Kennt sich jemand mit dem Veröffentlichen von Interviews aus?

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


Sophia182
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Kennt sich jemand mit dem Veröffentlichen von Interviews aus?

von Sophia182 (16.02.2020, 10:22)
Hallo, ich habe letztens das Buch Humans in New York: stories gelesen, in dem der Autor durch New York spaziert Leute interviewt, Fotos von ihnen macht und dann das was die Menschen ihm über ihr Leben erzählt haben mit ihrem Bild in einem Blog und in einem Buch veröffentlicht. Ich möchte gerne ein ähnliches Projekt machen. Meine Frage ist: reicht es, wenn man den Leuten sagt ich würde dich gerne interviewen und deine Worte in einem Buch veröffentlichen, bist du damit einverstanden oder muss die Person eine Erklärung ausfüllen in der sie alle Rechte an dem Text an den Autor abtritt? Mich würde die konkrete Vorgehensweise in Bezug auf den Text der Person interessieren, mir geht es nicht um das Bild der Person. Danke für jede professionelle, informierte Antwort!

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Monika K.
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Re: Kennt sich jemand mit dem Veröffentlichen von Interviews aus?

von Monika K. (16.02.2020, 10:47)
Sophia182 hat geschrieben:
Hallo, ich habe letztens das Buch Humans in New York: stories gelesen, in dem der Autor durch New York spaziert Leute interviewt, Fotos von ihnen macht und dann das was die Menschen ihm über ihr Leben erzählt haben mit ihrem Bild in einem Blog und in einem Buch veröffentlicht. Ich möchte gerne ein ähnliches Projekt machen. Meine Frage ist: reicht es, wenn man den Leuten sagt ich würde dich gerne interviewen und deine Worte in einem Buch veröffentlichen, bist du damit einverstanden oder muss die Person eine Erklärung ausfüllen in der sie alle Rechte an dem Text an den Autor abtritt? Mich würde die konkrete Vorgehensweise in Bezug auf den Text der Person interessieren, mir geht es nicht um das Bild der Person. Danke für jede professionelle, informierte Antwort!


Hallo Sophia,

ich habe selbst keinen journalistischen Hintergrund und bin auch keine Rechtsanwältin. Daher kann ich keine Rechtsberatung durchführen, sondern lediglich meine Meinung als Autorenkollegin äußern.

Ich würde mich niemals auf mündliche Absprachen verlassen. Erst recht nicht mit Fremden. Menschen hören manchmal nicht richtig zu oder überlegen es sich anschließend anders. Wer als Autor auf Nummer Sicher gehen möchte, lässt sich das Interview später sogar noch einmal von der jeweiligen Person absegnen. Da das Gesagte manchmal anders rüberkommt, als es ursprünglich gemeint war. Damit die Interviews nicht ihre Spontanität verlieren, kannst du den Papierkram, sofern du dich für ihn entscheidest, anschließend vorlegen. Wer sich davon plötzlich abschrecken lässt, will jedoch auch nicht wirklich in einem Buch zitiert werden.


Viele Grüße
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)


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