Kapitalismus oder Leistungsgesellschaft

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wgbajohr
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Re:

von wgbajohr (21.02.2011, 07:59)
SandraR hat geschrieben:
Gero, Stichwort Babykurse für Mütter aus sozial schlechten Umgebungen! Kostenlose Schwimmkurse Mutter und Kind (Baby), kostenlose Krabbelkurse etc. das Baby kommt natürlich ohne die Mutter nicht dahin, bekommt die Mutter aber einen Mehrwert (zB. Kaffe und Kuchen) geht sie vermutlich dorthin!
Mit Käse fängt man Mäuse!

Zu deinem Kommentar an Matthias. Aus einer Katze kann ich beim besten Willen keinen Hund machen und aus einer Maus wird keine kluge Ratte. Bei jeder Theorie die ich entwerfe muss ich folglich quer über die einzelnen wissenschaftlichen Diszipline gehen. Wirtschaft muss mit Volkswirtschaft und Soziologie und Psychologie verbunden werden. Interdisziplinärer Zugang ist der einzig gangbare Weg, sonst scheitert man, wie einst Marx. Seine Ideen sind ja sympathisch, nur haben sie das Wessen des Menschen außer acht gelassen und mussten automatisch scheitern.
Der Ansatz wir sind alle gleich, löst automatisch Proteste aus, kann also schon mal nicht funktionieren. Höhere Säugetierarten haben alle ihre Individualität, frag jeden beliebigen Hundebesitzer. Hunde der gleichen Rasse sogar wenn sie mit einander verwandt sind, sind dennoch vom Charakter unterschiedlich (du kannst auch Katzenbesitzer, oder Pferdebesitzer etc. fragen). Das hat nichts mit der Erziehung zu tun, ein und der selbe Besitzer mag immer gleich erziehen.
Wenn dies also für Tiere zutrifft, kannst du es ausgerechnet beim Menschen nicht ignorieren.
Den Menschen kannst du nicht ändern, man kann die Bedingungen aber so ändern, dass das Resultat für den einzelnen Menschen angenehmer ist. Dabei muss man aber mit Tabus brechen. Zu den Tabus gehört für mich aber offensichtlich andere Dinge als für dich, und das finde ich durchaus interessant.
So finde ich, der Mensch hat halt auch ein Recht sich zu verweigern ohne dass man ihm dafür das Recht der Fürsorge durch die Allgemeinheit entziehen darf. Da sehe ich gar nicht wirklich das Problem. Das Problem liegt im System der sozialen Hängematte die nicht mehr finanzierbar ist. Das betrifft aber zukünftige Rentnergenerationen genauso wie HartzIVler und Krankenkassenpatienten.





SandraR hat geschrieben:
Den Menschen kannst du nicht ändern, …


Die Gültigkeit dieser Aussage hängt davon ab, was Du unter dem Ändern des Menschen verstehst. Verstehst Du darunter das Ändern von Eigenschaften, die im Extremfalls sogar von Genen gesteuert werden, so ist natürlich keine Änderung möglich, es sei denn, man bemüht Gen-Techniker.
Wenn aber gar nichts zu ändern wäre, könnten wir uns die Erziehung sparen. Deshalb bin ich überzeugt, dass man das grundlegende Verhalten ändern kann. Darauf baut meine Theorie auf. Sollte sich herausstellen, dass jede Erziehung vergebliche Liebesmüh ist, dann wäre meine Theorie natürlich gescheitert.


SandraR hat geschrieben:
…man kann die Bedingungen aber so ändern, dass das Resultat für den einzelnen Menschen angenehmer ist.


Wenn sich der Mensch nicht ändert – sein Verhalten nicht beherrscht –, dann nützt die beste Gesellschaftsform nichts.



SandraR hat geschrieben:
So finde ich, der Mensch hat halt auch ein Recht sich zu verweigern ohne dass man ihm dafür das Recht der Fürsorge durch die Allgemeinheit entziehen darf.


Hier hängt meine Zustimmung zu der Aussage davon ab, was sich für Dich hinter Fürsorge verbirgt. Heißt das, sie haben ebenso viel Komfort wie die, die sich nicht verweigern, dann stimme ich nicht zu.
Die Veränderung der Welt beginnt bei jedem Einzelnen
Etwas beeinflussen zu können heißt, dafür verantwortlich zu sein
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büchernarr

Re:

von büchernarr (21.02.2011, 09:10)
Sandra schrieb:
So finde ich, der Mensch hat halt auch ein Recht sich zu verweigern ohne dass man ihm dafür das Recht der Fürsorgedurch die Allgemeinheit entziehen darf. Da sehe ich gar nicht wirklich das Problem. Das Problem liegt im System der sozialen Hängematte die nicht mehr finanzierbar ist.

Hallo Sandra,
ist wirklich alles in Butter, wenn wir eine Lösung zur Finanzierung der Verweigerer (auch Leute, welche nicht arbeiten wollen) finden?
Meiner Meinung nach würde damit das Schmarotzertum (ich meine NICHT die unschuldig in Not geratenen Menschen. Diesen muss unbedingt die Hilfe des Systems gegeben werden.) gefördert und das kann nicht der Weg zur neuen Gesellschaftsform sein.
Ich kann diesen Gedanken nicht nachvollziehen.
Gruß
Bernd

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SandraR
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Re:

von SandraR (21.02.2011, 09:35)
Bernd, wer soll entscheiden "Unschuldig in Not geraten" oder "Schuldig in Not geraten"? Wer soll Richter spielen? Und wo ist die Garantie, dass der Richter nicht irrt.
Was ist Schuld oder Unschuld? In die falsche Familie hineingeboren ergo was, Schuldig oder Unschuldig? Im falschen Stadtteil aufgewachsen, Schuldig oder Unschuldig?
Ich bin in die richtige Familie geboren worden und im richtigen Stadtteil zur Schule gegangen, ergo waren meine Bedingungen von Anfang an, wesentlich besser! Ich habe dazu aber nichts, absolut gar nichts dazu beigetragen!

Deswegen auch meine Betonung darauf, dass es nur darüber funktioniert dass man wesentlich mehr in die Kinder benachteiligter Gruppen investiert und anders investiert als Heute.

Eure Steuergelder werden in Milliardenhöhe Banken in den Rachen geschoben und ihr heult rum weil ihr ein paar Schmarotzer mit durch füttert! Darüber würde ich mir mal einige Gedanken machen. Was ist besser Schmarotzer mit zu ziehen oder das Großkapital und den Staat schmarotzen zu lassen?
Wobei die Frage bleibt, wer bestimmt wer ein Schmarotzer ist und wer keiner? Wenn ich inskünftig das Schmarotzertum verringern will muss ich Heute investieren für einen Effekt den ich in 20 Jahren haben werde. Das Gegenteil wird aber gemacht. Es wird nicht mehr, sondern immer wie weniger in die Kinder investiert! Parallel dazu machen immer wie mehr die Leute Kinder deren Nachfahren man eigentlich nicht so richtig brauchen kann, weil sie eben Schmarotzen lernen und nicht Leistung....Warum Schmarotzen die Leute aber überhaupt? Wenn Du 6 000 Euronen auf dem Papier Brutto verdienst, wie viel hast du davon in der Tasche? Und das findest du normal ja? Du arbeitest nicht für Dich, auch nicht für das Gemeinwohl sondern für einen gefräßigen Staat der dein Geld verpulvert! An die Pharmaindustrie, an Banken, und vielem mehr. Derweil die Schule deiner Kinder immer wie schlechter wird und die Straßen Löcher haben.
In Schweden der 80er Jahre galt, wer nicht mindestens 2 Jahre stempeln geht ist blöd!
Da liegt des Puddels Kern, nicht die Leute Schmarotzen einfach, sondern der Staat hat sie dazu erzogen.
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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (21.02.2011, 14:14)
@ Wolf-Gero,
wenn es falsche Freundschaften gibt, gibt es auch falsche Fehler.

@Sandra,
welcher Staat ist besser? Ich wünsche manchmal auch, unser Vest möge wieder der Brukterer-Gau sein. Doch dann bestünde auch die ständige Angst vor den Sachsen, vor denen uns einst die Franken beschützten und uns dafür das Christentum brachten. Ich würde das mal so nennen: Alles hat seinen Preis.
Gruß
Thomas

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SandraR
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Re:

von SandraR (21.02.2011, 14:28)
Thomas, ich bin überhaupt für die Abschaffung von Staat! Ich halte dies für den nächsten Schritt einer logischen Evolution! Vom Fürstentum, zum Staat vom Staat zur Welt!
Die Erdkugel dies wissen wir nun spätestens seit Internet ist verdammt klein. Staaten sind künstlich und sehr häufig nichts anderes als Kulissen um Unfriede zu stiften.

Es reicht professionell geführte Verwaltungseinheiten einzuführen! Jeder bekommt einen Weltbürgerpass, der ihn ausweist als menschliches Wesen und gut ist! Das Ende von künstlichen Nationalitäten die nichts aber auch gar nichts über den Menschen aussagen! Geburtsdatum und Geburtsort, Name fertig!

Es wäre zur gleichen Zeit auch das Ende fehlgeleiteter Neurosen die sich als möchtegern Philosophie in die möchtegern Politik einschleichen!

Verwaltungschefs sind kündbar und haben einen Job als Dienstleister!
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büchernarr

Re:

von büchernarr (21.02.2011, 14:34)
SandraR hat geschrieben:
Bernd, wer soll entscheiden "Unschuldig in Not geraten" oder "Schuldig in Not geraten"? Wer soll Richter spielen? Und wo ist die Garantie, dass der Richter nicht irrt.
Was ist Schuld oder Unschuld? In die falsche Familie hineingeboren ergo was, Schuldig oder Unschuldig? Im falschen Stadtteil aufgewachsen, Schuldig oder Unschuldig?
Ich bin in die richtige Familie geboren worden und im richtigen Stadtteil zur Schule gegangen, ergo waren meine Bedingungen von Anfang an, wesentlich besser! Ich habe dazu aber nichts, absolut gar nichts dazu beigetragen!

Deswegen auch meine Betonung darauf, dass es nur darüber funktioniert dass man wesentlich mehr in die Kinder benachteiligter Gruppen investiert und anders investiert als Heute.

Eure Steuergelder werden in Milliardenhöhe Banken in den Rachen geschoben und ihr heult rum weil ihr ein paar Schmarotzer mit durch füttert! Darüber würde ich mir mal einige Gedanken machen. Was ist besser Schmarotzer mit zu ziehen oder das Großkapital und den Staat schmarotzen zu lassen?
Wobei die Frage bleibt, wer bestimmt wer ein Schmarotzer ist und wer keiner? Wenn ich inskünftig das Schmarotzertum verringern will muss ich Heute investieren für einen Effekt den ich in 20 Jahren haben werde. Das Gegenteil wird aber gemacht. Es wird nicht mehr, sondern immer wie weniger in die Kinder investiert! Parallel dazu machen immer wie mehr die Leute Kinder deren Nachfahren man eigentlich nicht so richtig brauchen kann, weil sie eben Schmarotzen lernen und nicht Leistung....Warum Schmarotzen die Leute aber überhaupt? Wenn Du 6 000 Euronen auf dem Papier Brutto verdienst, wie viel hast du davon in der Tasche? Und das findest du normal ja? Du arbeitest nicht für Dich, auch nicht für das Gemeinwohl sondern für einen gefräßigen Staat der dein Geld verpulvert! An die Pharmaindustrie, an Banken, und vielem mehr. Derweil die Schule deiner Kinder immer wie schlechter wird und die Straßen Löcher haben.
In Schweden der 80er Jahre galt, wer nicht mindestens 2 Jahre stempeln geht ist blöd!
Da liegt des Puddels Kern, nicht die Leute Schmarotzen einfach, sondern der Staat hat sie dazu erzogen.


Für mich geht es nicht um das Geld. Wenn einer leichtsinnig seine Firma in die Insolvenz treibt, dann bin ich durchaus bereit, ihm zu helfen, ihn in die Hängematte zu holen.
Sagt mir aber einer mit blödschlauem Grinsen im Gesicht, Arbeit ist nix für mich, da werd ich immer müde bei, dann braucht er bei mir nicht auf Mitleid oder Hilfe zu hoffen. Mehr als künstliche Ernährung (ich weiß ja, das kostet mehr als die Stütze) ist da nicht drin.
Billigste Unterkunft in einer Baracke mit Gleichgesinnten, Lebenserhalt auf unterstem Niveau, mehr gestehe ich solchen "Mitbürgern" nicht zu.

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SandraR
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Re:

von SandraR (21.02.2011, 14:44)
Büchernarr, ein wahrer Menschenfreund cheezygrin wie gesagt, ich würde anders Fragen "woher kommt die Einstellung, was lief schief und kann der Mensch wirklich etwas für seine Einstellung?"!
Seit den 50er Jahren wird doch jeder Generation das Lied des fürsorglichen Staates gesungen auf dass sie den Staat weiter ertragen und nicht etwa den Staat als solches in Frage stellen!
Da liegt nach meiner Meinung der Hase im Pfeffer! Man bestraft ergo einfach vielleicht den Falschen!
Meine Eltern und auch meine Großeltern haben mir beigebracht nicht einem Staat zu vertrauen sondern mir selber! Ich würde sicherlich eher putzen gehen (mit zwei Hochschulabschlüssen) als Geld beim Staat holen, aber dies ist meine Einstellung und ich bin einfach so erzogen worden. Ich kann nichts dafür das ich eine solche Wertehaltung habe, ich würde aber niemals von anderen die selbe Haltung fordern!
Im Gegensatz zu den Faulen, bin ich auch kein Produkt was ein Staat mag, ich bin theoretisch gefährlich weil ich jeden Staat als künstliches Gebilde in Frage stelle. Dies ist nicht im Interesse von Amtsinhabern. Nun stell dir vor, alle würden so denken cheezygrin
Ich finde eine Gemeinschaft muss sich auch Versager leisten! Und für die Fehler von Fehldressur gerade stehen cool5
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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (21.02.2011, 15:26)
SandraR hat geschrieben:
Thomas, ich bin überhaupt für die Abschaffung von Staat! Ich halte dies für den nächsten Schritt einer logischen Evolution! Vom Fürstentum, zum Staat vom Staat zur Welt!
Die Erdkugel dies wissen wir nun spätestens seit Internet ist verdammt klein. Staaten sind künstlich und sehr häufig nichts anderes als Kulissen um Unfriede zu stiften.

Es reicht professionell geführte Verwaltungseinheiten einzuführen! Jeder bekommt einen Weltbürgerpass, der ihn ausweist als menschliches Wesen und gut ist! Das Ende von künstlichen Nationalitäten die nichts aber auch gar nichts über den Menschen aussagen! Geburtsdatum und Geburtsort, Name fertig!

Es wäre zur gleichen Zeit auch das Ende fehlgeleiteter Neurosen die sich als möchtegern Philosophie in die möchtegern Politik einschleichen!

Verwaltungschefs sind kündbar und haben einen Job als Dienstleister!

Die Frage ist: Wer bestimmt das alles?
Die Antwort ist: Irgendwer übernimmt immer die Herrschaft!
Ob Welt oder Weltenstaat.
Gruß
Thomas

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (21.02.2011, 15:50)
SandraR hat geschrieben:
Es reicht professionell geführte Verwaltungseinheiten einzuführen! Jeder bekommt einen Weltbürgerpass, der ihn ausweist als menschliches Wesen und gut ist! Das Ende von künstlichen Nationalitäten die nichts aber auch gar nichts über den Menschen aussagen! Geburtsdatum und Geburtsort, Name fertig!


Künstliche Nationalität - gibt es das? :shock::

Die Nationalität ist doch die kulturelle Herkunft eines Menschen. Also all diese Dinge wie Sprache, Gebräuche, Traditionen, Sitten. Wer aus der Türkei nach Deutschland kommt, ist und bleibt türkischer Nationalität, kann aber die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben. In Russland gibt es eine Vielzahl verschiedener Nationalitäten: Russen, Tataren, Ukrainer, Armenier, Deutsche. Ein Mensch aus einer dieser Gruppen hat eine eigene Nationalität. Er hat seine eigene Sprache, seine eigene Kultur, seine eigenen Sitten und Gebräuche. Und er hat eine Staatsangehörigkeit: Russisch. Aber das ist nicht seine Nationalität.

Seine Nationalität aufgeben, heißt seine Sprache, seine Kultur aufgeben. Das geschieht manchmal im Laufe der Zeit automatisch. Es gibt in Deutschland Menschen, die anhand ihres Namens als hugenottische Einwanderer zu erkennen sind (de Maizière) oder als Polen (Schimanski), die aber mittlerweile völlig assimiliert wurde (was gewisse Auslands-Politiker ja gar nicht mögen).

Die Aussage, die Nationalitäten abzuschaffen, würde doch zu einem weltweiten Einheitsbrei in kulturellen Dingen führen. Überall auf der Welt das gleiche Essen, die gleiche Musik, die gleiche Literatur - wie furchtbar!

Also: Tod dem Lokalkolorit? :shock::

Und was künstliche Nationalitäten sind, habe ich noch immer nicht verstanden. Zwangsassimilation vielleicht?

Grüße
Siegfried
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wgbajohr
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Re:

von wgbajohr (21.02.2011, 16:52)
Thomas Becks hat geschrieben:
@ Wolf-Gero,
wenn es falsche Freundschaften gibt, gibt es auch falsche Fehler.


Hallo Thomas!

Sehr gut! Natürlich hast Du in dem Punkt völlig recht. Bist Du vielleicht ein Sprachwissenschaftler?

Sehr bekannt ist meines Erachtens Vorspiegelung falscher Tatsachen, und man fragt sich, was da vorgespiegelt wird. Natürlich Tatsachen. Folglich müsste es heißen: Vorspiegelung von Tatsachen.

Viele Grüße
Wolf-Gero
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Goetkowski
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Re:

von Goetkowski (21.02.2011, 18:59)
Hallo, Wolf-Gero,

zuerst einmal möchte ich Dir meinen Respekt zollen. Und zwar für ein Buch, dessen Thematik an Komplexität und Brisanz schwer zu übertreffen sein dürfte. Aber auch für Deine Herangehensweise, die ich aus dem Klappentext entnehmen konnte.

Es erscheint mir müßig, zu jedem bisher geschriebenen Beitrag Stellung zu beziehen, denn dann erwüchse wahrscheinlich ein neues Buch daraus, in dem ich mich garantiert um Kopf und Kragen schriebe und das ohnehin niemand läse/verstünde - letztlich wohl nicht mal ich selber. Und genau deshalb "eben mal kurz" meine Sicht/mein Verständnis der Dinge:

Ich behaupte, dass der Mensch prinzipiell sehr einfach gestrickt ist und sich an diesem Strickmuster seit Urzeiten nicht viel bis gar nichts geändert hat. Es gibt keinen modernen oder zivilisierten Menschen, da diese Begriffe eine Evolution vorgaukeln, die ganz einfach nicht stattgefunden hat.

Im Gegenteil, wir befinden uns in einer kontinuierlichen Phase der Degeneration und des Denaturierens, weil all die technischen Errungenschaften - deren Erfindung sich die breite Masse der Nutznießer sowieso nicht auf die Fahne schreiben kann - dazu beitragen, dass wir einst erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten ablegen.

Wir sind also nicht mehr als ein Milliardenhaufen primitiver Individuen, wobei der Begriff "Individuum" wiederum nichts weiter als eine höfliche Umschreibung für "Egoist" darstellt. Eine derart homogene Masse ist von den Machthabenden leicht auszurechnen, und der Status des Einzelnen in der jeweiligen gesellschaftlichen Hierarchie/Staatsform spielt da lediglich eine untergeordnete, ja, praktisch zu vernachlässigende Rolle.

Es liegt mir normalerweise fern, Stammtischparolen zu bemühen, doch an dem "Jammern auf hohem Niveau" ist schon was dran, auch wenn Politiker diese Aussage gerne in "Apfel-/Birne-Vergleichen" verwenden, wenn es mal wieder gilt, eine sich deutlich abzeichnende Negativ-Tendenz zu relativieren. Es ist halt alles eine Frage des Maßstabes.

Als Primitivling, der ich schließlich auch einer bin, und gemessen am ehemals natürlichen Lebensraum des Menschen, kann ich nur sagen, dass ich in Luxus schwelge. Das meine ich übrigens weder ironisch noch sarkastisch noch sonst irgendwie nicht ganz ernst. Ich lebe in einer ausreichend großen Wohnung mit funktionierender Zentralheizung, habe genug zu essen und zu trinken, sitze gerade vor einem Gerät, dessen Technologie sich mir nie erschließen wird und, und, und ...

Nebenbei bemerkt: Ich bin ALG II-Empfänger und gehe momentan einer Beschäftigung als Zwei-Euro-Jobber nach, betätige mich also als staatlich subventionierter Schwarzarbeiter. Das gesellschaftliche System hat mich vor langer Zeit ausgespuckt, und ich kann nicht behaupten, nicht maßgeblich dazu beigetragen zu haben. Meine (in meinem Buch ausführlich geschilderte) Alkohol- und Drogenabhängigkeit betrachte ich im Nachhinein als Produkt der Verfehlungen meines Elternhauses und der Betäubungsmöglichkeiten, die mir unsere zivilisierte Gesellschaft feilbot.

Nein, nein, ich möchte meine Eigenverantwortung gewiss nicht abwälzen, denn ich war dumm und unreif. Doch bevor ich vom eigentlichen Thema abdrifte: Bin ich "besser" als die, auf die auch ich manchmal schimpfe ...?! Oder, um den Konjunktiv zu bemühen: Wäre ich an ihrer Stelle besser?! Ginge es mir an ihrer Stelle besser?! Was ist gut, besser, am besten?! Wo lege ich welchen Maßstab an?! Wie trenne ich Quali- von Quantität, und wie genau definiere ich diese Begriffe .....?!?

Wie setze ich die täglich auf mich eindreschenden Nachrichten und all den restlichen "Input-Salat" um, eine schier unendliche Masse, an der alle Elektronenhirne dieser Welt scheitern?! Da bringt mich auch die mir von der Industrie angedichtete "Multitasking-Fähigkeit" kein Stückchen weiter. Woher kommt die überhaupt so urplötzlich :? ? Gar doch ein Quantensprung in der von mir so vehement geleugneten Evolution?!

Wolf-Gero, ich hoffe, dass Dein Buch in allen Gesellschaftsschichten seine Leserschaft finden wird, denn es kann nie verkehrt sein, sich Fragen zu stellen. Auch oder gerade dann nicht, wenn es niemals allgemeingültige Antworten geben wird ...

Gruß, Uwe
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Re:

von SandraR (21.02.2011, 19:11)
Thomas Verwaltungseinheiten werden von einem unabhängigen Ausschuss geprüft in dem sowohl Steurzahler sitzen als auch ganz normale Revisoren. Das Amt kann man ja zur Wahl ausschreiben!

Siegfried, ich habe einen Schweizer Pass keiner hat mich gefragt ob ich den möchte, nur kraft meiner Geburt, nicht meiner Abstammung! Fremdsprachen kann man lernen, ich spreche über 7 in vier kann ich einigermaßen anständig schreiben.

Nationalität gibt es tatsächlich nicht, ein Blick in die Bewegungen der Menschen zur zeit der Völkerwanderung würde darüber Aufschluss geben, es ist reine Einbildung! Eine bekanntlich auch noch gefährliche! Russen sind alle vermischt, es gibt keine Nation Russen, genauso wenig wie Tataren! Das ist das Denken des 20 Jahrhunderts es lässt sich eigentlich sehr leicht Wiederlegen, wenn dies den jemand möchte! Ein reines Politikum, damit lassen sich Menschen prima manipulieren.
Ich finde japanische Trommeln genauso interessant, wie eine Oper von Verdi oder ein Theaterstück von Brecht! Kultur ist keine Frage der Nation, man hat sie oder eben nicht!
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Re:

von SandraR (21.02.2011, 19:16)
Uwe, die 1 Euro Jobs und vor allem Unternehmer die darauf eingehen, die halte ich tatsächlich für einen Skandal. Das ist moderne Sklaverei. Übrigens eine die einem leicht gemacht wird, das Jobzenter versucht jedem aber wirklich jedem Unternehmer 1 Eurojobber anzudrehen.

Wer allerdings einen solchen 1 Eurojobber nimmt sollte sich in meinen Augen schämen, dass ist kein Unternehmer sondern ein Ausbeuter!

Multitasking ist kein Neuwort:) Frauen haben von jeher diese Fähigkeit, links telefonieren, das Baby auf dem Arm und rühren noch in der Suppe. Das Stichwort heißt, a) querlesen und b) nur das was einem auch wirklich interessiert cheezygrin

Zu Gero, etwas hat sein Buch doch schon mal bewirkt, eine interessante Diskussion thumbbup
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Re:

von Goetkowski (21.02.2011, 19:57)
SandraR hat geschrieben:
Multitasking ist kein Neuwort:) Frauen haben von jeher diese Fähigkeit, links telefonieren, das Baby auf dem Arm und rühren noch in der Suppe. Das Stichwort heißt, a) querlesen und b) nur das was einem auch wirklich interessiert cheezygrin


Okay, Sandra,

doch da ich - bei aller Liebe zum schönen Geschlecht - den Frauen kein Privileg auf einen eigenen Entwicklungszweig zugestehen möchte, wage ich zu behaupten, dass die Männer ihnen in dieser Hinsicht in nichts nachstehen: In der einen Hand das Bierglas, in der anderen die Zigarette, quatschen sie völlig synchron vermeintlich hochgeistiges Zeug mit dem Thekennachbarn, während sie gebannt das Fußballspiel auf dem Kneipen-TV verfolgen :P .

Nee, nee, ich meinte da schon eher anspruchsvollere Tätigkeiten, die für sich allein eigentlich eine 100%ige Aufmerksamkeit einfordern. Es ist ganz einfach eine Werbemasche, dem Konsumenten "Honig ums Maul zu schmieren", indem man ihm suggeriert, er sei ein XXXL-Übermensch und könne sehr wohl alles Mögliche gleichzeitig tun. Nur damit man seinen Kram, für den der sowieso vollgestopfte Alltag normalerweise gar keine Zeit mehr ließe, an den Mann (oder die ohnehin "multitaskikomane" Frau) bringen kann.

Außerdem schlägt man so die berühmten zwei Fliegen mit einer Klappe, denn Ablenkung verhindert oft den Blick fürs Wesentliche ...

Gruß, Uwe
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Re:

von SandraR (21.02.2011, 20:52)
Das schöne am Internet ist, Werbung lässt sich ausblenden! cheezygrin
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