Kostenlose Fotos fürs Cover

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Monika K.
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Kostenlose Fotos fürs Cover

von Monika K. (20.10.2017, 15:01)
Hallo, ihr Lieben!

Eine liebe Freundin sucht eine zuverlässige Quelle für gemeinfreie Fotos, die man kostenlos für die Covergestaltung verwenden darf. Gibt es das überhaupt, oder ist das immer mit einem gewissen Risiko verbunden? Sie benötigt Bilder von historischen Persönlichkeiten um 1800. Habt ihr ein paar Tipps für sie? Was muss man dabei beachten?

Viele Grüße
Monika
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mtg
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Re: Kostenlose Fotos fürs Cover

von mtg (20.10.2017, 15:21)
Müssen die Personen historisch bedeutsam sein oder genügt die zeitgenössische Darstellung? Die Daguerreotypie wurde ja erst um 1840 herum erfunden … aber vielleicht hilft ein Blick ins Famiilienalbum? Ich hab z.B. ein Album meiner Großmutter mit Fotos von Leuten, die ich nicht ansatzweise zuordnen kann. Oder man geht zum Trödler – da gibt es auch oft Fotos.

Franz Hose
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Re: Kostenlose Fotos fürs Cover

von Franz Hose (20.10.2017, 15:26)
Ich erinnerte mich an diesen Artikel:

"Nicht nur kostenlos, sondern frei: Zehn Anlaufstellen für Bilder im Netz"
https://irights.info/artikel/nicht-nur- ... netz/22457

Vielleicht nutzt er was.

Monika K.
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Re: Kostenlose Fotos fürs Cover

von Monika K. (20.10.2017, 15:33)
Vielen Dank für den Link, Franz Hose! thumbbup Den schaue ich mir gleich mal genauer an.

Matthias, es geht sogar um ein paar ganz bestimmte historische Persönlichkeiten, von denen das Buch handelt. Näheres möchte ich lieber nicht verraten. Ich erwähnte es, damit klar ist, dass sie keine Katzenbilder braucht. Aber nehmen wir als Beispiel einfach mal Napoleon.

Vielen Dank für eure Antworten!

Monika
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mtg
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Re: Kostenlose Fotos fürs Cover

von mtg (20.10.2017, 15:37)
Monika K. hat geschrieben:
Aber nehmen wir als Beispiel einfach mal Napoleon.

Sollte es hier ein Foto geben, dürften die 70 Jahre Urheberrechtsschutz des Fotografen knapp abgelaufen sein :-)

Monika K.
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Re: Kostenlose Fotos fürs Cover

von Monika K. (20.10.2017, 16:57)
mtg hat geschrieben:
Sollte es hier ein Foto geben, dürften die 70 Jahre Urheberrechtsschutz des Fotografen knapp abgelaufen sein :-)

:lol: Da dürftest du Recht haben, aber ohne meinen Taschenrechner bin ich natürlich verloren. zwinker::
Nein, es ist sicherlich klar, dass es um ein Foto eines Portraits geht, das im Original natürlich ein Gemälde ist. Wie würdest du vorgehen, wenn ein Kunde eine Biografie über Napoleons Flegeljahre geschrieben hat und bei dir ein Cover bestellt? Oder ist die Frage zu persönlich? Ich erwarte natürlich nicht, dass du Berufsgeheimnisse verrätst.

Den Link von Franz Hose werde ich auf jeden Fall weiterleiten. Vielleicht wird sie dort ja fündig.

Viele Grüße
Monika
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mtg
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Re: Kostenlose Fotos fürs Cover

von mtg (20.10.2017, 17:13)
Monika K. hat geschrieben:
Nein, es ist sicherlich klar, dass es um ein Foto eines Portraits geht, das im Original natürlich ein Gemälde ist. Wie würdest du vorgehen, wenn ein Kunde eine Biografie über Napoleons Flegeljahre geschrieben hat und bei dir ein Cover bestellt? Oder ist die Frage zu persönlich? Ich erwarte natürlich nicht, dass du Berufsgeheimnisse verrätst.


Wir hatten hier mal die Diskussion um einen historischen Roman, bei dem ein User – ich lasse den Namen mal weg – der festen Überzeugung war, man könne ein x-beliebiges Portrait nehmen, da ja eh keiner wisse, wie die (lokal bedeutende) Dame ausgesehen habe. Das sehe ich komplett anders. Wenn ich einen Roman oder ein Buch allgemein über Fritzchen Müller schreibe, muss Fritzchen Müller aufs Cover, oder – wenn es keine Abbildung von ihm gibt – eine typische Szene aus der Zeit, in der das Buch spielt. Klaus Meyer aufs Cover zu setzen und als Fritzchen Müller zu verkaufen, halte ich für wenig professionell – und auch eine Herabwürdigung der eigenen Arbeit. Schließlich hat man viel Zeit für Recherche und Schreiben über eine bestimmte Person aufgewendet und macht dann am Schluss – beim Cover – plötzlich faule Kompromisse.

Bei den napoleonischen Flegeljahren könnte ich mir also alternativ auch eine frivole Zeichnung jener Zeit aus Frankreich (oder wo immer der Bengel herumgeflegelt hat) vorstellen. Ich habe bei meinem Buch über die Kirche in Solingen-Wald übrigens das Faksimile einer zeitgenössischen Zeichnung des Architekten drin, bezeichnet mit »nach einer Zeichnung von xy«. Denn auch bei einem abfotografierten Gemälde ist das Gemälde das größere Kunstwerk.

Übrigens geht es hier nicht um Berufsgeheimnisse. Jedes Cover hat andere Ansprüche und andere Herangehensweisen. Covergestaltung ist keine Geheimniskrämerei, sondern Handwerk. Aber das nur am Rande …

Monika K.
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Re: Kostenlose Fotos fürs Cover

von Monika K. (20.10.2017, 18:22)
Einfach irgendein Bild zu nehmen, kommt überhaupt nicht infrage. Auf die Idee wäre ich nie gekommen. :lol: Schreibt man da an den Bildrand "Abbildung ähnlich"? :lol: Bei Romanen verwenden manche Verlage Fotos von Gemälden fürs Cover, auf denen jemand abgebildete ist, der der Beschreibung der fiktiven Romanfigur in etwa entspricht. Das finde ich sogar eine hübsche Idee. Aber bei einem Historischen Roman über Persönlichkeiten, die wirklich existierten, oder einer Biografie habe ich das noch nie gesehen und würde es auch nicht empfehlen.

Es gibt Fotos von Gemälden der Personen, von denen das Buch handelt, aber die Rechtslage ist dort schwierig zu beurteilen. Es ist nicht ganz eindeutig erkennbar, ob eine kommerzielle Verwendung erlaubt ist. Daher fragte ich nach Quellen, weil ich hoffte, dass man dieselben Fotos der Gemälde auch noch woanders finden kann, wo sie noch nicht gesucht hat. Andernfalls ist eben eine andere kreative Lösung gefragt. Ich bin sicher, ihr wird etwas einfallen.

Ich bedanke mich auch im Namen meiner Freundin noch einmal ganz herzlich für eure Antworten und wünsche euch ein schönes Wochenende. thumbbup

Monika
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