Gewerbe anmelden?

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Textmaster
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Re:

von Textmaster (07.12.2009, 17:18)
Ich sehe meine Frage ist nicht richtig verstanden worden oder ich habe mich nur falsch ausgedrückt. Ich verkaufe meine Texte ja am Auftraggeber und habe dann auch keine Rechte mehr daran. Ich schreibe zu einem Thema beispielsweise 50 verschiedene Texte und verkaufe diese dann. Wenn ich es jetzt richtig verstehe benötige ich also einen Gewerbeschein.

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (07.12.2009, 17:40)
Textmaster hat geschrieben:
Ich sehe meine Frage ist nicht richtig verstanden worden oder ich habe mich nur falsch ausgedrückt. Ich verkaufe meine Texte ja am Auftraggeber und habe dann auch keine Rechte mehr daran. Ich schreibe zu einem Thema beispielsweise 50 verschiedene Texte und verkaufe diese dann. Wenn ich es jetzt richtig verstehe benötige ich also einen Gewerbeschein.

Doch, Deine Frage wurde schon richtig verstanden.
Nur haben anscheinend die Leute, mit denen Du zusammengearbeitet hast, keine Ahnung von der Rechtslage. Egal wie viele Texte Du schreibst und wie viele Du verkaufst, an der Rechtslage ändert sich nichts.
Wenn Du einen Text schreibst, stellst Du nämlich keine Ware her, sondern ein "geistiges Werk" und bist eigenschöpferisch tätig.
Ich verkaufe meine Romane ja auch an den Verlag.

Das Problem ist, dass es zu viele selbsternannte Experten gibt, die dann - so wie Du - im Brustton der Überzeugung im Internet ihr vermeintliches "Wissen" unters Volk streuen und kleine Firmen, die kein Geld für Steuerrechtler ausgeben wollen, dies dann auch noch übernehmen.

Ich empfehle bei Unsicherheiten:
Frag nach beim Steuerberater oder beim Finanzamt.
Allerdings ist im Bereich "Autoren" die Sachlage eindeutig.

Textmaster
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Re:

von Textmaster (09.12.2009, 16:09)
Danke für den Ratschlag. Ich habe mich jetzt einmal genau erkundigt und bekam zwei definierte Aussagen dazu. Als reiner Autor benötige ich kein Gewerbeschein, aber das war ja nicht meine gesamte Frage. Ich betreibe ja auch ein so genanntes Schreibbüro.

Ich schreibe beispielsweise Bewerbungsschreiben in die PDF Version oder ich schreibe Texte einfach nur ab. Dazu bekomme ich dann vom Auftraggeber eine handschriftliche Vorlage. Für diese Tätigkeit muss ich ab einen Verdienst von über 400 Euro ein Gewerbe anmelden. So war nun die Auskunft die ich erhielt. Mehr weiß ich nun auch nicht.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (09.12.2009, 17:03)
Von dem Schreibbüro war bisher hier nicht die REde - oder habe ich etwas übersehen? Das hat ja mit der freien Autorentätigkeit rein gar nichts zu tun - und daher waren wir wohl nicht die richtigen Adressaten für deine leider unpräzise Frage.

Gruß
Haifischfrau

Textmaster
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Re:

von Textmaster (09.12.2009, 17:57)
Ich habe es etwas unpräzise ausgedrückt, weil ich nur von Texte schreiben geschrieben habe. Und das macht ein Autor bekanntlich ja auch. Daher kamen auch einige dieser Reaktionen. Verstehe ich auch jetzt. Bin aber froh, dass es jetzt geklärt ist.

Viele Grüße

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (09.12.2009, 17:58)
Textmaster hat geschrieben:
Das mit dem Gewerbeschein ist eine ganz einfache Regelung. Ab einen Betrag von 401,- Euro muss man als freier Autor ein Gewerbe anmelden. Unter 400,- Euro muss man das Einkommen nur mit dem anderen Einkommen versteuern.


Hallo Textmaster!

Und warum verbreitest Du solche Falschinformationen?
Inzwischen weißt Du es ja besser, aber kein Wort der Entschuldigung.

Stell Dir vor, ein Forumsmitglied hätte das geglaubt und unnötig Geld für einen Gewerbeschein ausgegeben.

Und Dein Schreibbüro hast Du mit keiner Silbe erwähnt, aber wir haben ja angeblich Deine Frage falsch verstanden.

Nicht sehr konstruktiv und hilfreich, Deine Postings.

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guenther klein
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Gewerbe anmelden?

von guenther klein (09.12.2009, 17:58)
Hallo Leona,

gehe nicht zur Gemeinde- oder Stadtverwaltung und beantrage dort kein Gewerbe, beantrage auch keinen Gewerbeschein.

Wird das gemacht, bekommen automatisch Ämter wie das Finanzamt einen Durchschlag,die IHK, ggfs Berufsgenossenschaft und die Rentenversicherung.

Außerdem zahlt der Gewerbetreibende zusätzliche Müllgebühren, auch wenn keiner anfällt.

Darüber hinaus gelten folgende §:

Maßgebend ist das EStR §15.6 und EStG §18

a) Gewinnerzielungsabsicht

b) Nachhaltigkeit der Tätigkeit

c) Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr

d) Schreiben für die Öffentlicheit

e) Beachte ferner BFH Urteile

Textmaster
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Re:

von Textmaster (09.12.2009, 19:12)
Seshmosis hat geschrieben:
Textmaster hat geschrieben:
Das mit dem Gewerbeschein ist eine ganz einfache Regelung. Ab einen Betrag von 401,- Euro muss man als freier Autor ein Gewerbe anmelden. Unter 400,- Euro muss man das Einkommen nur mit dem anderen Einkommen versteuern.


Hallo Textmaster!

Und warum verbreitest Du solche Falschinformationen?
Inzwischen weißt Du es ja besser, aber kein Wort der Entschuldigung.

Stell Dir vor, ein Forumsmitglied hätte das geglaubt und unnötig Geld für einen Gewerbeschein ausgegeben.

Und Dein Schreibbüro hast Du mit keiner Silbe erwähnt, aber wir haben ja angeblich Deine Frage falsch verstanden.

Nicht sehr konstruktiv und hilfreich, Deine Postings.


Gut das mit dem Schreibbüro habe ich nicht geschrieben, denn ich habe nur von Texte schreiben gesprochen. Aber ich habe auch nicht geschrieben um welche Art von Texten es sich dabei handelt. Daher hatte ich nur die Info geschrieben in Bezug auf das Schreibbüro und hier hatte ich nun einmal recht. Ich bin davon ausgegangen der Leser würde hier mehrere Optionen vermuten. Und außerdem habe ich es erst heute genau erfahren und wann habe ich den Post dazu geschrieben schon einige Tage vorher.

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (09.12.2009, 19:36)
Du hast in Deinem Posting überhaupt nichts von Texten geschrieben, sondern behauptet:

Textmaster hat Folgendes geschrieben:
Das mit dem Gewerbeschein ist eine ganz einfache Regelung. Ab einen Betrag von 401,- Euro muss man als freier Autor ein Gewerbe anmelden. Unter 400,- Euro muss man das Einkommen nur mit dem anderen Einkommen versteuern.


Da ist nur von "freier Autor" die Rede, nicht von Texten und Deine Behauptung ist explizit eindeutig!
Da konnte keiner "andere Optionen" vermuten, wie auch?

Wenn Du zwischenzeitlich Deinen Irrtum eingesehen bzw. andere Informationen hast, wäre es nur fair, nun Deine Falschinformation im Forum zu löschen bzw. sie also solche kenntlich zu machen.
Nicht dass jemand am Ende über eine Suchmaschine kommt, Dein Posting liest und sich in unnütze Kosten und Unannehmlichkeiten stürzt.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (09.12.2009, 23:08)
Textmaster hat geschrieben:
Gut das mit dem Schreibbüro habe ich nicht geschrieben, denn ich habe nur von Texte schreiben gesprochen. Aber ich habe auch nicht geschrieben um welche Art von Texten es sich dabei handelt. Daher hatte ich nur die Info geschrieben in Bezug auf das Schreibbüro und hier hatte ich nun einmal recht. Ich bin davon ausgegangen der Leser würde hier mehrere Optionen vermuten. Und außerdem habe ich es erst heute genau erfahren und wann habe ich den Post dazu geschrieben schon einige Tage vorher.


Ein Schreibbüro schreibt keine Texte (im Sinne von "Erfinden, Ausdenken"), es "transkribiert" sozusagen Texte (formt also vorgegebene Texte technisch um, etwa vom Handschriftlichen in die getippte Form). Daher handelt es sich hier um eine Dienstleistung und nicht um eine künstlerische Tätigkeit.

Dienstleistungen zählen gemäß der §§ 1 und 2 HGB zu den gewerblichen Berufen und benötigen daher einen Gewerbeschein, u. U. sogar eine Eintragung ins Handelsregister (je nach Formvorschrift Für Ist- oder Kann-Kaufmann).

Ein künstlerischer Beruf wie der des Schriftstellers/Autors gehört zu den Katalogberufen der Freiberuflichen (u. a. §18 EStG) und stellt somit keinen Gewerbeberuf dar. Als Freiberufler braucht man weder einen Gewerbeschein noch einen Eintrag ins Handelsregister - Freiberuflern wird sogar davon abgeraten, sich einen Gewerbeschein oder eine Handelsregistereintragung zuzulegen. Als Freiberufler genügt eine formlose Meldung an das zuständige Finanzamt, um der Tätigkeit steuerrechtlich korrekt nachgehen zu können.

Ein Schreibbüro, in dem für Auftraggeber bestehende Texte in eine andere technische Form gebracht werden, läßt sich vergleichen mit einem Dienstleister, der Fotos Dritter auf Postergröße abzieht. Das ist ein Gewerbe (mit allen darauf folgenden Konsequenzen), während ein Werbe-Fotograf als Freiberufler gilt.

Andere "Text-Arbeiter" wie Übersetzer, Journalisten, Reporter oder Bildberichterstatter gelten ebenfalls als Freiberufler, weil sie originär am künstlerischen bzw. textlichen Element wirken.

Hope this helps ... cheezygrin

Grüße
Siegfried
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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