GRUNDLAGEN DES MARKETING

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (12.05.2014, 11:04)
Und nun ist es auch als Printversion wieder vorrätig ...

:lol:

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skipteuse
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Auszüge - Marketingwissen

von skipteuse (17.05.2014, 10:00)
Von nun an möchte ich regelmäßig unregelmäßig (gekürzte) Auszüge aus dem Buch vorstellen; eine kleine Exkursion durch Begrifflichkeiten und Vorgehensweisen ...

heute:

MARKETING-MIX
Der Marketing-Mix vereint
die wichtigsten Instrumente der Vermarktung. Im herkömmlichen
Sinne meint der „Marketing-Mix“ das „4-P-Modell“.
Bei der Planung und Umsetzung müssen unterschiedlichste
Bereiche beachtet werden, um eine erfolgreiche Gesamtkonzeption zu erstellen. Die 4 Ps bilden die Grundpfeiler der
klassischen Marketingstrategie.

Produktpolitik:
Produktpolitik befasst sich mit allen „tiefen“ und „breiten“
Aspekten des zu vermarktenden Produktes, wie z. B.
Qualität oder Produktpalette. Dies umfasst zum Einen die
Analyse, Planung und Markteinführung von Produkten,
Änderungen oder Zusatzleistungen, zum Anderen Branding,
Namenssuche, Produktgestaltung, -innovation und –pflege.
Außerdem Verpackung, Portionierung und Gesamtpräsentation. Diese Aspekte überschneiden sich allerdings häufig
wie auch z. B. das Branding und die Namensgebung mit
anderen Marketinginstrumenten, vornehmlich der Kommunikation. Entscheidend sind je nach Schwerpunkt Innovation, Funktionalität, Qualität, Quantität, Design, Serviceleistungen
und vor allem das Image.

Preispolitik
Die Preispolitik bestimmt demnach unter Berücksichtigung
wichtiger wirtschaftlicher Größen wie Herstellungs-, Verpackungs-,
Transport-, Lager-, Vertriebs- und Werbekosten
wie hoch der Preis sein darf, der dem Kunden zugemutet
werden kann bei höchstmöglicher Marge. Zudem legt sie
die Einkaufs- und Wiederverkäuferkonditionen pro Produkteinheit
fest. Überlegungen zu Entwicklungskosten, Gewinnchancen,
Marktpreisentwicklungen und Rabatte sind ebenfalls
relevant. Bei der Preisgestaltung wird sowohl der
Einzel- und Mengenpreis festgelegt, wie auch Rabattierungen
und weitere Vergünstigungen. Auch Preisaktionen (Einführungspreis, etc.) fallen hierunter.

Distributionspolitik
Die Distributions- oder Vertriebspolitik bestimmt wie, wann,
wo und unter welchen Bedingungen das Produkt zum
Kunden kommt. Eine gute Erhältlichkeit des Produktes ist
unabdingbar für den Verkaufserfolg:
„Gelegenheit macht Käufer“

Absatzkanäle, Konditionen für Händler und Wiederverkäufer,
Lagerung und Transport, sowie zusätzliche Vertriebswege
legen fest, wie (bequem / schnell) der Kunde das
Produkt erwerben kann. Eine Ausnahme bilden künstlich
herbeigeführte Verknappungen oder bewusst reduzierte
Möglichkeiten des Produkterwerbs für den Kunden aus
Imagegründen.

Kommunikationspolitik
Aufmerksamkeit wecken: Gesehen werden und sich
abheben. Die Kommunikationspolitik legt fest, wie, wo und
mit welchen Mitteln der Kunde auf das Produkt aufmerksam
gemacht und zum Kauf animiert werden soll. Die Zielgruppe
können sowohl Endkunden (B to C: Business to Costumer) als
auch Unternehmen / (Zwischen-)Händler (B to B: Business to
Businness) sein. Die Kommunikationspolitik befasst sich mit
der Kommunikation zwischen Unternehmen und Zulieferern,
Partnern und Öffentlichkeit. Schwerpunkt liegt hierbei auf
der Einfl ussnahme der Beziehung zwischen Unternehmen
und Kunde. Dies beginnt bei der Eigendarstellung des Unternehmens
(Image- und Informationsmaterialien, PR, Sponsoring,
Messeauftritt, Internetpräsenz, etc.), geht über die
Produktpräsentation (Design, Platzierung, Branding, etc.) bis
hin zur Absatzförderung (Werbung, Point of Sale
– Maßnahmen, u. v. a.). Klassische Werbemaßnahmen wie
Print-, TV- und Radiowerbung (auch „Above-the-Line”
genannt) werden zunehmend von weiterführende Werbemaßnahmen
(„Below-the-Line“) ergänzt oder sogar verdrängt.

Der richtige Mix
Der Mix macht`s: mit dem begehrten Produkt zum richtigen
Preis am passenden Ort zu sein. Ökonomisch und logistisch
gesehen bedeutet dies nicht selten ein Drahtseilakt ...


und nächstes Mal: Ein paar Fakten zur Zielgruppenanalyse.

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Das A.I.D.A.-Prinzip

von skipteuse (20.05.2014, 13:52)
Und ein neuer Auszug ... heute:

Das A.I.D.A.-Prinzip


Die A.I.D.A.-Theorie unterteilt den Zeitraum bis ein potentieller Kunde zum Käufer wird, in vier Phasen, wobei die Übergänge fließend sind. Bereits 1898 stellte Elmo Lewis A.I.D.A. als allgemeines Werbewirkungs-Prinzip vor: Der Kunde muss „abgeholt“, muss auf dem Weg zum gewünschten Handeln in den vier Stufen begleitet werden, wobei die niedrigste die Aufmerksamkeit, die höchste den tatsächlichen Kauf darstellt. Dabei gilt: Je geringer der Streuverlust ist, sprich je genauer eine (Kern-)Zielgruppe angesprochen wird, desto leichter ist es, den potentiellen Kunden zum Handeln zu bewegen.

Merke
Attention (Aufmerksamkeit) Der Kunde wird auf das Produkt aufmerksam (gemacht).

Interest (Interesse)
Das Interesse des Kunden für das Produkt wird geweckt.

Desire (Verlangen)
Der Wunsch, das Produkt zu besitzen erzeugt / forciert.

Action (Aktion)
Der Kunde handelt; er kauft das Produkt.

Anmerkung: Das Konzept ist als grobe Richtlinie, im Sinne einer Reiz-Reaktions-Kette anzusehen. Für spezifischere Ansätze werden heute eher komplexe psychologische Aspekte genutzt. Als Faustregel in der Praxis ist es jedoch immer noch wirkungsvoll.

(Auszug aus "Grundlagen des Marketing", Barbara Schilling, 15,95 EUR)

Fakten zur Zielgruppenanalyse folgen nächstes Mal ...

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Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

von skipteuse (27.05.2014, 12:36)
Heut heißt das Oberthema bei "Grundlagen des Marketing": ZIELGRUPPE

Kundenanalyse

Meist wird von „den Kunden“ statt „dem Kunden“ gesprochen, dabei ist der Kunde eine einzigartige eigenständige Persönlichkeit, die höchste Aufmerksamkeit verdient. Der Einfachheit halber wird der Kunde im Marketing natürlich im Plural behandelt. Wie sollten Maßnahmen sonst plan- und handelbar bleiben? Doch es lohnt sich, die Tatsache im Hinterkopf zu behalten, dass jeder Käufer ein Individuum ist, eigene Vorlieben und Abneigungen hat. Zwar geht man in der Zielgruppendefinition von der Schnittmenge, sprich einer Anzahl von Personen aus, die bestimmte Merkmale gemeinsam haben. [...] Aber im Grunde möchte man ja selbst als Kunde das Gefühl haben, „der Einzige“ zu sein.


„Der Plural ist der Tod des Individuums.“


Um die Zufriedenheit des Kunden und damit ggf. seine Empfehlung zu erreichen, muss vorab geklärt werden: Wer sind meine Kunden im Einzelnen? Wer sollen meine Kunden sein? (Wunsch und Wirklichkeit müssen nicht zwangsläufig übereinstimmen.) Welche Bedürfnisse und Ansprüche haben diese? Wie sehen die Kunden mein Produkt – jetzt und in Zukunft? Warum ist für meine Kunden mein Produkt einzigartig?


Der Kunde ist König.



Der häufigste Fehler in der Werbung ist, seine Zielgruppe nicht zu kennen. „Alle“ ansprechen zu wollen, bringt in den seltensten Fällen (und wenn, dann meist nur mit riesigem Budget) den gewünschten Erfolg, da verschiedene Altersgruppen z. B. verschiedene Sprachen sprechen, differente Medien(-Programme) nutzen und z. T. konträre Interessen haben. Zielgruppendefinition heißt also das Zauberwort: Relevante Kriterien sind vorrangig sozialökonomische. Neben dem Einkommen und Wohnort, dem Alter und dem Geschlecht spielen auch Weltanschauung, Bildungsgrad und Konsumverhalten eine Rolle.
[...]



Mein E-Book gibt es als Sonderaktion auch hier:
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Zuletzt geändert von skipteuse am 05.06.2015, 11:55, insgesamt 1-mal geändert.

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AIDA + S: Social Media

von skipteuse (03.06.2014, 11:07)
Hier mal ein ganz guter Link zum Thema AIDA.

http://upload-magazin.de/blog/8893-soci ... -facebook/

Die AIDA Grfaik ist gut, denn sie fügt im Social Marketing bereich ein S dazu: AIDAS, für "Share" - das Ziel, dass die Angesprochenen das Gewünschte teilen und damit weiter verbreiten sollen ...
Dateianhänge
AIDAS.jpg
AIDA Konzept erweitert ...

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Erfolgsmessung im E -Marketing

von skipteuse (13.06.2014, 10:50)
Und heut wieder, willkommen zum Mini-Marketing-Seminar ... smart2

Erfolgsmessung im E -Marketing
Unsere digitalen Helferlein machen die Erfolgsmessung sowohl
in den virtuellen Welten als auch im „wahren Leben“ deutlich
einfacher: Im Online-Marketing ist die Kontrolle gegenüber den
meisten klassischen Medien relativ einfach. So gibt es umfassende
Kontrollmöglichkeiten für die einzelnen Werbemaßnahmen; neben
Abschlüssen und Käufen können mittels ausgefeilter technischer
Tools über Klickraten z. T. sehr genaue Useranalysen erfolgen. Die
Effektivität steht im Mittelpunkt und macht Vergleiche zwischen
den einzelnen Onlinemaßnahmen möglich.
Werbung wird geschaltet, um eine gewisse Mindestrentabilität
zu erreichen. Wird diese überschritten, ist die eingesetzte Strategie
als erfolgreich anzusehen, wobei folgende Parameter als
Rentabilitäts-Indikatoren eingesetzt werden können. Nicht nur
Zahlen zählen; die Emotionalität ist entscheidend, wird aber
aufgrund der Schwierigkeit bei der empirischen Erhebung oft
bestenfalls geschätzt: Wie (stark) wirkt die Werbung auf den
Einzelnen; was löst sie dort (nicht) aus? Die statistische Informationsgewinnung
und Analyse des Userverhaltens ist das größte
und effizienteste Werkzeug bei der Werbeerfolgskontrolle im
Internet. Wieviele Klicks, Leads und Bestellungen (Traffic) fallen
in einem bestimmten Zeitraum an? Wo klickt der User (zuerst)
hin? Was schreckt ihn? Wie lange verweilt er? Diese Daten,
z. T. datenschutzmäßig nicht immer unbedenklich, erlauben
umfangreiche Aussagen zu allen erdenklichen Szenarien. Die
Rentabilität der separaten Maßnahmen bleibt ein Hauptproblem
in der Erfolgsmessung in den klassischen Medien, wo oft viele
Werbeaktionen ineinandergreifen und deren Einzelwirkung
somit schwerlich sicher zu bewerten ist. Beispiel: In Online-Shops
sagt die Anzahl der Verkäufe, aber auch der Storni / Retouren
bereits viel über Erreichtes aber auch Probleme aus.

Merke:
Anzahl der Erstverwender eines Produktes
(Erstkaufrate) Werbe-Reichweite, sprich wie viel (Prozent)
werden erreicht - in Relation zur maximal erreichbaren
Zielgruppe Prozentzahl des Produkt- Bekanntheitsgrades in
einem Markt Häufigkeit der Werbemaßnahme (Frequenz)

Bei reinen Unternehmensinternetauftritten dagegen wird es
schon schwieriger auszumachen, wie viel Kundenanfragen bzw.
Geschäftsabschlüsse der Website zu verdanken sind. Denn hohe
Website-Besucherzahlen sind nicht mit Erfolg gleichzusetzen;
viele Klicks müssen nicht zwangsläufig viele Verkäufe bedeuten
und umgekehrt. Erst wenn der „Klick“ zum intendierten Ziel
(Anfrage, Download, Bestellung) führt, hat sich der Besuch
„gelohnt“. Diese Erfolgskennziffern heißen Konversionsraten.
Doch ob Klicks, Links-, Konversions- oder auch Öffnungsraten beim
E-Mail-Marketing – nicht immer gelingt eine exakte Auswertung.
Gerade beim Branding ist die Werbeerfolgskontrolle nicht immer
zu zufriedenstellend; hier helfen oft nur Studien nach wissenschaftlichen
Kriterien, so genannte Markenbekanntheitsstudien.
Verschiedene Parameter, wissenschaftliche Kriterien müssen
genau bestimmt werden, um eine aussagekräftiges Ergebnis und
keine reine Einschätzung zu erhalten.


Ein schönes entspanntes Wochenende!
Barbara :)
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Re:

von skipteuse (24.06.2014, 13:55)
Wir sehen nicht, was wir wollen ... super interessant ... Wie Werbung wirkt:

http://wuv.de/werben_verkaufen/marketin ... t_er_nicht


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Was versteht man eigentlich unter "klassischer Werbung&

von skipteuse (03.07.2014, 13:47)
Welcome back ... :)

Unser Thema heute:
Was versteht man eigentlich unter "klassischer Werbung"?

Klassische Werbung

„Darf’s ein bisschen mehr sein?“

Bis vor einigen Jahren dominierte die klassische Werbung klar den Werbe- und Verkaufsmarkt. Der Wandel hat bereits mit dem Siegeszug des Internet eingesetzt; inzwischen verschiebt es sich immer mehr. Alternative Werbeverfahren verdrängen zunehmend die Printbeilagen, Flyer und billigen „Schweinebauchanzeigen“ der Discounter. Mobile Werbung, „Street Ad“ (unkonventionelle Werbung auf der Straße) und komplexe Formen der Internetwerbung, die z. T. kaum noch als solche auszumachen ist, prägen zunehmend das Bild.

Above-the-Line- und Below-The-Line-Maßnahmen


Es sollten vorab einige Fachbegriffe erklärt sein: Die englische Bezeichnung Above-the-Line impliziert „klassische Werbemaßnahmen“ im Rahmen der Kommunikationspolitik wie Anzeigen- und Plakatkampagnen, Radio- und TV-Spots. Below-the-Line-Maßnahmen sind zeitgemäße, oft aber auch kurzlebigere Ansätze, wie Guerilla-Marketing, Social Marketing, z. T. auch e-Marketing. Der Begriff bezieht sich auf alle Marketingwerkzeuge, die nicht den klassischen Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen zugeordnet werden können. Mit Below-the-Line sind auch häufig Maßnahmen in der Verkaufsförderung gemeint; beim Product-Placement und im Eventmarkting bzw. in der PR als redaktionelle Beiträge wirken sie häufig direkter, persönlicher und zielgruppenspezifischer als Above-the-Line Instrumente. Andererseits sind sie nicht so erprobt und bewegen sich z. T. in der rechtlichen Grauzone.


Merke
Um den Unterschied zwischen den beiden Maßnahmenarten zu erklären, bietet sich das Bild eine Schiffes an:
Ein Schiff im Wasser hat zwei Bereiche. Die sichtbare Seite über dem Wasser und die, die sich unterhalb des Wasserspiegels befindet. Die obere Seite kann von jedem als solche gesehen werden; sie repräsentiert die klassische Werbung. Die Seite, die sich unter der Wasseroberfläche, also Below-the-Line befindet, ist weniger offensichtlich (als Werbung auszumachen). Hier werden üblicherweise unkonventionelle Kommunikationswege genutzt.


Beispiele: Verkaufsförderung (Promotions)
Sponsoring
Öffentlichkeitsarbeit
Ambient Media
jegliche Form des Direktmarketing
Gewinnspiele
Sampling und Kooperationssampling
(Verteilung von Produktproben)
Product-Placement
Eventmarketing
Mobile Marketing und Bluetooth-Marketing
persönlicher Verkauf
Ambush Marketing
Virales Marketing / Buzz Marketing
Guerilla-Marketing
Suchmaschinenoptimierung
redaktionelle Beiträge (z. B. in Printmedien)

Above-the-Line-Werbung hat den Vorteil, dass mit relativ kleinem organisatorischen Aufwand eine große potenzielle Käuferschicht erreicht werden kann, da feste Struktuen genutzt werden können.

Beispiele:

TV- und Radiowerbung
Printanzeigen, Prospekte
Plakatwerbung
Online-Werbeanzeigen (z. B. Bannerschaltungen, Suchmaschinenwerbung)
Eventsponsoring

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Back to the roots - was heißt Marketing eigentlich?

von skipteuse (18.07.2014, 13:48)
Allgemeines / Historisches

Alles dreht sich nur eines. Ganz gleich wie man den Begriff „Marketing“ genau definieren mag: Der Markt steht im Mittelpunkt.
Immer. Alle Maßnahmen zielen darauf ab, die Bedürfnisse des Marktes zu befriedigen, Marktanteile zu erhöhen oder den
Markt zu beeinflussen. Traditionell wird der Markt von den beiden Parametern Nachfrage und Angebot reguliert. Herrschte z. B. in den Jahren nach dem zweiten Weltweltkrieg in der BRD ein vor allem von der Nachfrage dominierter Markt vor – aufgrund der zerstörten
Infrastruktur war die Nachfrage deutlich größer als das Angebot an Gütern (Nachfrage > Angebot) – wandelt sich das Bild in der
Zeit des „deutschen Wirtschaftswunders“ in den 50er und 60er Jahren: Zunehmend wird das Angebot größer und überflügelt
schließlich die Größe der Nachfrage (Nachfrage < Angebot). Wurden die Produkte in der Nachkriegszeit den Anbietern quasi
„aus den Händen gerissen“ müssen die Verkäufer nun um die Käufer werben bzw. künstlich neue Bedürfnisse schaffen.

Merke
Der Markt kann nur eine bestimmte Menge an Waren (Sättigungsgrenze) aufnehmen. Der mögliche Absatz (potentielle Nutzer - Umschlaghäufigkeit - Produktpreis) bis zu diesem Punkt ist das Marktpotential (absolute Aufnahmefähigkeit des Marktes).

Definition Marktpotential

Mit neuen Produkten in neuen Märkten (Diversifikation) versuchen viele Hersteller „alles und jeden“ zu bedienen – in manchen Branchen gelingt dieses Cross-Selling sehr gut (Brötchen und Blumen an Tankstellen; Tischdecken und Strickjacken beim Kaffeeanbieter).
In einigen Fällen aber „verzettelt“ man sich; daher geht der aktuelle Trend zu noch mehr Relevanz in der Angebotsgestaltung.
Manche Anbieter reduzieren und verknappen ihr Angebot sogar bewusst, um durch Spezifikation und Profilgewinnung statt durch ein „alles-Anbieter“-Image zu bestehen. Die Erstellung, das Umsetzen und erfolgskontrollierende Analysieren im Anschluss an Aktionen machen beim Marketing ein strategisches Vorgehen nötig. Bei der Marketingstrategie spielen nun verschiedene Aspekte wie Marktsegmente, Produktlebenszyklen und Zielgruppenbedürfnisse eine grundlegende Rolle.
Doch beim Marketing geht es nicht allein um Werbekampagnen; der „Marketingmix“ (s. ff.) beschreibt eine Symbiose aus Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik.

Generell gilt, „die eierlegende Wollmilchsau“ zu kommunizieren,
sprich dem Kunden das
›› qualitativ beste
›› preiswerteste
›› und überall erhältliche
Produkt anbieten zu können, wobei Ausnahmen wie spezielle Hochpreis- oder Verknappungs-Strategien Ausnahmen sind, die die Regel bestätigen. (In einigen Fällen wird das angestrebte Ziel der flächen- und zeitdeckenden Verfügbarkeit eines Produktes umgekehrt; manche Produkte werden erst dadurch interessant, dass sie nicht überall, und „für jeden“ erhältlich sind. Eine künstliche Verknappung oder bestimmte Hürden bei der Beschaffung verleihen dem Produkt eine Aura von Exklusivität und suggerieren dem Käuferkreis ein elitäres Zugehörigkeitsgefühl. Eine Art, die aus dem Produkt sogleich ein Kunstobjekt machen, sind zum Beispiel limitierte Auflagen.)


* In diesem Sinne ein schönes Wochenende! **


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Re:

von skipteuse (30.07.2014, 12:03)
Über 13.000 Werbebotschaften pro Tag prasseln auf uns nieder? Immer wieder unglaublich!

http://www.marketing-boerse.de/Facharti ... eibt/44276

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Werbung und Wirtschaft

von skipteuse (01.08.2014, 12:51)
... und noch was fürs Wochenende! :)

Werbung und Wirtschaft

Sehen wir einmal vom künstlerischen Standpunkt ab, stehen
hinter Werbemaßnahmen im Allgemeinen wirtschaftliche Überlegungen.
Ökonomische Gesichtspunkte, sowohl was die Kosten
als auch was den Nutzen angeht, sind i. d. R. der Ausgangspunkt
für Werbemaßnahmen. Werbung soll der Wirtschaft nutzen,
aber auch andersherum. Etwa sind stabile wirtschaftliche
Voraussetzungen eine gute Basis für effektive Werbung, z. B.
weil mit einem gewissen Budget auch ein recht großes Publikum
erreicht werden kann, bzw. weil viele Medien einen gewissen
„Mindesteinsatz“ in ihren Mediadaten verlangen.
Wie also wird Werbung in der Wirtschaft genutzt?

Grundüberlegungen
Es herrschen diesbezüglich in der Marktwirtschaft folgende ökonomische
und strategische Grundüberlegungen vor, wenn Werbung den
Verkauf fördern soll: Welchen Nutzen hat der Kunde von welcher
Dienstleistung / welchem Produkt? Vielleicht noch wichtiger:
Was ist er bereit, dafür zu investieren? Der Preis muss mit den
Wertvorstellungen des Kunden übereinstimmen. Häufig tritt der
praktische Aspekt hinter den ästhetischen bzw. den des sozialen
Status zurück: Als Besitzer eines Objektes schmückt man sich
damit. Produkt und Preis überzeugen, damit ist die Hälfte des
Marketingmixes bereits erfolgreich. Aber auch der Vertriebsweg
(Erhältlichkeit) und die Kommunikation (Information und
Werbung) müssen den Kunden überzeugen. In der Regel sind
Kaufentscheidungen „Bauchentscheidungen“, und damit –
entgegen der Überzeugung der meisten Konsumenten - vor allem
subjektiv getroffen. Aus diesem Grund muss der Marketing-Mix
sowohl rational (Alibifunktion), vor allem aber emotional überzeugen
und einen stimmigen Gesamteindruck hinterlassen.
Unterschieden wird an dieser Stelle noch einmal zwischen
low-interest- und high-interest- bzw. mee-too-Produkten, d.
h. Anschaffungen, über die sich der Verbraucher mehr oder
weniger Gedanken macht. Beispiel: Der Durchschnittsverbraucher
beschäftigt sich beim Kauf einer Tube Zahnpasta weniger
eingehend mit dem Produkt als beim Kauf etwa einer Immobilie.

Gerade bei geringpreisigen auswechselbaren Dingen des täglichen
Lebens greift der Käufer schnell zu no-name-Produkten. Auch
wenn „Tempo“ häufig synonym mit dem Wort Papiertaschentuch
verwendet wird, ist es vielen Verbrauchern egal, von welcher
Firma ihre Papiertaschentücher hergestellt werden bzw. sie sind
eher bereit, spontan zu wechseln. Anders verhält es sich hingegen
bei anderen Hygiene- oder Pflegeartikel, wie z. B. Hautcreme. Dort
herrscht ein recht großer Markenmachtkampf, den viele traditionelle
Marken wie „Nivea“ immer wieder für sich entscheiden.

Ganzheitliche Werbung
Ganzheitliche Werbung ist ein gern zitierter Begriff. Unzählige
Definitionen versuchen diese Thematik greifbar zu machen: Ganzheitliche
Werbung meint, Waren und Dienstleistungen im Sinne
einer marktorientierten Unternehmensführung zu vermarkten,
die umfassend auf die Befriedigung der Kundenerwartungen und
-bedürfnisse abzielt.

Im Grunde bedeutet dies, über den Tellerrand zu schauen,
auch zu gucken, was links und rechts passiert - in der Praxis
dass die linke Hand auch weiß, was die rechte tut ... Synergien
sollen genutzt werden und der Konsument auch im Ganzen als
Mensch als „round character“ wahrgenommen werden. Darauf
aufbauend werden Einzelaktionen aufeinander abgestimmt; es
soll ein „Großes Werbeganzes“ entstehen. Manche sprechen in
diesem Zusammenhang auch von integriertem Marketing.


Werbeziele


„Wer nicht weiß,
wo er hinwill,
kann nie ankommen.“

Zu wissen, was erreicht werden soll, ist der erste Schritt zum
Erfolg. Vielfältige Ziele bestimmen das Handeln der Verantwortlichen.
Vernünftigerweise beschränkt sich die Strategie auf ein
Hauptziel. Weitere Ziele können dann nach Erreichen der Schwerpunktvorgaben
in Angriff genommen werden. Ein weit verbreiteter
(Anfänger-)Fehler bei Werbetreibenden ist der, „alles auf
einmal“ sagen zu wollen, sprich sich nicht auf eine Aussage zu
beschränken – genauso, wie viele statt einer spezifischen Zielgruppe
„einfach alle“ erreichen wollen.

Dies ist ein utopisches Ziel, das in der Realität nicht zu erreichen ist und in den meisten Fällen auch keinen Sinn machen würden. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Gerade im Rahmen des Markenaufbaus z. B.
wird häufig versucht, mehrere Ziele (zum Teil) simultan zu erreichen.
Dies ist nicht nur sehr kostenintensiv, sondern kann auch
schnell scheitern, da es bereits nicht einfach ist, eine klare
Werbebotschaft bei der Zielgruppe zu platzieren. Mehrere
können da schnell verwirren und kotraproduktiv wirken.[/i]

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Werben von A-Z

von skipteuse (19.08.2014, 12:26)
Werben von A-Z

Website / Digitale Präsenz
Eine Website ist die Präsenz im Internet, die durch Aufrufen der
URL mit einem Browser aufgerufen werden kann. Der Webserver
bietet das HTML-Dokument zur Ansicht an. Die erste Website ging
übrigens 1990 online.

Aufbau: Webseiten bestehen i.d.R. aus strukturiertem Text, Bildern
und weiteren Multimediaelementen. Hyperlinks verweisen auf
andere Webseiten. Jedes Dokument hat mindestens eine Adresse
(URL), über die es in einem Webbrowser aufgerufen werden kann.
Webseiten haben statische oder dynamische Inhalte.. Dynamische
Inhalte werden bei jedem Aufruf neu generiert, vorzugsweise
basierend auf dem Ergebnis einer Datenbankanfrage. Besucher,
die über eine Suchmaschine auf eine Webseite kommen, halten
dort vorzugsweise nach ihrem Suchwort Ausschau. Gestaltung
und Programmierung von Websites, das Webdesign, ist ein
komplexes Thema. Basissprache ist die Auszeichnungssprache
HTML, Formatierungssprachen z. B. Cascading Style Sheets (CSS).
Darauf im Einzelnen einzugehen, würde hier zu weit führen.
Zusammenfassend ist zu sagen: Eine Website ist immer so gut wie
ihr Design und ihre Funktionalität. Deshalb ist es oft ratsam, sie
professionell erstellen zu lassen, denn eine schlechte Website ist
oft schädigender als gar keine.

Video
Alles blinkt, singt und tanzt … Auch wenn es wahrlich schlechte
Beispiele dieses Mediums gibt, audiovisuelle Medien gewinnen
zunehmend an Bedeutung. Die Produktionsbreite ist sehr weit: von
Handycams bis zu hochauflösenden Full-HD-Produktionen wird –
je nach Medium – alles eingesetzt. Ob realistische Filmaufnahmen

Merke:
Homepages werden anders wahrgenommen als gedruckte Textseiten. Daraus resultieren besondere Anforderungen: Eye-Tracking-Versuche zeigten, dass die meisten Besucher einer Webseite den Text überfliegen. Sie schauen zunächst den oberen Rand und dann den linken Rand des Inhaltsbereichs an.
(mit Schauspielern) oder Animationen, 3D-Produktionen, ein Mix;
gerade in der digitalen Welt ist alles zu finden. Im Internet sind
allerdings natürlich die Dateigrößen/ Ladezeiten zu beachten.
Und der „Nerv-Nutzen-Faktor“ …

Audio
Weghören geht nicht. Das „Hörbare“ ist in der heutigen schnelllebigen
Werbe- und Medienwelt ein wichtiger Bestandteil, hat
aber auch in der analogen Welt früherer Jahrzehnte ein lange
Tradition. Dort wurden vorrangig „Jingles“, kurze Anfangs- oder
Enderkennungsmelodien, üblicherweise beim Radiospot eingesetzt.
Generell wird viel mit Musik gearbeitet, von ganzen Songs bis
zu kurzen Tönen. Entsprechende Datenbanken bieten inzwischen
ebenso wie in der Fotobranche entsprechend niedrigpreisiges
Material an. So kann schnell Emotionalität geschaffen werden,
kaum ein anderer Sinn nimmt so rasch (intensive) Stimmungen
wahr wie der auditive; denn Mensch kann bekanntlich die Augen
schließen aber nicht die Ohren. Bei der Produktion, ob mit oder
ohne Sprecher / Sänger, wird das Hörstück (digital) komponiert
bzw. aufgezeichnet, i. d. R. geschnitten, angeglichen, gemischt,
gemastert und als entsprechende Datei (Postproduktion) herausgegeben.
Eine vernünftige Produktion von A bis Z (Konzeption,
Komposition, Sprecher, Musiker, Arrangeur, Studioleiter, Postproduktioner,
etc.) ist auch in Zeiten von MP3 anzuraten.
Dateianhänge
Grundlagen des Marketing.jpg

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Interessanter Report!

von skipteuse (20.08.2014, 12:49)
Ich sag es doch: WISSEN IST MACHT ... ;)

"Designer sind Konzepter, sind Berater
– zumindest bei mehr als zwei Drittel
aller befragten Selbstständigen gehört
Beratung und Strategie zum Leistungsangebot. "

aus der interessanten Studie "Wie Designer arbeiten": ...
http://www.designtagebuch.de/studienerg ... -arbeiten/ http://www.designtagebuch.de/download/S ... beiten.pdf

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