem mich kannten.
Wobei ich mir sicher bin das NIEMAND von euch mich kennt :lol:


Um ehrlich zu sein liegt mir dieses Buch sehr am Herzen!
Vor allem da es mir immer noch nicht gelungen ist die Folgen ganz zu verkraften.

Vor ein paar Monaten hörte ich Günter Jauch bei SternTV sagen, dass es warscheinlich nicht ganz sicher sei ob es schädlich ist wenn Kinder in der Öffentlichkeit stehen....

Die Menschen sollten endlich von den Folgen erfahren.


Also soll ich erst einmal einen " Ausschnitt" vorbereiten und ein Expose vorlegen...oder geht der Verlag davon aus, dass mein Buch fertig ist wenn ich ein Expose einreiche?

Entschuldigt bitte die Rechtschreibfehler, aber ich bin gerade auf dem Sprung :-)

Vielen Dank nochmal
und liebe Grüße

marco

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ChrisK
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Re:

von ChrisK (07.08.2008, 15:44)
JacobGreen hat geschrieben:
Also soll ich erst einmal einen " Ausschnitt" vorbereiten und ein Expose vorlegen...oder geht der Verlag davon aus, dass mein Buch fertig ist wenn ich ein Expose einreiche?


Du solltest dich erst an einen Verlag wenden, wenn du dein Manuskript fertig hast. Bei den Verlagen melden sich tagtäglich sehr viele Menschen, die ihre geplanten oder halbfertigen Manuskripte ankündigen. Von diesen Manuskripten hört man dann in 99,9 Prozent aller Fälle nichts mehr. Und von diesen "Ankündigern" möchtest du dich, glaube ich, deutlich absetzen.:)
Gruß
Chris

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Zoba
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Re:

von Zoba (07.08.2008, 17:09)
Hi,

ich kann mich ChrisK nur anschließen, man sollte keine Exposés an Verlage verschicken, wenn das dazugehörende Manuskript nicht in endgültiger Überarbeitung bereits in der Schublade liegt.

Eine Ausnahme könnte es geben, wenn du so berühmt bist, daß der Verlag die Rechte an deiner Geschichte auf jeden Fall kaufen wollen wird. Da wirst du dich aber OHNE fertiges Manuskript darauf einstellen müssen, daß du bei Nichtbeibringung zu einem bestimmten Termin oder in einer bestimmten Qualität, deine Story an einen Ghostwriter der Wahl des Verlags abtreten mußt.
Gruß,



Zoba



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