Kennt jemand einen wirklich günstigen POD Verlag?

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Corvinus
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Kennt jemand einen wirklich günstigen POD Verlag?

von Corvinus (07.08.2008, 20:00)
Hallo Foris...

Ich bin für ein Sonderprojekt auf der Suche nach einem guten POD Dienstleister, über den man eine Hardcoverausgabe zu einem ansatzweise vernünftigen Preis veröffentlichen kann.

Genre: Fantasy
Format: 13 x 19
Ausführung: Hardcover
Umfang: 340 Seiten

BOD scheidet absolut aus, da ein solches Buch für 26,95 Euro faktisch unverkäuflich wäre. Im Übrigen bei 34 Cent Autorenhonorar.

Shaker Media ist mit 23,95 Euro Verkaufspreis auch nicht viel besser, obwohl bei diesem Preis immerhin schon 1,50 Euro Autorenhonorar inbegriffen sind. Leider lässt sich der in der Onlinekalkulation nicht niedriger einstellen.

LuLu.com scheidet von vornherein aus. Hab da schon mal probeweise was veröffentlicht und hat mich qualitativ nicht im Ansatz überzeugt.

Ein Verkaufspreis von 19,95 Euro wäre das Höchste der Gefühle, mehr ist in diesem Genre für ein solches Buch einfach unrealistisch. Kennt jemand von Euch noch 2 oder 3 gute Anbieter?

LG
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battlefox
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Re:

von battlefox (07.08.2008, 20:13)
Die drei, die für dich ausscheiden sind leider die einzigen "Großen" in Dtld. die mir einfallen würden, und die sind schon verhältnismäßig günstig. Kleinere Anbieter sind oft teuerer, da sie sich eine Automatisierung wie BoD und co nicht leisten können.

Ist es vielleicht möglich, deinen Roman in mehreren Teilen zu veröffentlichen? Bei zwei Büchern je 170 Seiten lässt sich der Preis vielleicht unter 15 Euro drücken.
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frangsen
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Re:

von frangsen (07.08.2008, 20:36)
Die "Fritzen"

http://www.buchwerft.de/

machen gerade Werbung für sich auf unserer Startseite. Ich kenne sie nicht, auch wenn sie aus demselben Städtchen kommen. Sie scheinen günstig zu sein.

Gruß
Frankn

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hawepe
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Re:

von hawepe (07.08.2008, 20:47)
Hallo Frank,

frangsen hat geschrieben:
Sie scheinen günstig zu sein.


Ist aber kein echtes Book on demand, da man bestimmte Mengen abnehmen muss. Von ISBN und Buchhandelsanbindung habe ich nichts gefunden.

Ich denke, wesentlich billiger als bei Shaker geht es nicht. Vielleicht lassen sich irgendwo noch ein paar Cent sparen, aber hier geht es nicht um ein paar Cent, sondern um Euro.

Man muss einfach akzeptieren, dass der Digitaldruck derzeit noch deutlich teurer als der Offsetdruck kommt.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Corvinus
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Re:

von Corvinus (07.08.2008, 20:48)
battlefox hat geschrieben:
Ist es vielleicht möglich, deinen Roman in mehreren Teilen zu veröffentlichen? Bei zwei Büchern je 170 Seiten lässt sich der Preis vielleicht unter 15 Euro drücken.


thumbbup Nun, genau dies wäre eher ungünstig, weil es sich bereits um einen zweiteiligen Roman a' 260 Seiten handelt. Allerdings in Paperbackausführung zu einem Preis von jeweils 15,95 Euro. Günstiger gehts bei diesem Anbieter leider nicht.

Sinn und Ansatz dieses Projekts ist eben eine zusammengefasste Hardcoverausgabe zu einem ansatzweise vernünftigen Preis. Eine 340 Seiten Hardcoverausgabe verkauft sich aber nicht für 26,95 Euro.

www.buchwerft.de habe ich mir angeschaut. Ist nicht so ganz das Richtige und preislich auch eher uninteressant.

LG
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PvO
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Re:

von PvO (08.08.2008, 09:28)
Kennt jemand von Euch noch 2 oder 3 gute Anbieter?

Kennst du eine Eierlegendewollmilchsau?

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Zoba
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Re:

von Zoba (08.08.2008, 09:47)
Hi,

eine ISBN kannst du dir selbst kaufen, denn dann kannst du direkt bei den verschiedenen Druckereien nachhaken, bei welcher sich eine Kleinauflage recht kostengünstig verwirklichen ließe. Ab rund 800-1000 Exemplaren ist Offsetdruck für 1-2 Euro pro TB machbar, wenn du dein Manuskript vollständig vorbereitet abliefern kannst. Dies dürfte weit kostengünstiger als jeder POD-Verlag sein. Dazu mußt du natürlich sicher sein, daß sich das TB auch wenigstens in der Auflage verkauft, die dann den Break-Even-Punkt erreicht (z.B. Preis 11,90 ---> mindestens 100-150 verkaufte Exemplare).

Macht eine Bekannte von mir mit ihren Sachbüchern, die bei allen POD-Verlagen jenseits der 35 Euro kosten würden, so kann sie für knapp 15 Euro verkaufen und kann sogar dem Handel gute Margen anbieten.
Gruß,

Zoba

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Corvinus
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Re:

von Corvinus (08.08.2008, 10:05)
PvO hat geschrieben:
Kennst du eine Eierlegendewollmilchsau?


Nee. Du? thumbbup
Aber genau dies ist eben der Punkt, der mich bei Anbietern wie BOD so extrem stört. Es ist fast nicht möglich ein Buch zu einem halbwegs vernünftigen Preis zu verkaufen. Ein kleines 120 Seiten Taschenbuch im Paperbackformat ginge wohl noch für 7,95 Euro oder so, aber ein 340 Seiten Hardcoverroman darf dennoch nicht gleich 26,95 Euro kosten. Damit wird es so gut wie unverkäuflich. Was bei einem guten Sach- und Fachbuch durchaus machbar wäre, ist im Romanbereich eben ein absolutes NoGo.

Zoba hat geschrieben:
Auszug: ...eine ISBN kannst du dir selbst kaufen, denn dann kannst du direkt bei den verschiedenen Druckereien nachhaken, bei welcher sich eine Kleinauflage recht kostengünstig verwirklichen ließe...


Die Idee an sich ist sicher im Grunde nicht so verkehrt, aber auch nicht das was ich mir vorstelle. Ich möchte nicht unbedingt im Eigenverlag veröffentlichen. Mal abgesehen von den vielen zusätzlichen Problemchen die damit verbunden sind, fehlt einfach der Anschluss an die gängigen Vertriebskanäle. Hauptproblem bei dieser Art des Drucks ist ja nach wie vor, dass man meist gleich Unmengen abnehmen muss damit es sich preislich rechnet. Ist ja auch irgendwo verständlich.

Nein, ich suche schon nach einem POD Anbieter wie BOD oder Shaker Media, nur eben einen Hauch günstiger. Hab jetzt auch noch mal recht intensiv im Netz gegoogelt und bin auch nicht eben fündig geworden. Schätze mal, dass sich das nicht in dem Rahmen realisieren lässt.

Dennoch Danke für die Antworten zum Thema... thumbbup

LG
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Zoba
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Re:

von Zoba (08.08.2008, 10:14)
Hi,

du kannst dennoch über amazon.com, wahrscheinlich auch einige andere anbieten, wenn du eine ISBN hast. Amazon verlangt allerdings den kostenfreien Versand.

Meine Bekannte läßt immer eine Auflage von 1000 Stück drucken, sie vermarktet nur direkt und über Amazon. Die Druckereien mit denen sie zusammenarbeitet schieben gerne mal solche relativ kleinen Auflagen dazwischen wenn gerade nicht so wahnsinnig viel los ist und die Lagerhaltung ist bei 1000 Büchern auch nicht die große Mühe.

Das Problem ist, daß die Herstellungskosten für ein offsetgedrucktes TB bei Auflagen ab 800 Stück auf Preise unter 2 Euro/Exemplar sinken, während sie bei einem digitalgedruckten TB konstant bei rund 6 Euro liegen. Daher der hohe Preis.
Gruß,



Zoba



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Corvinus
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Re:

von Corvinus (08.08.2008, 10:54)
Vom Rechnerischen her betrachtet sicherlich eine Alternative. Aber mir fehlt ganz ehrlich der Platz um 1000 Exemplare zu lagern. Na ja, und die Kohle muss auch erstmal investiert sein. Ich hab von meinen Büchern durchaus auch schon ein paar verkauft, aber eine Auflage von 1000 Stück ist schon nicht von schlechten Eltern. Gerade in einem Nischengenre.

Wobei mich der mögliche Niedrigstpreis durchaus locken könnte. Mir selbst geht es ja nicht einmal darum an diesem Buchprojekt etwas zu verdienen. Genau genommen schreibe ich nach wie vor aus Spaß an der Freude. Aber so ein Hardcoverausgabe für unter 15 Euro auf den markt zu werfen würde mich schon durchaus reizen. ich geb es ehrlich zu...

;-) LG
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Frank-Freres
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Re:

von Frank-Freres (10.08.2008, 12:39)
Corvinus hat geschrieben:

Nein, ich suche schon nach einem POD Anbieter wie BOD oder Shaker Media, nur eben einen Hauch günstiger. Hab jetzt auch noch mal recht intensiv im Netz gegoogelt und bin auch nicht eben fündig geworden.
LG


@Corvinus

Hallo,

bei Shaker Media gibt es eine Option die Herstellkosten des Buches um 25% zu reduzieren. Eventuell klappt es so mit deiner Preisgestaltung.

Gruß

Frank
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (10.08.2008, 13:50)
Hi!

Ich habe jetzt den ganzen Thread durchgelesen ... und bin gerade wieder vom Teppichboden aufgestanden, auf den es mich geschmissen hat! cheezygrin

Du möchtest einen 340 Seiten (!) Roman als Hardcover (!!) im Format 13 x 19 cm (!!!) drucken und vertreiben lassen, bist aber nicht bereit, Konzessionen zu machen, damit die beteiligten Personen und Firmen ihre Kosten gedeckt bekommen und etwas Gewinn einstreichen? Ist das eine Folge der "Geiz ist geil"-Mentalität? :shock::

Nein, ernsthaft jetzt:

Wenn die Produktion preislich nicht passt, dann muss man die Rahmenbedingungen des Projektes ändern.

Die Herstellungskosten eine PoD-Buches beruhen auf der Seitenzahl. Das erste, was ich ändern würde - gerade bei einem Hardcover -, wäre die Seitengröße. 13 x 19 cm. Das ist in etwa das rororo-Taschenbuchformat und für ein Hardcover ziemlich unwürdig. Ich habe in meinem Bücherschrank eben die Hardcover vermessen. Die meisten haben eine Höhe von 21 cm. Da kommen wir schon in den Bereich des A5-Formates. Für die Seitenzahl bedeutet das eine Ersparnis von ca. 30 Prozent (habe ich mal mit einem Manuskript getestet). Für dein Buch wären das statt 340 Seiten noch etwa 250. Damit wäre bei BoD Norderstedt ein VK vom 22 Euro machbar. Shaker Media liegt etwa im gleichen Bereich.

Nächste Frage: Muss es unbedingt ein Hardcover sein?

Das Softcover lässt sich dann bereits für 13 Euro am Markt platzieren (BoD; Shaker liegt da etwas höher).

Ansonsten bleibt dir wohl nur der Weg über den Eigenverlag. 1.000 Stück Softcover mit 250 Seiten lassen sich problemlos für 4 Euro das Stück herstellen - dann musst du aber den Versand in die eigene Hand nehmen (also jene Arbeit machen, die ansonsten BoD oder Shaker übernehmen, für die du aber nicht das Geld zahlen willst).

Sorry, wenn ich das so sage, aber betriebswirtschaftliches Denken und Produktkalkulation sind nun mal ziemlich kalte Themen. Niedrige Kosten entstehen nur durch Massenproduktion. Die PoD-Variante in der Buchherstellung ist aber genau darauf nicht ausgelegt. Also schieß ein paar Tausend Euro vor für eine 1.000er Auflage und du hast niedrige Stückkosten.

Grüße
Siegfried

julia07
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Re:

von julia07 (10.08.2008, 18:28)
thumbbup
Bingo - das war der nötige Klartext!

LG,
Julia

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Corvinus
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Re:

von Corvinus (10.08.2008, 21:12)
@ Siegfried wow3 @Julia07 thumbbup

Sooooo, und nun holen wir erstmal wieder ganz tief Luft. Gelle? Denn das was da geschrieben wurde ist ein Stück weit Unsinn. Sorry, dass ich das jetzt mal so deutlich rüberbringen muss.

Punkt 1 )

Wenn Du meinst Dich wegen meiner durchaus realistischen Anfrage auf dem Boden wälzen zu müssen - okay. Aber was um Gottes Willen hat das mit betriebswirtschaftlichem Denken und Produktkalkulation zu tun. Als ob Firmen wie BOD oder Shaker Media an einem Hardvover für 19,99 Euro nicht noch genug verdienen würden. Da sehe ich dann schon eher, dass es mit Deinen Kenntnissen auf diesem Gebiet nicht all zu weit her sein kann.

Natürlich wollen die angebotenen Services der Verlage bezahlt sein. Ebenso wie die Vorkalkulation für den Buchhandelsrabatt. Aber ich hatte auch geschrieben, dass ich bis auf ein paar Cent auf die Autorenmarge verzichten würde. In Anbetracht der Realkosten von nur wenigen Euro pro Exemplar bleibt da noch gut satt für den Verlag übrig.

Punkt 2 )

Ja, es muss zwangsläufig ein Hardover sein, da es sich um die geplante Sonderausgabe eines Buches handelt, welches es bereits in 2 Teilen als Softcoverausgabe gibt.

Punkt 3 )

Die Formatangabe von 13 x 19 cm war leider ein Fehler meinerseits, welcher sich im Ursprung auf ein anderes Buchprojekt bezieht. Okay, das war etwas unglücklich gelaufen.

Das angestrebte Buchformat ist 13,5 x 21,5 cm. Im Übrigen für Hardcoverausgaben ein durchaus gängiges Format, zumindest wenn ich mir die zahlreichen Ausgaben von Tolkien, Bradley, Miles & Co in meinem Bücherregal anschau. A5 ist zwar durchaus auch gängig aber nun mal nicht das, was ich will. Und schon gar nicht, nur weil dann aus 340 Seiten plötzlich 250 werden.

Nun gut, aber wir können ja auch die Schriftgröße auf 8 runterschrauben, die Absätze und Kapitel weglassen und wo wir schon mal dabei sind auch gleich die echt gelungenen Illustrationen für die sich eine österreichische Künstlerin einige Monate Zeit genommen hat. Schmutztitel und dergleichen braucht auch keiner, also kämen wir bei Din A5 so bestimmt auf nicht mehr als 180 Seiten.

Nee, mal im ernst. das war hier nicht meine Frage... thumbbup
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (11.08.2008, 00:25)
Corvinus hat geschrieben:
@ Siegfried wow3 @Julia07 thumbbup

Sooooo, und nun holen wir erstmal wieder ganz tief Luft. Gelle? Denn das was da geschrieben wurde ist ein Stück weit Unsinn. Sorry, dass ich das jetzt mal so deutlich rüberbringen muss.

Punkt 1 )

Wenn Du meinst Dich wegen meiner durchaus realistischen Anfrage auf dem Boden wälzen zu müssen - okay. Aber was um Gottes Willen hat das mit betriebswirtschaftlichem Denken und Produktkalkulation zu tun. Als ob Firmen wie BOD oder Shaker Media an einem Hardvover für 19,99 Euro nicht noch genug verdienen würden. Da sehe ich dann schon eher, dass es mit Deinen Kenntnissen auf diesem Gebiet nicht all zu weit her sein kann.


Du kennst also die Kalkulationsalgoritmen von BoD und Shaker? Du kennst die Produktionskosten dieser Firmen für Buckblock, Umschlag, Bindung, AfA, Mitarbeiterkosten, kalkulatorische Gewinnspannen, Versandkosten, Großhandelskosten, Verwaltung usw. usw.? Ich nicht ... von daher hast du sicher Recht, dass es mit meinen Kenntnissen hier nicht allzu weit her ist.

Du sagst, dein Buch darf nicht mehr als 20 Euro kosten. Gut, nehmen wir die 20 Euro mal auseinander:

Fangen wir bei Vater Staat an. Der nimmt von gedruckten Werken nur 7 % MWSt. Das sind aber schon mal 1,31 Euro.

Der gewerbliche Buchhandel fordert ordentlich Rabatt ein, normalerweise 40 bis 50 % des Netto-Laden-Verkaufspreises. Wenn du also nicht selbst an den Endkunden vertreiben willst, musst du diese Marge in den Brutto-Laden-VK einpreisen. Da bedeutet, knapp die Hälfte deines Ladenpreises geht an den Buchhändler. Nehmen wir die goldene Mitte mit 45 % - das macht von den verbliebenen 18,69 Euro schon mal 8,41 Euro.

Der Grossist, der zwischen Verlag und Buchhandel liegt, hält für seine Arbeit ebenfalls seine Hand auf. Das dürften nochmal so 20 bis 30 Prozent vom Netto-Laden-VK sein. 25 % sind dann weitere 4,67 Euro.

Damit sind wir dann runter auf 5,61 Euro pro Exemplar. Das (!) ist die Einnahme, mit der der PoD-Verlag rechnen kann. Daraus müssen die Kosten für Druck von Buchblock und Umschlag, Bindung, AfA, Personalkosten, Verwaltung usw. bezahlt werden. Und ggf. die Marge für den Autor. Und es soll noch ein Gewinn hängen bleiben.

Und nun bitte ich um deine Gegenrechnung, wie deine Kalkulation für einen PoD-Verlag aussieht. Bin gespannt! cheezygrin

Corvinus hat geschrieben:
Natürlich wollen die angebotenen Services der Verlage bezahlt sein. Ebenso wie die Vorkalkulation für den Buchhandelsrabatt. Aber ich hatte auch geschrieben, dass ich bis auf ein paar Cent auf die Autorenmarge verzichten würde. In Anbetracht der Realkosten von nur wenigen Euro pro Exemplar bleibt da noch gut satt für den Verlag übrig.


Wie ich oben schon schrieb: Dann lass deine Verlags-Kalkulation mal hören! cheezygrin

Corvinus hat geschrieben:
A5 ist zwar durchaus auch gängig aber nun mal nicht das, was ich will. Und schon gar nicht, nur weil dann aus 340 Seiten plötzlich 250 werden.


Ich kann mich nur wiederholen: PoD-Herstellung basiert nun mal primär auf der Seitenzahl. Wenn man natürlich unbedingt viele kleine Seiten haben will, darf man sich nicht über die höheren Kosten beschweren!

Ansonsten hier eine Liste anderer PoD-Hersteller (wie gewünscht nicht BoD Norderstedt, Shaker Media und LuLu), zum Großteil aber ohne Vertriebsanbindung, d.h. Auflagenproduktion und Vertrieb durch den Autor selbst.

Anm.: Ich habe nicht geprüft, ob Hardcover überhaupt möglich sind:

http://www.1-2-buch.de
http://www.schaltungsdienst.de
http://www.ruckzuckbuch.de/
http://www.sdv.de/cms/de/druck/book_on_ ... index.html
http://www.book-on-demand.de/autoren.html
http://gicom.de/buchdruck/
http://www.wb-druck.de/
http://www.engelsdorfer-verlag.de/index.php
http://www.zengarten.com/
http://www.epubli.de/home

Alle Angaben ohne jede Garantie. Das sind ausschließlich Links zu mir bekannten Web-Seiten, die sich mit PoD befassen.

Grüße
Siegfried

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