Kosten

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Siegfried
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Re: Kosten

von Siegfried (26.11.2020, 13:45)
Lies das hier

https://neinzudruckkostenzuschussverlag ... ge_53.html

zur Unterscheidung von DKZV (der Novum Verlag steht auf dieser Liste) und Autoren-Dienstleistern, die z. B. durch Vergabe einer kostenlosen ISBN entsprechend im Buch-Impressum genannt werden müssen
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Eloquenia
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Re: Kosten

von Eloquenia (31.12.2020, 11:16)
OK, der Verlag steht auf dieser Liste, ändert meiner Meinung aber nichts daran, dass ein Druckkostenzuschussverlag eine etwas besserer Copyshop ist. Man gibt sein Manuskript ab, bezahlt für den Druck und bekommt dann am Ende das wieder, was man zum Drucken abgegeben hat.

Wenn sich jetzt im Vorfeld jemand um einem kümmert und diverse Hilfestellungen anbiete, für die man bezahlt, hat das meiner Meinung nach aber wenig mit einem Druckkostenzuschussverlag zu tun. Wenn ich jetzt alleine ein Buch veröffentlichen möchte, muss ich für all die Dienstleistungen, die mir da so angeboten werden ja auch bezahlen. Da gibt es ja auch keinen Aufschrei. Ich gehe zum Lektor und bezahle für seine Leistung. Am Ende bekomme ich ein lektoriertes Manuskript zurück. Dann gehe ich zum Grafiker und lasse mir ein Coverbild anfertigen und eventuell auch noch das ein oder andere Bild für das Buch selbst. Ich bezahle und bekomme dann die Bilder, idealerweise gleich eingefügt ins Manuskript. Auch hier würde niemand sagen, nicht zahlen, das gibt es auch gratis.
Ich finde es halt ein wenig scheinheilig immer zu betonen, es darf nichts kosten, das kann man selbst auch machen. Wenn man das immer wieder betont glauben die Menschen wirklich irgendwann man muss den Lektor nicht bezahlen. Für mich geht man hier nicht offen mit der Sache um.
Wieso sagt man nicht, die Ideallösung ist, einen Verlag zu finden, der alles für einem macht und man zahlt anfangs nichts dafür. Dafür bekommt der Verlag dann eben etwas ab. Es ist schwer einen Verlag zu finden also gibt es auch noch andere Möglichketen. Dann erklärt man was ein Literaturagent macht, erklärt wo der Unterschied zwischen einen Dienstleistungsverlag und einem Druckkostenzuschussverlag ist und lässt es dann dem mündigen Menschen über sich zu entscheiden. Dann kann man gerne noch seine persönliche Meinung anfügen wenn es sein muss.
Aber was macht man stattdessen: Man preist einen einzigen Weg an, den so nur sehr wenige Menschen gehen.
Das wäre so als würde man sagen: "Du wirst kein Profisportler also darfst du auch kein Geld dafür zahlen ins Schwimmbad gelassen zu werden, für die Skikarte, die dich auf den Berg bringt oder für die Reservierung des Tennisplatzes.
Das Leben ist nicht vorbei wenn man bei einem Verlag nicht genommen wird und eventuell gibt es ja auch Menschen, die dann nicht resignieren. Niemand würde auf die Idee kommen einen jungen Menschen zu sagen, hör auf mit dem Sport, du wirst kein Profi also lass es ganz sein.
Tut mir leid, dass ich es so sehe aber ich erkenne da nicht so einen großen Unterschied.

Streusalzwiese
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Re: Kosten

von Streusalzwiese (31.12.2020, 15:39)
Eloquenia hat geschrieben:
Das wäre so als würde man sagen: "Du wirst kein Profisportler also darfst du auch kein Geld dafür zahlen ins Schwimmbad gelassen zu werden, für die Skikarte, die dich auf den Berg bringt oder für die Reservierung des Tennisplatzes.
Das Leben ist nicht vorbei wenn man bei einem Verlag nicht genommen wird und eventuell gibt es ja auch Menschen, die dann nicht resignieren. Niemand würde auf die Idee kommen einen jungen Menschen zu sagen, hör auf mit dem Sport, du wirst kein Profi also lass es ganz sein.
Tut mir leid, dass ich es so sehe aber ich erkenne da nicht so einen großen Unterschied.


Dieser Vergleich hinkt gewaltig. Niemand verbietet jemandem das Schreiben. Jeder kann auch bei DKZVen seine Bücher herausbringen. Aber genauso wie keiner Geld bezahlt um Nicht-Profi-Schwimmern beim Planschen zuzusehen, so wird sich auch der Verkaufserfolg der Nicht-Profi-Autoren in sehr, sehr engen Grenzen halten. Aber das sagen die DKZV ihren potentiellen Autoren nicht, sondern machen ihnen Hoffnung auf einen Verkaufserfolg. Und genau da wird dieses Geschäftsmodell unseriös.

Eloquenia
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Re: Kosten

von Eloquenia (08.01.2021, 12:31)
Streusalzwiese hat geschrieben:
Dieser Vergleich hinkt gewaltig. Niemand verbietet jemandem das Schreiben. Jeder kann auch bei DKZVen seine Bücher herausbringen. Aber genauso wie keiner Geld bezahlt um Nicht-Profi-Schwimmern beim Planschen zuzusehen, so wird sich auch der Verkaufserfolg der Nicht-Profi-Autoren in sehr, sehr engen Grenzen halten. Aber das sagen die DKZV ihren potentiellen Autoren nicht, sondern machen ihnen Hoffnung auf einen Verkaufserfolg. Und genau da wird dieses Geschäftsmodell unseriös.


Auch bei Veranstaltungen des Breitensports zahlt man Eintritt. Man denke nur an die vielen Fußballspiele am Land und in den unteren Klassen. Auch bei Laufbewerben für Amateure muss man Startgeld zahlen... Also so hinken tut der Vergleich nicht.
Eben genau wie beim Breitensport oder im Amateurbereich, sind es eventuell ja andere Gründe wieso man das ausübt, was einem Spaß macht. Ich finde man sollte sich nicht immer aufs Geld konzentrieren - da gibt es sicher noch ganz andere Beweggründe um einen Sport auszuüben oder eben um zu schreiben.

Ich bin vollkommen bei dir, man sollte den Autoren klar sagen, ich finde dein Buch gut oder auch nicht, ich weiß aber nicht, ob du mit deinen Möglichkeiten viel "Erfolg" haben wirst (Und hier redet man dann ja nur von finanziellem Erfolg). Wenn es einen das aber wert ist, soll man das doch machen. Hier hat man ja die Menschen schon genug darüber aufgeklärt welche Möglichkeiten es gibt, da kann ich ihnen dann auch zugestehen, dass sie für sie die Entscheidung treffen können. Aber wo gehen den Verkäufer in anderen Bereichen nicht diese Versprechungen ein? Also bis zu einem gewissen Grad kann ich das nachvollziehen. Auch weil ich sehr stark an mündige Menschen glaube.
Ich denke da viel eher, dass die übertriebenen Vorstellungen der Autoren "Schuld" an der negativen Stimmung gegenüber DKZV oder Dienstleistungsverlagen ist. Ich denke nicht, dass beim Novum Verlag oder anderen Verlagen dieser Richtung bewusst jeder getäuscht wird. Wobei es da sicherlich wie auch überall anders schwarze Schafe geben wird.

Vielleicht geht es den Menschen ja dann auch eher um den Austausch auf ihren Lesungen, um mal auf eine Buchmesse zu gehen oder auch nur um in Foren sagen zu können, ich hab auch ein Buch veröffentlicht. Viele wollen eventuell mal die Erfahrung machen wie es ist, vielleicht glauben sie auch anderen nicht, die eben schreiben, man soll es lieben sein lassen und wollen ihre eigenen Erfahrungen machen. Ich finde da gibt es ja viele Gründe wieso man es macht.

Ich finde man sollte die Menschen aufklären, die Entscheidung sollte man ihnen dann selbst überlassen . Auch weil man ja meist nicht wirklich die Beweggründe weiß. Wenn man dann am Ende sagt, es war eine gute Erfahrung, für die ich eben etwas bezahlt habe, ist es dann so wie ein Urlaub oder sonstige Freizeitaktivitäten für die man bezahlen muss. Dort gibt es aber nicht die kleine Möglichkeit wirklich einen Erfolg zu haben.

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Monika K.
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Re: Kosten

von Monika K. (08.01.2021, 12:51)
Eloquenia hat geschrieben:
Ich finde man sollte die Menschen aufklären, die Entscheidung sollte man ihnen dann selbst überlassen.


Bevor hier ein Missverständnis entsteht: Du als Autor(in), der/die sich hier mit uns austauschen möchte, brauchst keine Erlaubnis der anderen Mitglieder des BoD-Autorenpools, wenn du mit deinem Buch zu einem Druckkostenzuschussverlag gehen möchtest. Sollte bei dir vor Jahren dieser Eindruck entstanden sein und solltest du allein aus diesem Grund seit Jahren ungeduldig auf unsere Freigabe dieses Vorhabens gewartet haben, dann tut mir das aufrichtig leid. angle: wow3 Selbstverständlich darfst du mit deinem Buch tun und lassen, was du willst. Wer sich jedoch bereits vor Jahren gegen eine Veröffentlichung bei BoD entschieden hat, muss sich die Frage gefallen lassen: Was willst du hier eigentlich von uns? angle:

Ich wünsche dir und deinem Werk dort alles Gute! Tschö mit ö! wow3
Monika
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parana
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Re: Kosten

von parana (17.01.2021, 21:15)
Hallo, danke euch nochmal für die Antworten und verzeiht mir meine verspätete Rückmeldung. :-)

Monika K., alles klar, jetzt kenne ich mich ein Stückchen besser aus. Also zumindest eines haben die drei Verlagsvarianten gemein: sie bieten Autoren Unterstützung und helfen beim Veröffentlichen der Bücher – bzw. auch die Verlage möchten, dass sich das Buch verkauft… also ganz allgemein formuliert. :-) Natürlich gibt es dann je nach Verlagsart auch kleinere und größere Unterschiede. Aber da kennt ihr euch als Experten und Expertinnen ja besser aus. :-)

Eloquenia, mit den von dir erwähnten Dienstleistungen meintest du wohl Schreibkurse usw.? Dass Korrektorat und Lektorat usw. angeboten werden, ist, glaube ich, bei Verlagen gang und gäbe. Und das sollte man meiner Meinung nach auf jeden Fall in Anspruch nehmen, wenn man ein „schönes“ Buch haben möchte…also ich würde das jedenfalls machen… Denn ein Buch mit Grammatik-, Rechtsschreib- und Tippfehlern etc. wirkt ja alles andere als professionell – gut, die mag es ja auch geben (und vom Inhalt her sind da sicherlich auch spannende Ideen dabei), aber dann ist es sehr wahrscheinlich, dass der Autor/die Autorin das Manuskript nur einmal jemanden (vermutlich einen Bekannten, der immer gut in Deutsch war… :-)) zum Durchlesen geschickt hat. :-)
Und schon klar, dass Dienstleistungen wie jene von einem Grafiker oder Lektor nicht umsonst angeboten werden…das ist aber sicher bei keinem der vorhandenen Geschäftsmodelle so… auf den ersten Blick scheint es natürlich verlockender zu sein, wenn man dafür nicht aufkommen muss, aber an anderer Stelle wird das wieder kompensiert werden müssen… ich stelle mir vor, das ist so wie bei einem Handyvertrag, wo man das Handy gratis dazu bekommt… oder man holt sich einen anderen Vertrag, holt sich sein eigenes Handy, ist dann aber ungebunden und spart an anderer Stelle… beides hat seine Vorteile und Nachteile…okay, vielleicht ist das Beispiel jetzt nicht eins zu eins auf das Veröffentlichen von Büchern übertragbar, aber ich kann mir vorstellen, dass das eben mehr oder weniger die Unterschiede zu den hier erwähnten Verlagsvarianten sind. :-)

Siegfried, ok, ich glaube, ich habe da etwas falsch verstanden...Wie gesagt, ich habe ja mit dem Buch veröffentlichen so gut wie keine Erfahrungen – also verzeiht mir meine vielleicht sehr allgemeinen Fragen, aber es interessiert mich trotzdem brennend… :-): Nun…wenn man jetzt zum Beispiel bei BoD ein Buch veröffentlichen will, dann wird das Buch überhaupt nicht gedruckt, sondern es wird erst gedruckt, wenn es jemand online bestellt? Das heißt man muss eigentlich ausschließlich Werbung übers Internet machen? So weit, so gut…Aber wie funktioniert das dann für Bücher im Handel, die man hier veröffentlicht? Bestellt die dann der Handel selbst oder wie findet man die in „Echt“? Also ich stelle mir vor, so richtig präsent kann man ja dann gar nicht im Handel mit seinem Buch sein, wenn es gar nicht gedruckt in den Bücherregalen zu finden ist?
Oder mache ich beim Denken einen Sprung und übersehe irgendetwas? Natürlich ist man als Autor wesentlich präsenter, wenn man es in die Bücherregale von Geschäften schafft… ins Internet, behaupte ich jetzt mal, kann ja jeder sein Buch reinstellen… heißt natürlich alles andere, dass es professionell aufgemacht worden ist…also Bücher in Buchläden sind von der Qualität her sicher um einiges besser als jetzt Bücher, die es nur im Internet gibt, oder?

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Volker Meyer
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Re: Kosten

von Volker Meyer (17.01.2021, 22:25)
Ich bin mir ziemlich sicher welche Bücher mehrheitlich kaum in den Handel gelangen, einfach weil die Geschäftsidee es meiner Meinung nach gar nicht zwingend vorsieht bzw. nötig hat und das sind die "Bücher" der DKZV.
Mit absoluter Sicherheit kann man allerdings gedruckte Bücher von BoD überall im Handel erwerben, ganz einfach weil deren Geschäftsidee einzig damit Erträge erwirtschaften kann.

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Monika K.
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Re: Kosten

von Monika K. (18.01.2021, 08:01)
Zum Glück steckt hinter all den Profilen, die hier über Monate und Jahre hinweg mit jeweils mehrwöchigem Abstand "harmlose" Fragen zu DKZV stellen oder DKZV verharmlosen, ganz offensichtlich der DKZV selbst, der im Gegensatz zu BoD solch alberne Aktionen nötig zu haben scheint. Daher besteht von meiner Seite erst dann wieder Diskussionsbedarf wenn eine reale Person, die ein tatsächlich existierendes Manuskript veröffentlichen möchte, das Thema aufgreift. dozey:

Don't feed the troll.
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Volker Meyer
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Re: Kosten

von Volker Meyer (18.01.2021, 14:50)
Dem kann ich mich nur anschließen.

Eloquenia
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Re: Kosten

von Eloquenia (13.02.2021, 12:20)
Ich brauche gar keine Freigabe aber das lesen ja auch andere Menschen, die vielleicht gerade in Erwägung ziehen ein Buch zu veröffentlichen. Dann liest man meist nur davon, dass man ja kein Geld zahlen sollte, es ist ja eigentlich ganz anders. Man wird ja quasi mit Geld zugeschüttet. Da verschweigt man dann schon, dass es nur für 1% Realität wird. Da werden ja auch völlig realitätsferne Erwartungen geschürt.
Dann erwähnt man halt Selfpublishing. Das ist auch super. Keiner sagt aber, dass ich auch selbst für die Leistungen, die ein Buch nunmal braucht, sorgen muss. Selbst wenn man ein PDF ins Internet stellt sollte man ja zumindest erwähnen, es wäre gut wenn man da jemanden professionell drüberlesen lassen würde. Kann man natürlich auch nicht machen, dementsprechend werden dann eben die Ergebnisse sein. Dann ist man sich aber klar, hier ist die Qualität des Autors Schuld daran.
Geht man aber zu einem Verlag, bei dem man für die Dienstleistungen bezahlt. Ist das nicht ok. Man zahlt ja schließlich nicht für irgendwelche Leistungen. Wer macht das denn schon? Dabei lässt man ganz aus, man bekommt eben dort Lektor und Grafiker und was man sonst noch will. Da ist dann eine Bezahlung nicht angebracht. Hier ist einfach noch kein Unterschied auch wenn man sich das immer einreden möchte. Wenn hier dann die Qualität des Autors oder der Geschichte nicht passen sollte, ist plötzlich der Verlag Schuld. Warum denn bitte? Hier wird einem ja nur die Möglichkeit gegeben seine Geschichte zu veröffentlichen. Wenn also das jemand machen will, soll er es doch machen.

Wenn also jetzt jemand sagt, ja wir veröffentlichen dein Buch, heißt das ja nicht, dass daraus ein Erfolg werden muss. Man nimmt hier aber immer an, Veröffentlichung = Erfolg, Ruhm, Reichtum,... Das ist doch nicht der Fall. Und wenn dann eben die eigenen, völlig überzogenen Erwartungen nicht eintreten, ist jemand anders dafür verantwortlich. Hier kann ich doch niemandem außer dem Autor selbst Schuld geben.
Mir sind doch die Verlage dahinter vollkommen egal aber hier muss man doch sehen, dass die Vorstellungen der Autoren völlig überzogen sind. Und weil hier eben noch jemand anderes beteiligt ist im Gegensatz zu Selfpublishing, gibt man eben dieser Person die Schuld. Da sollte man doch viel besser die Erwartungen der Menschen bremsen als sie auch noch anstacheln und noch unterstützen in ihrem Wahn, alle anderen seien schuld.

Von mir aus kann man ja auch sagen, die Bücher kommen selten in den Handel. Aber das ist dann solch nicht die Schuld des Verlages. Die Geschichte, das Buch des Autors entscheidet ja darüber ob es jemand lesen möchte oder nicht. Und wenn sich dann halt überraschenderweise niemand für das Paarungsverhalten der Nachtschnecke interessiert, verkauft es sich eben auch nicht. Hier kann ich dem Verlag ja nicht die Schuld geben. Was soll er denn machen? Bücher selbst kaufen wie einige Stars damit man auf den Bestsellerlisten nach oben geht, Millionen an PR ausgeben damit es irgendwer lest? Auf dieser Ebene hängt nunmal alles von der Qualität der Geschichte ab. Stimmt die, verkauft sich das Buch, stimmt die nicht, liegt das Buch in irgendeinem Keller und verstaubt.

Ich sehe halt lange über die Äußerungen anderer hinweg, wenn man das aber immer wieder liest, schreibt man halt mal was. Irgendwann wirds halt zu viel.
Ich verstehe die Aufregung nicht. Ich sage nicht Verlag XY ist besser als alle anderen, alle müssen dort veröffentlichen und poste Links zu irgendwem. Mir geht es nur darum zu zeigen, die eine Seite hat nur Vorteile, die andere Seite nur Nachteile. Aber ich denke wenn man das nicht erkennen möchte, ist es halt ziemlich leicht wiedermal allen anderen die Schuld zu geben.

Gottfried M.
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Re: Kosten

von Gottfried M. (23.02.2021, 08:56)
Ich habe gleiche Erfahrung gemacht, daß daß Self-Publishing auf konventionelle Art und Weise viel zu teuer ist.
Als Hobby-Autor schreibe ich gerne über Dinge, die mich aktuell beschäftigen.
In den letzten Jahren habe ich einige kleinere Bücher über Religion geschrieben. Allen voran das Christentum.
Da das Publizieren mir zu teuer ist, habe ich beschlossen meine Bücher kostenfrei online zu stellen.
Einige aktuelle zum Thema "Ist Jesus Gott" und "Antworten aus der Bibel zu den grundlegenden Fragen des Christentums" finden sich hier: http://www.ist-jesus-gott.de
Dies soll keine Werbung sein, sondern lediglich eine Beschreibung wie ich daß handhabe.
Ihr könnt mir gerne Feedback dazu geben, was ihr davon denkt.
In der Tat ist es so, daß sich mit Büchern, als kleiner Autor kaum Geld verdienen läßt, was die Kosten der Publizierung decken würde.

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Siegfried
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Re: Kosten

von Siegfried (23.02.2021, 10:23)
Gottfried M. hat geschrieben:
Da das Publizieren mir zu teuer ist, habe ich beschlossen meine Bücher kostenfrei online zu stellen.


Eine Einmal-Zahlung von 19,- Euro für die Gegenleistung, eine ISBN zu bekommen, im Verzeichnis lieferbarer Bücher zu stehen, für die Bestückung der Landesbibliothek sowie der Deutschen Nationalbibliothek, für den Versand des fertigen Buches an den Handel oder an den Endverbraucher, für das Eintreiben von Geld bei säumigen Zahlern - das ist zu teuer?

Welcher Geldwert wäre für diese Aktivitäten angemessen? 5,- Euro? 2,- Euro? Gar nichts?

Erinnert mich irgendwie an den Werbeslogan der Elektronikhandelskette Saturn, der von 2002 bis 2011 benutzt wurde:
G... i.. g...!

Oder ist es doch nur ein Werbeversuch für das eigene Buch? :twisted:

Kopfschüttelnde Grüße

Siegfried
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parana
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Re: Kosten

von parana (25.02.2021, 11:39)
Volker, darf ich mal fragen, wie das dann abläuft, wenn man hier ein Buch drucken lässt… Wie kommt es dann in den Handel? Muss man sich darum selbst kümmern oder erledigt das dann der Verlag von selbst? Denn ich dachte eigentlich, dass man hier nur ein gedrucktes Buch bekommen würde bzw. es bei Bestellung erst gedruckt wird.
Ich werde mich generell das nächste Mal im Buchhandel, wenn sie endlich wieder offen haben, mit den Verlagen beschäftigen… vielleicht finde ich ja sogar das ein oder andere Buch, das von einem Dienstleistungsverlag oder im Selbstverlag veröffentlicht worden ist.

Monika, ich habe zur Zeit weder das Ziel, ein Buch in den Handel zu bringen, noch in der Zukunft professioneller Autor zu werden. Aber generell interessiert es mich, was hinter einem Buch steckt. Deswegen habe ich hier mal nachgefragt. Und ich bin wirklich überrascht, wie viel Arbeit dahinter steckt! Ich ziehe vor euch allen meinen Hut. ;-)

Eloquenia, ob das Buch ein Erfolg wird, weiß ja am Anfang niemand, egal ob man das im Selbstverlag oder bei einem professionellen Verlag veröffentlichen lässt. Das kann einem ja auch niemand garantieren und das würde ich unseriös finden. Wie soll man das auch wissen können!? Das kann man ja im Vorhinein nicht wissen, ob das Buch ein Erfolg wird oder nicht. Aber man kann natürlich gewisse Punkte beachten, die eventuell zu einem größeren Erfolgserlebnis führen können. Das sind eben so Dienstleistungen wie Lektorat, Korrektorat, Stilverbesserungen im Allgemeinen, Cover, und so weiter und so fort. Wenn also, sagen wir, der Rahmen passt, dann kann natürlich aus dem Buch ein Erfolg werden. Aber wir haben ja auch schon mal gesehen, dass selbst Bücher, die noch verbesserungswürdig waren, auch ein Erfolg wurden. Bei Kritikern kommt das Buch zwar dann nicht gut an, aber wenn es der großen Leserschaft gefällt, dann hat man ja in gewisser Art und Weise sein Ziel erreicht, wenn man vorhatte, eine große Leserschaft mit dem Buch zu begeistern. Es hängt natürlich immer davon ab, was man erreichen möchte. Ein Wissenschaftler hat etwas anderes vor den Augen als jetzt einen Belletristik-Autor zum Beispiel.
Generell finde ich es gut, dass du das hier alles sehr differenziert siehst, und du wirklich jedes einzelne Angebot abwägst. So kann man dann aber auch eher sicherstellen, dass für sich bestpassende Angebot zu finden.

Gottfried, das heißt, du hast dein Buch einfach veröffentlicht, ohne ein professionelles Lektorat oder Korrektorat durchgeführt zu haben? Wie fühlst du dich dabei, wenn du so ein Manuskript ins Internet hochlädst? Immerhin hättest du ja auch deinen „Namen zu verlieren“, wenn man so will…Wie ich sehe, würdest du dir auch wünschen, Feedback zu bekommen. Das ist natürlich dann auch ein Abwägen, wie viel Zeit und Lust man hat, im Endeffekt in das Buch reinzustecken. Wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist, dann ist alles gut. Aber wenn du merkst, dass noch Verbesserungspotenzial da ist, dann wäre wohl ein professionelles Lektorat unumgänglich.

Siegfried, im Verzeichnis lieferbarer Bücher zu stehen, hilft einem ja auch nicht wahnsinnig weiter, seine Bücher zu verkaufen, oder. Das würde ja dann nur online funktionieren und man müsste schon irgendwie im Vorhinein auf das Buch aufmerksam geworden sein? Oder übersehe ich hier etwas?

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Siegfried
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Re: Kosten

von Siegfried (25.02.2021, 12:13)
parana hat geschrieben:
Volker, darf ich mal fragen, wie das dann abläuft, wenn man hier ein Buch drucken lässt… Wie kommt es dann in den Handel? Muss man sich darum selbst kümmern oder erledigt das dann der Verlag von selbst? Denn ich dachte eigentlich, dass man hier nur ein gedrucktes Buch bekommen würde bzw. es bei Bestellung erst gedruckt wird.
Ich werde mich generell das nächste Mal im Buchhandel, wenn sie endlich wieder offen haben, mit den Verlagen beschäftigen… vielleicht finde ich ja sogar das ein oder andere Buch, das von einem Dienstleistungsverlag oder im Selbstverlag veröffentlicht worden ist.


Ich bin zwar nicht Volker, aber:

Du schreibst ein Manuskript.
Du bereitest das Manuskript so auf, dass es gedruckt werden kann (inkl Titelei - also Bucheinleitung)
Du besorgst dir eine druckfähige Buchumschlagdatei (selber machen, kaufen oder erstellen lassen)
Du schließt einen Vertrag mit BoD ab (eigentlich zwei: Einen Autorenvertrag und einen Buchvertrag)
Du lädtst Buchdatei und Umschlagdatei auf den BoD-Server hoch
BoD nimmt deine Dateien und spielt sie auf die Druckmaschinen ein
BoD meldet dein Buch im VLB an und versorgt die Deutsche Nationalbibliothek (plus Landesbibliothek, wenn erforderlich)
BoD druckt das Buch und liefert an Kunden, wenn eine Buchbestellung eingeht (von Privat oder vom Buchhändler)
BoD nimmt Remissionsexemplare zurück.
BoD rechnet mit Besteller (Privat oder Buchhändler) ab
BoD rechnet mit Autor/in die Tantieme ab und überweist das Geld

Du hast mit dem Verkauf nichts zu tun.

Ist doch was, oder? cheezygrin


parana hat geschrieben:
Siegfried, im Verzeichnis lieferbarer Bücher zu stehen, hilft einem ja auch nicht wahnsinnig weiter, seine Bücher zu verkaufen, oder. Das würde ja dann nur online funktionieren und man müsste schon irgendwie im Vorhinein auf das Buch aufmerksam geworden sein? Oder übersehe ich hier etwas?


Wenn ein Kunde in einen Buchladen geht und ein bestimmtes Buch haben will. das weder im Regal noch im Lager steht, was macht dann der Buchhändler?
Er schaut im Infosystem nach, ob es das Buch überhaupt gibt und ob es lieferbar ist (im Unterschied zum Antiquariat). Ist es im Verzeichnis lieferbarer Bücher vorhanden, kann der Buchhändler das Buch bestellen. Wie soll es sonst laufen?

Der Eintrag im VLB ist also elementar wichtig.

Sonnige GRüße

Siegfried
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