Kritik

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herby

Re:

von herby (17.04.2007, 21:04)
Lektoren sind oft ein Problem, egal ob bei Verlagen oder Freiberufler, ich habe eigentlich noch keinen gefunden mit dem ich wirklich zufrieden war. Vielleicht noch am ehesten bei meinen Kochbüchern, aber da gibt es nur wenige Zwischentexte und in den Rezepten ist die Ausdrucksweise nur von der Eindeutigkeit und der Klarheit abhängig.
Aber ich habe schon manches Buch von den Lektoren zurückbekommen, wo ich mich gefragt habe, kann ich das Buch wirklich so zum Druck freigeben.
Letzthin hat mir ein Lektor erklärt, zwar sehe der Duden und NRS es anders, aber er finde seine Version für glücklicher und hat mir viele entsprechende Änderungen verpasst, die ich dann aber nicht übernommen habe.
gruss
herby

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hawepe
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Re:

von hawepe (18.04.2007, 08:13)
Hallo,

herby hat geschrieben:
Lektoren sind oft ein Problem, egal ob bei Verlagen oder Freiberufler, ich habe eigentlich noch keinen gefunden mit dem ich wirklich zufrieden war. [...]
Aber ich habe schon manches Buch von den Lektoren zurückbekommen, wo ich mich gefragt habe, kann ich das Buch wirklich so zum Druck freigeben.
Letzthin hat mir ein Lektor erklärt, zwar sehe der Duden und NRS es anders, aber er finde seine Version für glücklicher und hat mir viele entsprechende Änderungen verpasst, die ich dann aber nicht übernommen habe.


Vielleicht stellt du einfach zu hohe Ansprueche :-)

Ich meine das nicht als Kritik, sondern als Lob. Wer staendig Manuskripte auf den Tisch bekommt, die lediglich als Rohmaterial taugen, gewoehnt sich leider haeufig den gleichen schludrigen Stil an und senkt seine eigenen Qualitaetsvorstellungen immer mehr ab.

Und klar, wirklich gute Lektoren sind rar und entsprechend teuer, aber trotzdem meist langfristig ausgebucht. Fuer BoD-Autoren sind sie in der Regel unerschwinglich.

Beste Gruesse,

Heinz.

Athenaios
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Marketing

von Athenaios (20.04.2007, 16:08)
Stimmt, BoD sollte durchaus etwas aufgeschlossener darüber informieren, wie die Praxis nach Herauskommen des Buches idR aussieht. Deshalb finde ich das Angebot von BoD aber immer noch ok.

Ich wusste es schon vorher, aber sofern nicht, kann ich Enttäuschung gut verstehen. Dass Du die Buchhandlungen angeschrieben hast, war eine gute Idee, auch wenn es nicht viel gebracht hat. Am meisten bringt meiner Meinung nach so eine Art Zielgruppenwerbung, aber das geht wohl meist nur bei Sachbüchern.
Meine Internetseite mit meinen Büchern über Platons Atlantis:
http://www.atlantis-scout.de/

Sharki
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re

von Sharki (15.10.2007, 01:08)
Ich hab auch versucht mich zu informieren wie es aussieht bzgl. Verkauf von BoD Titeln in der Buchhandlung, bin seit Jahren in der kommerziellen Game Industrie tätig und weiß wie das mit den Händlern abläuft. BoD schreibt ja selbst sowas in der richtung von "Flächendeckend im Buchhandel und in über XY Onlineshops erhältlich.", mein erster gedanke war das meine Bücher sofern sie dem Händler ansprechen schon bestellt und auch ausgelegt werden , dann kamen aber die zweifel. Book on Demand ist ja auch ein wenig irreführend, es heißt ja zu Deutsch Bücher auf Nachfrage, aber welche Nachfrage gemeint ist sagt auch niemand.
Wobei ich etwas nicht verstehe, es gibt ja den Novitäten Katalog wo man sein Buch auf wunsch auf detaillierter einstellen kann, dachte der wäre für Buchhändler um denen die Titel näher zu bringen, was nützt es denn wenn BoD das macht und es eh kein schwein ordert? Ich denke mal das man das nicht so schwarz sehen sollte und man auf einen guten Verkauf hoffen kann. Desweiteren denke ich das Buchhändler BoD Titeln meistens nicht aus dem Grund das es sich um BoD Titel handelt abgeneigt sind sondern weil das Thema bzw. sich der Klappentext einfach nicht gut genug anhört bzw. das Thema schon ausgelutscht ist.

Selbst wenn die meisten nicht ausgelegt werden heißt es nicht das man verdammt ist, gutes beispiel:

http://www.amazon.de/Kiara-Alina-Singer ... 051&sr=1-1

Schaut euch mal den Verkaufsrang an, 156, die Verkaufsränge gehen momentan mind. auf 2.500.000 Teil 2 ist auf Platz 685 und Teil 3 auf Platz 469
Die Autorin hat mit BoD drei erfolgreiche Titel released und trotz der bescheidenen Seitenzahl und des Preises bestimmt jenug verdient. Denke um auf den Verkaufsrang zu kommen muss man schon ganz schön viele Bücher verkauft haben.

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hawepe
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Re: re

von hawepe (15.10.2007, 07:59)
Hallo,

Sharki hat geschrieben:
Desweiteren denke ich das Buchhändler BoD Titeln meistens nicht aus dem Grund das es sich um BoD Titel handelt abgeneigt sind sondern weil das Thema bzw. sich der Klappentext einfach nicht gut genug anhört bzw. das Thema schon ausgelutscht ist.


Welcher Buchhaendler sollte sich denn die Klappentexte durchlesen? Und welcher Buchhaendler bestellte einzelne Verlagstitel, weil ihm gerade das eine Thema/der eine Titel gefaellt?

Auf der Frankfurter Buchmesse wurden 40 000 Neuerscheinungen vorgestellt. Selbst ein sehr engagierter Buchhaendler wuerde es nie schaffen, alle Klappentexte zu lesen. Und er muesste sie nicht nur lesen, sondern aus ihnen auch noch eine Auswahl treffen und genau diese Titel dann bestellen.

Als Buchhaendler hat man nur die Moeglichkeit, die Verlage aktiv im Sortiment zu fuehren, von denen man entweder persoenlich voll ueberzeugt ist oder in denen die von den Kunden verlangten Titel erscheinen. Und die Book-on-Demand-Verlage gehoeren eben nun einmal zu keiner der beiden Kategorien :-(

Beste Gruesse,

Heinz.

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ChrisK
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Re: re

von ChrisK (15.10.2007, 08:47)
Sharki hat geschrieben:
Denke um auf den Verkaufsrang zu kommen muss man schon ganz schön viele Bücher verkauft haben.

Am amazon-Verkaufsrang kann man definitiv NICHT erkennen, wieviele Exemplare man tatsächlich verkauft hat. Wenn Bücher in umsatzschwachen Monaten bzw. zu umsatzschwachen Uhrzeiten (nachts) gekauft werden, machen sie Riesenschritte auf der Bestsellerliste nach vorne und marschieren nur sehr langsam wieder zurück. Ich will der Kollegin nichts unterstellen, vermutlich hat sie tatsächlich eine erkleckliche Anzahl Bücher verkauft, aber der amazon-Rang (auch wenn er "nur" dreitstellig ist, den hatte ich auch schon mal, als jemand auf einen Schlag 25 Exemplare gekauft hatte) taugt noch nicht mal als Näherungswert.
Gruß
Chris

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Bärentante
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Re: re

von Bärentante (15.10.2007, 10:54)
Sharki hat geschrieben:
BoD schreibt ja selbst sowas in der richtung von "Flächendeckend im Buchhandel und in über XY Onlineshops erhältlich."
Book on Demand ist ja auch ein wenig irreführend, es heißt ja zu Deutsch Bücher auf Nachfrage, aber welche Nachfrage gemeint ist sagt auch niemand.


Der erste Satz ist für einen Neuling, der sich mit Book-on-Demand-Gesellschaften noch nicht beschäftigt hat, tatsächlich ein wenig irreführend. Oder das Wunschdenken legt sie anders aus. :wink:

Fakt ist, dass man das über BoD veröffentlichte Buch in Deutschland, Österreich und der Schweiz in jeder Buchhandlung bestellen kann. (Wenn sich der Buchhändler die Mühe macht, nicht nur in seinem eigenen (bevorzugten) System zu suchen.)
In den Online-Shops ist es ebenfalls vorhanden. Wenn jemand ein Buch sucht, wird er sich ja wohl zuerst bei Amazon oder Libri informieren.
Und Nachfrage? Ist ja wohl klar. Wenn ein Kunde das Buch haben möchte.
Liebe Grüße
Christel

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Bärentante
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Re: re

von Bärentante (15.10.2007, 11:38)
hawepe hat geschrieben:
Auf der Frankfurter Buchmesse wurden 40 000 Neuerscheinungen vorgestellt.


Hallo Heinz,

da hast Du eine Null vergessen. Es waren, wie ich gelesen habe, 400.000. :wink: (Allerdings inkl. Kalender, anderer Druckerzeugnisse, rund ums Buch, usw.)
Liebe Grüße
Christel

matthiasgerschwitz

Lektoren

von matthiasgerschwitz (15.10.2007, 11:41)
Ich hatte das Vergnügen, u.a. meinen alten Gymnasial-Deutschlehrer als Lektoren zu gewinnen. Das ist noch einer "vom alten Schlage", der sich in der Literatur, in der Grammatik UND der Orthographie auskennt...

Laura
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Re:

von Laura (15.10.2007, 13:00)
Die ""Leselupe", eine der zahlreichen Autorenplattformen, die eigene Bücher veröffentlichen, bietet ein kostenloses Lektorat an. (URL weiß ich nicht auswendig).

Das funktioniert dann so, dass sich Autoren dafür zur Verfügung stellen. Ein wenig kann man auch über diese Autoren auf der Homepage lesen, also zumindest ihr Genre, teilweise auch ihre schriftstellerischen Erfahrungen.

Ob man diesen Dienst wirklich empfehlen kann, weiß ich nicht. Ein bisschen dumm geguckt habe ich, als ich unter den Namen der Autoren - Lektoren den einer blutjungen Hobbyautorin entdeckt habe, die bisher nur Kurzgeschichten geschrieben hat. Gruß Laura

Sharki
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Re: re

von Sharki (15.10.2007, 13:40)
hawepe hat geschrieben:
Hallo,

Sharki hat geschrieben:
Desweiteren denke ich das Buchhändler BoD Titeln meistens nicht aus dem Grund das es sich um BoD Titel handelt abgeneigt sind sondern weil das Thema bzw. sich der Klappentext einfach nicht gut genug anhört bzw. das Thema schon ausgelutscht ist.


Welcher Buchhaendler sollte sich denn die Klappentexte durchlesen? Und welcher Buchhaendler bestellte einzelne Verlagstitel, weil ihm gerade das eine Thema/der eine Titel gefaellt?

Auf der Frankfurter Buchmesse wurden 40 000 Neuerscheinungen vorgestellt. Selbst ein sehr engagierter Buchhaendler wuerde es nie schaffen, alle Klappentexte zu lesen. Und er muesste sie nicht nur lesen, sondern aus ihnen auch noch eine Auswahl treffen und genau diese Titel dann bestellen.

Als Buchhaendler hat man nur die Moeglichkeit, die Verlage aktiv im Sortiment zu fuehren, von denen man entweder persoenlich voll ueberzeugt ist oder in denen die von den Kunden verlangten Titel erscheinen. Und die Book-on-Demand-Verlage gehoeren eben nun einmal zu keiner der beiden Kategorien :-(

Beste Gruesse,

Heinz.


Servus,

Kann nur meine Erfahrungen wiederspiegeln die ich in der Software (games) Branche gesammelt habe, die Produkte wurden da von Mitarbeiter der Großkunden angeschaut, also Titel, Cover, Beschreibung und Bilder und es wurde dann halt nachgeschaut wieviel absatz ähnliche Produkte in den vergangenen Wochen fanden, dementsprechend wurde halt geordert oder nicht. Diese Mitarbeiter des Großkunden wusste was für die Kunden Interessant sein würde und was nicht und orderten dementsprechen uninteressante titel nicht. Es wurde geschrieben das sau viele Bücher herauskommen, natürlich werden bekannte Autoren erstmal geordert und dementsprechend wieviel Platz noch frei ist werden interessante Titel geordert.

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