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Perchta
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Re:

von Perchta (07.09.2011, 19:08)
mtg hat geschrieben:
Ist das denn sooooo wichtig?


Jein. Ich gebe dir recht, daß bei diesem Buch wahrscheinlich eher das Interesse am Thema über den Kauf entscheidet.
Grundsätzlich wäre es für mich persönlich sehr wichtig, gerade bei historischen Themen. Belletristik darf "lügen" - sprich: muß nicht historisch korrekt sein. Solange der Autor seine Geschichte glaubhaft erzählt, darf er die belegbare Historie verbiegen, wie er lustig ist. Das erwarte ich bei einem Roman nicht anders. Einem Sachbuch würde ich das nicht verzeihen.
Oder anders gesagt: wenn ich etwas über ein bestimmtes Thema lernen will und ich zu diesem Zweck nach Büchern suche, würde ich nie zu einem Roman greifen.
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

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mtg
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Re:

von mtg (07.09.2011, 19:19)
Perchta hat geschrieben:
Oder anders gesagt: wenn ich etwas über ein bestimmtes Thema lernen will und ich zu diesem Zweck nach Büchern suche, würde ich nie zu einem Roman greifen.

Na, ich hab da ein Gegenbeispiel: »Der Patriot« von Wolfgang Brenner über Otto John, seinerzeit (50er Jahre) Leiter des Verfassungsschutzes und sein immer noch ungeklärter Aufenthalt in Ost-Berlin. Das ist ein Roman, der sich auf Fakten und Historie gründet - aber eben ein Roman ... und en passant ein historisch korrektes Bild der Zeit vermittelt.

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Perchta
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Etwas OT: Historischer Roman vs. Sachbuch

von Perchta (07.09.2011, 19:33)
Wenn ein Roman außerdem noch so nah wie möglich an der faßbaren Geschichte bleibt, ist das natürlich ein zusätzlicher Bonus! Und ich denke, die meisten Autoren historischer Romane betreiben sehr umfassende Recherche, bevor sie sich ans Schreiben machen, haben also durchaus den Anspruch an sich selbst, so akkurat wie möglich zu arbeiten und sich keine offensichtlichen Fehler zu leisten. Meine eigene Geschichte behandelt ja auch ein historisches Thema, da kann ich sogar mitreden. :wink:

Trotzdem halte ich beides, Unterhaltung und reine Wissensvermittlung, bei mir im Buchregal strikt getrennt. Die Romane über die Karolingezeit und die thematisch entsprechenden Geschichtsbücher stehen an entgegengesetzten Ecken des Zimmers.
Vielleicht bin ich da zu konservativ. Ich mag schon in Fernseh-Dokus nicht, wenn Laienschauspieler irgendwelche Szenen nachstellen. Kann also gut sein, daß es persönlicher Spleen von mir ist. Aber es werden ja Meinungen gesammelt, da wollte ich meine zumindest laut werden lassen ^^. Wenn ich mit diesem Punkt alleine stehe, umso besser für Thomas' Änneken.
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Max
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Re:

von Max (07.09.2011, 19:45)
Den Entwurf von Mathias finde ich nicht schlecht, passt aber meiner Meinung nach mehr zu einem Roman.
Es muss schon deutlich werden , ob es sich bei dem Buch um einen Roman oder um historisch belegbares Material handelt.
Warum nicht den Kopf einer Frau zeitgenössisch darstellen und am Anfang des Buches darauf hinweisen ???
Bilder prägen sich werbewirksam schneller ein als Namen.
Viele Figuren der Welt-und Zeitgeschichte wurden entsprechend zeitgenössisch dargestellt.
Das letzte Abendmahl ist wohl das beste Beispiel dafür.
Außerdem fällt mir positiv auf, dass hier ernsthaft diskutiert und nicht beleidigt oder gestritten wird. thumbbup
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SandraR
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Re:

von SandraR (07.09.2011, 19:48)
Ich finde Annettes Idee mit dem Frauenkopf im Hintergrund der Flammen als Schatten eine gute Idee. Wobei damit dann schon die Flammen von Matthias gemeint sind cheezygrin
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mtg
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Re:

von mtg (07.09.2011, 19:54)
Max hat geschrieben:
Viele Figuren der Welt-und Zeitgeschichte wurden entsprechend zeitgenössisch dargestellt.

Das waren aber immer sie selbst. Oder würdest Du ein Buch über Marie Antoinette mit dem Bild von Mata Hari illustrieren? Ich sehe hier die historische Wahrheit für wichtiger an - und ein falsches Bild ist nun mal keine Historie.

Übrigens habe ich Thomas' Postings entnommen, dass es sich um einen Roman handelt, der sich aber sehr an der Realität bzw. den Fakten entlanghangelt.

Thomas Becks hat geschrieben:
Siegfried hat geschrieben:
Oder geht es um die Aufarbeitung eines historischen Vorfalls, wo die Zwischenpassagen mit angepasstem, aber eben erfundenem Stoff aufgefüllt wurden?


So könnte man es sagen, ja. Es ist eine Tragödie. Durch ständige Recherche und das Schreiben, bin ich, so habe ich das Gefühl wenigstens, der Wahrheit sehr nahe gekommen. Und für Unterhaltung habe ich ebenfalls gesorgt. Der Leser muss nicht nur weinen, er darf sich zwischendurch auch mal die Hände reiben und auch mal lachen.


Ich denke, damit tendiert das Genre recht eindeutig zu Fiktion mit historischem Hintergrund. Wobei ich natürlich nicht meinen Entwurf mit Zähnen und Klauen verteidigen will, sondern lediglich den gedanklichen Ansatz dazu aufzeigen möchte ...

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AnnetteH
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Re: Etwas OT: Historischer Roman vs. Sachbuch

von AnnetteH (07.09.2011, 20:10)
Perchta hat geschrieben:
Trotzdem halte ich beides, Unterhaltung und reine Wissensvermittlung, bei mir im Buchregal strikt getrennt. Die Romane über die Karolingezeit und die thematisch entsprechenden Geschichtsbücher stehen an entgegengesetzten Ecken des Zimmers.
Vielleicht bin ich da zu konservativ. Ich mag schon in Fernseh-Dokus nicht, wenn Laienschauspieler irgendwelche Szenen nachstellen. Kann also gut sein, daß es persönlicher Spleen von mir.


Kann ich sehr gut nachvollziehen! Ich trenne da auch ganz klar in den Bücherregalen! Und das mit diesen Fernseh-Dokus ist manchmal haarsträubend: Oft werden dieselben Szenen für verschiedene Jahrhunderte und Orte eingespielt nach dem Motto "Hauptsache Mittelalter" oder noch besser "Römmer sind Römer, egal wann und wo". Ich bekomme regelmäßig die Krise, wenn was dargestellt wird, was es zu der Zeit, die da gezeigt werden soll, nachweislich noch nicht gab. :shock::

Das nur als kurzer Einschub. Ich denke aber, dass viele Leute zwischen Geschichte und Fiktion differenzieren, also sollte man einen "sensiblen Mix" bevorzugen, wenn schon Fiktion mit im Spiel ist. Für mich ist ein gutes Beispiel "Türkischrot", ein Wuppertal-Krimi (natürlich), in dem die Zeit zu Friedrich Engels genau beschrieben wird. Hinten im Buch ist dann noch eine sehr interessante und ausführliche Erläuterung von einem Historiker, dem (mittlerweile ehemaligen) Leiter des Engels-Hauses.

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Max
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Re:

von Max (07.09.2011, 20:41)
Matthias, wenn es sich um einen Roman handelt , kann duchaus eine zeitgenössische Darstellung eines Frauenkopfes werbewirksam eingesetzt werden.
Diese Frau hat wohl tatsächlich gelebt und ist im " Namen des Volkes oder der Kirche " umgebracht worden.
Mir ist immer wichtig das " Opfer " ein Gesicht erhalten damit man sich an sie erinnert und derartiges Unrecht vermeidet.
Mata Hari hatte ein Gesicht aber weisst du wie Jesus oder Maria wirklich ausgesehen haben ????
Da gibt es sehr viele unterschiedliche Bilder. Ob die sich erkennen würden ???
Ich finde das Thema spannened, auch weil sich die Geschichte wiederholt.
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Cornelia
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Re:

von Cornelia (07.09.2011, 20:43)
Hallo,

das Cover von Matthias gefällt mir gut. Bei den beiden ersten Cover hätte mich die gespiegelte Schrift des realen Namens und der Untertitel "Der letzte Hexenprozess im Ruhrgebiet" sehr neugierig gemacht.
Zumal wenn der falsch herum geschriebene Name in der Geschichte eine wichtige Rolle spielt.
Gerade bei dem Untertitel wird eutlich, dass es sich um einen Roman mit historischen Bezug handelt.

Schade, dass es sich bei dem Bild der Frau nicht um die echte Anna handelt, in dem Fall würde ich es eher nicht auf das Cover setzen. Dann kann sih jeder selbt ein Bild von ihr machen.
Wenn es dir wichig ist, würde ich es aber mit in das Buch aufnehmen, alerdings dem Vermerk, dass es der Phantasie des Autoren entsprungen ist.

Viele Grüße
Cornelia

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mtg
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Re:

von mtg (07.09.2011, 20:49)
Max hat geschrieben:
Matthias, wenn es sich um einen Roman handelt , kann duchaus eine zeitgenössische Darstellung eines Frauenkopfes werbewirksam eingesetzt werden.
Diese Frau hat wohl tatsächlich gelebt und ist im " Namen des Volkes oder der Kirche " umgebracht worden.
Mir ist immer wichtig das " Opfer " ein Gesicht erhalten damit man sich an sie erinnert und derartiges Unrecht vermeidet.

Das kann man natürlich so sehen ... aber ich bleibe dabei, dass eine willkürlich abgebildete Person - auch wenn sie »Statthalter«-Funktion hat, der Sache - meiner Meinung nach! - eher abträglich ist.

Gerade weil niemand weiß, wie Jesus, Maria oder das Hexenänneken ausgesehen hat, darf ja jeder seine eigene Interpretation haben. Das regt eben die Phantasie an.

@ Cornelia: Selbstverständlich kann man den Untertitel auch wieder übernehmen ... daran soll es nicht scheitern :-)

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (08.09.2011, 00:05)
Hi,
eine sehr sachliche Diskussion, finde ich. @Matthias, hast Du die Mail bekommen? Ich war mir da nicht sicher.

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (08.09.2011, 02:44)
Mein Fazit:
Galsworthy war objektiv
Torsten ohne h lobte Nr. 1 und fand Nr. 2 langweilig.
Carsten fand Nr. 1 gut.
Hawepe: weder noch.
Perchta vertraute Nr. 2 eher.
Jens R. Willmann oder so: keines.
Ulli Nr.1
Eierfrau Annette schwankte.
Jenselina sagte Cover 1, aber ernüchternd.
Stoff ist angewidert von Nr. 1 und bevorzugt am Ende Nr. 2
Grit zieht schwarz vor. Also Nr. 2
Mtg will helfen.
Birgit sagt: Nr.1 überarbeiten.
Anke gibt Annette recht.
Max schwankt und findet Nr.1 als Roman nicht schlecht, sieht aber in Nr. 2 den seriösen Stoff.
Bellavenezia will Nr. 1, aber verändert.
Fasanthiola meint es immer gut mit mir.
Ich liebe sie auch. Sie weiß es nur nicht.
Valerie mag Heinz …
Sandra ist wie immer. Knallhart, und sie wirft mit Daten.
Lennet ist nur gemein. Aber ich mag Dich, Lennet.
Skipteuse ist soo lieb – wie ich zu ihr.
Siegfried ist böse – heute – hä hä
Großstadtpoet ist brav wie immer.
Haifischfrau so streng wie immer.
Annette, oh, die hab ich lieb. Annette hat immer gute Sprüche.
Vor Perchta habe ich Respekt. Aber! Pflege ihn gut. Den Respekt, meine ich.
Cornelias Antworten lese ich auch sehr gerne.

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (08.09.2011, 03:23)
Das heißt
7 für Rot
5 für Schwarz
Ca. 6 Beideshasser
Wie viele mögen eher das Cover von Matthias?
Das finde ich sehr wichtig.
Ich nenne es mal Cover Nr. 3
Nun, mir und einigen anderen Leuten gefiel es sehr gut, den anderen auch?

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Tito
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Re:

von Tito (08.09.2011, 03:45)
Eins, eins, eins - das rote = bash:

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SandraR
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Re:

von SandraR (08.09.2011, 06:44)
Matthias bekommt von mir Punkte allerdings würde ich eben noch einen Frauenkopf als Schemen einfügen thumbbup

Edit meint noch "Hassen tut es sicherlich niemand, ist der falsche Ausdruck cheezygrin "!
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