Interview mit der Bestsellerautorin Mara Woolf

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (08.01.2015, 15:15)
Wieso entwickelt sich dieser Thread auch (!) wieder zum Austausch persönlicher Animositäten?

Wenn die deutsche Wort- und Schriftsprache dahingehend degeneriert, dass Satzzeichen zum Verständnis eines wie auch immer angefüllten Satzes nicht mehr gesetzt oder verstanden werden, und folglich zur Aneinanderreihung kurzer, einfacher Sätze führt, hat das weder mit Stil noch mit "dem Leser" im Allgemeinen wie im Besonderen zu tun.
Ich frage mich, wann der Verzicht auf Tempi und Konjukationen zur hohen Kunst erhoben wird!

Offensichtlich ist das rein zahlenmäßige Verhältnis von "Autoren" zu Lesern dabei sich dahingehend zu wandeln, dass 10 Schreiberlinge auf einen Leser kommen :twisted:

Soweit zu Schreibstil, Leser, Für & Wider

Haifischfrau
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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (08.01.2015, 15:23)
Haifischfrau hat geschrieben:
Offensichtlich ist das rein zahlenmäßige Verhältnis von "Autoren" zu Lesern dabei sich dahingehend zu wandeln, dass 10 Schreiberlinge auf einen Leser kommen :twisted:

Das Gefühl habe ich auch. :lol: thumbbup

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (08.01.2015, 15:33)
Siegfried hat geschrieben:
Klonschaf hat geschrieben:
Irgendwie ist das so ne Stilmarotte, die sich immer mehr etabliert. Man darf nur Einfachsätze aneinanderreihen, allein der Anblick eines Kommas könnte den Leser verwirren, ein Strich- oder Doppelpunkt womöglich ein Posttraumatisches Belastungssyndrom verursachen!?


Falscher Ansatz!

Nicht der Leser ist durch Kommasetzung verwirrt - die Autoren sind nicht in der Lage, eine korrekte Kommasetzung in ihren Werken durchzuhalten und machen daher aus der Not eine Tugend: Alles außer Punkt, Ausrufezeichen und Fragezeichen wird weggelassen. Texte, die vorzugsweise aus einer Anreihung von Hauptsätzen bestehen, bekommen den Status "cool" oder gelten als "moderner Stil".

Denk immer daran: "Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!" - das Bildungs-Mantra des 21. Jahrhunderts


Das ist schon richtig mit dem von dir erwähnten Bildungs-Mantra, aber die Erklärung greift zu kurz. Ich habe genügend Autorenratgeber gelesen, um zu wissen, dass der Hauptsatzstil gerade auch unter handwerklich ambitionierten Schreibern als "modern" gilt. Zwar wird der oftmals zu blumige und verschachtelte Stil früherer Epochen zu Recht als leserfeindlich gebrandmarkt, aber nur, um dann ins andere Extrem zu verfallen, nämlich einen geisttötenden Hauptsatzstil zu predigen, der mir in seiner Infantilität und rhythmischen Gleichförmigkeit nur noch auf den Sack geht (sorry).

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